Kandidat Andreas Römer ist „Andi-Beinhart“

„Isch kandidiere“! Nein, mit Horst Schlemmer hat Andreas Römer so gar nichts gemein. Als letzter Kandidat kam er zwar wie Kai aus der Kiste gesprungen, aber das war es dann auch mit den Gemeinsamkeiten. Ein Nachteil? Sicherlich nicht seine Bewerbung gefühlt auf den letzten Drücker, schwerer wiegt da schon sein mangelnder Bekanntheitsgrad. Römer ist im Kirner Land nicht so angezeigt wie der sprichwörtliche bunte Hund. Und da er kein Parteibuch besitzt und sich nicht frei nach dem „Peter-Prinzip“ über Jahre hinweg hochgedient hat, fehlt ihm auch diesbezüglich jede Unterstützung. „Andi-Beinhart“ ist völlig auf sich alleine gestellt. Seine Beweggründe klingen dennoch logisch: „Der Verbandsgemeinde standen in den letzten Jahren immer Bürgermeister der SPD vor. Im Laufe der Jahre wurde immer mehr vom parteipolitischen Klüngel gesprochen. Es ist Zeit für einen Gezeitenwechsel“. Inwieweit er den hervorrufen wird, scheint so unwahrscheinlich wie von Weltraummüll getroffen zu werden. Dennoch, ein Versuch ist es allemal wert. Dass er sich auf der politischen Bühne zu behaupten versteht, hat er beim Wahl-Podium unter Beweis gestellt. Da war er zumindest auf Augenhöhe. Mit Beweisen kennt sich der von Haus aus Kriminalbeamte ja auch bestens aus. Weg von der parteiorientierten hin zu einer bürger, lösungs-und sachorientierten Politik, so lautet sein Credo, mit dem er auf Stimmenfang geht. Überdies möchte er die Politik in der neuen Verbandsgemeinde aktiv mitgestalten, unter aktiver Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Seine ersten politischen Sporen verdiente sich Römer in den 1990er-Jahren in Becherbach sowie im Verbandsgemeinderat Kirn-Land. Stallgeruch kann er also vorweisen. Thematisch setzt der 57-jährige auf die gleichen Eckpunkte wie seine beiden Konkurrenten. Dazu gehört eine gute personelle und sachgerechte Ausstattung der Kindergärten, Grundschulen und Feuerwehren. Auch werde er sich im Falle seiner Wahl für die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge einsetzen, um die Bürgerinnen und Bürger der neuen Verbandsgemeinde zu entlasten. Langfristiger Erhalt des Kirner Krankenhauses, Sicherung der Haus-und notärztlichen Versorgung, Tourismus, Umwelt, Infrastruktur sind weitere große Herausforderungen, sagt einer, der beim nächsten Wahl-Podium in Heimweiler mehr Gas geben möchte. Klingt ganz nach Attacke. Seine Flyer kommen in Kürze in die Haushalte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.