Satirischer Wochenrückblick 27. Oktober

Über Parkhaus-Mathematik, Trainer TJ und seine Verwaltungsmannschaft, Rebell Jo Weingarten, Ellen Müller for Bürgermeister.

Mathematik ist doch so einfach: Wenn Kirn 23 Millionen Euro Miese vor sich herschiebt, dann sollte jeder Cent zweimal umgedreht werden. Jetzt braucht es in der Innenstadt zusätzlichen Parkraum. Ein Parkhaus zu bauen kostet die Stadt 1, 1 Millionen Euro, ein dezentrales Parksystem 300.000 Euro. Beide Varianten offenbaren 168 Parkplätze. Patt also. Frage: Wenn ich den gleichen Effekt 800.000 Euro billiger haben kann, warum dann mehr ausgeben als notwendig? Die Kohle ließe sich entweder anderswo sinnvoller investieren oder einfach nur einsparen. Noch Fragen? Zugegeben, sparen ist doof. Was würde geschehen, wenn die Stadtväter auf das Parkhaus verzichten, um ihren Haushalt nicht noch tiefer in die roten Zahlen rutschen zu lassen? Da gibt es zum einen den psychologische Moment. Sparen ist eine unscheinbare Angelegenheit – ein schönes Parkhaus – wie SPD und FWG eines fordern – dagegen eine sehr sichtbare. Geht es den Befürwortern am Ende gar nicht mehr um die Sache, vielmehr um gekränkte Eitelkeiten und Prestige? Bleibt zu hoffen, dass beide Fraktionen den Weg zurück in die zwingend gebotene Spur wirtschaftlicher Verantwortung, gegenüber künftigen Generationen, zurückfinden. Bürgermeister Martin Kilian wird bei diesem Prozess helfen.  mehr

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