Kreishaushalt und Krankenhaus

Angesichts der veröffentlichten Haushalts-Zahlen kann einem Angst und Bange werden! Man stelle sich vor, der Landkreis Bad Kreuznach wäre ein Privatunternehmen. Der hätte sich längst der Insolvenzverschleppung strafbar gemacht und die politisch handelnden Personen wären vor Jahren schon abgeurteilt worden und säßen hinter schwedischen Gardinen im Bollesje. Von den Bilanzen her geurteilt ist der Landkreis pleite! Aber sowas von! Nun gehen ja Kommunen, Kreise oder Länder niemals so richtig Bankrott. Von daher dürfen alle Beteiligten immer so weiterwurschteln. Unter Aufsicht, versteht sich! Bis zum Sankt Nimmerleinstag, wann immer der auch kommen möge. Was sollen sie auch anderes machen? Notwendige Investitionen müssen halt gestemmt werden. Grundsätzlich steckt der Landkreis in einer finanziellen Abwärtsspirale fest. Blöd, es gibt keinen Ausgang. Man stelle sich nur vor, zu allem Überfluss würde den Kreis jetzt auch noch das Unheil Krankenhaus-Trägerschaft ereilen. Das ist gar nicht so abwegig, weil die Diakonie in Kirn jederzeit den Bettel hinschmeißen könnte. Dann müsste der Kreis einspringen. Und der kann nicht Krankenhaus. Daher schrillen da auch schon seit Wochen und Monaten alle Alarmglocken. Zur Erinnerung: Kirn hat vom Land Rheinland-Pfalz die Bestandsgarantie mit oder ohne die Diakonie ausgesprochen bekommen. Der Kreis ist gewarnt und das spürt man. Der packt die Diakonie in Watte und ist sicherlich zu weiteren Zugeständnissen, als die ohnehin schon gegebenen, bereit. Hauptsache der Kelch geht am Kreishaus vorbei. Und die wird die Diakonie sicherlich auch monetär noch einfordern, sollte man sich konzeptionell dazu durchringen können, den Erhalt des Kirner Krankenhauses dauerhaft zu sichern. Keine Frage, die Diakonie ist in einer mehr als soliden Verhandlungsposition. Ob die kirchliche Einrichtung das überhaupt auszuspielen weiß?

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