Das Wort zum Sonntag

Im Landesdurchschnitt erhielt die SPD nur etwas über 20 Prozent. Tragisch, der freie Fall überall im Land. Überall? Nein, in Kirn offenbart sich eine rote Insel der Glückseligkeit. Dort haben die Sozialdemokraten zwar auch gewaltig an Stimmen verloren, allerdings stand am Ende ein Ergebnis von knapp über 40 Prozent zu Buche. Heutzutage ein Ausnahmewert! Warum hat die SPD im Kirner Land eine solche Stammwählerschaft? Woher kommt diese Treue? Vermutlich liegt es einfach nur daran, dass hier seit Menschengedenken schon rot gewählt worden ist und der ja bekanntlich ein Gewohnheitstier ist. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass man mit der Politik und den Politikern immer gut gefahren ist. Die SPD ist ja bekanntlich die Partei der kleinen Leute, die der Arbeiter eben. Und die gab und gibt es ja immer reichlich in der einstigen Lederstadt. Doch Vorsicht ist geboten. Der bundesweite Trend schlägt auch weit bis in die Hochburgen durch. Von daher dürfen sich die Verantwortlichen nicht zurücklehnen. Im Gegenteil: Sie müssen die richtigen Rückschlüsse ziehen und wieder vermehrt angreifen. Man stelle sich nur vor, Kirn hätte eine grüne Vertretung. Dann hätte die SPD wahrscheinlich den einen oder anderen Sitz mehr verloren.    

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