Liebestoller Muffelwidder

Es liest sich wie eine lustige Geschichte, hat aber eigentlich einen ernsten Hintergrund. „Liebestoller Muffelwidder streicht um eine eingezäunte Schafherde“ – eine Schlagzeile die den Leser auf den ersten Blick zum Schmunzeln animiert. Klar, dass sich der Widder weder von Spaziergängern, noch von Autofahrern beeindrucken lässt. Wahrscheinlichster Grund: Das Tier ist zahm, weil es Menschen gewöhnt ist. Als Erklärung kann daher nur herhalten, dass der stolze „Knabe“ in einem Gatter oder Gehege aufgewachsen sein muss. Das erklärt auch, warum ein Tier, das in unserer Region von Natur aus nicht heimisch ist, selbstbewusst und furchtlos herumstreicht. Übrigens, kein Einzelfall. Schon seit Monaten bekommt der Blog Bilder von kleineren und größeren Gruppen Muffelwild zugesendet. Meist werden die Tiere in einem größeren Radius der Dhauner Höhe angetroffen. Die Frage aller Fragen ist doch die: Wo kommen die Tiere her? Sind die aus einem Gatter ausgebrochen? Wer unterhält in der Region Gehege und wenn ja zu welchem Zweck? Gibt es konkrete Hinweise auf die Herkunft? Diesen Fragen hätte sich die Presse mal annehmen sollen. Die Geschichte mit der Schafherde ist nur als ein nettes Nebenprodukt zu bewerten. Dem Leser verlangt es nach einer tiefergehenden Recherche. Fortsetzung erforderlich! Substanziell geht da noch mehr.

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