Sulzbacher Treff – ein Erfolgsmodell?

Mit der Initiative „Ich bin dabei!“ will Ministerpräsidentin Malu Dreyer das bürgerschaftliche Engagement weiter stärken und dabei aktiv auf Bürgerinnen und Bürger zugehen. Ein Erfolgsmodell? Nimmt man die Häufung und Intensität der Berichterstattung in den Medien sowie die Lobeshymnen aus der politischen Kaste zum Maßstab, dann auf alle Fälle. Das politisch initiierte Programm wird von den hiesigen Politikern aber auch gepuscht ohne Ende. Dem Blog ist das schon mehr als nur eine Spur zu viel. Vor allem wird der „Sulzbacher Treff“ gerne und oft als Paradebeispiel ins Schaufenster gestellt. Die sind aber auch sowas von agil. „Schaut her, so ist es richtig, so kann es gehen“, lauten die Botschaften aus der Endlosschleife, die immer wieder über die lokale Presse transportiert werden. Dabei ist der quirlige Ortsteil seit je her bekannt für Gemeinschaft und Einfallsreichtum auf gesellschaftlicher Ebene. Die wären auch ohne politische Unterstützung in der Lage gewesen, ein etwas anderes Miteinander abseits von Vereinsangeboten auf die Beine zu stellen. Kurzum, die brauchen keine Legitimation vom Land und schon gar nicht irgendeine Form von Anschubhilfe. Nun ist die Initiative ja ein Ur-Mainzer Baby. Die „Landeregierung-Eltern“ brauchen solche kleinen Kirn-Sulzbacher Erfolgsgeschichten, alleine schon wegen Außendarstellung und Bestätigung. Großes Bohai letzte Woche bei der 100 Veranstaltung des Treffs im Bürgerhaus mit buntem Programm. Natürlich mit von der Partie waren alle kommunalen Größen, inklusive dem VG-Bürgermeisterkandidaten Oliver Kohl (SPD). Der Gute weiß derzeit ohnehin nicht wie ihm geschieht, wird er in den letzten Tagen und Wochen doch von einer Festlichkeit zur anderen geschleift und somit in den Schaukasten gestellt. Im Kampf um Wählerstimmen schrecken Kandidaten halt vor nichts zurück. Auffällig, die Spezies lässt sich plötzlich auch überall dort blicken, wo sie ohne Nominierung niemals nicht hingegangen wäre – siehe Kirn-Sulzbach. Zuletzt wurde er sogar auf dem Feuerwehrfest in seiner Heimatgemeinde Hennweiler gesehen. Wie man hört, haben sich die Kameraden verwundert die Augen gerieben. Stimmenfang bei jedem sich bietenden Anlass – warum nicht. Ein paar fallen ja immer ab.

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