Scheiberling: Baugebiet mit fließend Wasser

Die heutige Pressemeldung lässt aufhorchen! Hausplaner aufgepasst: Im Baugebiet Scheiberling in Hochstetten kann bald nach Herzenslust gebaut werden. Des einen Leid, des anderen Freud. Während Bauwillige bereits auf die Meldung warten, dürften die Anlieger der Alten Straße sowie des Hellbergblicks not amused über die Ankündigung der Ortsgemeinde sein. Startschuss schon 2020 bedeutet für sie eine erhebliche Mehrbelastung durch den Schwerlastverkehr, inklusive eines dauerhaften höheren Verkehrsaufkommens, durch die Anbindung 31 weitere Häuser, am Ortsrand Richtung Simmertal. Ein Ärgernis, was die Ortsgemeinde allerdings billigend in Kauf nimmt. Hochstetten muss ja wachsen. Die Betroffenen nehmen es ja auch ohne größere Proteste anzumelden hin, wenn über ihren Köpfen hinweg belastende Projekte vorangetrieben werden. Leidensfähig, nennt man das dann wohl. Alternative Anbindungen werden erst gar nicht in Erwägung gezogen. „Zu teuer“, heißt es stets kurz und knapp aus dem Gemeindebüro. Teuer könnte für Häuslebauer auch der Traum für die eigenen vier Wände werden. Aufgepasst, der Hang führt nämlich Wasser, selbst in Dürre-Sommern. Nasse, sumpfartige Flecken, befinden sich vor allem im unteren Bereich. Daher, wer hier ein Grundstück für den Bau eines Hauses erwirbt, sollte nicht nur Lage und Preis berücksichtigen. Wichtiger ist es darauf zu achten, ob der Grund und Boden für den Bau eines Hauses geeignet ist. Zumindest die Nässe im ganzjährig wasserführenden Hang lassen Zweifel an einer einfachen Umsetzung, ohne aufwendig und teuer gegensteuern zu müssen, aufkommen. Womöglich sind erhebliche Mehrkosten einzuplanen. Was geschieht, wenn Keller und Wände nicht den Umständen angepasst werden, wissen schon einige Anlieger vom Nachbarbaugebiet zu berichten. Ruhig mal klingeln und nachfragen. Könnte durchaus gewinnbringend sein und einem die Augen öffnen. Teilweise mussten die schon erheblich nachisolieren. Das kostet Geld und Nerven. Wasser spielt beim Hausbau grundsätzlich eine große Rolle. Sickerwasser sollte sich nicht stauen und auch ein hoher Grundwasserspiegel ist eher negativ. Gut, dass heutzutage Bodengutachten für die Erteilung einer Baugenehmigung erforderlich sind. Die sollten Interessenten schon in Auftrag geben, bevor sie ihre Unterschrift unter den Kaufvertrag setzen. Dnn wird der Traum vom eigenen Haus auch kein Albtraum. Inwieweit die Ortsgemeinde bei verkaufsgesprächen über mögliche Nässe aufklärt, darf bezweifelt werden. Springt der Blog eben ein. Jetzt und in Zukunft. mehr

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