Das Wort zum Sonntag zum Thema Sparen

Was passiert eigentlich, wenn Städte und Gemeinden immer weiter in die roten Zahlen rutschen? Gar nichts. Selbst in Städten mit so grotesken Defiziten wie Pirmasens geht das Leben irgendwie weiter. Städte gehen eben nicht pleite! Warum soll Kirn also an seiner Infrastruktur sparen, wenn anderswo größere Kommunen frohgemut noch weiter in die Miesen gehen? Was würde geschehen, wenn die Kommunen auf Investitionen verzichten, um ihren Haushalt zu konsolidieren? Da gibt es zum einen den psychologische Moment. Sparen ist eine unscheinbare Angelegenheit – ein schönes Parkhaus – wie SPD und FWG eines fordern – dagegen eine sehr sichtbare. Nächste Frage: Wer zahlt die Zeche? Die kommenden Generationen! Sollten die gewählten politischen Vertreter nicht mehr Verantwortung gegenüber denen an den Tag legen, zumal es eine wesentlich günstigere Alternative mit dem gleichen Ziel gibt? Nun, es gibt ja stets verlockende Zuschüsse, lautet das immer gleiche Argument von Ausgaben-Befürwortern. Blöd, dass Städte und Gemeinden immer wieder mit Zweckzuweisungen geradezu verführt werden. Keine Investition, das hieße auch – keine Zweckzuweisungen mehr. Damit befindet man sich sogar in einer Zwickmühle, investieren zu müssen, obwohl sie besser beraten wären zu sparen. Schlechtes Gewissen, Fehlanzeige. „Wenn wir es nicht bekommen, dann geht das Geld woanders hin!“ Wenn nix mehr geht, das Totschlagargument zieht immer, auch für die Parkhaus-Befürworter.

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