Ortsumfahrung Baustelle Teil zwei:

Schallschutzwände B 41 Ortsumfahrung Hochstetten

Die Autofahrer haben es sicher noch nicht vergessen. Nach der Fertigstellung der neuen B 41 bei Waldböckelheim wurde eine Fahrspur gleich wieder einkassiert, um im Anschluss die Lärmschutzwand zu installieren. Gestaltete sich das noch einigermaßen problemlos, weil für den Streckenanschnitt zwei Fahrspuren zur Verfügung standen und somit beständiger Verkehrsfluss garantiert war, droht für die spätere einspurige Ortsumgehung Hochstetten-Dhaun hingegen mehr Ungemach. Der Aufbau dort wird nämlich auch erst im Anschluss an die Straßeninbetriebnahme in einem dritten abschließenden Abschnitt umgesetzt. Keimt die Frage auf, ob der Lärmschutz nicht parallel zum Straßenbau vorangetrieben werden kann, um den Streckenabschnitt ohne Anschlussarbeiten vollständig fertig gemäß dem Motto „Band durchschneiden und Freie Fahrt für freie Autofahrer“ übergeben zu können. Erfahrungsgemäß werden die Arbeiten an den LS-Wänden sicher etliche Monate, wenn nicht mehr, in Anspruch nehmen, zu Beeinträchtigungen führen und den Autofahrer sicher auf eine harte Geduldsprobe stellen. Ist diese Vorgehensweise wirklich alternativlos? Scheinbar! Gemäß Planungskonzept werden zwar die erdbautechnischen Teile – etwa Wälle – und die Gründungen für die Wände mit dem Straßenbau parallel mitvorangetrieben, aber mehr auch nicht. Danach folgen die konstruktiven Elemente- also die eigentlichen Wände, die handwerklich auch eine ganz andere Leistung (größtenteils Werks- und Fertigteilproduktion) darstellen. Wie es in einer Pressemitteilung aus 2017 hieß sein man als Auftraggeber Bund gehalten, möglichst Fachlosvergaben anzustreben, und keine „Generalunternehmer“- vergabe vorzunehmen. Eine solche Vorgehensweise diene der Mittelstands- und Wettbewerbsförderung. Die Arbeiten werden zukünftig so getaktet werden, dass die Gesamtherstellungszeitspanne sich nicht verändert. Blöd nur, dass aufgrund der Notwendigkeit, permanent unter Verkehr die Baustelle abzuwickeln, es ohne „Beanspruchung“ der Geduld des Autofahrers nicht möglich sein wird, ein gutes Gesamtergebnis für Alle zu erzielen. Dass es auch anderes geht beweisen andere Bundesländer, etwa Bayern. Dort werden Lärm- oder Schallschutzwände parallel mit dem Straßenbau installiert und komplett freigegeben. Spätere Verkehrsbeeinträchtigungen Fehlanzeige.  

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.