Reden wir mal über Geld

Wahlkampf kostet Geld. Gilt das für alle?

Was kostet Wahlkampf? Gute Frage, oder nicht? Der ist in vollem Gang und nicht nur zeit-, sondern auch kostenintensiv. Die Finanzierung müssen die Kandidaten selbst tragen, Unterstützung gibt es weder vom Staat noch von der Kommune. Zumindest bei den beiden freien Kandidaten ist das so. Fakt ist, die müssen Plakate und Flyer und was sonst noch so dazugehört aus eigener Tasche blechen. Inwieweit die SPD Oliver Kohl finanziell unter die Arme greift, darüber ist nichts bekannt. Über das Thema herrscht nach außen hin stets Stillschweigen. Es ist aber davon auszugehen, dass der Wunschkandidat der Sozialdemokraten seine private Schatulle nicht öffnen wird müssen. Könnte man dann von einem Wettbewerbsvorteil sprechen? Sollte es zutreffen, dass Kohl keine finanzielle Last zu tragen hat, dann werden das viele Menschen sicherlich bejahen. Zurecht? Jedenfalls wird bei der SPD in punkto Werbemaschinerie nicht gekleckert, sondern geklotzt. Flyer, Zettel, Broschüren vom Feinsten und dazu noch Plakate und Werbebanner – da sind schnell einige Tausender verbraten. Da können die beiden anderen Bewerber nur neidisch zum Parteisoldaten blicken. Römer beschränkt sich nur auf Flyer. Jung wollte das auch, hat aber für den Schlussspurt auch Plakate von sich anfertigen lassen. Die hängt er himself auf. Kohl hat es da einfacher. Ihm werden solche Aufgaben parteiintern abgenommen. Und wie sieht es beim Thema Zeit aus? Jede Menge Urlaubstage oder unbezahlte Freistellungen opfert etwa Jung, schlichtweg weil er in den Wochen vor der Wahl vor Ort präsent sein will. Wenn das mal kein Beleg für Wille und Einsatzbereitschaft ist. Und wie schaut es bei Kohl aus? Hat er auch Urlaub genommen oder setzt er auf Wahlkampf nach Feierabend? Heißes Eisen ist die Mutmaßung von Römer, der Kohl sogar Wahlkampf während der Arbeitszeit unterstellt. Denkbar ist heutzutage alles, aber ist es auch so? Papperlapapp, es wird schon alles mit rechten Dingen zugehen. Alles andere wäre ja auch im höchsten Maße unfair. Egal wie, Wahlkampf ist zeit- und kostenintensiv. Nicht zu vergessen Stress und Belastung. Für einen Bewerber werden sich die Bemühungen allerdings auszahlen. Egal wer als Sieger das Wahllokal verläßt, der satte Gehaltssprung wird ihm die Wochen voller Mühen und Entbehrungen versüßen.

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