SPD parshipt mit dem Wähler

Keine Wahl ohne Wahlplakate mit Kandidatenfotos. Doch schon Loriot wusste: „Der beste Platz für Politiker ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen.“ Gerade SPD-Köpfe sieht man dieser Tage vermehrt auf entsprechenden Plattformen im Internet. In kürze werden die dann mit entsprechenden Versprechungen an Laternen und letztlich in Briefkästen landen. Auffällig, die Kandidaten sehen alle so jung, so frisch, so poliert aus. Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Hat da etwa Photoshop seine Finger im Spiel? Verjüngung durch Bildbearbeitung heißt wohl die SPD-Zauberformel, die zum Erfolg führen soll und zwar im kompletten Kirner-Land. Angesichts des guten Ergebnisses kommt man aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Die Damen und Herren sehen auf den Bildern viel attraktiver, viel jünger und viel weicher aus als in echt. Authentisch hin oder her, bei Bewerber-Fotos darf man ruhig ein bisschen schummeln. Oder etwa nicht? Man könnte fast meinen, die SPD-Kandidaten wären auf Partnersuche bei Parship unterwegs. Motto: „Ich parshipe jetzt mit den Wählern!“ Spaß beiseite. Bleiben die Fragen, inwieweit man die Schummelsoftware notwendig hat und ob sich mündige Wähler von aufgehübschten Hochglanzbildchen in ihren Wahl-Entscheidungen beeinflussen lassen?


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