Wo warst Du – faules Ei?

„Ach Du faules Ei!“- Als seinerzeit bei der Beigeordneten-Wahl ein faules Ei Peter Wilhelm Dröscher die Gefolgschaft verweigerte, war der Sturm der Entrüstung groß. Wer hatte es am Wahlabend gewagt nicht mit den SPD-Wölfen zu heulen? Nun, die „Nein-Stimme“ aus den eigenen Reihen war zwar nicht ausschlaggebend für Sieg oder Niederlage, aber dennoch hätte man doch sicherlich gerne gewusst, wer der Abweichler oder die Abweichlerin war. Bisher wurde das faule Ei nicht enttarnt. Zumindest ist in diese Richtung nichts an die Öffentlichkeit vorgedrungen. Blöd, dass das damals mutige faule Ei just in der Parkhaus-Angelegenheit den Partei-Kurs mittrug. Seine Stimme hätte den Ausschlag für das dezentrale Parkplatzsystem bilden können. Nein, dieses Mal war Geschlossenheit Trumpf bei der Abstimmung. Nur schade! Vermutlich lag es daran, dass nicht geheim abgestimmt worden ist. Sonst hätte sich das faule Ei womöglich aus der Deckung gewagt und sich wieder verweigert, was der Sache ungemein gedient hätte. Liebes faule Ei, es ist nicht schlimm gegen seine eigenen Gefolgsleute zu stimmen, auch offen. Schließlich ist jedes Stadtratsmitglied nur sich selbst und seinen Wählern verantwortlich. Gegen seine eigene Partei zu stimmen kann der im Extremfall auch helfen, nämlich dann, wenn sie sich wie hier in der Parkhaus-Angelegenheit auf dem Holzweg befindet.  

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