Was unterging beim Wahl-Podium

Andreas Römer ist ein Mann der klaren Kante. Gleich zu Beginn der Vorstellungsrunde attackierte er seine beiden Mitbewerber, vermutlich auch deshalb, um mehr Schärfe in die Debatte bringen. Seine Redezeit reichte allerdings nicht aus, um seine vorfurmilierten Rundumschläge vollständig mitteilen zu können. Als er unter lautem Protest-Raunen der SPD-Anhänger Kohl auf seine direkte Art abgefrühstückt hatte, wollte er sich Jung zur Brust nehmen. Allerdings würgte ihn der Zeitnehmer ab. Daraufhin herrschte kurze Schockstarre im Saal und im Podium, aber dann ging es ohne weiteren Kommentar im Programm weiter. Kohl versäumte es, die gegen ihn ausgesprochenen Vorwürfe auch in der Folge zu entkräften. So blieben sie im Raum stehen. Der Vollständigkeit halber und auf Wunsch bildet der Blog das komplette Statement von Römer im Wortlaut ab:

„Da ist als erster Oliver Kohl, der laut Zeitungsbericht Bürgermeister für die SPD werden will. Ich bin dankbar für diesen Hinweis, da dies auf seinen Flyern und Plakaten für die Bürgermeisterwahl nur schwer ersichtlich ist. Das SPD-Logo, das ansonsten eine weiße Schrift auf rotem Grund zeigt, zeigt sich hier mit weißer Schrift auf hellgrauem Hintergrund. Ist also nur auf den zweiten Blick erkennbar. Das könnte natürlich auch ein Hinweis auf den schwindenden Einfluss der SPD als Volkspartei sein. Oder sollten hier die Wählerinnen/er getäuscht werden, indem eine Parteilosigkeit und Unabhängigkeit als Bürgermeisterkandidat suggeriert wird. Transparenz und Ehrlichkeit sieht anders aus. Nun zur Verteilung der Flyer. Deren Verteilung erfolgte zum Teil während der normalen Arbeitszeit.  Wie wurde das von Seiten der Verbandsgemeindeverwaltung gehalten. Wurde diese Zeit als Arbeitszeit angerechnet, oder wurden Überstunden abgerechnet, so wie es sein soll. Je nach Antwort auf diese Frage könnte sich ein Hinweis auf bestehenden Klüngel zwischen Verbandsgemeindeverwaltung und SPD ergeben oder auch widerlegt werden. Wahlkampf ist Privatsache keine Arbeitszeit.

Thomas Jung wirbt mit neuem Schwung und mit seiner Parteilosigkeit und Unabhängigkeit. Dass mit der Parteilosigkeit trifft zu aber bei der Unabhängigkeit habe ich so meine Zweifel, denn er wird offen und offiziell von der CDU unterstützt. Und die CDU wird über kurz oder lang auf ihre Unterstützung hinweisen und Gegenleistungen verlangen, und dass war`s dann mit der Unabhängigkeit. Und das mit neuem Schwung ist mit der CDU auch so eine Sache, denn die letzte Frischzellenkur liegt schon einige Zeit zurück.“

Aber sie als Wählerinnen/er wollen neuen Schwung, frischen Wind in der Verbandsgemeinde.  Ein Kandidat der parteilos, unabhängig, bürgernah und –freundlich ist. Dazu sach- und lösungsorientiert. Das wollen sie doch, oder? Dann haben sie am Sonntag, 20. Oktober 2019 nur eine Wahl. Mich zu wählen. Andreas Römer

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