Straßenausbaubeiträge: Blick nach Simmertal

Blicken wir aus aktuellen Anlass mal wieder über den Berg zur größten Ortsgemeinde Simmertal: Dort informieren die Fachleute der Verbandsgemeindeverwaltung am 17. Dezember, um 18.30 Uhr über Straßenausbaubeiträge. Hört, hört! Offensichtlich will die Kommune ihren Bürgern das System der wiederkehrenden Beiträge schmackhaft machen. So zumindest lässt sich die Einladung interpretieren. Dem Eingangs-Bla-bla-bla von wegen Verpflichtung die Infrastruktur für nachfolgende Generationen erhalten zu müssen, folgt die Schelte gegen die einmaligen Beiträge, wodurch Betroffene über Gebühr belastet würden. Das stimmt. Pest oder Cholera? – die Simmertaler haben nunmehr wohl die Qual der Wahl. Anders formuliert, Frontalangriff oder wiederkehrende kleinere Einzel-Schübe? An den Infektionsherd, sozusagen den Bazillus, der resistent in Mainz sitzt, kommt man ja nicht ran. Dort will die SPD-Regierung unbedingt an Straßenausbaubeiträgen festhalten, und dies, obwohl die in anderen Bundesländern längst erfolgreich abgeschafft worden sind. Und das Verrückte daran, es funktioniert. Merke, Augen auf bei der Orts-Wahl! Wohl dem, der in Hochstetten-Dhaun für immer seine Zelte aufgeschlagen hat. Dort hat es zwar auch reichlich marode Straßen, aber die Ortsgemeinde fährt eine ganz eigene finanzielle Schiene. Die Ortsgemeinde stemmt die Kosten für Sanierungen nämlich aus den eigenen Rücklagen. So schaut’s aus! Das war so, das ist so und wird wohl auch immer so bleiben. Das hochheilige Versprechen hatte Ortsbürgermeister Hans Helmut Döbell beim Bürgertreff im Frühjahr noch erneuert (siehe Zitat Versprechen des Jahres in der Seitenleiste). Diesbezüglich sind die Bürger save und diesbezüglich herrscht in der zweitgrößten Ortsgemeinde mit seinen fünf Ortsteilen höchste Wohnqualität. Hier müssen die Mitarbeiter der Verbandsgemeinde nicht aufschlagen, um über Straßenausbaubeiträge zu referieren. Eine Verfahrensweise, die man gerne mitnimmt und die hoffentlich recht lange Bestand haben möge. Damit genießen die Bewohner fast schon ein landesweites Alleinstellungsmerkmal, was diese sicherlich auch werden zu schätzen wissen.

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