Wahlen: Die CDU

„Acht plus X ist unser Wunsch.“ Die Christdemokraten formulieren ihre Ziele für die Kommunalwahl am 20. Oktober recht optimistisch. Dabei ist die Konkurrenz groß und die Partei von Haus aus nicht unbedingt der unangefochtene Platzhirsch im Kirner Land. Im Gegenteil: Vor gar nicht allzu langer Zeit formulierte man sogar noch öffentlich ein Wahrnehmungsproblem, welches man jedoch erfolgreich zu den Akten legen konnte. Spätestens mit der „Revolte“ im Kirner Stadtrat, gewann die Partei an Profil, Schärfe und Entschlossenheit hinzu. Keine Frage, die einstmals unter Wert aufgetretene graue Stadt-Maus hat sich gemausert. Und wie! Nicht unbedingt Schritt halten mit dem Tempo können derzeit die Land-Mäuse aus der Verbandsgemeinde. Dort stand man immer schon im Schatten der Sozialdemokraten. Bekommen auch die jetzt einen Schub? Gespannt sein darf man, wie sich der neu formierte Gemeindeverband bei den Wahlen schlagen wird. „Die Liste ist beeindruckend“, verkündete Claus Tressel bei der Vorstellung. Fürwahr, die Mischung hat Potenzial. Der rührige Vorsitzende sieht sich zurecht gut gewappnet für den Wahltag. Er selbst geht vorneweg. Schade, dass er es nicht geschafft hat in den Kreistag einzuziehen. Ein Vertreter aus Kirn im schwarzen Kreuznacher Block, hätte der Region sicherlich gut getan. Im Westen ist die CDU traditionsgemäß ein bissel schwach auf der Brust. Das spiegelt sich auch in einer fehlenden Kandidatur für den Bürgermeister-Stuhl wieder. Stattdessen unterstützen Tressel und Co Thomas Jung aus Oberhausen. Für Insider ist diese Nachricht keine Überraschung.Ob der davon profitieren kann, wird man am Wahltag wissen. Inhaltlich grenzt man sich von den anderen Parteien kaum ab. Die Schwerpunkte sind bei allen die gleichen, angefangen bei der medizinischen Versorgung, über Tourismus bis hin zu Stadtentwicklung, Wirtschaft, Arbeitsplätze. Tipp: Beim Wähler ließe sich mit dem Reizthema Straßenausbaubeiträge punkten. Unverständlicherweise liegt dieses Feld brach. Fazit: Die CDU wird ihre acht Sitze bekommen, auch deshalb, weil die SPD in der Wählergunst einen massiven Vertrauenseinbruch zu verzeichnen hat. Von dem Abwärtstrend werden alle andere Parteien profitieren. Acht Sitze sind realistisch. Mehr nicht.     

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