Das Wort zum (Wahl) Sonntag

Es ist zwar eine riesige Wundertüte, aber dennoch will der Blog eine Wahlprognose abgeben. Einfach mal weit aus dem Fenster lehnen und drauflos spekulieren – man kann ja nicht mehr als danebenliegen. Schließlich irrt der Mensch, so lange er lebt: Im Landkreis wird sich einiges verschieben. Die AFD wird hinzugewinnen. Ebenso die Grünen. Dafür müssen andere Federn lassen. Die SPD wird wohl am stärksten gerupft. Ihr bundesweiter Abwärtstrend, wird sich auch entlang der Nahe bestätigen. Alle anderen Parteien werden in etwa ihre Sitze behalten, plus minus einem vielleicht. Je nachdem. Im Kirner Land, speziell im Mittelzentrum, wird es wohl ähnlich sein. Die SPD-Front bröckelt! Leichte bis mittelschwere Verluste für die bisher stärkste Fraktion – dementsprechende Zugewinne für andere. Die Mehrheiten dürften sich merklich verschieben. In Hochstetten-Dhaun hingegen bleibt alles beim Alten. Die SPD bleibt stärkste Kraft. Sie wird ihre zehn Sitze in etwa verteidigen können. Die CDU kommt wieder auf zwei und die Freien Wähler auf vier, eventuell fünf Mitglieder im Rat. Also, ein weiter so wie gehabt, ohne die ganz große Kräfteverschiebung. Bürgermeister bleibt wohl Hans Helmut Döbell. Der wird alleine deshalb schon die 50-Prozent-Marke knacken, weil die Mehrheit der Wähler nicht nach Sympathie, sondern der Devise „Einer-muss-es-ja-schließlich-machen“, entscheidet. Ganz sicher darf sich der Silberrücken seiner Sache allerdings nicht sein. Restzweifel bleiben schließlich immer bei geheimen Wahlgängen. Und die Arztpraxis-Affäre hallt schließlich immer noch nach. Spannend zu beobachten wird sein, wie viele Stimmen er letztlich auf sich vereinen kann. Rückenwind oder Dämpfer, wie wird seine bisherige Arbeit, wie sein Führungsstil wohl beurteilt werden? Das Ergebnis ist für ihn eine wichtige Rückmeldung. Mit ausschlaggebend für ein ehrliches Ergebnis dürfte die Wahlbeteiligung sein. Und wenn er tatsächlich zeigen kann, dass er eine breite Bürgerschaft mobilisieren kann und hinter sich weiß, stärkt das seine Durchsetzungsvermögen nach innen und seinen Vertretungsanspruch für die Ortsgemeinde nach außen. Über den Tellerrand geschaut, dürfte die SPD bei den Europawahlen als der große Verlierer hervorgehen. Sorry, aber der freie Fall ist ja nun einmal nicht wegzuleugnen. Die Talfahrt ist eng verknüpft mit den Führungsfiguren in Berlin. Auch die CDU wird Federn lassen. Gewinnen werden die Grünen. Alle anderen werden in etwa ihre zu erwartenden Ergebnisse einfahren.

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