Satirischer Wochenrückblick 21. Dezember

Über Weihnachtsgeschenke aus Mainz, Kirner Einfluss im VG-Rat, Über Beigeordneten-Geschacher, Wundertüte geheime Wahlen, Still ruht der See und eine kleine Zeitungsschelte…

„Ja, ist denn schon wieder Weihnachten?“ Rechtzeitig vor dem Fest der Feste hat die Landesregierung das Füllhorn über das Kirner Land ausgeschüttet. Und wie! In die Rolle des Christkindes schlüpfte die Innenstaatssekretärin Nicole Steingaß (SPD). Gleich zwei Schecks hatte sie an die Bürgermeister Martin Kilian (Kirn) und Michael Schmidt (Hennweiler) für städtebauliche Zwecke zu übergeben. Nun hätte man die symbolischen Schecks, genauer formuliert die Zusagen für die jeweiligen Beträge, mündlich am Telefon bestätigen oder mit der Post schicken können, aber dann wäre der öffentliche Show-Auftritt mit Tamtam, Pressefoto, Händeschütteln und roter Mappe futsch gewesen. Politiker, insbesondere die in Verantwortung im fernen Mainz, sonnen sich halt gerne bei solchen Anlässen und fahren dafür auch mal durchs Ländle. Wen juckt schon der ökologische Fußabdruck. „Schaut her, was wir für Euch alles Gutes tun,“ schallte die Botschaft ins Kirner Land hinaus. Weiter: „Jeder soll wissen, dass die Landesregierung an der Seite der Menschen steht.“ Stets im Hinterkopf der Überbringer ist ein nicht zu unterschätzender Werbe-Faktor für kommende Wahlen. Fällt der mündige Bürger darauf wirklich herein? Wohl kaum! Eher die kommunalen Politiker-Größen, die gute Miene zum bösen Spiel machen und sich in Demut artig bedanken. Müssen sie auch, denn sie wollen ja auch, dass man ihnen bei zukünftigen Anträgen ebenso wohlgesonnen ist. Ohne Zuschüsse läuft halt nichts. Die Abhängigkeit lassen sich die Mainzer Entscheider halt mit inszenierten Show-Auftritten bei Scheckübergaben inklusive bunten Pressebildchen bezahlen.  Eine schier Endlos-Spirale. mehr

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