Gute und weniger gute Nachrichten für das Kirner Krankenhaus

Gute und schlechte Nachrichten für das Kirner Krankenhaus. Das rheinland-pfälzische Kabinett hat am 24. September eine Landesverordnung gebilligt, wonach kleinere Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz von Sicherungszuschlägen profitieren können. Kirn ist einer von acht Standorten, der ab 2020 von den Finanzspritzen profitiert. „Die bundesrechtlichen Kriterien berücksichtigen die regionalen Besonderheiten eines Landes wie Rheinland-Pfalz nicht im erforderlichen Umfang“, sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) dem SWR zur Begründung dieser Verordnung. Der jeweilige Zuschlag soll individuell vereinbart werden“, heißt es aus dem Gesundheitsministerium. In Rheinland-Pfalz soll die Obergrenze für die Einwohnerdichte dem gebilligten Entwurf zufolge auf 200 angehoben werden. Die Verordnung soll laut Gesundheitsministerium zum 1. Januar 2020 in Kraft treten. Der auf Landeskriterien basierende Zuschlag soll individuell zwischen Krankenhaus und Krankenkassen vereinbart werden. Will heißen, die finanziellen Weichen für den Erhalt des Kirner Krankenhause sind gestellt, die von Mainz ausgesprochene Bestandsgarantie save. Gute Nachrichten. Wenn da nur nicht die „bösen“ Krankenkassen wären. Die haben sofort ihr Veto eingelegt. Irgendwie verständlich, müssen sie doch die Kosten tragen. In einer gemeinsamen Erklärung warnten die AOK Rheinland-Pfalz und der Ersatzkassenverband vdek am Dienstag vor „ineffektiven Einzelmaßnahmen“. Stattdessen fordern sie unter anderem eine stärkere Spezialisierung der Kliniken und eine aktivere Öffentlichkeitsarbeit des Landes, um der Bevölkerung Ängste vor der Schließung einzelner Krankenhäuser zu nehmen. Soso. Boykott und Schließung durch die Hintertür? Kirner Land sei wachsam. Der Drops ist noch lange nicht gelutscht. Trotz guter Nachrichten im Wochentakt, bleibt immer ein Rest Ungewissheit.

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