Sicherlich gut gemeint, aber nicht zu Ende gedacht

Der Förderverein Stiftskirche St. Johannisberg hat unlängst ein Messing-Gedenkschildchen anfertigen lassen, das an Heribert Schöll erinnern soll. Mit zwei Schrauben am neu sanierten Torbogen verankert, wird nunmehr auch anschaulich an die prägende Rolle des einstigen Gründungsmitgliedes erinnert. Das Kulturdenkmal auf dem Johannisberg lag dem Mediziner Zeit seines Lebens besonders am Herzen. Anstatt Blumen, bat die Familie, nach dessen plötzlichen Tod, um eine Spende für den Erhalt der Kirche. Der Torbogen konnte unterem auch deshalb neu aufgebaut werden, weil durch den Aufruf ein stattlicher Betrag zusammenkam. In tiefer Dankbarkeit ziert nunmehr das Messing-Schildchen mit der Inschrift „In dankbarer Erinnerung an unser Vorstandsmitglied Heribert Schöll Förderverein Stiftskirche St. Johannisberg e. V. “ das Eingangsportal. Man muss schon genauer hinschauen, um es überhaupt entdecken zu können. Ob Größe, Art und Inschrift angemessen sind, darüber kann man sicherlich geteilter Meinung sein. Keine zwei Meinungen dürfte über die Tatsache herrschen, wonach man zwar um einen Textvorschlag der Familie bat, den von ihr ausgesuchten Spruch dann aber so gar nicht berücksichtigte. Warum erst fragen, wenn man im Nachhinein dann doch die eigenen Zeilen eingravieren lässt? Nicht nur der Blog meint, das gehört sich nicht!

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