Deal zwischen Diakonie und Landkreis

Geschickt eingefädelt! Kreis und Diakonie saßen diese Woche zusammen, um das weitere Vorgehen Krankenhaus Kirn zu besprechen. Zur Erinnerung, das Land hat ja bereits eine Bestandsgarantie ausgesprochen. Nun, zöge sich die Diakonie komplett zurück, dann fiele die Trägerschaft an den Landkreis. Kein Wunder, dass da im Kreishaus die Alarmglocken schrillten und die das Gespräch suchten. Natürlich war man durchaus offen für Zugeständnisse an den Kreuznacher Nachbarn. Offiziell heißt es dazu in der Zeitung: Die Diakonie hat begonnen, sich finanziell frei zu strampeln. So will die Stiftung ihre beiden Schulen für Kinder mit Behinderungen, die Bethesda- und die Bodelschwinghschule, in die Kostenträgerschaft des Landkreises überführen. Das heißt: Der Landkreis soll die Kosten für Instandhaltung und Abschreibung übernehmen.“ Anders formuliert, der Kreis sponsert zukünftig die Diakonie durch die Hintertür, um die in der Krankenhaus-Angelegenheit bei Laune zu halten. Finanzielle Zugeständnisse, halt wohlwollend verpackt und auf dem Silbertablett serviert. Die finanziellen Beruhigungspillen ermuntern die Diakonie zu einem vorläufigen „Weiter so“ in Kirn – sogar mit Option zum Upgrade. Tja, so funktionieren die Mechanismen in Hinterzimmern. Ein Deal, der zwar (noch) nicht ausreicht, um Kirn in medizinisch goldene Zeiten zu führen, der aber Landrätin den Hals aus der sich bereits zuziehenden Schlinge ziehen lässt. Das nächste Veto kommt todsicher. Die Krankenkassen werden nämlich keine Ruhe geben. Irgendwie verständlich, weil die ja auch alles zahlen müssen. Von daher, es bleibt spannend und weiter unstabil in Kirn. Ein harter Winter steht der BI bevor. Nicht zu vergessen Frühjahr, Sommer, Herbst…

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