Das Wort zum Sonntag

Fakten schaffen, bevor es andere tun. „Pöstchengeschacher im großen Stil auf den letzten Drücker vor der Wahl zum neuen VG-Bürgermeister“ – so hätte die Schlagzeile heuer im Öffentlichen auch lauten können. Warum hat man die Wahl nicht abgewartet? Warum die plötzliche Eile? Schließlich war von vornherein klar, dass bei der Zusammenlegung beider Verwaltungen kein Mitarbeiter gehen muss und alle ihre Gehaltsstufe behalten.  So wird der neue Chef mal eben personell gleich vor vollendete Tatsachen gestellt. Reife Leistung! Warum hat man nicht gewartet, um ihm die Möglichkeit zu bieten, seine Handschrift sowie seine Vorstellungen einzubringen. Eventuell hätte der ja einen anderen Zuschnitt mit anderen Köpfen favorisiert. War das vielleicht nicht gewollt? Steckt da die pure Absicht dahinter? Zeitdruck lässt der Blog als Argument jedenfalls nicht gelten. So wird nur der Eindruck vermittelt, dass die alten Strukturen um jeden Preis erhalten werden sollen. Gemäß vorliegender Liste gibt es nur Gewinner. Und wenn, wie bei den Stadtwerken, zwei Chefs unterzubringen sind, dann schafft man halt eine gleichberechtigte Doppelspitze. Oder man hebt einfach ein neues Ressort aus der Taufe, welches ja wiederum einen Chef oder eine Chefin benötigt. Bravo und Respekt vor derart viel Weitsicht und Diplomatie! Glückwunsch, so gelingt also eine effektive Verschlankung der Verwaltung nach einer Fusion. Apropos Doppelspitze, man darf gespannt sein, ob die auch gebildet wird, wenn Kohl die Wahl gewinnt. Wird dann auch eine installiert? Wohl kaum! Keine Frage, das ganze Paket wurde am Wählervotum vorbei geschnürt. Bleibt ein Geschmäckle XXL. Vielleicht wurde es auch deshalb vor den Wahlen festgezurrt, um interne Informationsquellen nicht versiegen zu lassen. Man weiß ja nur zu gut, wie so einige Protagonisten ticken.   

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