Was wäre wenn…

Der Coutdown läuft! Sie können am Sonntag „Ja“ oder „Nein“ ankreuzen, denn der SPD-Amtsinhaber Hans Helmut Döbell ist der einzige Bürgermeister-Kandidat. Er muss mehr als die Hälfte der Stimmen erreichen, um im Amt bestätigt zu werden. Was passiert, wenn er am Sonntag abgewählt werden sollte? Sehr unwahrscheinlich zwar, aber theoretisch immerhin denkbar. Der politische Ruhestand brächte für ihn persönlich nur Vorteile. Termine bis spät in die Nacht, Veranstaltungen am Wochenende, Sprechstunden, Termine, Ärger mit Behörden, Beschwerden der Bürger, Gemeinderatssitzungen vorbereiten, Telefonate am laufenden Band oder Mitarbeiter koordinieren – all das wäre vorbei! Die Fülle von Vorteilen im privaten Bereich sollten den Machtverlust mehr als ausgleichen können. Der darauf folgenden eue Lebensabschnitt böte für ihn nämlich ungeahnte Chancen. Zeit für Hobbys, Garten, Sport, Familie, Freizeit und, und, und. Zugegeben, ein solches Szenario wird wahrscheinlich nicht eintreten. Wann wurde schon einmal ein Einzelkandidat, dazu noch Amtsinhaber, das Vertrauen entzogen? Dennoch, ganz sicher kann er sich seiner Sache nicht sein. Nicht nach der Arzpraxis-Affäre mit der schallenden Ohrfeige durch den Bund der Steuerzahler. Taumelt der Kandidat oder geht er gestärkt aus der Angelegenheit hervor? Die Prozentzahl wird letztlich als Gradmesser dienen. Daher dürfte die Auszählung so spannend werden wie lange nicht mehr. Eine Prognose ist schwierig. Rückenwind oder Dämpfer – warten wir es ab. Wird es ihm gelingen ein für ihn respektables Ergebnis weit über der 50-Prozent-Marke zu erzielen? Viel wird davon abhängen, ob er seine Anhänger in ausreichender Zahl wird mobilisieren können und wie hoch die Wahlbeteiligung insgesamt sein wird.     

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