Lächeln, auch wenn es wehtut

Wie lange muss Oliver Kohl noch die Autofahrer lächelnd grüßen?

Der arme Herr Kohl. Vor einer Woche erlebte der SPD-Kandidat ein fast schon historisches Wahldebakel für die SPD und noch immer lächelt er tapfer von Laternen herab. So, als ob es den 20. Oktober nicht gegeben hätte. Und auch seine Banner flattern weiterhin an stark frequentierten Plätzen im Wind. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man meinen, die Bürgermeister-Wahlen stünden erst bevor. Ist die Partei angesichts des Ergebnisses noch immer so dermaßen in Schockstarre behaftet, dass die Mitglieder nicht in der Lage sind, den guten Herrn Kohl für spätere Wahlen einzulagern? Hallo, ist doch für den unterlegenen auch nicht schön, wenn er mit jedem Kilometer zurückgelegter Wegstrecke erneut an sein persönliches Waterloo erinnert wird. Kommt mal in die Pötte! Hört man den Menschen in der Region zu, so war sein größtes Manko sein Parteibuch. „Der Kandidat hätte viel besser abgeschnitten, wenn er als Einzelkandidat angetreten wäre“, mehren sich die Stimmen aus dem Volk auch Tage danach noch. Tja, heutzutage für die SPD an den Start zu gehen ist eher Makel, als Schub. Geschnallt hat das im Übrigen auch Mainz Oberbürgermeister Michael Ebling. Auf seinen Wahlplakaten taucht das SPD-Logo erst gar nicht auf, weder im typischen rot, noch in einem unscheinbaren grau.

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