Kirre Helau: Bürgerinitiative beim Rosenmontagsumzug am Start!


Rettet das Kirner Krankenhaus heißt die BI keine Frage,
das kranke Gesundheitssystem ist nur mit Humor zu ertrage.
Unterm kunterbunten Rettungsschirm, das Motto ist spitze,
auf das sich bei dem Thema die Gemüter werde närrisch erhitze.
wir sind dabei mit wichtiger Botschaft beim Kirner Gaudiwurm,
gegen unser Gesundheitssystem laufen wir alle gemeinsam Sturm,
auf das die Politiker im fernen Berlin endlich mal aufwachen,
dafür lassen es wir Krankenhauskämpfer närrisch krachen.
Helau

Die Entscheidung der Bürgerinitiative „Rettet das Kirner Krankenhaus“, sich mit einer Botschaft dem Gaudiwurm anzuschließen, erwies sich als goldrichtig. Die 30-köpfige Fußgruppe brachte mit närrischem Touch ihre Botschaft unter dem Oberbegriff „der kunterbunte Rettungsschirm“ unter die Narrenschar links und rechts des Wegesrandes. Helau, schallte es durch die Kirner Innenstadt. Keine Frage, mit Humor und vielleicht noch mit medizinisch dosierten Alkohol-Spritzen lassen die die Geschehnisse rund um das Kirner Krankenhaus sowie die grundsätzlichen Schwächen im Gesundheitssystem wohl am ehesten ertragen. Chapeau, auf diese Art und Weise eine Message in die Köpfe der Menschen auf humorvolle Art und Weise zu transportieren, hat was absolut Nachhaltiges. Kreativ muss man sein, auch in der fünften Jahreszeit, um das große Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, was da heißt Erhalt des Kirner Krankenhauses.

Bürgerinitiative reiht sich mit Botschaft in den Rosenmontagsumzug ein!

Das Motto der BI-Fastnachtsgruppe auf dem Kirner Rosenmontagszug!!!

„Der kunterbunte Regenschirm“ – frei nach dieser Devise marschiert die Bürgerinitiative Kirner Krankenhaus am heutigen Rosenmontag im närrischen Lindwurm mit. Vorneweg marschierend die frisch gebackenen „Harald-Flick-Preisträger“, Ellen und Michael Müller. Einreihen werden sich auch etliche Angestellte des Krankenhauses sowie Vertreter aus der Politik. Alles in allem werden 30 „Krankenhaus-Narren“ die Gelegenheit nutzen, um mit einfallsreichen Worten und Gesten auf die Problematik im Gesundheitssystem aufmerksam zu machen. Die illustre Truppe wird sicherlich den Farbtupfer auf der Strecke bilden. Mehr noch: Die senden eine Botschaft aus, die bis nach Berlin schallen soll. Zugegeben, so laut können die gar nicht grölen. Müssen sie auch nicht, denn MdB Joe Weingarten hat versprochen, einen an den Gesundheitsminister formulierte Depesche mit kritischen Worten höchstpersönlich bei ihm abgeben zu wollen. Keine Frage, Jens Spahn wird die Zeilen lesen, aber ob er auch angemessen reagiert? Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.  Helau!!! 

Wochenrückblick 23. Februar!

Über Fastnachts-Umzüge, Fastnachterin Bettina Dickes, Poster Axel Hill, Rutsch-Hang, Typ Joe Weingarten, Rhein-Zeitung

Helau!!! Fastnacht feiern ohne Saufgelage, geht das überhaupt noch? Natürlich! Wobei, in den letzten Jahren haben sich mitunter Jugendliche während Umzüge so richtig abgeschossen. Aber sowas von! Daher fährt die Polizei auch eine Null-Toleranz-Strategie, um einem Trend den Garaus zu machen, der so gar nichts mit Fastnacht gemein hat. Gut so!  Denn: Bei der Fastnacht soll die Tradition im Mittelpunkt stehen und nicht der Alkohol! So wird das Auge des Gesetzes auch beim Kirner Rosenmontagsumzug ein waches Auge auf die Zugstrecke und vor allem dem Drumherum haben. Fastnacht ist zwar seit je her eine Zeit des Ausnahmezustandes. Es ist traditionell die Zeit, in der es lockerer zugeht als sonst und in der die Narren, etwa Wikinger, Seeräuber, Cowboys, Indianer, das Regiment übernehmen. Damit die aber nicht überziehen, dafür sorgen dann die Sheriffs. Und wer sich nicht benimmt, der darf beim Faschingstreiben halt nicht mehr mitspielen. So ist das eben. Nun steht Kirn ja nicht Pate für Ausschweifungen, aber wehret den Anfängen.  mehr

Das Wort zum Sonntag

Was war das für ein Großbrand diese Woche in Hochstädten. Spektakel für die einen, Leid für die anderen. Da waren die Wehren aus Hochstetten-Dhaun und Umgebung gefordert. In enger Zusammenarbeit konnte das Feuer gelöscht werden, ohne Verletzte beklagen zu müssen. Und wieder bekam man vor Augen geführt, dass Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr ihre Freizeit für unsere Sicherheit opfern, und das, unentgeltlich! Die Kameraden verdienen unsere Solidarität und unseren Respekt. Dafür kann man gar nicht genug „Danke“ sagen. Die Wertschätzung darf sich aber nicht nur auf warme Worte beschränken, wie die reflexartig nach jedem spektakulären Einsatz, vor allem von den politisch Verantwortlichen, heruntergebetet werden.  Nein, Feuerwehrleute verdienen deutlich mehr Anerkennung. Die sind mehr als nur ehrenamtlich aktiv, weil sie mitunter großen Gefahren sowie psychischen Belastungen ausgesetzt sind. Hinzu kommt eine zeitintensive Ausbildung. Nicht zu vergessen ständige Übungen und Weiterbildungen sowie eine Bereitschaft rund um die Uhr. Kurzum, Feuerwehrmänner- und Frauen sind gefühlt die wahren „hauptamtlichen Ehrenamtliche“ – im Dienste der Allgemeinheit. Wie könnte eine Würdigung außerhalb des üblichen Händedrucks als kleines Dankeschön aussehen? Wie könnte etwa eine Verbandsgemeinde, wie eine Ortsgemeinde -etwa Hochstetten-Dhaun – das Engagement der Aktiven honorieren? Ob sich der Ortsgemeinderat darüber jemals den Kopf zerbrochen hat? Eher nicht. Der Blog unterbreitet mal Vorschläge! Wie wäre es mit einer Einladung zum kommunalen Frühschoppen anlässlich der Hellberg-Kerb. Essen und Trinken bis zum Abwinken – passt. Möglich wären Reduzierungen von Gebühren gleich welcher Art. Ehrenamtskarten, die über die Ortsgrenzen hinausreichen, Busausflüge auf Kosten des Haushaltes, allgemeiner Feuerwehrbonus in allen Lebenslagen und, und, und. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Man muss es nur wollen. Aber da liegt der Hase im Pfeffer!  Es muss sich was tun, alleine schon wegen schwindender Einsatzstärken. Handelt! Jetzt!

Erste Eisenträger aufgelegt

Schlechtwetter war gestern! Wurden Bauarbeiter früher einmal monatelang in eine von der Natur gewollten Zwangspause geschickt, müssen die in Zeiten der globalen Klimaerwärmung nunmehr durchpowern. Sehen kann man das auf der Großbaustelle Ortsumfahrung Hochstetten-Dhaun, die flott vorangetrieben werden kann. Nachdem schon tonnenweise Asphalt auf die Trasse aufgetragen worden ist, hat eine Spezialfirma damit begonnen, Stahlträger auf die vorbereiteten Widerlager zu positionieren. Der Anfang ist gemacht! Weitere Abschnitte werden folgen. So lange, bis das Brückenbauwerk über die Bahnschienen und noch weiter bis zum Anschlussstück als eine Einheit verschmelzt. Was gibt das für ein Klotz, oder? Die Ausmaße sind schon gewaltig und auch optisch erschreckend. Kaum vorstellbar, dass sich die fertige Brücke einmal harmonisch in das Landschaftsbild einfügen wird können. Aber es geht ja nicht in erster Linie um die Optik. Wenn das der Fall wäre, hätte die Ortsumfahrung der Marke Sparvariante unmittelbar hinter den Häusern vorbei niemals genehmigt werden dürfen. Es geht einzig und allein darum, den durchfließenden Verkehr aus der Ortschaft zu verbannen. Man darf gespannt sein, wie das Gesamtbauwerk das Bild der Ortschaft insgesamt verändern wird. Gut, dass sich das Auge schnell an Veränderungen gewöhnt – siehe Überflieger in Kirn. Auch an den Anblick musste man sich erst einmal gewöhnen. Heute wird die Brücke als optische Selbstverständlichkeit hingenommen. So gesehen, besteht noch Hoffnung. Besteht auch noch Hoffnung für weitere Entlastungen von Ortschaften sowie insgesamt bessere Verkehrsführung entlang der Bundesstraße – etwa Martinstein? Was nützt die leichte Entschärfung nach Fertigstellung der Baumaßnahme Hochstetten-Dhaun, wenn die Strecke Richtung Bad Sobernheim und auch Idar-Oberstein für Pendler ein Gräuel ist? Bis Bad Sobernheim flutscht es auf der Bundesstraße 41, aber danach wird es Richtung Kirn und Idar-Oberstein nur noch schleppend. Im Westen halt nicht viel Neues!  

Lokalredaktionen stehen vor ungewisser Zukunft!

Der Blog erhebt immer wieder gerne seine Stimme lautstark, wenn ihm eine Entwicklung missfällt. Und wenn die dann noch zu Lasten unserer ländlich geprägten Region geht, dann haut der auch schon mal richtig, richtig auf den Putz: Die „Rhein-Zeitung“ plant, ihre mehr als zehn Lokalredaktionen zu schließen. Diese Nachricht schlug am Anfang der Woche ein wie eine Bombe. Aus Koblenz wurde ein fatales Signal gesendet. Ganze Regionen tragen nunmehr Sorge darüber, dass Themen – gerade im ländlichen Bereich – nicht mehr so gut abgedeckt werden wie bislang. Fürwahr, der ländliche Raum muss es immer ausbaden. Ein dem SWR zugespielter internen Mitarbeiterbrief, brachte die Bombe erst zum Platzen. Wer von den Abonnenten jedoch gedacht hatte, die Verantwortlichen würden ihrem Vorhaben, einer offensichtlich gravierenden Umstrukturierung, ein paar Zeilen widmen, der sah sich getäuscht. Null Reaktionen und null Informationen, sind im Ergebnis mehr als nur eine bescheidene Außendarstellung! Friedrich Merz würde sagen, „die ist einfach nur grottenschlecht“. mehr

Es rutsche der Hang weiter und weiter, und weiter, und weiter…!

Was hat der Landkreis nicht auf die Tube gedrückt, als es um Sofortmaßnahmen bezüglich Hangrutschungen zwischen Hochstetten-Dhaun und Kirn ging. Kurzzeitig herrschte sogar regelrecht Alarmstimmung. Gefühlt in einem Eilantrag wurde im Mai 2019 beschlossen, eine Sofortmaßnahme gegen den drohenden Hangrutsch oberhalb der L 183 auf einem etwa 200 Meter langen Teilstück einzuleiten. Passiert ist bisher wenig bis nichts! Seit nunmehr fast einem Jahr schmort der Rutschhang samt welliger Straße vor sich hin, ohne dass sich etwas tut. Sieht man mal von der Rodung des Hanges ab, herrscht Stillstand. Herrscht wirklich Gefahr im Verzug? Wohl kaum! Die Bauschuttdeponie bewegt sich weiter, hieß es seinerzeit, was zu weiteren Verwerfungen, ja sogar zu potenziellen „Großrutschungen“, etwa bei Starkregen, führen kann. Panikmache? Schnellschuss? Unter Sofortmaßnahme stellt man sich gemeinhin was anderes vor, oder nicht? Wie muss man sich ein Hangabgang XXL im Extremfall vorstellen? Etwa so wie in Katastrophen-Filmen der Marke Hollywood? Man weiß ja nie was kommt! Jedenfalls machte der Kreis auf ganz dringlich, um dann doch die Handbremse mit voller Wucht zu ziehen. Von einer sofortigen Hangsicherung, koste es was es wolle, kann keine Rede mehr sein. Sollte der Hang nicht umgehend entlastet werden, indem 25 000 Kubikmeter Material, das auf dem Gipfelplateau abgelagert wurde und das nun nach unten drückt, an den Fuß des Hangs verlagert wird. Abgesehen von der latenten Gefahr, grenzt es schon an Straßenverkehrsgefährdung durch Unterlassen, eine Landesstraße in diesem holprigen Zustand dem Straßenverkehr zuzumuten. Warum nur stockt es bei der Beseitigung des Übels? Ist es vielleicht die Kostenverteilung. Der Kreistag hatte doch im Mai 2019 einstimmig bei zwei Enthaltungen dafür gestimmt, dass der Landkreis sich zur Hälfte an der 600 000 Euro teuren Sofortmaßnahme gegen die drohende Gefahr beteiligt, und dies, obwohl die Steuerzahler außen vor sein müssten. Ginge es nämlich nach dem Verursacherprinzip wäre wohl die NHB alleiniger Zahler. Angeblich existiert ein uraltes Papier, in dem die NHB bei der Verfüllung des ehemaligen Steinbruchs mit Bodenaushub und Bauschutt die alleinige Verantwortung für eventuelle Rutschungen versichert. „Wer bestellt bezahlt“, sollte man meinen. Man darf gespannt sein, wie lange die „Sofortmaßnahme“ noch auf sich warten lässt. Vielleicht hat man im Kreishaus ja auch eine andere Definition des Wortes „sofort“.

„Weibertag“ ist Startschuss für die Straßen-Fastnacht

Mit der Weiberfastnacht heute beginnt der Straßenkarneval. Für viele gut, für manche leider. Auch im Kirner Land wird in den nächsten Tagen die Post abgehen. Der absolute Höhepunkt ist sicherlich der Rosenmontag mit dem Umzug durch die Stadt. Und auch wenn unsere Region nicht unbedingt als Hochburg der fünften Jahreszeit gilt, werden viele Narren unterwegs sein. Was treibt sie an?  Für echte Jecken ist die fünfte Jahreszeit jedenfalls mehr als Alkohol und Party. Fastnacht ist ein stückweit Kult und Droge zugleich. Millionen begeistern sich für Umzüge, Maskenbälle und Büttenreden. Kein anderes Fest befriedigt so zahlreiche und so widersprüchliche Sehnsüchte wie die Fastnacht. Von daher, lasst es krachen. Was auch immer als Kostüm gewählt wird oder ob man als Nicht-Karnevalist die Flucht antritt: spätestens am Aschermittwoch ist alles wieder vorbei. Dann kehrt die Alltags-Nüchternheit wieder zurück. Für die echten Jecken gibt es jedoch einen Hoffnungsschimmer: die nächste Fastnacht!  

Parkhaus von elf bis Mittag!!!

Es sind oftmals die klitzekleinen Meldungen, die aufhorchen lassen. Manchmal reicht schon ein kleiner unscheinbar wirkender Nebensatz, um selbst als Außenstehender Fakten sowie Zusammenhänge klarer erkennen und zuordnen zu können. Nachdem das Innenministerium die Argumente pro Parkhaus offenbar als zu schwach einstufte und überdies eine Realisierungschance unter den gegebenen Bedingungen offenlies, scheint den abgebildeten Reaktionen nach allgemeine Ratlosigkeit im Stadtrat zu herrschen. Jedenfalls erteilte die Erste Beigeordnete, Christa Hermes, einer erneuten Verkehrszählung, zumindest indirekt, eine Absage. Zitat im Zeitungsbericht: „Eine neue Verkehrszählung helfe auch nicht. Da käme nur heraus, dass die Stadt morgens um elf dicht sei und ansonsten Parkplätze verfügbar seien“! Moment Frau Hermes, im Umkehrschluss würde das ja bedeuten, dass Kirn nur ein Parkhaus von „elf bis Mittag“ bräuchte. In der übrigen Zeit, so die logische Schlussfolgerung, stünde im Stadtgebiet genügend Parkraum zur Verfügung. Hmmm! Ein „Ein-Stunden-Parkhaus“ für so viel Kohle? Mal nachdenken! Wäre das hübsche Sümmchen nicht lohnender in ein „Stunden-Hotel“ angelegt? Kirn hat doch so wenig Betten im Angebot. Spaß beiseite, wenn der Istzustand von der vorübergehenden „Chefin“ im Ergebnis schon so niederschmetternd für die wenig verbliebenen Befürworter kommuniziert wird, dann stellt sich jedem normaldenkenden Beobachter mehr denn je die Frage nach dem ursprünglichen Sinn eines solchen Projektes, zumal sich die Chose unterdessen verteuert hat. Offensichtlich liegen die Kosten für einen Parkhausstellplatz bei mittlerweile 14 000 Euro statt bislang kalkulierter 13 500 Euro. Wegen Wiederholungsgefahr spart sich der Blog an dieser Stelle jeden weiteren Kommentar über den von SPD und FWG noch angestrebten Kirner „Turmbau zu Babel“. Gut, dass in Kürze mit der Umsetzung des dezentralen Konzeptes begonnen wird. Scheinbar wartet man nur noch auf warmes und trockenes Wetter. Wenn am Bahnhof und an der Brauerei die ersten Dauerparker aufschlagen, wird dann auch die geschilderte „chaotische“ Zeitspanne von „elf bis Mittag“ im Stadtgebiet überbrückt werden können. Spätestens dann, wenn alle zusätzlichen Parkplätze des dezentralen Konzeptes final am Start sind, hat es sich ausgeträumt. Dann redet kein Mensch mehr von Parkplatz-Problemen und einem Parkhaus-Neubau.

Sorry für die Grätsche Frau Dickes! Umbauwunsch Kirner Rettungswache liegt schon seit 2016 auf ihrem Schreibtisch…

Sorry, da muss der Blog mal brutal reingrätschen. Landrätin Bettina Dickes hat den Tag für sich zu einem der Rettungswachen erklärt. Sogleich postete sie auf Facebook nette Schnappschüsse mit dem folgenden Wortlaut dazu aus Bad Sobernheim. Heute ist mein Tag der Rettungswachen. Vieles hat sich im Arbeitsablauf einer Wache und auch in Bezug auf Anzahl und Größe der Fahrzeuge in den vergangenen Jahren geändert, und als Rettungsdienstbehörde stehen wir in der nächsten Zeit vor der Aufgabe, zu schauen, ob, wie und wo gebaut oder umgebaut werden muss. Es bleibt spannend“!  Und aus Kirn schreibt sie folgendes: Nachdem wir in Bad Sobernheim zwar fehlende Fahrzeughallen, aber gute Personalräume erleben konnten, ist hier alles wirklich sehr beengt! Stimmt Frau Dickes. In Kirn ist alles sehr beengt, und das schon seit Jahren. Wahr ist, solche Besuche sind Zeichen von Wertschätzung. Wahr ist aber auch, gerade in Kirn bräuchte es keine Worte, vielmehr Taten. Bereits 2016 wollte man seitens des Kreises Abhilfe schaffen. Es blieb bei einer reinen Absichtserklärung. Nur warme Worte. mehr

Realsatire: Sonderkommission soll Ermittlungen zum „Mail-Skandal“ führen!!!

Wie gut unterrichtete Kreise informieren, will die Stadt Kirn in der leidigen Parkhaus-Angelegenheit dem „Mail-Maulwurf“ (MM) mit der Gründung einer Sonderkommission auf die Spur kommen. Triebfeder ist nachweisbar eine angezählte SPD, die in dem augenscheinlichen Verschwiegenheits-Verstoß mutmaßlich die bedeutsamste „Spionage-Affäre“ seit dem GuillaumeVorfall vermutetFürwahr, nach einem solchen nicht für möglich gehaltenen Affront, der sogar in eine Stadt-Krise münden kann, sollten in letzter Konsequenz nunmehr auch Köpfe rollen! Daher soll die externe „SOKO“, mit dem treffenden Decknamen „Parkhaus-Flüsterer“, in Kürze mit den Ermittlungen beginnen. Ihr Hauptquartier richten die Zielfahnder zur Stunde im Rathaus ein. mehr

Jahresprogramm Wappensaal hoch zu Dhaun

Jetzt geht’s los! Der Wappensaal startet von nun an durch mit einem vielfältigen Jahresprogramm. Den hat Inhaber Marco Fritz auf die Homepage gestellt. Die Plattform weckt ohnehin Interesse. Top! Wichtig, alle Infos zum neuen Dhauner Hotspot inklusive Erreichbarkeiten sind abgebildet.So auch das Prozedere hinsichtlich Buchung und Planung von Events, Tagungen, Workshops, Firmen- und Weihnachtsfeiern, Kommunionen und Konfirmationen, Produktpräsentationen sowie alles Wichtige über die Fremdenzimmer. Klicken Sie unter www.wappensaal-dhaun.de. mal rein. Der Link ist auf www.hochstetten-dhaun.info abgelegt. Wünschen wir dem erfahrenen Musiker viel Glück und drücken ihm dazu fest die Daumen. Keine Frage, der wird den Wappensaal sicherlich neues Leben einhauchen. Gut für Dhaun und gut für Besucher, die auf dem Weg hinauf zu Schloss zukünftig eine Einkehrmöglichkeit vorfinden. Sein langfristiges Konzept sieht vor, die Räumlichkeiten das ganze Jahr über zu vermarkten. Das ganze Programm von Buchungsmöglichkeiten ist nunmehr zu Füßen des Schlosses möglich. Was hat Fritz noch alles an Ideen auf der Pfanne? Nun sein Jahresplan bildet ein breit gefächertes Spektrum ab. Der Blog wird diesen auf die Startseite stellen und einzelne Events sowohl ankündigen, als auch zeitnah näher vorstellen. Keine Frage, der Fokus liegt auf der Terrasse. Hier wird vor allem an den Wochenenden so einiges geboten werden.

Reaktionen auf Blog-Beitrag Rhein-Zeitung

Boah, was hat der Beitrag Wellen geschlagen! Über 2000 Klicks an einem Tag auf der Plattform www.hochstetten-dhaun.info sind weiß Gott nicht zu verachten. Zugegeben, der Blog hat hier auch klare Position gezogen und der besseren Verdeutlichung wegen bisweilen auch vogelwild draufgehauen, als er mit Kritik an der Philosophie der Rhein-Zeitung nicht sparte. Der ist auf dem besten Weg sich selbst abzuschaffen. Selbst der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat die Pläne des Koblenzer Verlages hart kritisiert, ihre Lokalredaktionen zu schließen: „Eine solche Entwicklung sei bisher einzigartig in der deutschen Medienlandschaft“, lässt der gegenüber dem SWR wissen. Weiter heißt es in einer Meldung: „Die lokale Berichterstattung werde darunter enorm leiden. Der publizistische Auftrag der „Rhein-Zeitung“ falle Einsparungen im Verlag zum Opfer. In Zeiten von „Fake News“ sei das keine gute Entwicklung. Nun, der Blog kam in etwa zu dem gleichen Ergebnis, nur hat der es härter formuliert. Der gibt halt gerne seinen Senf dazu. Mal scharf, mal mittel, mal flach – je nach Thema, Tragweite und Dimension. Für die Rhein-Zeitung hat der eben mal die Variante „extrascharf“ aus dem Regal gezaubert. Sicherlich hätte man sich auch gemäßigter ausdrücken können, aber so ist er halt! Man darf gespannt sein, ob und wann der Verlag sich seinen Lesern erklären wird. Was bisher bekannt wurde, stammt ja nicht aus offiziellen Quellen, vielmehr aus einem internen Mitarbeiterbrief. Der wurde dem SWR zugespielt. Wie immer halt, in solchen Angelegenheiten. Im Regelfall profitieren Zeitungen von solchen zwitschernden Vögeln, doch jetzt hat die selbst den schwarzen Peter an der Backe. Erwartbar, weil Einschnitte in diesen Dimensionen sich niemals nicht unter der Decke halten lassen. Logisch, dass es sowohl Facebook-Kommentare auf den Blog-Einwurf hagelte, als auch persönliche Nachrichten im Postfach landeten. Die waren, bis auf einige wenige Einzelmeinungen, ausnahmslos positiv und zustimmend. Schauen wir mal, was jetzt noch alles ans Tageslicht kommt und bewerten dann neu.   

Podiumsdiskussion der beiden Bewerber

Am 22. März wird ein neuer Bürgermeister für die Stadt Kirn gewählt. Um die beiden Bewerber besser kennen zu lernen, veranstaltet die Freie Wählergemeinschaft eine Podiumsdiskussion mit Christa Hermes (CDU) und Frank Ensminger (FDP). Als mögliche Termine werden der 4. oder 6. März ins Auge gefasst. Der Andrang im Sitzungssaal der Verbandsgemeinde wird dann sicherlich riesig werden. Der Blog erwartet sogar eine Stühle-Knappheit. So groß ist der Raum ja nicht. Reines Bauchgefühl! Für alle interessierten Menschen ist es die erste und wohl auch einzige Gelegenheit, den Bewerbern so richtig auf den Zahn fühlen zu können. Aber sowas von! Erfahrungsgemäß wird einer üblichen Vorstellungsrunde ein Dialog mit dem Moderator oder Moderatorin folgen. Themen in der Stadt gibt es ja zu Genüge. Danach wird es sicherlich heißen „Feuer frei“ für die offene Diskussion mit den Anwesenden. Dann heißt es meist Ausquetschen bis der Arzt kommt. Mit welchem Gefühl werden die Besucher anschließend nach Hause gehen? Der Blog wird versuchen dieses irgendwie einzufangen, um es dann in seine persönliche Beurteilung des abends mit einfließen zu lassen.

Hochstetten am See

Ein Idyll, was auf den Betrachter sogleich beschaulich und friedlich wirkt. Auf dem Filet-Stück des neuen Industriegebietes von Hochstetten-Dhaun hat sich in den zurückliegenden Tagen und Wochen ein kleiner aber feiner See gebildet. Zwei Nilgänse scheinen sich hier schon heimisch zu fühlen. Der NABU hätte seine helle Freude bei dem Anblick dieses kleinen Fleckchens „unberührter Natur“. Nun, ist jedoch nicht davon auszugehen, dass der „See“ einzig und allein den jüngsten Niederschlägen geschuldet ist und deshalb nicht von Dauer sein wird. Ein kleines „Naturschutzgebiet“, just auf dieser Industriefläche, kann sich die Ortsgemeinde allerdings auch nicht leisten. Schließlich handelt es sich um ein richtiges Pfund, das sich nach Fertigstellung der Ortsumfahrung, sicherlich gut vermarkten wird lassen. Interessenten werden sicherlich Schlange stehen, um sich zwischen Toyota-Autohaus und der späteren Zu- und Abfahrt Hochstetten Mitte, mit einem Gewerbe niederlassen zu können. Mit dem Landstrich lässt sich richtig, richtig Kasse machen. Von daher, der See und die Nilgänse müssen früher oder später weichen. Werden sie auch, weil der nächste trockene Sommer steht schon in den Startlöchern.

Der Anfang vom Ende der Rhein-Zeitung?

Was hat die Rhein-Zeitung nicht schon alles über die Schwächung ländlicher Regionen berichtet und kommentiert. Krankenkassen, Banken, Forstämter, Gerichte und, und, und, wurden ausführlich thematisiert und deren Rückzüge stets kritisiert. Auch der Öffentliche Anzeiger schlug immer wieder in die gleiche Kerbe, wenn in Kirn mal wieder Schicht im Schacht verkündet worden ist. Dabei ist der Verlag keinen Deut besser. Gemäß SWR-Mitteilung sollen alle Lokalredaktionen gebündelt und Geschäftsstellen sogar gleich ganz aufgegeben werden. Eine solche Meldung lässt einen kopfschüttelnd zurück. An nur noch drei Standorten, sollen zukünftig die täglichen Ausgaben zusammengebaut werden. Mehr noch: Alle Service-Points sollen wegfallen, auch der in Kirn. Dem Vernehmen nach haben die Angestellten dort schon ihre Kündigungen erhalten. mehr

Ausverkauft!!!

Hochstetten-Dhaun kann Fastnacht! Und wie! Am 21. Februar findet die Neuauflage der gemeinsamen Karnevalssitzung der Ortsvereine in der „Narrhalla“ Haus Horbach statt. Schon der Vorverkauf lief hervorragend. Ausverkauft – lautete die Botschaft! Besser kann man nicht in die Kampagne starten. Der enorme Zuspruch sollte jetzt Ansporn genug sein, um den Käufern ein bestmögliches Feuerwerk an Narretei zu bieten. Und denkt dran: „In der Bütt ist nahezu (fast) alles erlaubt an Seitenhieben und Pointen. Aber wenn austeilen, dann humorvoll und mit Niveau! Zu der frohen Kunde gleich eine Fastnachts-Strophe zum Einstieg:


Gegrüßt sind Männer und auch Fraue,
die Dumme und auch die Schlaue.
Alle sollt ihr Gäste am 21. Februar sein,
die Hochstettener Ortsvereine laden ein.
Zur Bomben-Sitzung, keine Frage,
sollt ihr alle auch Kostüme trage.
sollt Spaß haben, über Witze lachen,
kurzum, lasst es mal so richtig krachen.
Ihr Büttenredner berichtet mit spitzer Feder,
zieht über alles und jeden vom Leder.
Nehmt keine Rücksicht auf Personen und Namen,
habt beim Reimen übers Lokale kein Erbarmen.
Dann werden alle nur fröhlich berichte,
es war die geilste Sitzung der jungen Geschichte.

Drum freuet Euch Ihr ilustre Bagasch,
am Samstag geht’s los – Narhallamarsch
🎉!

  

Das Wort zum Sonntag

Die „Worschtbude“ macht dicht, die Eisdiele nimmt Fahrt auf. Mit „Leo“ hängt eine Institution die Grillgabel für immer an den Haken. Er hat genug Brat- und Metwürste gewendet. Reicht für ein Leben. Keine Frage, sein „Markt-Grill“ wird der Stadt als Anlaufstation im Zentrum fehlen. Dass die Meldung über seinen Ruhestand am gleichen Tag ins Blatt gehoben wurde, wie das Ende der Winterpause „Venezia“, hat schon etwas Skurriles. War es doch Leo, der am jetzigen Standort der Eisdiele, jahrelang erfolgreich das Szene-Lokal „Marktstübchen“ führte. Lang, lang ist es her. Zurück zur Gegenwart. Leo geht, aber wer kommt? Hoffentlich findet sich bald eine Nachfolgelösung, damit die Bratwurst im Vorbeigehen zwischendurch auch weiterhin möglich ist. Erst Otsch, jetz Leo – wer geht als nächstes dem Kirner Stadtleben verloren? Beide gelten als unersetzbare Typen in der Gastronomie-Landschaft. Sie werden uns fehlen. Doch wie sagte es schon ein berühmter Philosoph vom Main: „Lebbe geht weiter“. Dass die Eisdiele wieder am Start ist, wird sich gewiss belebend auf den Marktplatz auswirken. Wie jeder weiß, ist der doch in der dunklen Jahreszeit meist wie leergefegt. Unter uns, Gianni und Raffaela hatten auch genügend Zeit, um die Füße hochzulegen. Gut so, dass ihre Eismaschinen wieder Fahrt aufnehmen. Man darf jetzt schon gespannt sein, ob die mehrfach prämierten „Eis-Rezept-Sucher“ wieder einige neue Spezialitäten im Angebot haben werden.

Über Aus der Bereitschaftsdienstzentrale, Diakonie-KV-Absprachen, Schüsse im Wald…

Was war das wieder für ein Schlag mit der superharten Keule diese Woche. Die Bereitschaftsdienstzentrale stellt ihren Betrieb ein. Aus und vorbei mit der ärztlichen Versorgung außerhalb der regulären Sprechstunden. Nach dem Rückschlag steht das Krankenhaus wieder mehr denn je auf der Kippe. Nun, sind Kassenärztliche Vereinigung und Krankenhaus-Träger zwei getrennte Spielfelder, aber dennoch arbeiten beide Hand in Hand zusammen. NOCH! Erschreckend der Zeitpunkt, aber auch erschreckend die Kommunikation. Während die hiesigen Politiker bereits einen Tag vorher in Kenntnis gesetzt worden sind, erfuhr die aufopferungsvoll kämpfende Bürgerinitiative die Schreckensnachricht erst viel später davon. Die äußerte sich sowohl entsetzt über die Schließung, als auch über die fehlende Kommunikation im Vorfeld. Warum hatte man die Verantwortlichen nicht mit ins Boot genommen? Warum haben Dickes, Jung und Co. es nicht für notwendig erachtet, die BI persönlich über den Rückzug in Kenntnis zu setzen. Selbst einen Tag später nicht. Finde den Fehler? Merke, „so etwas tut man nicht“! mehr

Offener Brief von MdL Markus Stein

Man kann es sich einfach machen und immer nur draufhauen. Einige haben ja schon immer gesagt: „Es ist nicht die Frage ob im Kirner Krankenhaus die Lichter ausgehen, sondern wann“! Wer diese Grundüberzeugung in sich trägt, darf sich durch die Schließung der Bereitschaftsdienstzentrale erneut bestätigt fühlen. Wer sich hingegen die Mühe macht, genauer hinzuschauen und zu –hören, stellt rasch fest, dass die Gemengelage komplizierter ist und sich einem simplen Gut-Böse-Schema entzieht. Fakt ist, dass das Gesundheitssystem mittlerweile nur noch auf Wirtschaftlichkeit basiert. Und Fakt ist auch, dass die gut bezahlten Wasserköpfe in sämtlichen Verwaltungen eines aufgeblähten Gesundheitssystems im gleichen Maße zu-, wie die schlecht bezahlten Pflegekräfte auf den einzelnen Krankenstationen abnehmen. Das ungesunde Ungleichgewicht hat den Nachteil, dass im Wesentlichen Bürokraten die Marschrichtung vorgeben. Und die orientieren sich halt ausnahmslos an Fallzahlen. Stimmt die Auslastung und sind die schwarz, ist alles okay. Sind die aber auf Dauer dunkelrot, dann klingeln die Alarmglocken. Wie immer halt. Das Krankenhaus ist allerdings nur die Spitze des Eisberges, denn schon früher gab es im Kirner Land Rückzüge aus rein wirtschaftlichen Erwägungen heraus.

Wie schreibt MdL Markus Stein (SPD) in seinem Brandbrief an die Kassenärztliche Vereinigung so zutreffend: „Schon früher gab es Schließungen aus eben diesen Gründen.  Die Menschen im ländlichen Raum spüren die Zentralisierung der Angebote des täglichen Lebens ganz besonders. Banken, Supermärkte und der Einzelhandel spielen hier sicher eine wichtige Rolle, bei der stetigen Zentralisierung der medizinischen Grundversorgung in urbanere Regionen geht es hingegen um ein Gut der Menschen, das wichtiger nicht sein könnte: deren Gesundheit. Auch deshalb ist die Sicherstellung einer adäquaten medizinischen Versorgung im ländlichen Raum für mich als Abgeordneter eines ebenso ländlich geprägten Wahlkreises von großer, zentraler Bedeutung und der Grund für meine Intervention bei der KV.“

Richtig Herr Stein. Lob für Ihre Bestandsaufnahme, inklusive Fragenkatalog an die KV, spricht Ihnen www.hochstetten-dhaun.info aus. Ja, die Plattform kann auch mal Beifall für Initiativen von SPD-Politikern klatschen. Stein, der mehr wissen will über die Beweggründe, hat sich für seinen offenen Brief durchaus Respekt und Anerkennung erworben. Er bekommt ein Fleißkärtchen, seine Kollegen aus anderen Parteien einen Tadel! Stein gibt sich nicht zufrieden mit lapidaren Aussagen bezüglich fehlender Rentabilität. Warum, weshalb, warum, gerade jetzt und überhaupt! BRAVO! Allemal besser, als irgendwelche geschwafelten Kommentare abzugeben, Durchhalteparolen zu formulieren oder das ins Leben gerufene „Pilot-Haus-Besuchs-Modell“ schönreden zu wollen. Man darf jetzt schon auf das Antwortschreiben aus Mainz gespannt sein. Ändern an der Denke der KV wird sein Veto zwar nichts, aber wer nicht kämpft hat schon verloren. Und außerdem ist es die verdammte Pflicht eines gewählten politischen Vertreters alles rauszuhauen, und zwar bis zur letzten Patrone.  

Besser nichts sagen, als falsches sagen!

Die Statements von Dickes, Lezius, Jung und Co. zur Schließung der Ärzte-Bereitschaftsdienstzentrale in Kirn.

Was, wäre, wenn? Der Blog vergibt mal Schulnoten für die refelxartigen Reaktionen der Politiker auf die Schließung der Bereitschaftsdienstzentrale. Eines vorneweg, mit Ruhm hat sich keiner bekleckert. Im Gegenteil! Boah, manche Aussagen lassen einen sogar fassungslos zurück. Haben unsere gewählten Vertreter den Ernst der Lage denn noch immer nicht erkannt? Statt zu Schäumen vor Wut, geben die sich fast durch die Bank weg verständnisvoll. Geht’s noch! Grundsätzlich gilt, man kann einer Schließung niemals was Positives abgewinnen. Etwas, was nicht mehr da ist, schönreden zu wollen, ist ein Widerspruch in sich. Bei den Statements stellt sich die Frage nach dem Kraut, was die alle gemeinsam geraucht haben. Irres Zeugs muss das gewesen sein. Eines, das die Sinne vernebelt. Aber sowas von! mehr

Simmertal feiert Spatenstich für Kita-Anbau

Und wieder lohnt ein kurzer Blick über den Berg auf die Ortsgemeinde Simmertal. Dort wird nicht nur mehr über den Erweiterungsbau des Kindergartens geredet, sondern gebaut. Der Spatenstich, garniert mit allen baulichen Details, wurde jetzt öffentlichkeitswirksam inszeniert. Eine Investition in die Zukunft, ist man geneigt zu gratulieren. Keine Frage, wenn es um das Wohl der Kinder geht hat die zweitgrößte Ortsgemeinde unter dem Dach der Verbandsgemeinde „Kirner Land“ die Nase vorn. Aber sowas von. Gängige Praxis auch der typische Spatenstich-Schnappschuss. Was beim symbolischen buddeln im Sand allerdings auffällt, ist die Tatsache, dass weder die Beigeordneten, noch andere Vertreter des Ortsgemeinderates mit von der Partie waren. Außer der Ortsbürgermeisterin und ihrem Vorgänger (SPD) lächelten keine Politiker zufrieden in die Kamera. FWG, Fehlanzeige. Finde den Fehler? Da ist man doch glatt geneigt den Finger in eine eventuelle Wunde zu legen. Wurde der Baustart womöglich bewusst geheim gehalten? Sollten beim offiziellen Termin bewusst nicht alle Politiker mit ins Boot genommen werden? Warum nur der erlesene Kreis? Zufall? Vermisst wurde auch Heiko Selwitschka. War der Architekt nicht derjenige, der seinerzeit die Grundlagenplanung ehrenamtlich und ohne Honorar vorantrieb? So steht es zumindest in den Archiven. Hatte er seine Entwürfe nicht auch Elternschaft und Ortsgemeinderat vorgestellt. Auf seinen Visionen und Ideen fußt schließlich der Anbau. Hat man vergessen die zeichnende Triebfeder einzuladen? Erwähnt wurde er im neuerlichen Artikel jedenfalls nicht. Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen – klingt zwar sehr hart, ist aber angesichts der Gegebenheiten nicht ganz von der Hand zu weisen. Ach, papperlapapp! Wahrscheinlich war der Termin frühzeitig bekanntgegeben worden und alle hatten einfach nur keine Zeit.

Fünf Jahre Skywalk! Kleines Jubiläum ohne Feier!

Am 20. Januar 2015 wurde der Nahe-Skywalk in Hochstetten-Dhaun mit viel Tamtam und politischen Ehrengästen, darunter auch die damalige Wirtschaftsministerin Eveline Lemke, eröffnet. Man kann ruhigen Gewissens attestieren, dass der sich zu einem kleinen „Tourismus-Magneten“ entwickelt hat. Ob gerechtfertigt oder nicht, dass möge jeder für sich selbst beurteilen. Apropos Beurteilung, auf Tripadvisor decken die die komplette Bandbreite ab. Von einem eher nüchternen „Naja“ bis einem „ausgezeichnet“ ist alles dabei. Persönliche Eindrücke sind halt verschieden. Keine Frage, der Skywalk hat den Wildgrafen-Wanderweg massiv aufgewertet und auch der Gastronomie gleich nebenan gewiss nicht geschadet. Im Überschwang der Euphorie versprachen die politisch Verantwortlichen bei der Eröffnungsfeier den Hotspot mit einer Webcam nochmals aufzuwerten. Eine, die den Schwenk rechts und links ins Nahetal rund um die Uhr unternimmt. Passiert ist bis dato nichts. Dabei ließe sich ein Livestream kostengünstig und ohne großen Aufwand prima einrichten. Schade, den täglichen Blick von oben herab vom heimischen Computer einfangen zu können, würde sicherlich für viele Klicks sorgen. Aber was nicht ist kann ja noch werden. Vielleicht am zehnten Geburtstag. Wenn schon der fünfte nicht gewürdigt worden ist, dann vielleicht ja der nach einem Jahrzehnt?

Bücherei

Hochstetten-Dhaun, deine Bücherei. Liest man die statistischen Zahlen, dann erfährt die kleine aber feine Bibliothek gerade einen regelrechten Boom. Jährlich wachsende Ausleihen – passt! Klar, wer lesen kann und will ist klar im Vorteil. Wichtig und richtig, dass gerade Kinder und Jugendliche auf ein breites Angebot zurückgreifen können. Keine Frage, Bibliotheken begeistern Kinder für das Lesen. Nur muss man auch Begeisterung wecken können. Das scheint in Hochstetten-Dhaun richtig, richtig gut zu funktionieren. Generell gilt, Büchereien und Bibliotheken sind nachhaltige Beispiel für gelungene Leseförderung. Wie überhaupt, Leseförderung eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Denn die Beschäftigung mit Büchern und Geschichten fördert die Entwicklung der Lesekompetenz, die ein entscheidender Schlüssel für schulischen und beruflichen Erfolg ist, und verbessert damit Bildungschancen. In der Zeitung steht, dass zu den Stammkunden vor allem Kinder zählen. Sponsoren werden jetzt gesucht, um das Portfolio, etwa um Zeitungsangebote auslegen zu können, erweitern zu können. Gute Idee. Der Gastronom Edgar Schorsch finanziert eine wöchentlich erscheinende Koch-Broschüre. Nachahmer gesucht!

Bereitschaftsdienstzentrale in Kirn schließt: Eine rein bürokratische Entscheidung schwächt das ohnehin taumelnde Krankenhaus erneut!

Was für ein Schlag in die Magengrube! Zur Unzeit schließt die Kassenärztliche Vereinigung (KV) im Sommer die Bereitschaftsdienstzentrale. Wörtlich heißt es dazu in der Pressemitteilung: „Am 1. Juli 2020 wird die Ärztliche Bereitschaftspraxis Kirn in umliegende Bereitschaftspraxen integriert. Patientinnen und Patienten müssen sich dann an umliegende Ärztliche Bereitschaftspraxen wenden.“ Will heißen, die Fahrten nach Idar-Oberstein oder Bad-Kreuznach sind unvermeidbar. Der Schuss aus der Hüfte zeigt Treffer-Wirkung, verbunden mit einer weiteren Schwächung des Standortes. Danke KV! Danke für nichts! Danke für den vielleicht schon Todesstoß! In der Begründung heißt es, die Auslastung der BDZ in Kirn sei nur sehr gering gewesen, weshalb sich die KV zu diesem Schritt entschlossen habe. Es geht wieder mal nur um die Kohle. Der Mensch zählt nicht die Bohne, wenn die hohen Herren die Statistiken durchstöbern, um danach den Daumen nach oben oder unten zu zeigen. mehr

Nicht immer alles nur hinnehmen, sondern mal zur Wehr setzen!

In Hochstetten werden mit dem Gebiet „Im Scheiberling“ 31 weitere Bauplätze erschlossen, und dies, obwohl die Anbindung über Hellbergblick und Alte Straße ohnehin schon chronisch überlastet ist. So schildern es zumindest die betroffenen Anlieger. Anstatt jedoch ihrem Frust freien Lauf zu lassen, schlucken sie auch diese weitere Kröte kommentarlos. Mehr noch: Sie nehmen auch hin, dass die Straßenbeläge vor ihren Haustüren durch Überlastung, vergangene Bautätigkeiten und dem damit verbundenen Schwerlastverkehr in den zurückliegenden Jahren massiv gelitten haben. „Loch an Loch und hält doch“ – so oder so ähnlich lassen sich die Schäden mittlerweile charakterisieren. Die Ortsgemeinde schert sich nicht um ihre Bedenken. Im Gegenteil! Sie macht Alternativlosigkeit geltend und fertig ist die Laube! Alle Bedenken werden weggewischt und dem Wunsch nach mehr Bauland untergeordnet. Dass man sich auch wehren kann, beweisen ebenso Betroffene in Altenbamberg. Wie am Wochenende in der Zeitung stand, haben sich Anlieger dort organisiert, weil ein neues Baugebiet – ohne extra Anbindung – für mehr Verkehr vor ihren Haustüren sorgen würde. Das wollen sie nicht widerstandslos hinnehmen. Bravo! Daher hat die 70-köpfige Bürgerinitiative einen Fachanwalt für Verwaltungsrecht eingeschaltet. Grundsätzlich sind die „Widerstandskämpfer“ nicht gegen ein neues Baugebiet, aber wenn, dann bitteschön mit einer alternativen Erreichbarkeit. Die lag vor Jahren auch schon mal auf dem Tisch für das komplette Neubaugebiet am Umsetzer. Aber nur ganz kurz, weil eine mögliche Variante, runter zur Bundesstraße oder in Richtung Simmeral, als zu teuer erachtet worden ist. Der Gedanke verschwand dann für immer im Buch der vergessenen Projekte. Spätestens, wenn das Neubaugebiet final bebaut worden ist, werden umfangreiche Sanierungsmaßnahmen im Hellbergblick fällig werden. Unebenheiten im Straßenbelag, defekte Bordsteine oder tiefe Stolperstufen in den Gehsteigen dulden an sich jetzt schon keinen Aufschub mehr. Die Mängel sind offenkundig. Spätestens dann wird das Gejammer der Anlieger groß sein, denn es ist kaum vorstellbar, dass die Kommune die Kosten nicht umlegen wird, und dies, trotz Versprechen des Ortsbürgermeisters, dass das niemals nicht geschehen wird. Wiedervorlage in fünf Jahren.

Freiwilligentag: Warum nur der Bahnhof?

Einmal unverbindlich einen Tag für gute Zwecke investieren – das soll es wieder sein. Das Kirner Land hatte bei der ersten Teilnahme am „Freiwilligentag“ ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. Nun fand ein erstes Vorbereitungs-Treffen im Gesellschaftshaus statt. Weitere werden in geringen Zeitabständen folgen. „Wer will der kann!“ Nach diesem Motto soll nunmehr auch die Neuauflage am 6. Juni wieder ein voller Erfolg werden. Das Kirner Land bereitet sich vor. Die Betreuer in den Amtstuben sind gewappnet. In Vollzeit geplant und organisiert und dabei das Ehrenamt mitnehmen – passt. Win-win-Situation! Daher dürften wieder einige Projektvorschläge aufschlagen, die sich ohne die Initiative nicht oder nur schwerlich umsetzen ließen. Herzenswünsche gehen bekanntlich ja nie aus. Was werden die Highlights sein? Allerdings sollte man die Wunschliste nicht unnötig überfrachten. So manche Projekte gehören da einfach nicht drauf. Erinnert sei in diesem Zusammenhang an das Bahnhofsprojekt vom Vorjahr. Der Blog wiederholt sich gerne: Es kann nicht Aufgabe einer Freiwilligen-Initiative sein, das Bahnhofs-Umfeld in Manier einer Ersatzvornahme zu säubern und mit frischer Farbe aufzupeppen. Das ist alleine Aufgabe der Bahn. Das ist deren Spielplatz. Ein Ausrutscher? Nein, denn an die Farb-Maßnahme soll wieder angeknüpft werden. Die Gruppe um Fritz Bischof hat wieder vor im Bahnhofsumfeld was zu tun. So stand es zumindest in der Zeitung geschrieben. Vielleicht installieren die Freiwilligen ja Aufzüge und stellen damit die lang ersehnte Barrierefreiheit her? Die Bahn wäre begeistert. Spaß beiseite, warum in Gottes Namen für die Bahn die Ärmel hochkrempeln? Gibt es keine Alternativen, etwa an Schulen sowie Kindergärten, in Parks, Anlagen oder auf Plätzen? Muss es wirklich wieder der Bahnhof sein? Sorry, aber da haben Freiwillige nichts verloren!   

Schüsse im Johannisberger Wald versetzen Spaziergängerin in Panik

Gastbeitrag einer Anwohnerin aus Hochstetten-Dhaun.

Es sollte ein gemütlicher Spaziergang werden, den eine namentlich bekannte Bürgerin aus Hochstetten-Dhaun am Samstagnachmittag im Johannisberger Wald, präziser formuliert im Dreieck Altenheim, Itzbacher Wiesen und Steinbruch, unternehmen wollte. War es auch, bis um sie herum auf einmal SCHÜSSE fielen. Das laute Knallen versetzte der auf einem Hauptweg befindlichen Dame einen derartigen Schreck, dass sie auf dem Absatz kehrt machte und so schnell es ihr möglich war, das Weite suchte. Ihr Weg zurück Richtung Straße wurde begleitet von weiteren Schüssen sowie Rufgeräuschen, wie sie sonst nur auf Treibjagten aus dem Unterholz schallen. Keine Frage, der Weg der Wanderin führte sie offensichtlich schnurstracks mitten in Gewehrfeuer, und dies, obwohl weder Warnhinweise gehisst, noch Schilder darauf hinwiesen. mehr

Satirischer Wochenrückblick 6. Februar

Über SPD am Boden, Beigeordneten erkauft, Komödienstadel Stadtrat und Parkdeck, Entschuldigung ins Innenministerium, Mahnwache Krankenhaus, Axel Hill und Bettina Dickes…

„Jemanden, der am Boden liegt, sollte man nicht auch noch treten.“ Nein, es wird an dieser Stelle keine Häme über den SPD- ausgeschüttet. Im Gegenteil: Der Blog hat sich Mäßigung und Zurückhaltung auferlegt. Am Ende tun sich die Genossen noch was an. Selbst keinen Bürgermeister-Kandidaten stellen zu können und dann noch die CDU-Kandidatin unterstützen zu müssen – schlimmer geht’s nimmer! Da keimt fast schon Mitleid auf mit einer Partei, die gerade unübersehbar taumelt und kurz davor steht, mächtig auf die Schnauze zu fallen. Selbsterkenntnis ist ja bekanntlich der erste Schritt zur Besserung! Daher, Kopf hoch liebe Genossen, es kommen auch wieder bessere Zeiten. Nur wann und mit wem? Der momentane Kandidaten-Pool lässt nicht gerade hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. Keine Frage, es braucht eine Frischzellenkur. Doof nur, geeignete Bewerber stehen nicht gerade Schlange. Der Weg aus der Krise führt offenkundig nur über das momentan vorhandene Kollektiv. Vielleicht sollte die Partei einen Bus chartern, um bei einer gemeinsamen Wallfahrt neuen Mut und neue Ideen schöpfen zu können. Besser noch, man mietet sich ein paar Tage in einem Kloster ein. Geistliche Impulse durch Gebet und Ruhe, um wieder auf die politischen Beine zu kommen – so könnte es gehen. Wenn alle irdischen Maßnahmen nicht fruchten, muss man halt zu spirituellen Mitteln greifen. mehr

Asche über mein Haupt: „Offene Mail nach Mainz“

Der Stadtrat ein Komödienstadel? Der Öffentliche Anzeiger hat die letzte Sitzung genauso empfunden und kommentiert. Wahlkampfgehabe in den Anträgen und dazu noch die unendliche Causa Parkdeck – schlimm! Apropos Parkdeck, da sind doch tatsächliche Informationen aus einer streng geheimen Mainzer Mail-Depesche in die Öffentlichkeit gedrungen und sogleich „zerfleddert“ worden. Dem Absender im fernen Innenministerium war das offensichtlich des Guten dann doch zu viel. Dem Vernehmen nach war der not amused über den Wochenrückblick und den Kommentaren danach, sodass die Erste Beigeordnete sich veranlasst sah, sich bei dem Sachbearbeiter zu entschuldigen. Nicht weil sie es musste, sondern weil sie es wollte. Wahrscheinlich im vorauseilenden Gehorsam, denn man will es sich ja nicht mit den Zuschussgebern verscherzen.

Lieber unbekannter Sachbearbeiter im fernen Mainz,

ich entschuldige mich ebenso bei Ihnen und zwar in aller Form. Als Übeltäter entlarvt, will ich nunmehr auf diesem Weg Abbitte leisten. Überraschender Weise haben Sie sich ja mehr oder weniger als „Leser“ geoutet, sodass sie die offenen Zeilen meiner aufrichtigen Reue im Nachgang ebenso erreichen dürften. Ich bin ein aufmerksamer und stet gut informierter Beobachter und hatte mir den Inhalt Ihrer internen Mail mehr oder weniger zusammengereimt. Offensichtlich traf ich mit meiner abschließenden Analyse mitten ins Schwarze. Schlimm, schlimm, schlimm – der Kerle! Bitte lassen Sie die Stadtverantwortlichen nicht allzu sehr dafür büßen, dass www.hochstetten-dhaun.info zu allem und jeden seinen Senf dazu geben muss. Bleiben Sie bitte der Stadt gewogen, damit auch weiterhin dringend notwendige Investitionen getätigt werden können. Es muss ja nicht unbedingt das Parkhaus sein. Das Projekt ist so unsinnig, wie der berühmte Turmbau zu Babel. Aber das wissen Sie ja selbst am besten! Diesbezüglich darf von Ihnen ruhig eine Ablehnung ins Rathaus flattern. In diesem Sinne, bleiben Sie mir gewogen und klicken Sie auch weiterhin immer mal wieder rein. Empfehlen Sie mich weiter.

Bis dahin

Kl.Pfr.

Kein Ende in Sicht für den Schandfleck Bahnhofsumfeld!

In Hochstetten-Dhaun wird es nicht langweilig! So titelte der Öffentliche Anzeiger in seinem ausgiebigen Vorausblick dörfliche Bau-Projekte betreffend. Unter anderem wurde auch die unendliche Geschichte Bahnhofsumfeld ins Visier genommen. Bekanntlich steckt das Bauvorhaben in einer Endlosschleife fest. Und wie! In einer frühgeschichtlichen Ortsgemeinderatssitzung im November 2000 hieß es dazu: „Im Hinblick auf die Umgestaltung des Bahnhofsgeländes gibt es noch keine neuen Erkenntnisse. Die Gemeinde will jedoch am Ball bleiben und hofft auf eine baldige Umsetzung.“ Heute, 20 Jahre später, hofft die noch immer auf einen baldigen Baustart. Dehnbarer kann ein Begriff wahrscheinlich nicht sein. Noch vor der Jahrtausendwende war das Bahnhofsumfeld schon Gegenstand von Ortsbegehungen und vornehmlich Gradmesser verantwortungsvoller Politik auf SPD-Wahl-Flyern. Finde den Fehler? Es wurde mit einer zeitnahen Umsetzung geworben was das Zeug hält. Immer und immer wieder! Merkt ja keiner, wenn das Thema immer wieder neu gesetzt wird. Passiert ist hingegen nichts. Zumindest nichts sichtbares. Zugegeben, die Ortsgemeinde ist es selbst leid, von der Bahn derart am Nasenring durch die Manege gezogen zu werden, aber nach mehr als 20 Jahren Stillstand fällt dann doch auch ein langer Schatten auf die Ortsgemeinde. Trägt wirklich nur die Bahn Verantwortung? Und ein Ende der Leidenszeit ist längst nicht in Sicht. Der anvisierte Baustart wurde jetzt nochmals um zwei Jahre nach hinten verschoben. Die Visitenkarte für das Dorf bleibt also nicht wirklich eine werbewirksame. Doch es gibt Hoffnung. Unsere Vertreter in Berlin werden sich nunmehr entschlossen der Sache annehmen. Sie hatten sich unlängst vor Ort ein eigenes Bild von der Situation gemacht. Die Bahn-Verantwortlichen können sich schon einmal warm anziehen.

Mahnwache der Bürgerinitiative zeigt Früchte: Kirner Krankenhaus bekommt über kurz oder lang Bauchchirurgie zurück!!!

Das wichtigste vorneweg. Im Kirner Krankenhaus soll wieder eine Bauchchirurgie etabliert werden. BOMBE! Galle, Blinddarm, Magen oder Darm-Operationen werden in Kirn dann wieder durchgeführt werden können. Wie, wann und mit wem, darüber drang über den inoffiziellen Flurfunk nichts nach außen. Immerhin, die Absichtserklärung wurde bei der Mitarbeiterversammlung seitens des Vorstandes wohl ausgesprochen. Mehr noch: Es soll sogar wieder ein Rundum-Notdienst für Notfälle gleich welcher Art aufgebaut werden. Kurzum, der Standort am Rande der Stadt soll wieder alle Charakteristiken eines vollwertigen Krankenhauses aufweisen.

Zugegeben, es werden (noch) sehr viele „solls“ verwendet in den Formulierungen, allerdings bedeuten derlei Absichtserklärungen einen gewaltigen Schritt nach vorne. In der Gesundheitssprache ausgedrückt, ist das Krankenhaus jetzt stabil und reif die Intensivstation verlassen zu können. Der Patient ist sozusagen über den Berg und muss nur noch aufgepäppelt werden. Geduldig und behutsam! Das kann zwar dauern, aber die Zeit für eine dauerhafte Genesung, ohne einen Rückfall befürchten zu müssen, braucht es halt. Und dafür braucht es Pflegekräfte und Ärzte. Ein Knackpunkt heutzutage. Hoffen wir diesbezüglich nur das Beste. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!

Pfarrer Volker Dressel brachte es in seiner musikalischen Andacht auf den Punkt: „Weil Gesundheit so ein kostbares Gut ist, will man ein Krankenhaus in seiner Nähe wissen!“ Dem Satz ist nichts mehr hinzuzufügen. Krankenhaus bedeutet Sicherheit und Geborgenheit, gerade auf dem Land, wo eine Gesundheitsversorgung von Haus aus nicht so ergiebig und flächendeckend vorhanden ist. Die Mahnwache der Bürgerinitiative Draußen, anlässlich der Mitarbeiterversammlung Drinnen, unterstrich eines ganz deutlich, nämlich dass die Menschen im Kirner Land in dieser existenziellen Frage an einem Strang ziehen. AUSNAHMSLOS!

Mittendrin statt nur dabei die ganzen Politikergrößen aus dem Kirner-Land und weit darüber hinaus. Mit ihren Besuchen bekundeten sie ihre Solidarität mit der Bewegung und den Menschen, die hier wohnen. Gut so, wenngleich einem bei solchen Stippvisiten immer ein Gefühl von „Falscher-Film“ beschleicht. Schließlich waren und sind es ja ihre Parteikollegen hier und im fernen Berlin, die für das Gesundheitssystem in der jetzigen Form Verantwortung tragen. Fakt ist, die Politik schafft die Rahmenbedingungen, unter der vor allem kleinere Krankenhäuser zu leiden haben. Für viele bedeuten die das Aus! Von daher, gehen solche Solidaritätsbekundungen in den heimatlichen Wahlkreisen immer mit einem Geschmäckle einher.

Die Mahnwache war jedenfalls ein voller Erfolg. Nicht zuletzt auch deshalb, weil viele Menschen sich während den unterschiedlichen Themenblöcken informieren konnten. Wahr ist, das Kirner Krankenhaus wird als Akutkrankenhaus aufgewertet. Wahr ist aber auch, dass der Zeitplan der Umsetzung und mit welchem Personal das geschehen soll, noch nicht festgezurrt zu sein scheint. Es bleibt irgendwie alles eine Hängepartie. Dennoch, Kirn wird bleiben. Eine Kehrtwende können sich Politik und Diakonie nicht mehr leisten. Durchatmen ist angesagt. mehr

Sportplatzbrücke: Wie würden Sie entscheiden?

„Brücke eins, Brücke zwei oder Brücke drei?“ – wie würden Sie entscheiden? Müssen Sie nicht, denn in dieser Frage sind die Einwohner außen vor. Das Sagen haben die gewählten Vertreter. Für welche Variante werden die sich mehrheitlich aussprechen? Dem Vernehmen nach liegen die Angebote für die Sanierung der Sportplatzbrücke auf dem Tisch. Genaue Zahlen sind (noch) keine durchgesickert, aber es kann davon ausgegangen werden, dass eine Umwidmung zu einer reinen Fußgängerbrücke – alleine vom Kosten-Nutzen-Verhältnis her beurteilt – am sinnvollsten erscheint. So zumindest der letzte öffentliche Sachstand. Das Thema wurde nämlich im August 2019 ausgiebig im Rat beackert. Seinerzeit wollte man allerdings nicht vogelwild mit fiktiven Zahlen herumspekulieren. Jetzt liegen verlässliche Kalkulationen vor. Kommt es in Kürze zur Abstimmung? Und wenn, wann wird die sein? Gemäß Tagesordnung ist die Angelegenheit nicht Gegenstand der heutigen Ratssitzung.

Rückblick: Eine Expertise gab es schon einmal. Bereits 2013 veranschlagten Ingenieure 880 000 Euro für eine komplette Erneuerung der Brücke. Viel Geld! Zu viel, äußerte seinerzeit die Ortsgemeinde in einem Pressegespräch. Wörtlich hieß es: „Dann müssen alle die, die zum Sportplatz wollen, vor der Brücke ihr Auto abstellen.“ Für die Ortsgemeinde stand eine Investition dieser Größenordnung, nur zu dem Zweck, dass Fahrzeuge zum Sportplatz oder ins Grüne fahren können, nicht in Relation zum Nutzen. Alternativ bestünde ja immer auch die Möglichkeit über den Wirtschaftsweg von Hochstädten aus zum Sportplatzgelände zu gelangen, hieß es damals weiter.

An Sachlage und Einstellung dürfte sich kaum was verändert haben? Nur am Preis. Der dürfte bei den zuletzt massiven Preissteigerungen an die Millionengrenze heranreichen. Bei solchen Summen müsse man kapitulieren und die Variante Fußgängerbrücke ziehen. Darin waren sich alle Ratsmitglieder noch im vergangenen Sommer einig. Auf Empfehlung eines Gutachterbüros wurde die Brücke für Fahrzeuge gesperrt. Die Zuwegung erfolgt seither über Hochstädten. Nach Vollendung der Hochwasserschutzmaßnahmen steht der Anschluss über die Bundesstraße durch „Uber“ im Raum. Kaum vorstellbar diese Variante, aber sie scheint die einzig vernünftige zu sein. „Et kütt, wie et kütt“, sagt der Kölner. Da ist was Wahres dran. Warten wir also die Entscheidung des Rates in der Brücken-Frage ab.

Leider keine Zukunftswerkstatt für Spielplätze!

„Großbaustellen und viele Zukunftsprojekte“ – so überschrieb der Öffentliche Anzeiger die umfangreiche Bestandsaufnahme in Hochstetten-Dhaun. Boah, die Titelzeile liest sich wie ein munteres Aktivitäts-Protokoll im XXL-Format. Ortsbürgermeister Hans Helmut Döbell gewährte großzügig Einblicke in das dörfliche Hausaufgabenheft für 2020. Interessant sind allerdings jene Baustellen, die im Zustandsbericht keine Erwähnung finden. Demnach stehen die Spielplätze erneut nicht im Fokus. UNFASSBAR! Aussitzen anstatt anpacken? Klingt nach Methode? Wie bereits auf dem Blog aufgeschlüsselt, hapert es diesbezüglich ohnehin in allen Ortsteilen. Exemplarisch ist der Spielplatz am Kindergarten zu nennen: Nochmals, schlimmer kann der Befund dort nicht mehr ausfallen. Medizinisch ausgedrückt, ist der Patient Spielplatz mittlerweile mausetot. Wozu was ändern, beschwert sich ja eh keiner. Wenn das allerdings die Denke der gewählten Vertreter sein sollte, dann gute Nacht. Am notwendigen Geld für eine angemessene Abhilfe dürfte es fürwahr nicht mangeln. Die Ortsgemeinde gilt nicht nur als „steinreich“, sondern ist es, gemessen an anderen Kommunen, auch. Und dennoch, in Spielplatzangelegenheiten zeigt die sich gewohnt knickrig. Warum nur?

Alle Formalitäten beim Wahlausschuss eingetütet: Möge der Kirner Wahlkampf beginnen!!!

Jetzt ist es also amtlich! Frank Ensminger (FDP) und Christa Hermes (CDU) treten im Wahlkampf gegeneinander an. Beide wollen auf das Schild des Kirner-Stadtoberhauptes gehievt werden. Eigentlich ist das ja von Haus aus für die SPD reserviert, aber die Kirner Genossen stecken gerade in einem generellen Tief fest und beklagen überdies ein klitzekleines hausgemachtes Personalproblem. Tiefer kann man als Platzhirsch nicht sinken! Mehr Fiasko geht nicht! So bleibt es beim Zweikampf schwarz gegen gelb. Und der wird in eine jetzt beginnende „Blog-Comic-Wahlkampf-Serie“ eingebettet. Die Abenteuer von „Emsix“ und „Herm(es)ine“ – passt! Daraus lässt sich eine prima Fortsetzungsgeschichte basteln. Natürlich mit spitzer Feder formuliert „Hart aber fair!“ Boah, Mut haben sie ja, unsere Helden. Aber haben sie auch Esprit und Fortune? Kann die gute „Herm(es)ine“ Bürgermeisterin? Kann die derzeit Erste Beigeordnete und momentane Übergangs-Chefin upgraden? Sie bildet die Speerspitze der schwarzen und nunmehr wohl auch den angeschlagenen roten Legionen. Eine gewaltige Kohorte weiß sie in ihrem Rücken. Aber lässt sich die zahlenmäßige Unterstützer-Überlegenheit in einen Sieg ummünzen? Nun, im Comic gibt es selbst bei einer eigenen Übermacht regelmäßig von „Emsix“ eins auf die Nüsse. Da blüht der geradezu auf. Je größer die Dominanz beim Gegner auf den ersten Blick auch erscheinen mag, umso mehr kommt der in Fahrt. „Helm-Sammler“ „Emsix“ kann sich seiner individuellen Stärke nämlich sicher sein. Er mobilisiert stets seine Anhänger. Auf seine Stammwähler, und das sind bekanntlich sehr viele, kann er sich verlassen. Kann „Emsix“ Bürgermeister? Nun, er hielt zumindest schon einmal die Türklinke des Chef-Büros kurz in der Hand. Knapp daneben ist zwar auch vorbei, aber was nicht ist, kann bekanntlich ja noch werden.

Husch, husch, zurück ins „Nahebett!“

„Eins, zwei drei!“ – Die Natur braucht den Regen. Keine Frage, ergiebig war der in den letzten Tagen. Kein Wunder also, dass allerorten Flüsse und Bäche über die Ufer traten. Kein Anlass zur Sorge, zumal die Pegel längst wieder am fallen sind. Für die Natur dürfte die massive Wässerung ein Segen gewesen sein. Angesichts der Trockenheit in den zurückliegenden Monaten und sogar Jahren, bräuchte die noch wesentlich mehr Wasser von oben, um sich zu erholen. Schade nur, dass die Regenmengen meist geballt niederprasseln. Kaum Zeit für eine notwendige Versickerung. Stattdessen Hochwasserbilder, wie hier in Hochstetten-Dhaun. Ab Mitte der Woche beruhigt sich die Wetterlage wieder. Dann heißt es für die Nahe: „Husch, husch, zurück ins gewohnte Bett!“

Jetzt geht’s los! Alte Schule erwacht 2020 aus Dornröschenschlaf!

Ein eher zäher Zeitungsartikel mit wenig neuen Infos lässt dann in Teilen doch noch aufhorchen: „In Hochstetten-Dhaun wird auch 2020 eine ganze Menge los sein“, heißt die allgemeine Botschaft auf den Punkt gebracht. Komisch, in zurückliegenden Bestandsaufnahmen veränderte der Ort in den Überschriften stets sein Gesicht. Sei’s drum! beschrieben werden bauliche Großprojekte, etwa Bahnhof, Hochwasserschutz, Neubaugebiete, Ortsumfahrung oder Sportplatzbrücke. Jedes Schlagwort gewiss ein Thema für sich, das es abzuarbeiten gilt – später!

Jahr für Jahr immer die gleichen Projekte im üblichen Vorausblick? Nicht ganz, denn eine Absichtserklärung erregt dann doch richtiggehend Aufmerksamkeit. „In das Bauprojekt „Alte Schule“ soll 2020 Bewegung kommen.“ Das kann ja nur bedeuten, dass es mit der Umwidmung dann endlich losgeht. Alles wieder nur typisches Gelaber eines euphorischen Ortsbürgermeisters? Scheinbar nicht. Hans Helmut Döbell deutet nämlich einen Baustart noch in diesem Jahr an. Es wird also konkret! BOMBE! Gut so, denn sieht man mal von immer mehr Wildwuchs der schlimmsten Sorte ab, welcher sich mittlerweile um die alte Schule rankt, hat sich hier seit dem letzten Schultag wenig bis gar nichts getan. Im Gegenteil! Kein Wunder also, dass sich der Bereich zu einem regelrechten Schandfleck entwickelte. Gut, dass der ehemalige Kult-Hausmeister Hans Vollmar den Verfall seines heißgeliebten Schulgeländes nicht mehr miterleben muss.

„Die Botschaft einer Umwidmung hör ich wohl, allein mir fehlt noch immer der Glaube für eine zeitnahe Umsetzung“. Hoffentlich wird der Blog Lügen gestraft! Fünf Jahre Tiefschlaf sind ja jetzt wahrlich genug. Was wird der Privatinvestor anbieten? Wird er den Siegerentwurf des Architektur-Wettbewerbes eins zu eins umsetzen? Wohnungen quer Beet, wie ursprünglich geplant? Und wenn 20 bis 25 unterschiedlich große barrierefreie Einheiten auf einen Schlag wirklich aus dem Boden gestampft werden sollten, wer bitteschön soll die mieten? Gibt es wirklich einen solchen Bedarf in Hochstetten-Dhaun? Kaum vorstellbar! Egal, Hauptsache es wird angefangen.

Mahnwache

Die Schlagworte für unsere Mahnwache: „Kostenübernahme des Sicherstellungsbetrages durch die Krankenkasse ohne Wenn und Aber! Die Daseinsfürsorgepflicht im Gesundheitswesen zurück in die öffentliche Hand (mittelfristig), Fallpauschalen abschaffen! Die Deckung des Defizits in Sachen Notfallversorgung am Kirner Krankenhaus (Bereitstellung von Personal und laufende Betriebskosten) durch das Land. Falls Gewinne eintreten sind die verhandelbar zw. Träger und Land (gestaffelt nach Kostenübernahmen)!“ Den Worten von Michael Müller ist nichts mehr hinzuzufügen. Er hat den Plan für die Themenauswahl während der Mahnwache in der Tasche. Eigentlich fallen die Forderungen in den Aufgabenkatalog der Politiker, aber die kommen irgendwie nicht aus dem Quark. Von daher darf man auch gespannt sein, inwieweit sich die regionalen Vertreter, allen voran Bettina Dickes, Joe Weingarten und Markus Stein, bei ihren Stippvisiten erklären werden. Schließlich sind es ja ihre Parteien, die das Gesundheitswesen auf die Intensivstation gebracht haben. Das kränkelt schon länger vor sich hin und hängt gefühlt nur noch am Tropf. Vieles ist noch unklar, vor allem die Geldfrage. Was wird aus Kirn? Einen Fingerzeig erhoffen sich alle Krankenhaus-Kämpfer vom Ausgang der Mitarbeiterversammlung. Knallt die Diakonie eine Power-Point-Präsentation über die Ausgestaltung einer Bestandsgarantie ohne Verfallsdatum an die Wand? Eine, die uns allen im positiven Sinne den Atem raubt? Wunsch-Schlagzeile: „Wir planen mit dem Standort in diesem und auch im nächsten Jahrzehnt!“ – Können die Mitarbeiter mit einer solchen Aussage rechnen? Wohl kaum! Man muss kein Prophet sein, um vorhersagen zu können, dass diesbezügliche Aussagen wohl eher schwammig und unverbindlich von den Vorständen formuliert werden. Wie immer halt!

Das Wort zum Sonntag

Selfie Alarm!

Achtung, Achtung! – am kommenden Mittwoch herrscht höchste Selfie-Alarmstufe. Im Laufe des Tages folgen mit Landrätin Bettina Dickes (CDU), MdB Joe Weingarten (SPD) und MdL Markus Stein (SPD) gleich drei regionale Politik-Größen der Einladung zur BI-Mahnwache. Alle drei sind bekannt dafür, dass sie nahezu tagtäglich posten und bloggen was das Zeug hält. Vor allem Dickes und Weingarten liefern sich derzeit richtiggehend einen Wettbewerb auf Facebook, um die schönsten und aufregensten Bilder. Sitzungen, Termine, Feierlichkeiten, Fastnacht – es gibt wirklich nichts, was von ihnen nicht sofort ins Netz gestellt wird. Die Devise „Weniger ist mehr“ lassen sie dabei völlig außer Acht. Im Gegenteil: Der Online-Auftritt scheint politisch so bedeutsam wie nie zuvor zu sein. Daher dürfen wir uns jetzt schon auf eine regelrechte Bilderflut aus dem Kirner Krankenhaus einstellen. Wetten? Alles wird vor die Linse gezerrt werden, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Es ist nicht die Frage ob, vielmehr wie schnell die Schnappschüsse hochgeladen werden. Wer hat in diesem Wettbewerb Mitte der Woche die Nase vorn? Lassen wir uns überraschen. Ladies first? Wahrscheinlich!  

Wegweisende Mitarbeiterversammlung im Krankenhaus?

Den 5. Februar sollten sich alle Mitarbeiter des Kirner Krankenhauses dick und fett am Kalender anstreichen. Der Vorstand hat an diesem Tag zu einer womöglich wegweisenden Mitarbeiterversammlung eingeladen. Thema ist die Zukunft des Krankenhauses. Noch ist die Gerüchteküche kalt und auch der Flurfunk schweigt still, aber es kann davon ausgegangen werden, dass seitens der Verantwortlichen wohl positive Nachrichten verkündet werden. Warum? Nun, erfahrungsgemäß hätten sich negative längst herumgesprochen. Der Blog will mal spekulieren und wagt daher eine Prognose hinsichtlich Ablauf und Inhalte.

„Das Konzept der Diakonie sieht einen Ausbau der Wirbelsäulenchirurgie am Standort Kirn vor. Nicht weniger, sondern mehr Patienten werden zukünftig in Kirn behandelt werden. Und auch die Orthopädie wird gestärkt. Beide Abteilungen zusammen werden die Belegzahlen zumindest auf dem Niveau der Vorjahre halten, eventuell sogar erhöhen. Irgendwie zwar ein „weiter so“, aber eines mit Durchatmen-Potenzial. Reicht das auf Dauer? Eher nicht, aber kurzfristig wird der Standort so sicher gerechnet, wohl auch deshalb, weil man auf die bereits zugesicherten Zuschüsse vom Land setzt. Zusammengenommen wird die Botschaft lauten: „Die Diakonie bleibt Träger und spricht eine Bestandsgarantie aus. Mehr noch: Alle Mitarbeiter können sich ihres Arbeitsplatzes sicher sein! Weiter wird der Vorstand seine Mitarbeiter darüber informieren, dass man alles daran setze, das Krankenhaus konzeptionell zukunftsfähig aufzustellen. Mit anderen Worten, es hagelt an typischen Absichtserklärungen und Durchhalteparolen. Revolutionäre Fakten, Fehlanzeige!“

Die Blog-Prognose wird eins zu eins so kommen. Wetten? Was (vorerst) nicht eintritt, ist ein Alleinstellungsmerkmal in der gesundheitlichen Versorgung. Will heißen, die Diakonie wird das Spektrum oder die Bandbreite in Kirn nicht revolutionär ausdehnen – etwa um eine Bauchchirurgie. Dazu fehlen (noch) Mut und Ideen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Über kurz oder lang muss indessen ein entsprechendes upgrade erfolgen, alleine schon deshalb, um dem Status eines Akutkrankenhauses im Sinne der Definition vollumfänglich gerecht werden zu können. Alles andere macht so gar keinen Sinn. Was auch verkündet werden mag, die Bürgerinitiative unter dem Dach des Fördervereins wird die richtungsweisende Mitgliederversammlung begleiten und analysieren.  Muss sie auch, denn vom Ausgang der Mitarbeiterversammlung hängt auch deren weitere Vorgehensweise ab. Logisch, dass eine Art Mahnwache in Form eines Informationsstandes im Eingangsbereich gestellt werden wird. Der Gruppe um Michael und Ellen Müller geht es in erster Linie wieder darum, auf die Notwendigkeit eines Krankenhauses im Mittelzentrum hinzuweisen. Bestandsgarantie steht über allem.

Hoch auf dem Hochzeitswagen…

Märchenhochzeit an Rosenmontag

Mehr Romantik geht nicht! Braut und Bräutigam winken freudestrahlend hoch oben vom Hochzeits-Wagen herab. Daneben ehrfurchtsvoll der Standesbeamte, zwei Trauzeugen, etliche Brautjungfern und auf der gesamten Zugstrecke, links und rechts, tausende Hochzeitsgäste, die Spalier stehend dem Jubelpaar zujubeln: „Lang lebe das Brautpaar, lang lebe die Fusion!“ – hallt es im Chor! So oder so ähnlich muss man sich wohl den Trubel auf und um den Motivwagen der Karnevalsgesellschaft KFK Kirn e.V. beim Rosemontagsumzug vorstellen. Angekündigt haben die Fastnachter eine närrische Nachstellung der Fusion von Kirn und Kirn Land. Beim Heiraten kommt das zusammen was zusammen gehört. Der Phantasie sind zwar keine Grenzen gesetzt, aber dem Blog wurde ein kurzer Blick in das (noch) geheime Hochzeitsdrehbuch gewährt. So viel sei schon verraten, wir werden dahinschmelzen! Aber sowas von! Das Brautpaar hält auf dem Triumphwagen wie feudale Herrscher Einzug in die Stadt und verteilt als Teil des höfischen Hochzeits-Zeremoniells Geschenke in Form von Kamelle und Strüßjer an seine treuen Untertanen! mehr

„Nahtlos in Kirn“.

Podiumsveranstaltung am 11. März im Kirner Gesellschaftshaus, mit dem neuen Chefarzt der Wirbelsäulenchirurgie, Dr. Nils Irmscher!

Vorträge sind wichtig und richtig! Mehr davon!

Richtig ist, dass Vorträge von Ärzten auf reges Interesse stoßen. Falsch ist, dass solche Termine helfen, um die Existenz von Krankenhäusern zu sichern. Wer das glaubt, der glaubt auch an den Weihnachtsmann. Im Ernst, es kann nicht schaden, wenn die Kirner Krankenhaus-Ärzte Initiative zeigen, um sich außerhalb von Operationssälen, durch solche und ähnliche Veranstaltungen, als schlagkräftig und kompetent darzustellen. Das Krankenhaus hat schließlich Pfunde, mit denen es zu wuchern gilt. Ein positives Signal, mehr aber auch nicht. Von daher, sollte man sich zurückhalten mit Jubelarien in den Kommentaren. Mit Vorträgen geht keine Bestandgarantie von Krankenhäusern einher. Nich hier und nicht anderswo. Mit dem Vortrag von Dr. Irmscher, soll insbesondere der nahtlose Übergang in der Leitung demonstriert werden. Ein Vortrag, unter dem Schlagwort „Das Kreuz mit dem Kreuz“, im Gesellschaftshaus bietet da einen optimalen Rahmen, um sich der Öffentlichkeit zu zeigen. Passt! „Seht her, es geht NAHTLOS weiter“ – so die unmissverständliche Botschaft an das Volk. Respekt, der Zeitpunkt ist genau richtig gewählt. Die Menschen werden in Scharen in Kirns gute Stube strömen. Betroffene, aber auch Neugierige werden den Ausführungen der anwesenden Ärzte lauschen. Nochmals, solche Vorträge alleine erhalten keine Krankenhäuser. Ein Fingerzeig der Praktiker, mehr nicht. Es sind immer die Bürokraten, die Entscheidungen fällen. Leider viel zu oft nach Bilanzen und nicht nach Bedarf. Schwerer Systemfehler, nennt man das wohl. Aber in Kirn werden die Lichter niemals nicht ausgehen. Dank der Bürgerinitiative ist die Kuh vom Eis – meint der Blog. Und der irrt sich (fast) nie.

Kommunalaufsicht erklärt sich nicht zuständig für Spielplatz-Mängel!

Hochstetten-Dhaun, deine Spielplätze. Der Blog wird nicht müde den allgemeinen Zustand der Spielflächen anzuprangern. Schämen muss man sich für den am Kindergarten. Und wie! Die Ortsgemeinde tut rein gar nichts, um Abhilfe zu schaffen Und das schon seit Jahren. Im Gegenteil! Was aber tun, wenn dem Wunsch der Allgemeinheit nach einer ordentlichen Spielfläche, eine, die ihren Namen auch verdient, fortwährend auf taube Ohren stößt. Die ist mittlerweile nicht nur unattraktiv, vielmehr in Teilen auch unhygienisch und gefährlich. Die Ortsgemeinde sitzt den Zustand aus, die Oposition rührt sich nicht und die Verbandsgemeinde schaut nur zu. Was für einen gemengenlage! Wer kann helfen? Könnte die beim Landkreis ansässige Kommunalaufsicht Druck ausüben? NEIN!

Eine entsprechende Anfrage vom Blog wurde jetzt abgewiesen. Im Wortlaut heißt es im Antwortschreiben kurz und knapp: Der rheinland-pfälzische Gesetzgeber hat die Kommunalaufsicht gemäß § 117 GemO gegenüber den kommunalen Gebietskörperschaften auf eine Rechtsaufsicht beschränkt. Eine weitere Einschränkung erfährt die Kommunalaufsicht durch § 127 Abs. 2 GemO, wonach bürgerlich-rechtliche Verpflichtungen der Gemeinde, die im ordentlichen Rechtswege zu verfolgen sind, nicht der Staatsaufsicht unterliegen. Ein kommunalaufsichtliches Tätigwerden gegenüber der Ortsgemeinde Hochstetten-Dhaun kommt uns daher in dem von Ihnen geschilderten Sachverhalt nicht zu.

Mit anderen Worten, die Ortsgemeinde unterliegt in dieser Angelegenheit keinerlei Überwachung, kann schalten und walten wie es ihr beliebt. Schlechte Nachrichten für alle diejenigen, die auf Hilfestellung einer übergeordneten Behörde gehofft hatten. Im Klartext heißt das dann wohl „Weiter so“. Buddeln ohne Reue wird hier wohl oder übel weiterhin nicht möglich sein. Haben Kinder in Hochstetten-Dhaun und anderswo keine Lobby? Zumindest schaut es danach aus. Nur SCHADE, dass die Ortsgemeinde nicht in die Pflicht genommen werden kann. Die kann weiterwurschteln. Na dann gute Nacht!

Morsche Brücke

Es sind nicht selten die kleinen Randnotizen, wie unlängst gerade im Mitteilungsblatt, die Aufmerksamkeit erzeugen. Schon Anfang September, also vor vier Monaten, berichtetet der Blog über die morsche und baufällige Brücke auf dem „Rentnerplatz“. Weil einzelne Bretter schon fehlen oder zersplittert in alle Richtungen zeigen, ist der Übergang über das Bächlein gefahrlos nicht mehr möglich. Daher hat die Ortsgemeinde die Reißleine gezogen und auf beiden Seiten Sperrungen aufgebaut. Jetzt war die Brücke offenbar Thema im Ortsgemeinderat. „Eine Kostenschätzung zur Instandsetzung soll von der Bauabteilung erstellt werden,“ heißt es wörtlich im Protokoll. Mit anderen Worten, es wird geprüft bis zum Sankt Nimmerleinstag. Dabei erkennt selbst der untalentierteste Laie auf den ersten Blick, dass es mit ein paar neuen Brettern und Balken nicht getan ist. Das Ding hat ausgedient, aber sowas von. Einmal komplett neu bitte! Jahrelang hat das Bauwerk gehalten und treue Dienste geleistet, aber trotz aller Pflege, ist irgendwann halt Schicht im Schacht. Merke, Holz hat eben eine begrenzte Haltwertbarkeit – siehe Sportplatz-Brücke. Bleibt die Frage, ob es überhaupt soweit hätte kommen müssen? Hätte man durch frühzeitige punktuelle Sanierungsmaßnahmen dem witterungsbedingten Verfall nicht effektiv entgegenwirken können? Etwa durch den frühzeitigen Austausch morscher Bretter und Balken. Jetzt, wo das Kind in den Brunnen gefallen ist, wird geprüft. Überhaupt, „prüfen“ ist das bei solchen Fällen das immer wieder gerne zitierte Totschlag-Unwort. Leute, so eine Prüfung ist eine zähe Angelegenheit. Rentner, den Gang über die Brücke könnt Ihr auf lange Sicht vergessen. 2020 wird das nix mehr. Diesbezüglich legt sich der Blog fest. Sehen wir es positiv, zumindest wurde der Gefahrenherd von beiden Seiten gesperrt.

Hasen-Papa hat sich gemeldet

Ende gut alles gut! Keine zwei Stunden hat es gedauert, bis sich der Hasenbesitzer gemeldet hat. Der hat sich den Ausreißer mittlerweile abgeholt. Ob er ihn mit einer Karotte belohnt? Egal, die Fahndung kann jetzt jedenfalls eingestellt werden.  

Wem gehört das Hoppel-Häschen

Wer vermisst einen süßen Hoppel-Hasen? Aufgefunden wurde das braune Hasen-Männchen am heutigen Sonntag, um 18 Uhr, in der Dhauner Straße in Hochstetten-Dhaun, als er trotz Autoverkehr in aller Seelenruhe die Fahrbahn überquerte. Unverletzt ließ das Häschen sich einfangen. Der Rammler ist jetzt in guten Händen, hat es gemütlich und warm. Wer vermisst sein Haustier? Zur Beschreibung: Gepflegte Erscheinung, gut im Futter und zutraulich. Gemäß Google, könnte es sich um ein Widder-Kaninchen handeln. Weiß jemand, wem der Fellknäuel gehört? Bitte persönliche Nachricht.

Das Wort zum Sonntag

Eine Meldung aus dem Mitteilungsblatt, die aufhorchen lässt. Weil die Partnerschaft zwischen Lenauheim und dem Kirner Land auch die jüngere Generation mit Leben füllen soll, sind weitere Begegnungstreffen hüben wie drüben zwischen Kindern- und Jugendlichen beider Staaten angedacht. Gesplittet nach Alter, sollen im Sommer zwei Fahrten nach Rumänien stattfinden. Ein erstes Informationstreffen wurde für den 5. Februar anberaumt. In der Einladung heißt es: „Die Idee der Organisatoren ist, dass eine von Erwachsenen betreute Gruppe mit Kindern aus dem Kirner Land unsere Partnergemeinde in Rumänien besucht. Dort wird ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, an dem sich sowohl rumänische als auch die deutschen Kinder beteiligen. Ein weiteres Angebot für eine Reise nach Lenauheim richtet sich an Jugendliche bzw. junge Erwachsene im Alter von ca. 18-22 Jahren. Die deutschen Jugendlichen dieser Altersgruppe sollen selbständig nach Lenauheim fahren, dort Jugendliche in der gleichen Altersklasse kennen lernen, gemeinsam Unternehmungen durchführen und die Region erkunden.“ Klingt spannend! Bürgermeister Thomas Jung ist es wichtig, die Partnerschaft weiter auszubauen, Freundschaften sollen geschlossen und intensiviert werden. Daher entstehen für die Teilnahme an einer der genannten Aktionen keine Kosten für die Beteiligten. Keine Kosten? Wie soll das gehen? Wenn weder die Teilnehmer noch die Eltern in die familiäre Urlaubskasse greifen müssen, wer denn? Diese Antwort bleibt das Einladungsschreiben (noch) schuldig. Hat die Verbandsgemeinde Kirner Land etwa ein Urlaubs-Budget oder eine schwarze Kasse für Sonderausgaben? Denkbar ist alles. Urlaub auf Verbandsgemeinde-Kosten – warum nicht? Also wenn ich noch Jugendlicher wäre, ich würde mich anmelden. Zugegeben, Rumänien ist nicht der Ballermann, aber einem geschenkten Gaul schaut man bekanntlich nicht ins Maul.

Satirischer Wochenrückblick 25. Januar

Über Straßenausbaubeiträge, Doppelmoral, Parkhaus, Langweilige Woche…

Es ist ein Thema mit Brisanz. Keine Frage, Straßenausbaubeiträge werden im kommenden Landes-Wahlkampf 2021 eine bedeutende Rolle einnehmen. Die CDU will das Aus, die SPD flächendeckend wiederkehrende Beiträge einführen. Zeit für einen Regierungswechsel? Eigenheimbesitzer werden sich sicherlich genau überlegen, wo sie ihr Kreuzchen setzen. Auch im Kirner-Land setzt man sich mit den Finanzierungsmöglichkeiten auseinander. Die SPD hat hier (noch) die Oberhand, sodass Proteste in Richtung Landesregierung nicht zu erwarten sind. Die bittere Pille wird halt mehr oder weniger stillschweigend geschluckt, die Mainzer Marschroute hin zu einer „gerechteren“ Verteilung auf allen Schultern vorangetrieben. Diejenigen, die nach dem alten Model ihre Einmalzahlungen gerade erst entrichtet haben, wären bei der Umstellung allerdings doppelt in den Allerwertesten gekniffen. Aber sowas von? Straßenausbaubeiträge gehören einfach abgeschafft. BASTA! Andere Bundesländer sind da schon wesentlich weiter. Die SPD wird diesbezüglich im Wahlkampf Federn lassen. Ob sie an der Wahlurne völlig gerupft wird, scheint jedoch fraglich. Die Wähler sind leidensfähig. mehr

Unendliche Geschichte Spielplatz: Soll doch mal die Kommunalaufsicht ran!

„Mitteilung und Beantwortungen von Fragen!“ – der meist sehr informative Tagesordnungspunkt darf bei keiner Ortsgemeinderatssitzung fehlen. Meist schließt der den öffentlichen Teil ab. Gemäß des Protokolls, war das auch bei der letzten Ortsgemeinderatssitzung in Hochstetten-Dhaun der Fall. Dass die Zusammenfassung erst jetzt, also vier Wochen später, in der neusten Ausgabe des Mitteilungsblattes veröffentlicht worden ist – geschenkt! Spät zwar, aber immerhin noch besser als nie! Minutiös abgebildet wurde die Ratssitzung vom 18. Dezember. CDU-Vertreter Eberhard Bender sprach zu guter Letzt den Zustand des Spielplatzes am Kindergarten an. Hört, hört! Zumindest hat der Protokoller, der meist von der Verbandsgemeinde gestellt wird, diese Anfrage fein säuberlich notiert und gemäß Auftrag veröffentlicht. Blöd nur, dass man eine Antwort schuldig bleibt. Nach der Frage endet die Zusammenfassung urplötzlich. Hallo! Geht’s noch? Keine Silbe darüber, wie die Ratsmitglieder auf die vermutliche Kritik reagierten. Warum? Nun, vielleicht ging der Protoller kurz mal raus an die frische Luft eine Rauchen oder ein menschliches Bedürfnis duldete keinen Aufschub mehr – wer weiß. Jedenfalls hat er oder sie den Ausgang einer eventuell in Gang gesetzten Diskussion oder eine kurze Antwort nicht notiert. Schade, denn eine Einschätzung der „Regierung“, hätte alle Familien mit Kindern im Spielplatz-Alter sicherlich brennend interessiert. Setzen, sechs! Da der skandalöse Pflege- und Sicherheitszustand ja schon seit Jahren von Ortsbürgermeister Hans Helmut Döbell stillschweigend hingenommen wird, muss man davon ausgehen, dass auch der restliche Ortsgemeinderat, zumindest in der Mehrheit, keinen Anstoß daran findet. Mutmaßlich dürfte unter den Mitgliedern die breite Meinung herrschen: „Reicht. Alles gut so, wie es derzeit ist!“ Ein Herz für Kinder geht aber anders! Oder? Fragen wir doch mal bei einer höheren Instanz nach. Der Blog hat mal einen Zustandsbericht, inklusive aussagekräftigen Bildern, an die Kommunalaufsicht nach Bad Kreuznach gesendet. Warten wir mal eine Einschätzung von externen Profis ab. Sobald Antwort eintrudelt, wird auf jeden Fall nachberichtet!  

Wieder mal in aller Munde: Straßenausbaubeiträge!

Es ist ein Thema mit Spaltpotenzial. Straßenausbaubeiträge sind erneut in aller Munde. Wohl auch deshalb, weil die Landesregierung wiederkehrende Beiträge zur Entlastung des Einzelnen flächendeckend salonfähig machen möchte. Gerade erst hat sich Simmertal für dieses System ausgesprochen. Die Opposition im Landtag ist dagegen: „Wir bleiben dabei: Die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge wäre ein mutiger Schritt nach vorne! Genau dafür sprechen sich daher die CDU-Landtagsfraktion und die kommunalpolitische Vereinigung unserer CDU aus. Wir wollen die Verwaltungen vor Ort, die Gerichte und die Bürgerinnen und Bürger entlasten!“ Hört sich gut an, zumal eine Abschaffung in anderen Bundesländern längts etabliert ist. Und auch dort hat es Straßen, die eben aus anderen Töpfen finanziert werden. Insgesamt betrachtet wird das Thema Straßenausbaubeiträge die politische Landschaft noch lange beschäftigen, auch vor den kommenden Wahlen 2021. Mal so nebenbei bemerkt, während in Hessen die Sozialdemokraten vehement die Abschaffung der Straßenbaubeiträge fordern, sind es in Rheinland-Pfalz die Christdemokraten. Häh? Das soll mal noch einer verstehen. Jeweils die Oppositionen, in beiden benachbarten Bundesländern, machen also in dieser Angelegenheit gegen ihre jeweiligen Regierungen mobil. Unter dem Strich sind keine einheitlichen innerparteilichen Linien bei einem so wichtigen Thema zu erkennen. Bundesweit wohlgemerkt! Bleibt die Frage, ob die Regierungsparteien irgendwann ihre Widerstände aufgeben. Und wenn ja, wie könnte eine Reform aussehen? Klarheit sollte möglichst bald herrschen, weil ein Schwebezustand von Haus aus nur lähmt und für Unmut sorgt. Auch das Kirner Land setzt sich derzeit intensiv mit den Finanzierungsmöglichkeiten auseinander. Überall? Nein, in Hochstetten-Dhaun müssen die Bürger keine Kosten für Sanierungen fürchten. Das „gallische“ Dorf fährt eine andere Philosophie. Gut so!

„In Hochstetten-Dhaun werden Grundstückseigentümer für Instandsetzungsmaßnahmen schon seit vier Jahrzehnten nicht mehr zur Kasse gebeten. Bisher anstehende Sanierungsarbeiten konnte wir immer kostenneutral, über den Topf Instandhaltungsmaßnahmen, abwickeln.“ Will heißen, die Ortsgemeinde war bisher finanziell immer in der komfortablen Lage, anstehende Reparaturen alleine stemmen zu können. Und auch mittelfristig, so Döbell beim Bürgertreff 2019, werde sich an dieser Vorgehensweise nichts ändern. Angesichts der vielen maroden Straßen zwar eine durchaus gewagte Prognose, allerdings eine die man gerne speichert. Wir werden ihn beim Wort nehmen. Zusammengefasst, Augen auf bei der Wahl des Wohnortes!

Kirn aktiv lädt ein: Feste Feiern 2.0!

Ein exklusives Fest, das man nie mehr vergisst. Das muss es sein. Schließlich muss man die Feste feiern wie sie fallen. Vielleicht sogar eine Heirat? Schließlich gibt man – sich in der Regel – nur einmal im Leben das Jawort. Doch was machen diese besonderen Tage im Kalender des Lebens so außergewöhnlich? Eine Fahrt im Oldtimer oder im Cabriolet? Eine bewegende Zeremonie in der Kirche, auf dem Standesamt oder wo auch immer? Ein exklusiver Partyservice? Sind es die Gaststätte, der Wein, die Tischdekoration, die Hochzeitstorte? Sind es Kleider, Blumen, Fotos, Ringe und, und, und. Wer ein Fest feiert, muss vieles organisieren und planen. Hilfe verspricht die Messe am Sonntag. Kurzum, wer ein Fest vor Augen hat, der sollte die Gelegenheit nutzen, die Veranstaltung „Feste Feiern“ am kommenden Sonntag im Gesellschaftshaus besuchen. Hier bieten Aussteller alles, was zu einem besonderen Highlight gehört. Die Plattform von „Kirn aktiv“ bietet jede Menge Infos. Gerade für Hochzeitspaare in Lauerstellung ist die Festtagsmesse im neuen Glanz ein absolutes Muss. Von „A“ wie Antrag bis „Z“ wie Zeremonie bieten zahlreiche Aussteller aus den unterschiedlichsten Branchen, ein Forum zum Thema Heiraten und Feiern. Zwischen 11 und 18 Uhr haben die Messestände geöffnet. Für 14.30 Uhr ist eine Modenschau geplant. Worauf also noch warten? „Kirn aktiv“ verspricht jede Menge Infos und da ist ein Erscheinen quasi Pflicht!

Freiwilligentag am 6. Juni

Einmal unverbindlich einen Tag für gute Zwecke investieren – das soll es wieder sein. Das Kirner Land hatte bei der ersten Teilnahme am „Freiwilligentag“ ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. „Es gibt viel zu tun, packen wir’s an!“ Nach diesem Motto soll nunmehr auch die Neuauflage am 6. Juni ein voller Erfolg werden. Kann man an den Erfolg des Vorjahres anknüpfen? Nun, der Blog ist felsenfest davon überzeugt. Warum? Nun, die Aktion ist von höchster Stelle initiiert. Und wenn etwas politisch gewollt ist, dann hat das Auswirkungen in die untergeordneten Amtsstuben. Das Kirner Land übernimmt da offensichtlich gerne eine Vorreiterrolle. Warum auch nicht? Merke, wenn von den Amtstuben heraus ein Projekt nicht nur angeleiert, sondern massiv gepuscht wird, dann eröffnen sich ganz andere Möglichkeiten und Ressourcen. In Vollzeit geplant und organisiert und dabei das Ehrenamt mitnehmen – passt. Win-win-Situation! Daher dürfte es wieder einige Projektvorschläge geben, die sich ohne die Initiative nicht oder nur schwerlich umsetzen lassen würden. Herzenswünsche gehen bekanntlich ja nie aus. Allerdings sollte man die Wunschliste nicht unnötig überfrachten. So manche Projekte gehören da einfach nicht drauf. Erinnert sei in diesem Zusammenhang an das Bahnhofsprojekt vom Vorjahr. Es kann nicht Aufgabe einer Freiwilligen-Initiative sein, das Bahnhofsumfeld in Manier einer Ersatzvornahme zu säubern und mit frischer Farbe aufzupeppen. Das ist Sache der Bahn. Das ist deren Spielplatz. Punkt! Dieses Projekt im Nachgang immer wieder als Mega-Erfolg zu feiern, ist nicht nur peinlich und völlig daneben, sondern auch am Thema vorbei instrumentalisiert.  

Straßenausbaubeiträge Simmertal

Blicken wir aus aktuellen Anlass mal wieder über den Berg zur mittlerweile nur noch zweitgrößten größten Ortsgemeinde Simmertal: Dort berät der Ortsgemeinderat heute über Straßenausbaubeiträge. Hört, hört! Wird die Kommune das System der wiederkehrenden Beiträge beschließen? Höchstwahrscheinlich! Weil Mainz ja an der Beteiligung von Anliegern partout nicht rütteln möchte, sind Alternativen zu den kostenintensiven Einmalbeiträgen gefragt. Pest oder Cholera? – der Ortsgemeinderat hat nunmehr die Qual der Wahl. Anders formuliert, bleibt der finanzielle Frontalangriff auf Einzelne oder beschließt man wiederkehrende kleinere Einzel-Schübe für alle Bewohner. Zugegeben, die Verteilung von Kosten auf alle Haushalte birgt Vorteile, weil es den Geldbeutel schont. Der Weisheit letzter Schluss ist dieses System aber auch nicht. Besser, das Land würde die Last der Straßenausbaubeiträge endlich von den Schultern der Menschen nehmen. Woanders funktioniert das ja auch. Die CDU will das, die SPD nicht. Wann sind nochmals Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz? Genau, 2021 wird ein neues Parlament gewählt. Regierungswechsel nicht ausgeschlossen. Fällt die ohnehin kriselnde SPD, dann fällt auch der Eigenanteil! Von daher lieber Abwarten und Tee trinken, anstatt Schnellschüsse voranzutreiben, die man später vielleicht bereut. Nur mal so als Denkanstoß eingestreut.

Kirchgarten verwildert

Blick auf die Höhe nach Oberhausen. Wie kann man einen Kirchgarten nur so verwildern lassen? Die Frage drängt sich einem zwangsläufig auf, wenn man an der Katholischen Kirchen in Oberhausen vorbeispaziert. Die Grünfläche rund um das stolze Gotteshaus gleicht einem Dornengestrüpp. Überall wuchern nur noch Hecken. Mit einem gepflegten Areal auf grüner Wiese hat der Anblick so gar nichts gemein. Dabei sollen dort früher einmal Gartenfeste stattgefunden haben. Heute taugt der Garten nur für eine Dschungel-Prüfung in RTL-Format. Der Pflege-Zustand ist nur peinlich. Mehr noch: Auch die Kirche selbst hinterlässt, zumindest von der Aussen-Fassade her betrachtet, einen ärmlichen Eindruck. Frische Farbe könnte hier wahre Wunder bewirken. Unterhaltungsstau wohin man nur schaut. Bleibt die Frage, warum die Katholische Kirchengemeinde ihr Areal so verwahrlosen lässt? Liegt es womöglich an den Kosten für einen Gärtner? Nächste Frage: Warum bemängeln Kirchgänger nicht den Zustand bei den Verantwortlichen, damit die aufgefordert sind, auf die Kritik zu reagieren.

Das Wort zum Sonntag

Großer Bahnhof beim Neujahrsempfang in Kirns guter Stube. Auf ein gutes neues Jahr und auf einen guten Neuanfang nach der Fusion der Stadt Kirn mit der Verbandsgemeinde Kirn-Land. Zum typischen Bild versammelten sich üblichen Verdächtigen. Jedes Jahr die gleiche Performance, links und rechts flankierend die beiden Schornsteinfeger, als symbolische Glücksbringer, und dazwischen alle Politiker, die derzeit im Tagesgeschäft in der ersten Reihe stehen. Erstmals mittendrin statt nur dabei, Thomas Jung. Er ist der neue Chef im Kirner Land. Angesichts seines Karrieresprunges wird der sich bestimmt noch ab und an im stillen Kämmerlein heimlich zwicken. Natürlich mit dabei Landrätin Bettina Dickes (CDU). Wenn es darum geht das Gesicht in die Kamera zu halten, ist sie immer ganz vorne mit dabei. Joe Weingarten holt aber auf. Er postet nunmehr auch immer fleißig. Jetzt, wo ihn die SPD wieder lieb hat, darf er auch bei offiziellen Anlässen die Partei wieder vertreten. Christa Hermes (CDU) ist die momentane Stadtchefin. Als Gastgeberin steht sie natürlich in der ersten Reihe. Ebenso die der GIK-Chefin Cornelia Dhonau-Wehner und Bernd Gerhardt (kirn-aktiv). Jemand vergessen? Nein! Nächstes Jahr dann wieder die gleiche Inszenierung, nur eben mit dem einen oder anderen neuen Gesicht. Gesetzt sind die Schornsteinfeger und Thomas Jung. Gesetzt sind auch die Gäste im Hintergrund sowie die Biergläser, die auf Geheiß des Knipsers zum Prosit in die Höhe schnellen. Vielleicht werden wir ja auch mal überrascht und „normale“ Gäste werden von der Kamera eingefangen. Richtige Ehernamtliche vielleicht? Wäre doch auch mal nett, wenn einem nicht immer die gleichen Gesichter beim Aufschlagen der Zeitung entgegenlächeln würden.   

Tschüss Weihnachtsbäume!

Alle Jahre wieder sammeln die Feuerwehrmänner die ausgedienten Weihnachtsbäume ein. Am vergangenen Samstag war es wieder soweit. In allen Ortsteilen war man mit zwei Trupps unterwegs. Ein Routine-Einsatz am Anfang des Jahres, der sogar noch etwas Geld in die Kasse des Fördervereins spült. Wer wollte, durfte die Spardose mit Münzen und Scheinen füttern. Und viele kamen der Bitte großzügig nach. Gut so, denn der Förderverein braucht immer Kohle, um notwendige Anschaffungen tätigen zu können. Und auch die Männer durften sich hin und wieder über Stärkungen in flüssiger und fester Form freuen. Wieder gut so! Der Tag war nämlich lang und die Wege weit. Sorgen bereitet der Wehrleitung die sinkende Truppenstärke. Immer weniger Aktive haben noch einen Spind im Feuerwehrhaus. Hochstetten-Dhaun hat diesbezüglich ein massives Problem. Doch, wie den Abwärtstrend umkehren? Da ist guter Rat teuer! Dem effektiv zu begegnen, dürfte schwierig werden. Allgemeinhin mangelt es an Nachwuchs und Wertschätzung. Diesbezüglich wird die Politik nicht umhinkommen, das Engagement in der Feuerwehr mehr zu würdigen – auch finanziell.

Satirischer Wochenrückblick 18. Januar

Über Parkhaus Kirn, schwerfällige Verwaltung, SPD-Mann Joe Weingarten, Neujahrsempfänge, Krankenhaus-Neuigkieten…

Post aus Mainz flatterte nunmehr ins Kirner Rathaus. Die Tatsache, dass die per Mail aufschlug, verrät alleine schon nichts Gutes. Denn frohe Botschaften bringen die Politiker immer persönlich vorbei. Sie wissen schon, wegen der schönen Bildchen bei den Scheckübergaben oder positiven Bescheiden sowie den Lobeshymnen in den Zeitungen danach. Nun, das Innenministerium hat dem erneuten Werben um das Parkhaus von SPD und FWG eine direkte Abfuhr erteilt, und zwar mit Pauken und Trompeten. Zwischen den Zeilen lässt sich herauslesen, dass der Sachbearbeiter „not amused“ war über die Argumente aus dem Mittelzentrum. Gähn, alles doch schon mal dagewesen, so seine kurze Antwort sinngemäß auf den Punkt gebracht. „Im Westen also nichts Neues“! In Kirn will man einfach den Schuss nicht hören, wird man sich insgeheim in Mainz denken, während sich die Mitarbeiter hinter geschlossenen Türen vermutlich die Bäuche halten vor Lachen. Kirn braucht ebenso wenig ein Parkhaus wie der Sommer den Schnee. So direkt schreiben werden die hochbezahlten Beamte das sicherlich nicht. Auf keinen Fall! Lieber nett verpacken und ja nicht verbal für Missstimmung sorgen. Man will ja schließlich die SPD-Basis nicht vergraulen. Auf warme Worte versteht man sich in den Amtsstuben. Man darf gespannt sein, ob der Brief- beziehungsweise Mailverkehr, angesichts dieser neuerlichen Abfuhr, noch aufrecht erhalten wird oder ob die Kirner den einseitig aufkündigen. Ja, wenn Mainz auch immer wieder zickt und einfach nicht verstehen will, macht es ja auch auf Dauer keinen Spaß, geschweige denn Sinn, mehr. mehr

Eisdiele öffnet am 14. Februar

Die Eismacher aus Kirn starten am 7. Februar in die Saison

Gefühlt hat der Winter noch gar nicht richtig angefangen und schon melden sich die ersten Frühjahrsboten. Die Kirner Eisdiele wacht am Valentinstag aus dem Winterschlaf auf. Sicherlich früher als viele vermutet haben. Gianni und Raffaela werden ihre Auszeit gewiss genossen haben und werden sie auch noch die restlichen Tage genießen. Inwieweit der Maestro mit neuen Eisvariationen aufschlagen wird, ist nicht bekannt. Lassen wir uns überraschen. Hauptsache die Preise bleiben stabil, gell? Egal wie, der Hotspot für Schleckermäuler dürfte den Marktplatz wieder gewaltig beleben. Vor allem die ältere Generation dürfte sich freuen, die sich gerne schon morgens bei den Eismachern trifft. Der ist in den Wintermonaten doch ziemlich verwaist.

Bürgermeister-Wahl-Comic-Serie: Die Abenteuer von „Emsix“ und „Herm(es)ine“

Gestandenes Mannsbild gegen Frauenpower!

„Kampf der Häuptlinge“ – so heißt ein Band der berühmten Comic Reihe, in der die Gallier „Obelix“ und „Gutemine“ noch Seite an Seite gegen die Römer aufbegehren. Beide Helden dienen im Kirner Wahlkampf als nicht ganz ernst gemeinte Vorlage, allerdings mit anderen Vorzeichen. Anstatt miteinander zu agieren, treten sie in Konkurrenz. Nennen wir sie „Emsix“ (Frank Ensminger FDP) und „Herm(es)ine“ (Christa Hermes CDU). Beide stehen in den Startlöchern und beide wollen auf das Kirner Schild gehoben werden, um von oben herab den Ton anzugeben. Wer wird es werden? Nun, beide dürften auf ihre Art bei den Wählerinnen und Wählern punkten.

Kann „Herm(es)ine“ Bürgermeisterin. Kann die derzeit Erste Beigeordnete zeigen, was sie draufhat? Im Comic wird „Herm(es)ine“ als „Hausdrache“ charakterisiert. Im wahren Leben ist sie eher handzahme und umgängliche Gestalterin ihrer Partei. Das politische Bewusstsein ausgeprägt, die Zuversicht groß – passt! Kann sie sich weiterentwickeln zur Chefin? Der Sprung vom Podest der Ersten Beigeordneten ist ja nicht mehr so gewaltig. Ihr Gegner ist jedenfalls mächtig. „Emsix“ mobilisiert stets seine Wähler. Der Kirchen-Mann hat alleine von Berufs wegen einen himmlischen Vorsprung. Ob sein oberster Boss ihm hilft, als erster über die Ziellinie zu kommen? Ganz ohne Zaubertrank? Auf seine Stammwähler, und das sind bekanntlich sehr viele, kann er sich jedenfalls verlassen.

Kann „Emsix“ Bürgermeister? Nun, er hatte schon einmal die Türklinke des Chef-Büros kurz in der Hand. Gegen das Schwergewicht Fritz Wagner (2009) unterlag der seinerzeit krasse Außenseiter nur denkbar knapp. Hätte er damals mal besser einen winzigen Schluck Zaubertrank geschlappert. Wer weiß, vielleicht wäre alles anders gekommen. Für „Emsix“ sprechen seine Beliebtheit, seine Leidenschaft sowie sein Hang zum politischen Pragmatismus. Den gilt es zu transportieren. „Herm(es)ine“ kann sicherlich mit dem modernen Mythos punkten: Frauen, so das Klischee, können besser mehrere Aufgaben gleichzeitig erledigen als Männer. Kurzum, es gibt keinen klaren Favoriten und keinen klaren Außenseiter. Vieles wird vom anstehenden Wahlkampf abhängen, der, und das sagen beide, fair und respektvoll geführt werden soll.

Der Comic stammt von Michael Müller. Seine Kreativität ist unübertroffen.

Fastnacht der Ortsvereine

Hochstetten-Dhaun kann wieder Fastnacht! Und wie! Am 21. Februar, um 20.11 Uhr, findet die zweite Auflage der gemeinsamen Karnevalssitzung aller Ortsvereine in der „Narrhalla“ Haus Horbach statt. Helau und Alaaf! Lasst es wieder richtig krachen. Die Zeitung überschlug sich nach der Premiere geradezu mit Lobeshymnen. Gut so, gehen Wertschätzung, Zuspruch und Anerkennung doch immer mit Motivation und Ansporn einher. Weiter so! Bei allem verdienten Lob, Nachjustieren geht immer. Warum die Narrenfreiheit nicht (noch) deutlicher kommunalpolitisch ausreizen? Themen gäbe es zu Genüge. Traut Euch! In der Bütt ist nahezu alles an Seitenhieben erlaubt. Der Vorverkauf in der Hellberghalle startet am 2. Februar, um 12 Uhr. Echte Fastnachter sollten pünktlich sein. Das Bürgerhaus ist klein, das Interesse hingegen groß.

Helau und Juchhe, die Narren scharren mit den Hufen,
die Ortsvereine laden ein, Klamauk für alle Altersstufen.
Tanz, Kokolores und den Oberen den Spiegel vorhalten,
Narren-Freiheit in der Bütt, Redner können sich entfalten.
Nehmt keine Rücksicht auf Gäste, Namen und Amtsträger,
Narren, es ist Eure Zeit, auf der Bühne seid Ihr die Ankläger.
Drum sammelt Informationen, bringt Euch in Stellung,
zieht alles und jeden durch den Kakao mit Dichtung.
Gebt Gas und haut Lokalkolorit raus , reizt alles aus,
dann gehen alle am Schluss auch zufrieden nach Haus.

Der Radfahrtag ist tot, es lebe der ???

Die Entscheidung war längst überfällig! Aber sowas von! Nach 26 Jahren „Nahe Hit, rad’l mit“ kommt jetzt das Aus für die Großveranstaltung. Endlich! Anfangs noch ein Highlight im Jahreskalender, vegetierte der Radfahrtag in den letzten Jahren nur noch vor sich. Künstlich am Leben gehalten durch die Organisatoren, lockte der keinen zusätzlichen Radfahrer mehr auf die Strecke. Der Blog weiß wovon er spricht, war der doch an Hochstetten-Dhaun nahezu Jahr für Jahr entlang der Nahe unterwegs bis zur Mündung in Bingen. Trotz Radfahrtag, war es nahezu wie an jedem gewöhnlichen Sonntag auch. Nicht mehr und nicht weniger.

Was wunderte, waren immer die Presseberichte in der Zeitung einen Tag danach. Euphorisch wurde der als stark frequentierte Top-Veranstaltung den Lesern verkauft, und dies, obwohl zum Teil gähnende Leere herrschte. Da wähnte man sich als treuer Teilnehmer mitunter im falschen Tal unterwegs gewesen zu sein. Die Verantwortlichen redeten ihr Baby immer schön. Dabei waren die Indizien für mangelnde Akzeptanz schon seit langem unübersehbar. Jahr für Jahr wurden die Raststationen und Essensstände weniger und Jahr für Jahr beteiligten sich weniger Vereine und Institutionen. Kurzum, mit dem Radfahrtag ging es schon seit gefühlt einem Jahrzehnt nur noch steil bergab. Nun wird er in Abstimmung mit den Gesellschaftern der Naheland-Touristik auf Eis gelegt. Richtig! Das ist keine Schande. An Rhein und Mosel wurde ja auch schon die Reißleine gezogen. Die Veranstaltung hat sich halt überlebt. Punkt!

Daran trägt der Naheradweg keine Schuld. Die Menschen brauchen kein spezielles Event mehr, um ihre Drahtesel aus der Garage zu holen. Gefahren wird immer. Die Entscheidung gegen die Veranstaltung, hätte schon viel früher getroffen werden müssen. Schließlich kostet die Vorbereitung viel Zeit und Geld. Geld, das woanders sicherlich besser angelegt gewesen wäre. Spät ist besser als nie! Von daher hat man jetzt ja die Kurve gekriegt. Klingt zwar hart, aber ein totes Pferd kannst Du eben nicht mehr reiten. Die Schönrederei war schon in der Vergangenheit mehr als peinlich. Radfahrtag war gestern, nun gilt es Ersatz für morgen zu suchen. Kreativität ist gefragt.

Bleibt zu guter Letzt die Frage, inwieweit der Radweg noch die gewohnte Pflege erfährt? Üblich war es ja, dass unmittelbar vor der Veranstaltung klar Schiff gemacht wurde. Sollte ja immer alles gepflegt aussehen, gell? Man konnte den Kalender danach stellen. Eine Woche davor war der Grünstreifen gemäht und die Fahrbahn blitzblank gesäubert. Danach war dann irgendwie immer Pflegenotstand. Appell: Legt zumindest den Grünschnitt nicht ebenso auf Eis. Die Radfahrer werden es Euch danken.

Mister Bombastic

Er grüßt mit 100 Prozent

Mister hundert Prozent! Mit einem gewaltigen Vertrauensvorschub geht Bürgermeister-Kandidat Frank Ensminger in die Wahl am 22. März. Die Liberalen kürten den Kirner Buben jetzt einstimmig. WOW, mehr Rückenwind kann man nicht mitnehmen in den anstehenden Wahlkampf. Vieles wird für ihn darauf ankommen, inwieweit seine Vorstellungen beim Wähler ankommen. Wirtschaftsförderung, Infrastruktur, Krankenhaus, Schulen, Soziales und, und, und. Seine Mitbewerberin Christa Hermes (CDU) dürfte die Eckpunkte ebenso auf ihrem Zettel stehen haben. Beide kennen des Mittelzentrum mit allen seinen Vor- und Nachteilen aus dem Effeff. Ensminger hat einen Beliebtheitsvorteil, der sich sogar in Zahlen belegen lässt. Der Mann der Kirche kann bei Wahlen mit die meisten Stimmen auf sich vereinen. Hält die Serie, dann dürfte er bei der momentanen Bewerber-Konstellation die Nase vorn haben. Klarer Favorit ist er deshalb noch lange nicht. Bis zum Wahltag kann nämlich noch viel passieren. Und jede Wahl ist anders. Die drei Euro ins Phrasenschwein zahlt der Blog gerne.

Was geht ab in Sachen Parkhaus?

Schon lange nichts mehr gehört vom Parkhaus. Still ruht der See? Tut sich da was im Hintergrund? Die Spatzen pfeifen gerade von den Dächern, wonach bei der Stadt ein unangenehmer Brief aus Mainz eingetrudelt sein soll. Einer mit schlechten Nachrichten für die Befürworter. Eine Watschen für SPD und FWG? Schaut ganz danach aus. Noch ist über den genauen Inhalt zwar nichts an die Öffentlichkeit gedrungen, aber die (noch) geheime Depesche dürfte so manchem Hardliner bitter aufgestoßen sein, hört man. Zur Erinnerung: Die Stadt Kirn hatte nochmals die Argumente pro Parkhaus schriftlich zusammengefasst und mit der Bitte ins Innenministerium geschickt, damit dieses einen Gesprächstermin beim Rechnungshof in die Wege leiten möge. Haben die Mainzer diesem Wunsch etwa nicht entsprochen, womöglich weil die Argumente pro Parkhaus weder neu sind, noch überzeugen können? Vermisst das Ministerium etwa die Grundlagen, um neue Verhandlungen anzuberaumen? Papperlapapp!  Lassen wir lieber die Kaffeesatzleserei! Warten wir es einfach ab. Der Blog wird seinen Senf dazugeben, wenn der Briefwechsel irgendwann öffentlich wird. Kann ja nicht mehr lange dauern, bis die Zeitung Wind davon bekommt und darüber berichtet. Der Blog hat ja auch schon einen Hauch davon gespürt.

Abgeordnete informieren sich über Bauprojekte in Hochstetten-Dhaun

Eine riesige Portion Galgenhumor braucht es, um die Situation rund um den Bahnhaltepunkt Hochstetten zu beschreiben. Abendfüllende Büttenreden könnte man über die unendliche Geschichte zum Besten geben. Seit zwei Jahrzehnten schon ist eine generelle Aufhübschung beziehungsweise Sanierung Gegenstand von zumeist SPD-Wahlkampf-Blättchen. Passiert ist bisher nichts! Dass man diesbezüglich nicht zu Potte kommt, ist vor allem dem Verhalten der Bahn geschuldet. Ist ja schließlich deren Spielplatz. Blöd nur, dass die Ortsgemeinde ihren Beitrag – Park & Ride – mit den Maßnahmen an den Bahnsteigen verknüpft. Stillstand allenthalben. Nun wurde ein bereits zugesagter Baustart nochmals um zwei Jahre auf 2022 verschoben. Ohne Gewähr! Grund genug für die kommunalen Politiker-Größen, sich bei einem gemeinsamen Ortstermin einen Überblick zu verschaffen. MdL Markus Stein (SPD) postete auf seiner Internetseite folgendes dazu: „War ursprünglich von Bauträger- und Behördenseite ein Baubeginn im Jahr 2020 kommuniziert worden, wird sich dieser nun womöglich bis 2022 verschieben. Der spätere Baubeginn sei, wie die Abgeordneten erfahren haben, dem langwierigen Planungsverfahren geschuldet.“ Geht’s noch? Langwieriges Planungsverfahren? Bahn und Ortsgemeinde entwickeln doch schon seit zwei Jahrzehnten. Man kann sich auch zu Tode entwerfen. Anderswo stampft man innerhalb von zwei Jahren Flughäfen aus dem Boden und hier braucht es 20 Jahre alleine für die Planung eines popeligen Bahnhaltepunktes. Ohne Worte! Ehrlicher wäre doch wohl zuzugeben, dass die Bahn keinen Bock auf Hochstetten hat! Zugegeben, die Formulierung ist plakativ, aber dennoch zutreffend. Weiter schreibt Stein: „Die Abgeordneten sind sich mit den kommunalpolitischen Vertretern daher einig, dass der Fokus nun darauf liegen müsse, das Verfahren sowie die Baumaßnahme selbst ohne weitere Verzögerung zum Abschluss zu bringen, und sicherten dem Ortsbürgermeister Hans Helmut Döbell und dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Thomas Jung dafür ihre Unterstützung zu.“ Boah, Geschwafel in Perfektion aus dem Politiker-Handbuch „Generelle Zusage von Hilfestellung kommt beim Wähler immer gut“ – Band eins! Stellt sich dennoch die Frage, warum erst jetzt und nicht schon viel früher. Nochmals, das Bahn-Projekt wird schon rund 20 Jahre mit höchster Dringlichkeitsstufe auf jedem Flyer gelistet. Fazit: Hauptsache mal wieder drüber geschwätzt! Schönes Bildchen dazu – passt. Die Botschaft ans Wahlvolk lautet: „Wir kümmern uns.“ Die gleichen Personen treiben sicherlich auch die Dammertüchtigung an der Nahe mit Entschlossenheit und Macht voran. Wann sollte da gleich noch mal Baubeginn sein? 2013 oder war es sogar früher? Egal! Was ist bisher passiert? Nichts! Aber jetzt wird alles besser. Man hat sich schließlich getroffen und trifft sich wieder und wieder und wieder…

Kandidatenkür für Bürgermeister

Während sich CDU und FDP für die Bürgermeisterwahlen in Stellung bringen, scheint man innerhalb der SPD den Ball diesbezüglich eher flach zu halten. Gerüchteweise fragen die Sozialdemokraten jeden, der nicht bei drei auf den Bäumen ist. Bisher jedoch ohne Erfolg. Hat die stärkste Fraktion noch eine oder einen Kandidaten im Köcher? Noch ist Zeit, denn die Anmeldefrist endet erst Anfang Februar. Jetzt kommt aber mal alle aus dem Quark! Der Januar ist schon halb Geschichte. Bleibt nicht mehr viel Zeit. Der Blog startet mal einen Aufruf: Gesucht wird ein Kandidat, der für die SPD ins Rennen geht. Das Aufgabengebiet ist riesig, die Aufwandsentschädigung so lala. Interessenten bitte melden bei Jörg Schallmo oder jedem anderen Fraktionsangehörigen. Viel weiter als die SPD sind schon FDP und CDU. Christa Hermes hat schon auf Wahlkampfmodus geschaltet. Sie hat den klitzekleinen Vorteil, dass sie durch ihre vorübergehende Führungsaufgabe omnipräsent in der Zeitung sein kann. Frank Ensminger wird nachziehen. Der durchläuft heute seine Kandidatenkür und kann danach offiziell Gas geben. Die Freien Wähler dürften sich genüsslich zurücklehnen, haben die doch schon von Beginn an ihren Verzicht auf das höchste Kirner Amt erklärt. Werden sich Norbert Stibitz und Kollegen für einen Kandidaten stark machen? Eher nicht! Springt noch ein externer Kandidat wie Kai aus der Kiste? Einer oder eine ohne Parteibuch? Wohl kaum. Wer das glaubt, der glaubt auch daran, dass die Erde eine Scheibe ist. Schaut also ganz nach einem Zweikampf zwischen schwarz und gelb aus. Wer hat das bessere Ende für sich? Noch ist es viel zu früh für eine Prognose. Die wird allerdings zeitnah auf dieser Plattform abgebildet.

Realsatire: Ziemlich beste Freunde?

Du bist zwar der Stimmenkönig, aber ich sitze auf dem Thron. Ätsch!!!

„Schau mir in die Augen Kleiner“ – Michael Schmidt ist nicht nur Chef der SPD Kirner Land, sondern auch Stimmenkönig nach der Verbandsgemeinderatswahl. Ein Gewinner-Typ? Weit gefehlt! Wenn überhaupt, dann leuchtete sein Stern nur kurz am Firmament. Michael Schmidt, ein König ohne Thron! Er, die tragischste Figur bei der konstituierenden Verbandsgemeinderatssitzung. Er musste sich mit einer für ihn ungewohnten Statistenrolle abfinden, und dies, obwohl er sich im Vorfeld noch ganz klar in der Pole-Position im Kampf um den Ersten Beigeordneten wähnte. Da hatte er aber die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Hans Helmut Döbell, der noch im Frühjahr bei der Gründung des SPD-Gemeindeverbandes Kirner Land von seinen eigenen Leuten ungewollt ins zweite Glied degradiert worden ist, schlug jetzt gnadenlos zurück. Aber sowas von! Gemäß dem Motto „Von hinten stechen die Bienen“ hat sich der gewiefte Taktiker das Wohlwollen und die Stimmen von FWG und CDU gesichert. Durch diesen klugen Schachzug, hatte er seine eigene Partei am Wickel. Die konnte nicht mehr anders, als den umstrittenen Politiker erneut vorzuschlagen. Und Schmidt selbst musste es auch noch verkünden. Tiefer kannst Du nicht fallen. Politik ist mitunter ein schmutziges Geschäft am Wählerwillen vorbei. Beim Streben nach Macht wird halt mit harten Bandagen gekämpft. So manch einer bleibt da eben auf der Strecke. Zwar kein Beinbruch, aber ziemlich beste Freunde dürften die beiden nach dieser „Abservierung“, durch die Hintertür, wohl nicht mehr werden. Schmidt, der die meisten Wählerstimmen auf sich vereinen konnte, dürfte an dieser Ausbootung noch lange zu knabbern haben. Das ist so klar wie Kloßbrühe. Schmidt bewies während der konstituierenden Sitzung Contenance, selbst beim Ernennungs-Händedruck zum Ratsmitglied mit seinem Widersacher. Die Gedanken sind ja bekanntlich geheim und auch frei, allerdings hätte man in dieser Szene sicherlich gerne gewusst, was dem parteiinternen Unterlegenen, da so durch den Kopf geschossen ist. Interpretationsweise hätte die Gedanken-Sprechblase in der Comic-Version so ausgesehen, wie oben auf dem präparierten Satire-Bildchen. mehr

Spielplatz-Katastrophe

Schlimmer geht’s nimmer – der Spruch aus dem Volksmund untermauert eine nicht mehr steigerungsfähige Negativität. Beispiel Spielplatz: Tiefer kann man als Ortsgemeinde nicht sinken, wenn man einen Spielplatz derart verkommen lässt. Sehenden Auges und das schon seit zwei Jahrzehnten. Und das Schlimmste daran, man lässt eine Benutzung sogar noch zu. Will heißen, die Fläche ist für jedes Kind frei zugänglich, und dies, obwohl auf einzelnen Spielgeräten mittlerweile sogar Gefahrenherde lauern. Scharfkantig sind die freiliegenden Winkel-Eisen seitlich an der Rutsche und splitterhaft die Holzlatten darüber. Aber nicht nur dort. Auch entlang der Einfriedung sind nicht mehr alle Latten am Zaun. Mehr noch: Die morschen Elemente fallen schon in sich zusammen, gerade zu sehen im Eingangsbereich. Ein Tor ist hier schon lange nicht mehr. Auch von dem Spielplatzschild ist nur noch das Standrohr geblieben. Kurzum, Zustand und Anblick sind nur noch armselig, fast schon skandalös. Es herrscht Fremdschäm-Potenzial hoch drei, wenn man den Blick über die Fläche schweifen lässt. Die Verantwortlichen tun nichts, um den Spielplatz auch nur annähernd wieder kindgerecht herzustellen. Im Fokus steht lediglich noch ein wenig Grünschnitt, was Heckenberge auf dem Gelände beweisen. Eigentlich wollte der Blog keine Zeile mehr über den Zustand verlieren, aber die drei Minuten nimmt er sich dann doch. So lange, bis der Problem-Spielplatz in einen Ort ausgelassener Spielfreude verwandelt wird. Das kann dauern, weil so manche Mühlen eben besonders langsam mahlen. Zustandsbeschreibung unter Menü Spielplätze. mehr

Das Wort zum Sonntag

„Dürfen wird das Dhauner Schloss für eine Feierlichkeit mieten! Ist es uns erlaubt Werbebanner an der Bundestraße aufzuhängen? Wer kann uns helfen bei der Suche nach einer Wohnung und last but not least, wo kann man das Bürgerhaus Haus „Horbach“ mieten“?  – Alle diese Anfragen erreichten den Blog in den letzten Wochen und Monaten. Und alle konnten mit Verweis auf die zuständigen Stellen zufriedenstellend beantwortet werden. Keine Frage, der Blog wird nicht selten mit einer offiziellen Homepage verwechselt. Nun ist der allerdings weit davon entfernt an einem solchen Format, auch wenn einem einige typische Merkmale einer Dorfseite direkt ins Auge stechen. Googelt man nach Hochstetten-Dhaun, landet man automatisch auf der Info-Seite. Die versteht sich auch auf eine Art Anlaufstelle, wenn auch etwas anders. Anfragen, die hier ankommen werden weitergeleitet beziehungsweise Fragen auch direkt beantwortet. Von daher, alles gut, wenn Anfragen beim Blog eintrudeln. Nur keine Hemmungen, der Blog hilft gerne.

Freies WLAN in Simmertal

Und wieder lohnt sich ein Blick über den Berg nach Simmertal. Dort lädt die Ortsgemeinde am kommenden Dienstag zu einer Informationsveranstaltung über freies Internet ein. Ziel ist es, an zentralen Stellen des Ortes eine kostenlose Zugangsmöglichkeit durch freies WLAN zu erreichen. Tolle Sache, wenn das funktioniert. Ein Hot-Spot (Router) am Bürgerhaus funkt schon und wird wohl auch rege benutzt. An der Frequenz lässt sich ablesen, dass dieser Service gerne angenommen wird. Und das Beste daran, es kostet nichts. Man muss sich nur einwählen. Für den weiteren flächendeckenden Ausbau braucht es allerdings noch weitere Router und Unterstützer. So steht es zumindest in der Einladung. Deshalb die Info-Veranstaltung, deshalb die Bitte um Mithilfe. Der Blog ist sich sicher, dass die Ortsgemeinde das Projekt wuppt und demzufolge die Lücken schließen kann. Respekt! Simmertal vorn? Nun, wenn es um digitale Infrastruktur oder Internetauftritt geht, hat die Nachbargemeinde ihre Hausaufgaben erledigt. Das muss man neidlos anerkennen und dafür gebührt der ein Fleißkärtchen. Vielleicht schwappt ja mal etwas von der dörflichen Kreativität und den damit verbundenen Visionen über den Berg. Träumen darf man. Vorbild Simmertal oder von Simmertal lernen, passt!

CDU nominiert Christa Hermes

Der Blog kürt Christa Hermes (CDU) zur Frau der Woche. Sie führt die Geschäfte, nachdem es Ex-Bürgermeister Martin Kilian vorgezogen hat, sich in den Ruhestand zu verabschieden. Komisch, der wird überall über den grünen Klee gelobt, anstatt, dass man ihn mal für seinen vorzeitigen Abschied zumindest mal einen kleinen Seitenhieb verpasst. Zurück zu Hermes, sie hat nunmehr die undankbare Aufgabe den Laden zusammenzuhalten. Gar nicht so einfach für die „Übergangs-Königin“, weil sie auf keinen Hofstaat zurückgreifen kann. Ihr Vorzimmer ist verwaist. In den kommenden Wochen und Monaten wird sie hautnah miterleben dürfen, wie sich das im Falle ihrer Wahl dauerhaft so anfühlt. Diesbezüglich hat sie einen kleinen Vorteil gegenüber ihrem derzeit einzigen Mitbewerber auf den Bürgermeister-Stuhl. Ihre Partei weiß sie jedenfalls hinter sich. 95 Prozent Zustimmung bei der Kandidatenkür ist ein sehr respektables Ergebnis. Rückenwind pur sozusagen. Vieles wird für sie darauf ankommen, inwieweit sie ihre Partei im anstehenden Straßen-Wahlkampf mobilisieren wird können. Und vieles wird darauf ankommen, wie sie als Typ und Mensch bei den Kirnern wahrgenommen wird. Da kann es mitunter ein Vorteil sein, dass sie schon jetzt die Geschicke der Stadt lenkt. Was sie final noch benötigt ist eine Comic-Figur. Da vertraut der Blog ganz auf Michael Müller. Der wird über kurz oder lang eine Stilgetreue präsentieren. Dann heißt es „Emsix“ gegen ???   

Satirischer Wochenrückblick

Über große Gefühle des Ersten Beigeordneten im VG-Rat, Bürgermeister „TJ“ , Image-Film Kirner Land, Internetauftritt Kirn, Diakonie-Krankenhaus, Bäcker bleibt im Dorf

Boah, da soll mal noch einer sagen, Männer könnten keine Gefühle zeigen. Herzzerreißend waren die Worte von Hans Helmut Döbell. „Für mich beginnt heute der zweite Versuch des Renteneinstieges“, kündigte der scheidende Erste Beigeordnete in einem persönlichen Statement an. Seine Stimme stockte plötzlich, Tränen schossen ihm wohl in die Augen, als er mit gesenktem Haupt seiner Frau dankte, die in den zurückliegenden Monaten und Jahren „zurückstecken“ musste. Viel mehr, als ursprünglich geplant war. Es war Mucksmäuschenstill, als ein Mann, wie eine Deutsche Eiche, tief in sein Herz blicken ließ. Eigentlich fehlte nur der Satz: „Ich mach jetzt Platz und bleib bei Dir zu Haus mein Schatz!“ Doch der kam ihm nicht über die Lippen. Für manche gut, für viele leider. Bewegend dann, als aufmunternder Applaus entbrannte. Gänsehauterlebnis pur! Wobei, war das jetzt wirklich echt oder doch nur Show? Wenn bei all dem „ehrenamtlichen“ Stress und den damit verbundenen Entbehrungen und dem Klagen darüber, dass das eigene Privatleben über Jahre hinweg so sehr auf der Strecke geblieben ist, was belastete, warum ist er dann wieder angetreten? mehr

Das Jung-Zeitalter hat begonnen

„TJ“ Jung ist offiziell Bürgermeister: Das Wesentliche von der ersten Kirner Land Ratssitzung zusammengefasst!

Ein Datum für das Geschichtsbuch! Thomas Jung ist jetzt auch offiziell erster Verbandsgemeindebürgermeister der fusionierten Verbandsgemeinde Kirner Land. Nach Einführung und Vereidigung ist „TJ“ jetzt der neue Chef. Möge er bei allen seinen zukünftigen Entscheidungen, ein glückliches Händchen beweisen. Seine Ernennung vor rund 200 Gästen war ebenso Formsache, wie die der Ratsmitglieder danach. Jetzt kann es also endlich losgehen mit dem Regieren – der Verbandsgemeinderat steht. Alles war bis ins kleinste Detail vorbereitet, alles ging in Harmonie Ruckzuck über die Bühne. mehr

Mitteilungsblatt, die Dritte!

Es geht doch! In Hochstetten wird wieder das Amtsblatt verteilt. Der Ort wurde in zwei Hälften aufgeteilt, den sich zwei ortsfremde Austräger nunmehr teilen. Der für den östlichen Teil zuständige Mann aus Monzinger hatte noch etwas Schwierigkeiten bei der Orientierung, aber der Blog wies ihm gerne den Weg und erklärte ihm in der Folge noch die verschiedenen Straßen und Abzweigungen. Ein Rundweg, der, wie er selbst mit Blick auf seinen Zettel äußert, für ihn maßgeschneidert ist. Wöchentlich am Donnerstag, will der nunmehr seine Runde abklappern – passt. Wenn das mal keine gute Nachricht ist.

Komm wir gehen in die Verbandsgemeinderatssitzung!

Der Vorabendkrimi kann bei weitem nicht so viel Abwechslung und Spannung bieten, wie die erste Sitzung des neuen Verbandsgemeinde-Rates nach der Fusion von Kirn und Kirn-Land. So gesehen, dürfte das Gesellschaftshaus am heutigen Abend ab 18 Uhr aus allen Nähten platzen. Die erste „Zusammenkunft“ gilt als historisch. Vereidigt wird Bürgermeister Thomas Jung. Höhepunkt der Tagesordnung, dürften die Beigeordneten-Wahlen werden. Kommt es zum Härtetest? Wohl kaum. Sicherlich wird man nicht blauäugig zur Wahlurne schreiten. Logisch, dass vorab schon über die wichtigsten Personalien diskutiert und dem Vernehmen nach, wohl auch gestritten worden ist. Parteiübergreifend, wurde für den heutigen Wahltag eine Reihenfolge festgelegt. Die einzelnen Kandidaten müssen jetzt nur noch die einzelnen Wahlgänge überstehen. Das gilt zwar als Formsache, aber hundertprozentig sicher kann sich keiner sein. Wird es eine Wahl ohne Abweichler? Zumindest bei der Besetzung des Ersten Beigeordneten werden erste Zweifel laut. Zwar gilt Favorit Hans Helmut Döbell (SPD) als Reizfigur, was zu Stimmen-Einbußen führen könnte, aber scheitern wird er keinesfalls. Der Blog wird mit von der Partie sein, wenn die personellen Weichen gestellt werden. Und der wird auf seine Art darüber berichten. Zeitnah!   

Weihnachstbaum-Sammeltag

Alle Jahre wieder sammeln die Feuerwehrmänner die ausgedienten Weihnachtsbäume ein. Am Samstag, 18.Januar, ist es wieder soweit. In allen Ortsteilen sind die Kameraden unterwegs. Ein angenehmer Routine-Einsatz am Anfang des Jahres, der zusätzlich zum Serviceangebot noch etwas Geld in die Kasse des Fördervereins spült. Wer will, darf die Spardose mit Münzen und Scheinen füttern. Und auch die Männer dürften sich hin und wieder über Stärkungen in flüssiger und fester Form freuen. Also Leute, seit gewappnet, wenn die Glocke bimmelt. Und vor allem, seit spendabel.

Bäckerei Fickinger bleibt im Lädchen

Wenn das mal keine gute Nachricht ist! Der „Snack-Stopp“ bleibt im Lädchen und wird nicht geschlossen. Nicht 2020 und auch nicht die kommenden Jahre. „Nach internen Umstrukturierungen haben wir die Lage Geschäftes in Hochstetten-Dhaun neu bewertet und wir versuchen auch über den Start der Umgehungsstrasse hinaus den Laden zu führen,“ schreibt Jens Fickinger. Die Ortsgemeinde habe er schon über seinen Entschluss informiert. Die habe sich hocherfreut gezeigt. Nicht nur die politischen Vertreter jubeln, sondern das ganze Dorf sowie auch viele Pendler, die auch nach der Fertigstellung der Umfahrung gezwungen sein werden, durch den Ort zu fahren. Man kann den Stein fast plumpsen hören, der vielen jetzt von den Herzen fällt. „Vertragliche Gespräche stehen aber noch an,“ fügt Fickinger einschränkend hinzu. Daran sollte sein Vorhaben gewiss nicht scheitern. Der Ortsgemeinderat weiß um die Wichtigkeit einer solchen Anlaufstelle im Dorf. Die wird sich gewiss großzügig erweisen und den roten Teppich ausrollen – koste es was es wolle. Fickinger längerfristig an sich zu binden, ist ein Bürgerauftrag höchster Dringlichkeit. Vermasselt es nicht! Das Jahr fängt gut an. DER BÄCKER BLEIBT IM DORF!!!

Da geht noch mehr!

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Keine 20 Euro kostet das reine Verkehrszeichen 205 (Vorfahrt gewähren) aus Blech. Ein Schnäppchen, sollte man meinen. Dennoch dauerte es Monate, wenn nicht sogar Jahre, bis die vorfahrtsregelnde Orientierungshilfe an der Einmündung Nagelsberg ausgetauscht worden ist. Sorry, Lob spricht der Blog dafür nicht aus. Nicht, wenn etwas so dermaßen lange dauert. Mein Appell an alle Kommunalpolitiker, die gut zu Fuß sind: Einfach mal mit Papier und Bleistift in der Hand, den Rundgang durch den Ort wagen. Mal eigeninitiativ werden! Funktioniert! Es gibt noch so viele Straßenschilder, die unbedingt erneuert werden müssten. Die Gründe sind vielfältig. Manche sind verblasst, andere sind verdreckt und wiederum andere sind verrostet. Zusammengefasst entsprechen sie nicht mehr den Vorschriften der StVO. Das scheint die Verantwortlichen nur am Rande zu interessieren.

Astronautentag beim Turnverein

Erst ging es hinauf auf die Weltmeere, jetzt startet der Turnverein in den Weltraum. Nach dem erfolgreichen Piratentag im letzten Jahr, bietet der TV Hochstetten für Grundschulkinder am 29. Februar, von 14 bis 17 Uhr, einen „ASTRONAUTENTAG“ an. Weltraumbahnhof ist die eigene Turnhalle. Richtig gelesen, die Reise geht von hier aus ins All. Spielerisch natürlich. Während der „Reise“ werden Lesen und Bewegung miteinander verknüpft. Es geht nicht alleine darum Astronauten- und Weltall-Geschichten kennenzulernen, sondern sich auch auf spielerische und sportliche Weise mit den Helden der Geschichten zu identifizieren und Herausforderungen zu bewältigen. Die Altersstruktur ist für Kinder der 1. bis 4. Klasse ausgelegt, die eigene Stärken entdecken, Gemeinschaftssinn beweisen und ihre motorischen Fähigkeiten steigern wollen. „Lesefutter“ wird von der Gemeindebücherei zur Verfügung gestellt.

Wer wollte schon immer mal Abenteuer im Weltall erleben? Anmeldungen für die etwas andere Bewegungs- und Lesereise, werden bis zum 15.Februar von Kosmonaut Peter Jung 06752-3410 entgegengenommen. Mitzubringen sind Sportbekleidung und Trinkflasche

Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Kinder begrenzt!

Mitteilungsblatt, die Zweite!

Ist es der Beginn einer Serie? Für Hochstetten steht kein Austräger für das Amtsblatt zur Verfügung. Soweit so schlecht! Das erste Exemplar des Jahres wurde schon nicht zugestellt und jetzt scheint auch die zweite Auflage den Weg in die Briefkästen nicht zu finden. Ärgerlich, weil wichtige Termine und Informationen die einzelnen Haushalte nicht erreichen. Vor zwei Monaten schon war den Verantwortlichen bekannt, dass für die bisherigen Austräger am 31. Dezember Schluss ist. Acht Wochen Vorlaufzeit ist eine verdammt lange Spanne, um eine Nachfolgelösung präsentieren zu können. Das dies dennoch nicht gelungen ist, lässt der Blog mal unkommentiert stehen. Ohne Worte! Und jetzt? Kommt das Blatt zukünftig mit der Post? Findet man einen zuverlässigen Austräger? Egal wie, zumindest sollte es doch möglich sein, eine Übergangslösung zu organisieren. Unvorstellbar, dass das nicht hinzubekommen ist. Es handelt sich ja nur um den Ortsteil Hochstetten. Alle anderen sind save. Moment, Bewegung an der frischen Luft tut bekanntlich gut. Von daher werfe ich meinen Hut in den Ring. Altestraße, Hellbergblick und die Neubaugebiete klappere ich gerne ab.  Donnerstag ginge. Mein Angebot steht. Alternativ könnte man ja wenigstens einen Stapel im Lädchen deponieren, damit Kunden die nach dem Kauf mitnehmen können. Bevor sie auf irgendeinem Lager verrotten, dann doch lieber auslegen. Die schlechteste Lösung ist die momentane Null-Info-Strategie!    

Bei Rücken, weiter nach Kirn!

Ist das Kirner Krankenhaus noch zu retten? So eher nicht! „Seit dem 1. Januar leitet Dr. Nils Irmscher wie angekündigt die Abteilung Wirbelsäulenchirurgie und Orthopädie II. am Diakonie-Krankenhaus an den Standorten Bad Kreuznach und Kirn. Der neue Chefarzt ist Nachfolger von Dr. Thomas Hallbauer. Er wird auch weiterhin in Kirn operativ tätig sein.“ Ist das so? Die Pressemitteilung ruft beim Blog nur wenig Euphorie hervor. Auch auf den zweiten Blick nicht. Zugegeben, für einen Laien liest es sich so, als ob nach dem Wechsel im gleichen Umfang an der Zweigstelle weiter therapiert werden wird wie bisher. „Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube“. Sehen wir es positiv, der Status-Quo wird gehalten – zumindest in der Außendarstellung. Kann man der trauen? Wenn überhaupt, ist das ausgesendete Signal dennoch nur ein zartes Pflänzchen. Besser, man wäre dazu übergegangen, die Wirbelsäulentherapie komplett nach Kirn zu verlegen. Mit allen Konsequenzen. Slogan: „Kannst Du Dich nicht bewegen, hast Du Rücken, komm nach Kirn, dann wirst Du schmerzfrei und brauchst keine Krücken!“ Kirn braucht ein solches Alleinstellungsmerkmal neben dem ganz normalen Akut-Krankenhausalltag, um sich freischwimmen zu können. Was spricht gegen eine komplette Verlegung? Die frei werdenden Räume könnte die Diakonie sicherlich anderweitig nutzen. Und den Patienten dürfte es egal sein, ob sie sich in der Kreisstadt oder im beschaulichen Kirn behandeln lassen. Hauptsache ihnen wird geholfen. Kirn liegt zentral in der Mitte – passt. Nur Mut liebe Diakonie Vorstände. Gebt Euch einen Ruck. Ein kleiner Schritt für Euch, ein großer für den Standort Kirn. So, genug phantasiert. Wohlwissend, dass über eine komplette Verlegung niemals auch nur im Ansatz nachgedacht werden wird, hört der Blog jetzt als Vorlagengeber auf. Fazit: Sehen wir es positiv und werten wir das Glas als halbvoll. Wahr ist, es geht weiter mit der erstklassigen Wirbelsäulenchirurgie in Kirn. Wahr ist aber auch, allein diese Sparte wird nicht ausreichen für eine dauerhafte Bestandsgarantie. Da muss die Diakonie noch einiges draufsatteln, vor allem in der Breite des Spektrums und in der Akutversorgung. Vielleicht hat die ja noch den berühmten Plan“B“ in der Schublade und den Willen, den dann endlich auch zu ziehen. Die Bürgerinitiative wird ein Auge darauf haben. Ganz sicher.   mehr

Geldautomat sollte gesprengt werden!

Ein an die Wand gemaltes Szenario wie aus einem martialischen Hollywood-Streifen: „Ein Polizei-Großeinsatz schreckte am frühen Sonntagmorgen Bürger in Hochstetten-Dhaun aus dem Schlaf. Gegen 3.30 Uhr gab es Sirenenalarm, weil die Feuerwehr offenbar wegen drohender Explosionsgefahr hinzugezogen wurde.“ Oh Gott, was geht ab im ansonsten so beschaulichen Dorf? War man der Apokalypse nah? Bei einer solchen Schlagzeile gefriert den Lesern ja das Blut in den Adern. Explosionsgefahr in Hochstetten-Dhaun und das mitten in der Nacht, wenn alles schläft? Was war passiert: Die Polizei konnte in der besagten Nacht gerade noch rechtzeitig die Sprengung des Geldautomaten am „Lädchen“ vereiteln. Der war offensichtlich ins Visier regionaler Täter gerückt. Durch schnelles Einschreiten, blieb jedoch die Handlung im Vorbereitungs – beziehungsweise Versuchsstadium stecken. Die auf der Flucht augenscheinlich am Tatort zurückgelassenen Gas- und Sauerstoffflaschen sowie weiteres Tatwerkzeug stellte die Polizei für einen späteren Weitertransport durch Spezialisten sicher. Alles Routine, alles Polizeiarbeit – unter dem Strich reines Fahndungs-, Ermittlungs- und Dokumentations-Puzzles, welches jetzt Stück für Stück zusammengesetzt werden muss.  

Dazu gehörte wohl auch, dass diese beiden Flaschen sicherheitshalber überprüft werden sollten, um final ausschließen zu können, dass keine konkrete Gefahr durch Entweichung eines womöglich Gasgemischs ausgehen könnte. Und wer kann das in den frühen Morgenstunden zügig gewährleisten? Die Feuerwehr! Deswegen das Sirenengeheul, deswegen der Aufruhr, deswegen die Schaulustigen und deswegen das Ausrücken zweier Wehren in Mannschaftsstärke. Warum die Leitstelle gleich Großalarm auslöste und damit den halben Ort weckte und letztlich in Angst und Schrecken versetzte, wird sicherlich Gegenstand einer internen Nachbereitung sein. Ein stiller Alarm und eine Expertenmeinung hätten sicherlich ausgereicht, um Entwarnung geben zu können. Sei`s drum, die Spezialisten kamen mit Sondersignal gleich zu Hauf, sahen, gaben sogleich Entwarnung und fuhren sofort wieder. Nachvollziehbar, denn Die Nacht ist kurz, das entstandene Schlafdefizit groß. Akute Gefahr, Fehlanzeige!!!

In der Berichterstattung danach liest sich das Geschehene viel dramatischer, als es in Wirklichkeit war. Logisch, spektakuläre Schlagzeilen erregen mehr Aufmerksamkeit. Aber mal ehrlich, geht es nicht eine Spur weniger theatralisch? Wenn man es nicht besser wüsste, hätte beim Einsaugen der Schlagworte fast der Eindruck entstehen können, der ganze Ort wäre kurz davor gewesen dem Erdboden gleichgemacht zu werden. Lasst doch bitte die Kirche im Dorf. Leider werden durch solche reißerischen Überschriften immer wieder dieselben simplen Denkmuster bedient sowie das Geschehene unnötig emotionalisiert, und was noch beklagenswerter ist, über Gebühr aufgebauscht. Wie immer halt.  An der Realität vorbei, bedient man so nur die Sensationslust einer gewissen Leserschaft. Der Zweck heiligt wohl die Mittel. Hört sich auch wesentlich spektakulärer an, wenn man Explosionsgefahr hinausposaunt, die, ordnet man die Vorkommnisse ein, zu keiner Zeit wirklich latent war. Der Boulevard lässt grüßen. Dass es auch bodenständig informativ geht, bewies der Wochenspiegel in seiner Online-Ausgabe. Der orientierte sich rein sachlich am Pressebericht der Polizei. Von Explosionsgefahr steht dort keine Silbe.

Kein Bürgertreff 2020?

Was fällt auf beim Blick in den Veranstaltungskalender der Ortsgemeinde Hochstetten-Dhaun? Richtig, der beliebte Bürgertreff ist nicht eingetragen. Was ist da los? Wurde der beim Druck vergessen? Kaum vorstellbar. Entweder er findet nicht statt oder es hat sich im Frühstadium der Jahresplanung einfach kein passender Termin gefunden. Natürlich, so wird es sein. Bestimmt wird der in Kürze im Mitteilungsblatt auftauchen. Wenn schon kein Neujahrsempfang, dann doch bitteschön ein zeitnaher Bürgertreff. Gut, die letzten beiden Male platzte das Bürgerhaus Haus „Horbach“ nicht gerade aus allen Nähten, aber gemütlich war es trotzdem. Erst den Informationen rund um die Ortsgemeinde lauschen, dann Suppe fassen aus dem großen Topf – passt. Wäre schade, wenn der „Heute-bleibt-die-Küche-kalt-Tag“, aus welchen Gründen auch immer, von der dörflichen Speisekarte verschwinden sollte.

Mitteilungsblatt

In eigener Sache

Wöchentlich flattert das Mitteilungsblatt in die Briefkästen der Haushalte von Kirn und Kirn-Land. Nicht immer! In Hochstetten war das zuletzt nicht flächendeckend der Fall. Gerade jetzt, wo das mit neuem Logo daherkommt, wurde das nicht an alle zugestellt. Woran hat es gelegen? Der Blog vermutet mal, dass es derzeit Schwierigkeiten mit der Verteilung gibt, weil die ursprünglichen Austräger ihre Packwagen für immer in die Ecke stellten. Nachvollziehbar, denn sie sollten für die gleiche Arbeit nur noch die Hälfte ihres bisherigen Lohnes bekommen. Geht’s noch! Wer die Nachfolge angetreten hat, ist dem Blog nicht bekannt. Fakt ist, im Briefkasten ist das Blatt jedenfalls nicht gelandet. Vermutlich gibt es Anfangsschwierigkeiten und nächste Woche flattern die gebündelten Informationen wieder pünktlich zum Wochenende ins Haus. Vielleicht hat ja jemand mehr Informationen über den momentanen Istzustand. Der oder die dürfen sich gerne melden, damit der Blog aufklären kann.

Satirischer Wochenrückblick 5. Januar

Es ist ein kräftiger Schluck aus der Pulle: Im abgelaufenen Jahr hat sich der Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Kirn-Land sowie Ortsbürgermeister von Hochstetten-Dhaun einige davon genehmigt. Vorsicht, wer zu gierig und zu hastig trinkt, verschluckt sich bisweilen. Nun, die Gefahr ist ja jetzt nicht mehr latent, weil sich der alte und wohl auch neue Erste Beigeordnete wieder in seine Rolle als Vertreter einordnen muss. Keine Frage, Politikern im Ehrenamt steht eine Aufwandsentschädigung zu. Das war so, das ist so und das wird wohl auch immer so bleiben. Jedoch, wenn sich auch nur im Ansatz eine Selbsbedienungsmentalität einschleicht, dann wird es anrüchig. Vereinzelte Vorstöße in diese Richtung sind immer schlecht für die politische Hygiene und dumm sind sie noch dazu. Irgendeiner petzt doch immer und somit kommen Forderungen ans Tageslicht, die man doch lieber unter der Decke gehalten hätte. mehr

Das Wort zum Sonntag

Querdenken muss erlaubt sein? Macht der Blog ständig. Der verfolgt in der Aufarbeitung seiner Themen einen völlig anderen Ansatz. Informationen liefern, die ansonsten nur kurz angerissen oder gleich ganz unter den Tisch fallen, das ist Anspruch und Motivation zugleich. Querdenker sind nicht uneingeschränkt beliebt. Sie werden kritisch beäugt und gerade beim Establishment mitunter als Unruhestifter, Außenseiter oder Abweichler charakterisiert. So ist das halt, wer nicht mit den leitenden Wölfen heult, beziehungsweise auf den eingefahrenen gedanklichen Pfaden schreitet, stößt oft auf Unverständnis oder Ablehnung. Jeder, wie es ihm beliebt! Nicht umsonst ist wohl die sprachliche Verwandtschaft von Querdenker und Querulant so nah. Kein Wunder also, dass einige wenige Menschen im Blog eher eine reine Läster-Plattform sehen und dem daher so gar nichts Gutes abgewinnen können. Andere wiederum sehen darin eine erfrischende, bisweilen sogar enthüllende Art der Nachrichtenübermittlung. Der Blog betrachtet vieles anders, reflektiert und hinterfragt. Nicht mehr und nicht weniger. Zugegeben, es geht nicht immer neutral zu und den einen oder anderen trifft die spitze Feder besonders hart, aber müssen die sich auch immer als Vorlagengeber nahezu aufdrängen? Da kann man ja nichts Anderes tun, als diese zu verwerten und einzunetzen. Kleines Wortspiel „einnetzen“ wie ins Netz stellen. Passt!

Realsatire: Das Märchen vom Ehrenamt!

„Ehrenamtlicher Hauptamtlicher“ – Schlagzeilen sind bisweilen doch sehr irreführend. Zum Abschluss des alten Jahres verpasste der Öffentliche Anzeiger dem Ersten Beigeordneten Hans Helmut Döbell diesen sympathischen Ritterschlag. Eine Charme-Offensive par excellence. Aber sowas von! Als ehrenamtlicher Hauptamtlicher führe er die Verbandsgemeinde, und das schon seit Monaten. Aufopferungsvoll, versteht sich. Merke, mit Ehrenamt verknüpft Ottonormalverbraucher immer ein Engagement ohne oder mit geringer finanzieller Aufwandsentschädigung. Ein Irrglaube, der mal aufgeklärt gehört. Unterschlagen wird geflissentlich, dass der Posten des Ersten Beigeordneten bei Amtsausübung vergütet wird – und das nicht zu knapp. mehr

Wildtiergehege Dhauner Höhe

Auf den Schnappschüssen sieht es so aus, als ob die Dhauner Höhe ein riesiges Wildtiergehe wäre. Immer wieder werden dem Blog Bilder von Rehwild zugespielt, die sich überhaupt nicht scheu auf Felder und Wiesen zeigen. Top für einen Jäger, der sich überhaupt nicht anpirschen muss, um zum Schuss zu kommen. Die Aufnahmen zeigen die Herden an verschiedenen Zeiten im Bereich Johannisberg, Karlshof und auf der Dhauner Höhe. Stellt sich weiter die Frage, warum in freier Wildbahn geborene und aufgewachsenes eher scheues Wild, sich wie selbstverständlich nahe an Menschen herantraut? Als ob es das normalste von der Welt wäre. Finde den Fehler? Hochstetten-Dhaun, ein einziges harmonisches Wildtiergehege gemäß dem Vorbild Kempfeld oder Rheinböllen? Wohl eher nicht. Eine Erklärung könnte sein, dass die Tiere, aus welchen Gründen auch immer, Menschen gewöhnt sein könnten, weil sie vielleicht nicht immer in der freien Wildbahn ihr Dasein fristeten? Sei‘s drum, warum sich darüber auch den Kopf zerbrechen und spekulieren. Hauptsache es gibt gute bunte Bilder. Und die sind echt gelungen und daher eine Veröffentlichung allemal wert. Falls irgendwo bei irgendwem noch weitere Schnappschüsse mit kleinen Geschichtchen auf Computern oder Handys abgelegt sind, nur her damit. Der Blog hat Platz. Reichlich!    

Silvesterumtrunk

Und schon wieder ist ein Jahr vorbei. „Viel zu schnell“, wie viele Besucher beim traditionellen Silvesterumtrunk auf dem Marktplatz im Herzen der Stadt in zahlreichen Gesprächen in kleinen oder großen Gruppen feststellen mussten. Der platzte zeitweise aus allen Nähten, als man auf Einladung der Stadt Kirn und der Gewerbeinitiative „Kirn aktiv“ bei angenehmen Wetterbedingungen die vergangenen 12 Monate auseinandernahm, über private und gesellschaftliche Höhepunkte diskutierte oder an traurige Gegebenheiten erinnerte. Die Bilanz fiel zumeist sehr gut aus. Es ist ein guter Brauch, sich am letzten Abend auf dem Marktplatz zusammenzufinden. Gastgeber und Gäste waren gut gelaunt. Immer, wenn der Glühwein im Topf brodelt, verfrühte Böller die Ruhe durchbrechen, die Musik erklingt und zu guter Letzt der mit 2000 Gewinnkarten vollgepackte Betonmischer sich dreht, dann weiß auch der Letzte, dass das alte Jahr in den letzten Zügen hängt. Apropos Weihnachtsgewinnspiel. Der 1. Preis aus dem Weihnachtsgewinnspiel – 1000 Euro zum Shoppen – ging an Monika Baumann aus Idar-Oberstein, 500 Euro an Waltraud Pöhlmann (Kirn), 250 Euro an Udo Allmann (Kirn). Für jeweils 50 Euro können Sabine Lauf, Susanne Böres, Bernd Rothenberger, Niklas Horbach, Antje Fritz und Helma Zerfaß-Wildberger shoppen gehen.

Prosit Neujahr

Na, alle gut gerutscht? Bestimmt! Frohes Neues Jahr! Der Blog wünscht allen menschen da Draußen einen guten Start, dass alle guten Vorsätze den momentanen Kater überdauern mögen! Viel Zufriedenheit und viel Gesundheit, mehr braucht es ohnehin nicht. Alles andere kommt von selbst. Ein Glücksschweinchen, in Form eines Heißluftballons,, schwebte in dieser Woche schon über Hochstetten-Dhaun hinweg. Wenn das mal keine Symbolkraft ausstrahlt.

Sechster Preisträger: Der Blog-Pfosten in der Hinhalte-Edition geht an Dag Stein-Herzberger

Man stelle sich vor die „heute-show“ würde heruntergebrochen auf das Kirner Land. Reine Satire an der Nahe, das wäre es doch! Die Themen gingen auch in unserer ländlich geprägten Region sicherlich nicht aus. In dem bundesweit beliebten Format, werden am Ende des Jahres immer die goldenen Vollpfosten für die Aufreger des Jahres feierlich an Menschen und Institutionen verliehen. Inspiriert davon vergibt der Blog nacheinander einen „Blog-Pfosten“ als Würdigung für besondere Taten und Leistungen. Das passt! Im Gegensatz zur heute-show“ soll der sowohl negative, als auch positive Geschehnisse, die sich im Laufe des nunmehr endenden Jahres ereigneten, gebührend würdigen. Sinnbildlich! Nun der sechste Preisträger: Weil er mittlerweile knapp fünf Jahre das Schulhaus wie ein Dornröschen-Schloss vor sich hin verwildern lässt, anstatt es wie angekündigt, baulich umzuwidmen, geht der goldene „Blog-Pfosten“ in der „Hinhalte-Edition“, mit eingebauter Maurerkelle, an den Investor Dag Stein-Herzberger. Er führt die Ortsgemeinde am Nasenring durch die Manege und vertröstet die ein ums andere Mal. Prognostiziert wird auch kein Baustart in 2020, 2021, 2022, 2023…. Unendliche Geschichte Grundschule, außer Unkraut wird hier so schnell nichts wachsen. Wetten? Mittlerweile ist der Privatinvestor von seiner ursprünglichen Idee, nämlich rund um die Schule ein Mehrgenerationenprojekt mit über 20 Wohneinheiten zu installieren, längst abgerückt. Stattdessen wird laut über Betreutes Wohnen nachgedacht. Nur wann? Dabei herrschte in 2015 große Euphorie, als Finanzministerin Doris Ahnen (SPD) die Siegerentwürfe der Architekten in einem würdigen Rahmen im Bürgerhaus „Haus Horbach“ ehrte. Passiert ist nichts! Den Blog-Pfosten hat sich der Investor mehr als verdient. mehr

Worte zum Jahreswechsel

Adieu 2019, willkommen 2020. Man, man, man, ist das Jahr schnell vorbeigehuscht. Wie im Fluge sozusagen. Es war ein spannendes und interessantes Jahr, wie ich finde. Auf dem politischen Parkett hat sich einiges getan. War ja mal richtig was los im Kirner Land. Und auch auf gesellschaftlicher Ebene hat sich so einiges entwickelt. Soll mal noch einer sagen, es wäre nichts los am letzten Zipfel des Landkreises. Kurzum, 2019 war bei weitem kein Langweiler. Was bringt uns 2020? Nun, gefühlt wird es genauso schnell vorüberziehen wie 2019 und die Jahre davor. Erschreckend, an so einem Jährchen ist ja auch nix dran. Einige Highlights stehen schon fest. Es wird mal wieder gewählt. Ein neuer Bürgermeister für Kirn muss her. Es wird weiter gebaut werden und die Feierlaune zu bestimmten Anlässen dürfte auch garantiert sein. Werden es die rundum goldenen 20er-Jahre? Wir werden sehen. Wird das Krankenhaus das kommende Jahrzehnt überstehen? Diesbezüglich eine Prognose zu treffen ist unmöglich. Jedenfalls wird das Thema auch den Blog in 2020 beschäftigen. Gerüchteweise wechseln schon einige Mitarbeiter den Arbeitsplatz. In weiser Voraussicht oder wissen Einzelne schon mehr? Auch darauf wird der Blog ein waches Auge haben. Ein spannendes und ereignisreiches Jahr steht uns bevor. Mögen alle gut hineinrutschen. Der Blog wünscht allen Lesern ein zufriedenes und gesundes neues Jahr. Genießt den Silvesterumtrunk und trinkt einen für mich mit. Prosit!

Wappensaal jetzt online

„Herzlich Willkommen auf der Webseite der Eventlocation Wappensaal-Dhaun! Ihre Eventlocation an der Nahe! Erleben Sie geruhsame, erholsame Stunden und Ferientage bei uns im Naheland…“ – die Homepage von Inhaber Marco Fritz weckt schon nach den ersten beiden Sätzen Interesse. Dazu passende Bilder, die eine Plattform abrunden, die augenscheinlich noch wachsen soll. Top! Der Start im Netz verläuft jedenfalls vielversprechend. Wichtig, alle Infos zum neuen Dhauner Hotspot inklusive Erreichbarkeiten sind schon abgebildet. So auch das Prozedere hinsichtlich Buchung und Planung von Events, Tagungen, Workshops, Firmen- und Weihnachtsfeiern, Kommunionen und Konfirmationen, Produktpräsentationen sowie alles Wichtige über die Fremdenzimmer. Klicken Sie unter www.wappensaal-dhaun.de. mal rein. Der Link ist auf www.hochstetten-dhaun.info abgelegt. Wünschen wir dem erfahrenen Musiker viel Glück und drücken ihm dazu fest die Daumen. Keine Frage, der wird den Wappensaal sicherlich neues Leben einhauchen. Gut für Dhaun und gut für Besucher. Sein langfristiges Konzept sieht vor, die Räumlichkeiten das ganze Jahr über zu vermarkten. Das ganze Programm von Buchungsmöglichkeiten ist nunmehr zu Füßen des Schlosses möglich. Man darf gespannt sein, was Fritz noch alles an Ideen auf der Pfanne hat, vor allem die Terrasse betreffend. Schauen wir mal.

Traumschiff „Surprise“

Wir schreiben das Jahr 2020: Die Ära von Bürgermeister Martin Kilian ist zu Ende. Der Mann ist Geschichte! Eine politische Katastrophe steht bevor – gäbe es da nicht schon zwei Bewerber auf den Chefposten. Das Traumschiff „Surprise“ oder „OG-Kirn“ – wie es Michael Müller satirisch dargestellt, kreuzt gemäß Comicbildchen schon auf dem Hahnenbach auf Stimmensuche hin und her. Christa (Götterbotin) Hermes oder Frank (Emsix) Ensminger, wer von beiden wird Kapitän auf der Brücke? Ohne Zweifel, es braucht einen erfahren und vor allem krisenerprobten Chef am Ruder. Das Fahrwasser ist unruhig und die Passage rund um „Kap-Kirn“ eine Fahrt ins Ungewisse. Obendrein zieht die Bord-Mannschaft nicht durchweg an einem Strang, was den alten Seebären Kilian schließlich vor seiner Zeit von Bord gehen ließ. Wer verlässt umgangssprachlich noch das sinkende Schiff? Egal!

Echte Meuterer zählt die momentane Crew in ihren Reihen. Zusammengefasst, alles andere als gute Vorzeichen, um auf dem Traumschiff „Surprise“ als Chef unbedingt anheuern zu wollen. Keine Frage, in ihren schmucken weißen Uniformen sehen beide bisher bekannten Bewerber ganz adrett aus. Aber gutes Aussehen alleine reicht bei weitem nicht aus. Wer von den beiden übernimmt das Ruder? Oder springt noch ein dritter externer Kandidat wie Kai aus der Kiste. Immerhin gibt es, neben viel Ärger, eine kleine Heuer. Schwer vorherzusagen, ob die SPD noch aus den Puschen kommt. Würde sie wahrscheinlich auch liebendgerne, kann sie aber nicht, weil deren Seeleute augenscheinlich auf Schiffsjungen-Niveau verharren. Verflixt, sie sind alle weder hochseetauglich, noch geeignet das Steuerrad in die Hand nehmen zu können. Irgendwie alles „nur“ Ruderer, die es aber ja auch braucht. Und auch die Freien Wähler wollen die Brücke erst gar nicht erobern. Die bleiben lieber an Land zurück und beobachten die Geschehnisse vom festen Boden aus. 

Das Wort zum Sonntag

Landrätin Bettina Dickes ist an Heiligabend in die Rolle des Christkindes geschlüpft und hat das Kirner Krankenhaus besucht. Und? Es ist ja schön und lobenswert, wenn die Kreis-Chefin sich Jahr für Jahr am wackeligen Standort blicken lässt, um kleine Geschenke zu verteilen. Keine Frage, Personal- und Patienten an Feiertagen zu besuchen ist aller Ehren wert, aber muss das dann immer sofort zum öffentlichen Ereignis werden? Warum nicht mal in aller Stille von Bett zu Bett sowie Büro zu Büro gehen, um Zeit- und Gehör zu schenken? Mut machen und gleichzeitig Dank ausdrücken ohne Tamtam und bunten Bildchen – da wäre mal eine Botschaft in XXL-Weihnachts-Format. Doch leider sehen solche Gesten die Politiker-Handbücher nicht vor. Nein, jeder soll und muss es mitbekommen. Posten am gleichen Tag und Bericht in der Zeitung etwas später – ohne Öffentlichkeit herzustellen geht es scheinbar heutzutage nix mehr. „Seht her, ich besuche das Kirner Krankenhaus und das am Heiligabend!“ Liebe Frau Dickes, es ist nicht ihr Gastspiel, das an dieser Stelle getadelt wird. Im Gegenteil! Vielmehr sind es die immer gleichen Inszenierungen bei diesen und ähnlichen Anlässen, die zwangsläufig damit einhergehen. Klar, Klappern gehört gerade bei Politikern zum Handwerk, aber muss es denn immer so laut sein? Spätestens dann, wenn fortwährend Kameras gezückt werden, verkommen derartige Besuche zur reinen Show. Weniger ist mehr! Wäre doch ein guter Vorsatz für 2020?

Der Aufsteiger des Jahres

Lucky-TJ, wie ihn Michael Müller sieht. Immer im Galopp in die richtige Richtung!!!

Ohne Zweifel, Thomas Jung ist der Aufsteiger des Jahres. In nur einem Wahlgang von null auf hundert durch die Decke – das soll dem Cowboy von der Höhe erst einmal einer nachmachen. Auf „Lucky TJ“ ruhen die Hoffnungen des Kirner Landes. „Lass es rocken, aber sowas von!“ Der „Nobody“ im großen politischen Haifischbecken hat den VG-Chefsessel im ersten Wahlgang erobert, und das, ohne Parteibuch, aber daür mit Esprit. Hut ab vor einer Leistung, die ihm so schnell keiner nachmachen wird können und die ihn auch einiges an Körnern gekostet haben dürfte. Rund um die Uhr im Wahlkampf-Modus zu sein, ist selbst für einen durchtrainierten und kampferprobten Schutzmann, der nicht nur schneller schießt, sondern auch schneller wählt als sein Schatten, eine Mammutaufgabe. Merke, wer Herzblut und Leidenschaft investiert und fokussiert auf ein selbstgestecktes Ziel hinarbeitet, der wird am Ende auch belohnt. Und wie! Belohnt wird vor allem das Kirner Land. Das darf sich auf einen Bürgermeister freuen, der allen Menschen immer auf Augenhöhe begegnet. Zum Jahresende nochmals Glückwunsch an Thomas Jung. Möge er Familie und Beruf in Harmonie unter einen Hut bringen. Keine leichte Aufgabe, denn ein Bürgermeister ist bekanntlich immer im Dienst! Der hat nie Feierabend! Und möge er bei allen seinen Entscheidungen ein glückliches Händchen beweisen und möge er, wie in seinem Helden-Comic, immer fest im Sattel sitzen und sich nicht vergaloppieren. Gut, auf Jolly Jumper wird er nicht über die Prärien des Kirner Landes reiten, aber sein Liedchen kann er hinter dem Steuer durchaus laut oder leise vor sich hin trällern: „I’m a poor lonesome cowboy, I’m a long way from home….

Was verrät die Glaskugel über Hochstetten-Dhaun

Gibt es schon jetzt eine Antwort auf die wirklich wichtigen Fragen? Wüssten wir nicht alle liebend gerne, was das neue Jahr so alles an Überraschungen parat hält? Gummibärchen-Orakel, Kaffeesatzleser und Kartenleger – sie alle wagen jetzt eine Prognose. Gemeinsam hat die komplette Branche den Blick auf das Kirner Land gerichtet. Und wie! SWR3 hat für die vage Vorhersehung erneut sein „Nuschel-Orakel“ als Sprecher zur Verfügung gestellt. Schon im letzten Jahr hat das so einiges richtig vorhergesagt. Und wie schaut es heuer aus? Grob analysiert nuschelt das ein grobes „Weiter so“. Vieles bleibt im Unklaren. Ach ja, wirres Zeugs ist auch dabei. Der Blog hatte schon im ersten Teil über das Kirner Land einiges von dem Geschwätz zusammengefasst und gefiltert. Speziell zu Hochstetten-Dhaun gibt es auch Erkenntnisse aus der Glaskugel.

Blog: Was fällt auf beim ersten Blick auf Hochstetten-Dhaun?

Nuschel-Orakel: „Ui jui jui jui, au au au au.“ – Fastnacht ist da beherrschende Thema in den ersten beiden Monaten. Die gemeinsame Kampagne der Ortsvereine erfährt ihre Neuauflage. Angriffsziele gäbe es zu Genüge. Inwieweit die allerdings in der Bütt durch den Kakao gezogen werden, ist eher unwahrscheinlich. Passt eben nicht ins Main-Stream auf Narrenart aufzubegehren. Ansonsten wäre in Sachen Veranstaltung noch die Kerb im Sommer zu erwähnen. Zumindest das Wetter passt. Wie immer halt am ersten Augustwochenende. Ansonsten offenbart der Veranstaltungskalender nur das Übliche. Darüber hinaus nicht viel Spannendes.

Blog: Hey, was ist mit dem Romantischen Gartenfest?

Nuschel-Orakel: Nun, das organisiert und veranstaltet ja die Verbandsgemeinde. Da ist die Ortsgemeinde eher in Sachen Zuarbeit gefragt. Eigentlich ist es ja das Baby von Bea Schöll. Sie ist Ideengeberin, knüpft die Kontakte und sorgt für das Niveau. Die Verbandsgemeinde flankiert und kassiert, und das nicht zu knapp. Bleibt immer ein hübsches Sümmchen hängen. Wie üppig, bleibt größtenteils unter dem Teppich. Muss ja nicht jeder wissen. mehr

Fünfter Preisträger: Der Blog-Pfosten in der Trostspender-Edition geht an Oliver Kohl!

Man stelle sich vor die „heute-show“ würde heruntergebrochen auf das Kirner Land. Reine Satire an der Nahe, das wäre es doch! Die Themen gingen auch in unserer ländlich geprägten Region sicherlich nicht aus. In dem bundesweit beliebten Format, werden am Ende des Jahres immer die goldenen Vollpfosten für die Aufreger des Jahres feierlich an Menschen und Institutionen verliehen. Inspiriert davon vergibt der Blog nacheinander einen „Blog-Pfosten“ als Würdigung für besondere Taten und Leistungen. Das passt! Im Gegensatz zur heute-show“ soll der sowohl negative, als auch positive Geschehnisse, die sich im Laufe des nunmehr endenden Jahres ereigneten, gebührend würdigen. Sinnbildlich! Nun der fünfte Preisträger: Weil er sich selbstlos für seine Partei opferte, als kein anderer wollte, verleiht der Blog den goldenen „Blog-Pfosten“ an Oliver Kohl. Er war so etwas wie die tragischste Figur des SPD-Wahldesasters. Einen ihrer Besten und aussichtsreichen Kommunalpolitiker haben die Genossen regelrecht verheizt. Zweifelhaft, ob der eloquente und souveräne Mann aus Hennweiler sich politisch von dieser unerwartet deftigen Klatsche je wieder erholen wird können. Wahrscheinlich wird er auch keine Auferstehung bei kommenden Wahlen anstreben. Kohl ist notgedrungen auf den Bürgermeister-Zug aufgesprungen, als ein anderer externer SPD-Lokführer aus der Meisenheimer Ecke absagte. Er wird seine persönlichen Lehren aus dem Ergebnis gezogen haben.

Veranstaltungskalender

Die Termine 2020 sind unter dem Menü Hochstetten-Dhaun und dann Veranstaltungskalender eingestellt. Entnommen wurden die eins zu eins aus dem Mitteilungsblatt. Gut, dass es die Senioren 55+ gibt. Ohne deren Termine, wäre der Veranstaltungskalender nur halb so gefüllt. Gut auch, dass auf Veranstaltungsebene Hochstetten-Dhaun nicht im Entferntesten an Simmertal heranreicht. Der zeitliche Aufwand, diesen dann abzubilden, wäre um ein Vielfaches höher gewesen. mehr

Kurz auf das Jahr 2019 zurückgeschaut

Die Arztpraxis-Affäre, Kommunalwahlen, Baustellen, das Parkhaus oder das Krankenhaus – das vergangenen Jahr lieferte reichlich Gesprächsstoff. Der Blog hatte so einiges aufzuarbeiten. Zusammengefasst hier nochmals die am meisten geklickten Beiträge. So manche Themen werden uns sicherlich auch im kommenden Jahr beschäftigen. Gut oder weniger gut – das Urteil muss jeder für sich selbst treffen. Über die Jahreswende dick und fett im Fokus die Arztpraxis-Affäre in Hochstetten-Dhaun. Obwohl durchgekaut bis zum Exzess, lässt die einen auch noch ein Jahr nach dem Umzug noch fassungslos zurück. Bisher 12 Monate satte Miete im fünfstelligen Bereich ohne Gegenleistung in Form von Renovierung leisten zu müssen, muss gefühlt so etwas wie ein Sechser im Lotto für den Eigentümer aus der Bürgermeister-Familie sein. Und die Quelle sprudelt munter weiter. Ob der Arzt selbst auch als Gewinn bezeichnet werden kann? In den Fokus rückte der nach dem offenen Brief von Stefanie Assmann, die darin Umgang- und Behandlungsmethoden im Umgang mit ihrer kranken Mama anprangerte (3000 Klicks an einem Tag). In einigen Artikeln wurden vom Blog immer wieder dieselben simplen Denkmuster bedient und das Geschehene bewusst aufgebauscht. Etwa bei den Beiträgen die politischen Ebenen betreffend. Man, was war das aber auch für ein Super-Wahljahr? Hans Helmut Döbell bekam mit nur 60 Prozent einen Denkzettel verpasst, darf aber dennoch weitermachen. Außenseiter Thomas Jung startete von null auf einhundert und tauscht ab Januar symbolisch Polizei-Uniform gegen schicken Verbandsgemeinde-Bürgermeister-Anzug. Was war das für ein Wahlabend. SPD-Kandidat Oliver Kohl fiel gnadenlos durch. Der Blog veröffentlichte mit als erstes das Endergebnis (3800 Klicks). Am Puls der zeit eben! Martin Kilian hingegen hängt eben seine Arbeitskleidung für immer in den Schrank. Der zieht es vor in Rente zu gehen. Nicht weil er es muss, sondern weil er es will und weil er es kann. Haben ihm Parkhaus- und andere Reiz-Themen die Lust am Regieren genommen? Die Frage kann er nur selbst beantworten. Was gab es noch für Aufreger und Highlights in 2019? Das Gartenfest in Dhaun schrieb seine Erfolgsgeschichte fort. Viele Besucher und sattes Plus? Man wird sehen. Die Ortsumfahrung Hochstetten nimmt weiter Konturen an. Nicht schön, aber wenn es denn hilft für Verkehrsentlastung zu sorgen, dann bitteschön. Unnötig sind und bleiben die vielen kleinen unerledigten Angelegenheiten im Dorf. Angefangen bei Straßen- und Hinweisschildern über Bänke- und Ruheplätze bis hin zu Straßen- und Gehwegschäden, Spielplätzen, Geländern oder Mauern (Friedhöfe) – vieles liegt im Argen. Leider hat die Ortsgemeinde noch immer kein Gespür dafür entwickelt, wo es klemmt. Ob sich daran 2020 etwas ändert? Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Frohe Weihnachten

„O Tannenbaum, o Tannenbaum, wie grün sind deine Blätter! Du grünst nicht nur zur Sommerzeit, nein, auch im Winter, wenn es schneit…“ – Nun, den Schnee müssen wir uns denken. Wie schon so oft an Heiligabend. Der Blog www.hochstetten-dhaun.info wünscht allen Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Möge 2020 ein gutes und erfülltes Jahr, mit vielen Geschichten und Geschichtchen, werden.

Weihnachtsbotschaft


Weihnachten, oh wie wunderbar,
Da bring ich ein paar Verslein dar.
Der Blog ist oftmals richtig böse,
poltert das ganze Jahr mit viel Getöse.
doch an Heiligabend ist der ganz lieb,
sonst setzt es einen gewaltigen Hieb.
Weil, Knecht Ruprecht, der alte Gesell,
schwingt die Rute immer ganz schnell.
Keine Seitenhiebe unterm Tannenbaum,
das Geschwätz hält der bis Neujahr im Zaum.
Im neuen Jahr, gibt es Gelegenheiten zu Hauf,
dann haut der Blog wieder satirisch „böse“ drauf.
Frohe Weihnachten mit einem dreifach Ho, ho, ho,
wünscht von Herzen www.hochstetten-dhaun.info.

Jede Medaille hat zwei Seiten

„Ich bin ein Kirner“ – der scheidende Bürgermeister Martin Kilian hat bei seiner Verabschiedung aus seinem Herzen keine Mördergrube gemacht. Stehende Ovationen und Lobeshymnen – zusammengefasst eine Dramaturgie, die sicherlich dem einen oder anderen auf die Tränendrüse gedrückt haben dürfte. Ehre wem Ehre gebührt. Keine Frage, der Verwaltungsexperte war der richtige Mann am richtigen Platz. Über fünf Jahre hinweg hat er den Moderator im Rathaus gegeben. Dafür bekam er viele Schulterklopfer. Zurecht! Er war stets mit Herzblut Bürgermeister. Was viele aber vergessen, sich für die Stadt aufzuopfern war nix anderes als sein Job. Und der wurde mit Besoldungsgruppe A 15 fürstlich entlohnt. Vom Beruf in die Rente: Dass er den nahtlosen Übergang mit nur 60 Lebensjahren – knapp drei Jahre vor dem offiziellen Ende seiner Amtszeit – so elegant hinzulegen vermochte, kommt quasi als Bonus obendrauf. Die Gesetzeslage erlaubt ihm eben den vorzeitigen Ausstieg ohne finanzielle Einbußen. Andere Berufsgruppen sind da bei weitem nicht so privilegiert. Wahr ist, Kilian war ein geachteter und beliebter Vertreter seiner Zunft. mehr

Verschobener Weihnachtsmarkt

Weihnachtsmärkte werden mittlerweile allerorten angeboten, aber nicht immer strahlen die Veranstaltungen auch eine besinnliche Atmosphäre aus, geschweige denn versprühen so etwas wie heimeligen Charme. Dafür braucht es nämlich weitaus mehr als nur ein paar Buden im Halbkreis und ein ab und zu Bühnenprogramm. Feiernde Menschen, die sich an den Buden drängen, machen den Unterschied. Der Romantische Weihnachtsmarkt am Autohaus in Hochstetten-Dhaun am vierten Advent war nicht durchweg mit Wetterglück gesegnet. Vor allem der vierte Advent brachte Wind und Regen. Dennoch, herrschte bisweilen Hochbetrieb auf dem Gelände. Auf die Stammkunden ist halt Verlass. Konzept, Atmosphäre und Bühnenprogramm stimmen halt. Darüber hinaus lockte auch das sonstige Angebot: An unzähligen Ständen wurden leckere Köstlichkeiten wie Likör, Waffeln und Plätzchen angeboten. Handgefertigte Geschenke aus verschiedenen Werkstätten standen ebenso in den Regalen und Auslagen wie ausgefallene Geschenkideen. Und auch die Verpflegung stimmte. Da gab es all das, was das Herz begehrt. Dass regenbedingt am Abschlusstag früh Schluss war – geschenkt.  Die Essenstände waren eh leergegessen.

Das Wort zum Sonntag

Jetzt ist er da, der Veranstaltungskalender für 2020. Was man so an Informationen dem Mitteilungsblatt entnehmen kann, gleicht dem aus dem noch laufenden Jahr nahezu aufs Auge. Einige Termine sind weggefallen, dafür andere hinzugekommen. Auf Festebene kann man wohl von einem erfolgreichen Verlauf in 2019 sprechen. Es gab ja auch einiges zu feiern. Einer der Höhepunkte war sicherlich die gemeinsame Neubelebung der Fastnachtskampagne aller Vereine. Die kam im Dorf an. Nicht am Start war das groß angekündigte Ortsteil-Hopping. Was nicht ist, kann ja noch werden. 2020 jedoch nicht, denn da ist die Veranstaltung nicht terminiert. Apropos Termine. Die werden in Kürze unter dem Menü Veranstaltungskalender eingestellt werden.

Satirischer Wochenrückblick 21. Dezember

Über Weihnachtsgeschenke aus Mainz, Kirner Einfluss im VG-Rat, Über Beigeordneten-Geschacher, Wundertüte geheime Wahlen, Still ruht der See und eine kleine Zeitungsschelte…

„Ja, ist denn schon wieder Weihnachten?“ Rechtzeitig vor dem Fest der Feste hat die Landesregierung das Füllhorn über das Kirner Land ausgeschüttet. Und wie! In die Rolle des Christkindes schlüpfte die Innenstaatssekretärin Nicole Steingaß (SPD). Gleich zwei Schecks hatte sie an die Bürgermeister Martin Kilian (Kirn) und Michael Schmidt (Hennweiler) für städtebauliche Zwecke zu übergeben. Nun hätte man die symbolischen Schecks, genauer formuliert die Zusagen für die jeweiligen Beträge, mündlich am Telefon bestätigen oder mit der Post schicken können, aber dann wäre der öffentliche Show-Auftritt mit Tamtam, Pressefoto, Händeschütteln und roter Mappe futsch gewesen. Politiker, insbesondere die in Verantwortung im fernen Mainz, sonnen sich halt gerne bei solchen Anlässen und fahren dafür auch mal durchs Ländle. Wen juckt schon der ökologische Fußabdruck. „Schaut her, was wir für Euch alles Gutes tun,“ schallte die Botschaft ins Kirner Land hinaus. Weiter: „Jeder soll wissen, dass die Landesregierung an der Seite der Menschen steht.“ Stets im Hinterkopf der Überbringer ist ein nicht zu unterschätzender Werbe-Faktor für kommende Wahlen. Fällt der mündige Bürger darauf wirklich herein? Wohl kaum! Eher die kommunalen Politiker-Größen, die gute Miene zum bösen Spiel machen und sich in Demut artig bedanken. Müssen sie auch, denn sie wollen ja auch, dass man ihnen bei zukünftigen Anträgen ebenso wohlgesonnen ist. Ohne Zuschüsse läuft halt nichts. Die Abhängigkeit lassen sich die Mainzer Entscheider halt mit inszenierten Show-Auftritten bei Scheckübergaben inklusive bunten Pressebildchen bezahlen.  Eine schier Endlos-Spirale. mehr

Der Blog fragte das Orakel: Wie wird das Jahr 2020?

Erster Teil des Interviews

Gibt es schon jetzt eine Antwort auf die wirklich wichtigen Fragen? Wüssten wir nicht alle liebend gerne, was das neue Jahr so alles an Überraschungen parat hält? Gummibärchen-Orakel, Kaffeesatzleser und Kartenleger – sie alle wagen jetzt eine Prognose. Gemeinsam hat die komplette Branche den Blick auf das Kirner Land gerichtet. Und wie! SWR3 hat für die vage Vorhersehung erneut sein „Nuschel-Orakel“ als Sprecher zur Verfügung gestellt. Schon im letzten Jahr hat das so einiges richtig vorhergesagt. Und wie schaut es heuer aus? Grob analysiert nuschelt das ein grobes „Weiter so“. Vieles bleibt im Unklaren. Ach ja, wirres Zeugs ist auch dabei. Der Blog hat einiges von dem Geschwätz zusammengefasst und gefiltert:

Blog: Liebes Nuschel-Orakel, kurz und knapp was erwartet uns 2020?

Nuschel-Orakel: Boah, stör jetzt nicht! Wen interessiert schon was hier bei Euch im letzten Winkel des Landes abgeht?

Blog: Hallo, geht’s noch? die Menschen hier fühlen sich wohl in Mutter Natur und hätten schon gerne gewusst, was Du so siehst,

Nuschel-Orakel: Hopp dann, wenn es denn sein muss! Der Januar geht politisch mal gleich in die Vollen. Hans-Helmut Döbell (SPD) wird Erster Beigeordneter und straft mit seiner Wahl mal gleich alle seine Kritiker, die ihn am liebsten zum Teufel scheren möchten. Helmut Hein (FWG) wird sein Vertreter und Cornelia Dhonau-Wehner (CDU) die Vertreterin vom Vertreter. Um die drei Personalien vorherzusagen zu können, braucht es fürwahr kein gut ausgebildetes Orakel. Weiß doch eh schon jeder. Paukenschlag dagegen bei den Bürgermeister-Wahlen im März in Kirn. Der Frank Ensminger setzt sich durch. Er genießt halt die meiste Sympathie in der Lederstadt. Knapp 60 Prozent bekommt der im ersten und einzigen Wahlgang. Es wird also nix mit der „Dämlichkeit“. Trost für Christa Hermes. Sie bleibt ja Erste Beigeordnete für die CDU. Die Wahlbeteiligung ist mittelmäßig und mittelmäßig fällt auch die Aufwandsentschädigung für den durch und durch Kirner Buben aus. Ob der sich mit dem Amt einen Gefallen getan hat? Wenn ich es richtig sehe, bereut er schon im Sommer, den Hut in den Ring geworfen zu haben. mehr

Vierter Preisträger: Der „Blog-Pfosten“ in der Vermieter-Edition geht an Hans Helmut Döbell!

Man stelle sich vor die „heute-show“ würde heruntergebrochen auf das Kirner Land. Reine Satire an der Nahe, das wäre es doch! Die Themen gingen auch in unserer ländlich geprägten Region sicherlich nicht aus. In dem bundesweit beliebten Format, werden am Ende des Jahres immer die goldenen Vollpfosten für die Aufreger des Jahres feierlich an Menschen und Institutionen verliehen. Inspiriert davon vergibt der Blog nacheinander einen „Blog-Pfosten“ als Würdigung für besondere Taten und Leistungen. Das passt! Im Gegensatz zur heute-show“ soll der sowohl negative, als auch positive Geschehnisse, die sich im Laufe des nunmehr endenden Jahres ereigneten, gebührend würdigen. Sinnbildlich! Nun der vierte Preisträger: Für besondere Scharfsinnigkeit und Weitblick in der Kategorie „Wer zahlt die Renovierung meines leerstehenden Gebäudes und welcher Mieter verspricht mir den auf Jahrzehnte hin höchsten Ertrag“ verleiht der Blog den tiefschwarzen Negativ-Blog-Pfosten in der Vermieter-Edition mit eingearbeiteten Mietvertrag und Schlüsselanhänger an Ortsbürgermeister Hans-Helmut Döbell. Trotz aller geäußerten „Vetternwirtschaft-Bedenken“ des Steuerzahlerbundes, auch und vor allem hinsichtlich eines Interessenkonfliktes, hat der Ortschef von Hochstetten-Dhaun mit geschicktem Kalkül und Macht sein Vorhaben vorangetrieben, eine von den Steuerzahlern finanzierte Arztpraxis im Gebäude seines Sohnes zu etablieren, und dies, ohne gravierenden bleibenden persönlichen Image-Schaden zu nehmen. Im Gegenteil. Ihm winkt sogar wieder der Posten des Ersten Beigeordneten bei der neuen Verbandsgemeinde Kirner Land. Das muss man erstmal so hinbekommen. Für diese Cleverness und Abgebrühtheit gebührt ihm allergrößter Respekt. Den symbolischen Blog-Pfosten hat er sich mehr als verdient. mehr

Kreishaushalt und Krankenhaus

Angesichts der veröffentlichten Haushalts-Zahlen kann einem Angst und Bange werden! Man stelle sich vor, der Landkreis Bad Kreuznach wäre ein Privatunternehmen. Der hätte sich längst der Insolvenzverschleppung strafbar gemacht und die politisch handelnden Personen wären vor Jahren schon abgeurteilt worden und säßen hinter schwedischen Gardinen im Bollesje. Von den Bilanzen her geurteilt ist der Landkreis pleite! Aber sowas von! Nun gehen ja Kommunen, Kreise oder Länder niemals so richtig Bankrott. Von daher dürfen alle Beteiligten immer so weiterwurschteln. Unter Aufsicht, versteht sich! Bis zum Sankt Nimmerleinstag, wann immer der auch kommen möge. Was sollen sie auch anderes machen? Notwendige Investitionen müssen halt gestemmt werden. Grundsätzlich steckt der Landkreis in einer finanziellen Abwärtsspirale fest. Blöd, es gibt keinen Ausgang. Man stelle sich nur vor, zu allem Überfluss würde den Kreis jetzt auch noch das Unheil Krankenhaus-Trägerschaft ereilen. Das ist gar nicht so abwegig, weil die Diakonie in Kirn jederzeit den Bettel hinschmeißen könnte. Dann müsste der Kreis einspringen. Und der kann nicht Krankenhaus. Daher schrillen da auch schon seit Wochen und Monaten alle Alarmglocken. Zur Erinnerung: Kirn hat vom Land Rheinland-Pfalz die Bestandsgarantie mit oder ohne die Diakonie ausgesprochen bekommen. Der Kreis ist gewarnt und das spürt man. Der packt die Diakonie in Watte und ist sicherlich zu weiteren Zugeständnissen, als die ohnehin schon gegebenen, bereit. Hauptsache der Kelch geht am Kreishaus vorbei. Und die wird die Diakonie sicherlich auch monetär noch einfordern, sollte man sich konzeptionell dazu durchringen können, den Erhalt des Kirner Krankenhauses dauerhaft zu sichern. Keine Frage, die Diakonie ist in einer mehr als soliden Verhandlungsposition. Ob die kirchliche Einrichtung das überhaupt auszuspielen weiß?

Dritter Preisträger: Der Blog-Pfosten in der Parkuhr-Edition geht gleichsam an SPD und FWG!

Man stelle sich vor die „heute-show“ würde heruntergebrochen auf das Kirner Land. Reine Satire an der Nahe, das wäre es doch! Die Themen gingen auch in unserer ländlich geprägten Region sicherlich nicht aus. In dem bundesweit beliebten Format, werden am Ende des Jahres immer die goldenen Vollpfosten für die Aufreger des Jahres feierlich an Menschen und Institutionen verliehen. Inspiriert davon vergibt der Blog nacheinander einen „Blog-Pfosten“ als Würdigung für besondere Taten und Leistungen. Das passt! Im Gegensatz zur heute-show“ soll der sowohl negative, als auch positive Geschehnisse, die sich im Laufe des nunmehr endenden Jahres ereigneten, gebührend würdigen. Sinnbildlich! Nun der dritte Preisträger: „Für das unbedingte Festhalten an einem Parkhaus was es nach gesunden Menschenverstand absolut nicht braucht“, verleiht der Blog den tiefschwarzen Negativ-Blog-Pfosten“ in der Parkuhr-Edition, mit Münzschlitz an der Seite, an die beiden Kirner Stadtrats-Fraktionen SPD und FWG. Zur Begründung heißt es, dass die politischen Befürworter sich vehement gegen eine lottogewinnähnliche neue Faktenlage stemmen. Selbst in der breiten Bevölkerung stößt diese Haltung mittlerweile auf Unverständnis. Ja, die Menschen haben verstanden, dass Kirn sich so ein Ding nicht leisten kann und auch nicht muss, weil die dezentrale Variante eine richtig, richtig gute Alternative darstellt. Obendrein ist die für kleines Geld umzusetzen. Besser geht nicht! Und was dem Volk recht ist, sollte den Volksvertretern billig sein. Oder etwa nicht? mehr

Das Versprechen der Ministerpräsidentin

„Es war spannend, lebendig und eine Herausforderung, kurze Antworten zu komplexen Themen binnen einer Minute zu formulieren.“ Ministerpräsidentin Malu Dreyer nutzte die erste Befragung im Landtag, um auf die Situation der kleinen Krankenhäuser in ländlichen Gebieten einzugehen. Dreyer weiter: „Es war mir wichtig zu sagen, dass wir die kleinen Krankenhäuser in der Fläche brauchen und unterstützen und auch viele individuelle Lösungen finden werden, um die medizinische Versorgung auf dem Land sicherzustellen.“ Für das Kirner Krankenhaus ist die Bestätigung von höchster Stelle eine gute Nachricht. Das Krankenhaus am Rande der Stadt ist ein kleines Krankenhaus, ist auf dem Land und braucht Unterstützung. Von daher Frau Dreyer, halten Sie Ihr Versprechen und schaffen Sie die Rahmenbedingungen, die es braucht, um den Standort dauerhaft zu erhalten. Lassen Sie Ihren Worten Taten folgen. Jetzt!  

Zweiter Preisträger: Der „Blog-Pfosten“ in der Ruhestands-Edition geht an Martin Kilian!

Man stelle sich vor die „heute-show“ würde heruntergebrochen auf das Kirner Land. Reine Satire an der Nahe, das wäre es doch! Die Themen gingen auch in unserer ländlich geprägten Region sicherlich nicht aus. In dem bundesweit beliebten Format, werden am Ende des Jahres immer die goldenen Vollpfosten für die Aufreger des Jahres feierlich an Menschen und Institutionen verliehen. Inspiriert davon vergibt der Blog nacheinander einen „Blog-Pfosten“ als Würdigung für besondere Taten und Leistungen. Das passt! Im Gegensatz zur heute-show“ soll der sowohl negative, als auch positive Geschehnisse, die sich im Laufe des nunmehr endenden Jahres ereigneten, gebührend würdigen. Sinnbildlich! Nun der zweite Preisträger: „Für den besonders klugen Schachzug sich in die Rente zu flüchten, anstatt weiterhin den Bürgermeister zu geben“, verleiht der Blog den goldenen „Positiv-Blog-Pfosten“ in der Ruhestands-Edition, mit eingearbeiteter Hängematte, an Martin Kilian. Er hat sogar das Kunststück fertiggebracht, noch vor dem Erreichen der regulären Altersgrenze den Arbeitsmarkt als Leistungsträger zu verlassen, ohne dafür finanzielle Einbußen im Rentenbescheid hinnehmen zu müssen. Nicht weil er es kann, sondern weil die Gesetzesvorgaben es ihm in dieser Form erlauben. Gerade mal 60 Lenze, aber befreit von den sonst üblichen Abschlägen – mehr geht nicht. Überhaupt, was ist ein „König“ ohne den ab Januar wegbrechenden Hofstaat, konkret hausinterne Unterstützer und Zuarbeiter, noch wert? Kilian kann man zu seinem vorzeitigen Abgang nur aufrichtig gratulieren, wohl auch deshalb, weil die Luft an der Stadtspitze nach der Fusion wohl noch dünner und vergifteter werden wird, als sie im hier und jetzt ohnehin schon ist. Der in sich leicht „zerstrittene“ Stadtrat lässt grüßen. Kilian hat den absolut richtigen Zeitpunkt für seinen Abgang gewählt. Glückwunsch zu dieser klugen und in sich folgerichtigen Entscheidung. mehr

Stilles Kämmerlein

Es ist wie immer, wenn Hans Helmut Döbell für große Reden ans Mikrofon tritt, schwingt er die verbale Keule gegen alle diejenigen, die sich kritisch äußern. „Leute die anpacken sind wichtig, nicht die, die aus dem stillen Kämmerlein im Internet nur kritisieren,“ sagt einer, der sich mit weitem Abstand am besten im stillen Kämmerlein auskennt. Gegenvorschlag: „Politiker die offen und ehrlich Politik gestalten sind wichtig, nicht die, die intransparent im stillen Kämmerlein ihre eigenen Süppchen kochen! Hat der Gute doch über viele Jahre in eben diesem stillen Kämmerlein ganz nebenbei sowohl seine ganz eigene Politik vorangetrieben, als auch Netzwerke gesponnen sowie Seilschaften organisiert. In der Regel dringt von den politischen Gesprächen und Beratungen immer nur das in die Öffentlichkeit, was gewollt ist. Wenn Wände erzählen könnten! Anstatt Kritik als etwas grundsätzlich Positives anzusehen, wird die in einem Rundumschlag von ihm verurteilt. Vielleicht auch deshalb so vehement, weil die sich vermehrt auch gegen ihn richtet. Dabei könnte gerade der langjährige Bürgermeister noch lernen, wie er etwas verbessern oder richtigmachen kann. Merke, nur wer in der Lage ist, konstruktive Kritik zu akzeptieren und die beanstandeten Punkte dann auch zu verbessern, lernt dazu. Zugegeben, der zum Teil raue, bisweilen unnötig despektierliche Tonfall im Netz, ist für eine Selbsthinterfragung nicht unbedingt immer motivierend. Aber so ist das Internet nun einmal – Fluch und Segen zugleich.

Zitat: „Politik ist die Führung öffentlicher Angelegenheiten zum privaten Vorteil!.

Realsatire: Mit der Küsserei ist das so eine Sache

Was für eine märchenhafte Titelzeile: „Dornröschen soll bald erwachen auf Schloss Dhaun!“ Auserkoren als Prinz wurde unter anderem auch der Visionär Rüdiger Lanz. Der Licht-Experte aus Simmertal will das Schloss in einen „LED-Leuchtturm“ verwandeln, heißt es im unlängst erschienenen Artikel weiter. Soso! Neben der markanten Beleuchtung des Parks, plant der Tüftler den Umbau von Zimmern auf Fünf-Sterne-Niveau für eigene repräsentative Zwecke. Wenn das mal keine guten Nachrichten für die (noch) schlummernden Gemäuer sind. Die Erwartungshaltung ist jedenfalls massiv geweckt. Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube. Dass der Blog massiv auf die Euphorie-Bremse tritt und stattdessen lieber den zurückhaltenden Warner und Mahner mimt, hat jedoch einen triftigen Grund. Vielleicht sollten diejenigen, die sich jetzt vor Freude über den Coup mit einem weltweit agierenden ambitionierten regionalen Unternehmen auf die Schenkel klopfen, den Blick mal nach Meisenheim richten. Wie Insider dort berichten, hatten die Diakonie-Werkstätten auch eine riesige Erwartungshaltung an das Simmertaler Unternehmen. mehr

Das Wort zum Sonntag

Alles richtig gemacht! Auch dem letzten Zweifler dürfte klargeworden sein, dass die Absage des Romantischen Weihnachtsmarktes richtig gewesen ist. Dem Sturm gestern, folgt heute der Regen. Couch-Wetter allererster Güte, ist man da geneigt zu urteilen. Da jagt man ja keinen Hund vor die Tür, geschweige denn, will besinnlich Schlendern oder Bummeln. Schmuddel-Wetter und Weihnachtsmarkt passen einfach nicht zusammen. Punkt! Genauso wenig wie „gut“ und „günstig“ oder „Kunde“ und „Service“. Letzterer erwartet den Weihnachtsmarkt-Besucher dann nächste Woche zu den gleichen Anfangszeiten an gleicher Stelle. Aufgeschoben ist bekanntlich ja nicht aufgehoben. Vielleicht hat Petrus ja dann ein Einsehen mit den Standbetreibern, die an diesem nassen Wochenende sicherlich nicht auf ihre Kosten gekommen wären.

Satire-Serie: Verleihung von „Blog-Pfosten“ für besondere „Heldentaten“!

Man stelle sich vor, es gäbe eine „heute-show“ speziell für das Kirner Land. Reine Satire an der Nahe, das wäre es doch! Die Themen gehen selbst in unserer ländlich geprägten Region nicht aus. Ob die Vielfalt allerdings für eine wöchentliche Sendung ausreicht, sei mal dahingestellt. Inspiriert vom beliebten ZDF-Format, versucht sich der Blog an einer Mini-Ausgabe. In der bundesweit beliebtesten Satire Show werden am Ende des Jahres immer die goldenen Vollpfosten für die Aufreger des Jahres feierlich und musikalisch an Menschen und Institutionen verliehen. An diese Tradition gilt es im Kleinen anzuknüpfen – jedoch ohne Gedudel. Warum nicht hier bei uns im kleinen beschaulichen Hinterland ebenso einen undotierten und satirisch motivierten Symbol-Preis vergeben? Einen „Blog-Pfosten“ als Jahrespreis, – das passt! Im Gegensatz zur heute-show“, soll die Auszeichnung sowohl negativ, als auch positiv behaftet sein. Geschehnisse, die sich im Laufe des nunmehr endenden Jahres ereigneten, werden somit entsprechend gewürdigt. Sinnbildlich! Der erste Preisträger ist eine kirchliche Einrichtung: Für ganz besonderes visionäres Denken und Handeln in der Kategorie „Wie verbrenne ich viel Geld für ein Bezahlsystem am Krankenhaus-Parkplatz, welches bisher nur kostete, aber nichts einbrachte“, verleiht der Blog den Blog-Pfosten in der rot/weißen Schranken-Edition an die Diakonie. Trotz massiven Verlusten, wurden umfangreiche Bauarbeiten für das neue Parkplatz-System in Kirn vorgenommen. Eine Maßnahme, die es absolut nicht brauchte. An den Start ging die beabsichtigte Bezahl-Variante bisher nicht. Wer glaubt, dass die Diakonie zukünftig damit auch nur einen Cent verdienen wird, der glaubt auch an den Weihnachtsmann. Möglicherweise lassen sich Schranken und Automat noch auf eBay verticken. Den negativen Blog-Pfosten hat sich die Diakonie redlich verdient. mehr

Fortsetzung folgt…

Schiettwetter! Weihnachtsmarkt abgesagt. Neuer Versuch am kommenden Wochenende

Ein Wetter zum Umtauschen! Starker Wind bis Orkanböen, dazu immer wieder Regenschauer und Temperaturen bis zehn Grad, sind nicht gerade ideale äußere Bedingungen für einen Weihnachtsmarkt, zumal wenn Standbetreiber ihre Waren in windanfälligen Pavillons anbieten müssen. Ganz ungefährlich wäre das sicherlich nicht geworden, geschweige denn, es käme so etwas wie weihnachtliche Atmosphäre unter den Regenschirmen auf. Daher wurde der Romantische Weihnachtsmarkt am Autohaus in Hochstetten-Dhaun kurzfristig abgesagt. Als neuer Termin wurde das kommende Wochenende festgezurrt. Die Entscheidung dürfte den Verantwortlichen nicht leicht gefallen sein. Vielen dürfte die als übertrieben vorkommen. Wahrscheinlich auch dem einen oder anderen Anbieter. Schließlich hatten sich alle vorbereitet und für zwei Tage eingedeckt. Was passiert jetzt mit dem ganzen Zeugs? Außerdem müssen Programm und Aussteller für das nächste Wochenende unter einen Hut gebracht werden. Ob das umfassend gelingt? Nicht wenige dürften am Ausweichtermin schon andere Weihnachtsmärkte gebucht haben. Von daher ist die Situation alles andere als erfreulich, zumal wenn sich die vermuteten Wetterkapriolen am Ende als eher harmlos erweisen sollten. Man steckt halt nicht drin, aber sicher ist sicher. Wie sagt der Volksmund doch so trefflich: „Hinterher ist man immer schlauer.“

Wochenrückblick 14. Dezember

„Rettet das Kirner Krankenhaus“ – ein Slogan der sicherlich auch im kommenden Jahr rauf und runtergeleiert werden wird. Diese Woche fand das ersehnte erste Zukunftsgespräch mit allen Verantwortlichen im Rathaus statt. „Hauptsache mal drüber geschwätzt“ – so oder so ähnlich lässt sich die gemeinsame Abschlusserklärung wohl am ehesten charakterisieren. Viel Zählbares kam nicht heraus beim gemeinsamen nervigen Kaffee-Kränzchen. Für diejenigen, die leidenschaftlich für den Erhalt kämpfen, dürfte das Ergebnis recht unbefriedigend ausgefallen sein. Der Träger des Krankenhauses, also die Diakonie, wird bis Ende März 2020 ein Zukunftskonzept vorlegen. Häh? Was in Gottes Namen haben die nur die ganze Zeit gemacht? Däumchen gedreht? Warum erst so spät? Müsste bei einer soliden Planung ein solches Konzept nicht längst griffbereit in der Schublade liegen? Liegt es aber nicht! Der Grund: Die Diakonie plante nicht mit Kirn. mehr

Ehre wem Ehre gebührt

Dem Deutschen Fußballbund ein dreifaches hipp, hipp, hurra, hipp, hipp, hurra, hipp, hipp, hurra!“ Wer vor Jahrzehnten gegen den Ball getreten hat, kennt diesen Ausruf nach dem Spiel an der Mittellinie nur zu gut. Lang, lang ist es her. Heutzutage nimmt der Fußballsport bei weitem nicht mehr die dominante Rolle früherer Tage ein. Die Schwerpunkte haben sich radikal geändert. Ein geregelter Spielbetrieb bei den Aktiven lässt sich nahezu nur noch im Verbund mit anderen Vereinen organisieren. Den allgemeinen Negativtrend auf dem „Spieler-Markt“ spürt schon seit Jahren auch die Spvgg Hochstetten.  Diesen auf Dauer umzukehren, scheint nahezu aussichtslos zu sein. Heutzutage muss man als Verein schon heilfroh und glücklich sein, wenigstens eine Mannschaft für den Spielbetrieb melden zu können. Schwere Zeiten herrschen vor allem im Jugendbereich. An Nachwuchs mangelt es an allen Ecken und Enden. Fußball ist kein Selbstläufer mehr, auch nicht in einer so großen Ortsgemeinde wie Hochstetten-Dhaun! Da kommt die Sportplakette des Bundespräsidenten als kleine Motivationshilfe zur rechten Zeit. Die bekommen Sportvereine, die sich über Jahre besondere Verdienste um die Pflege und Entwicklung des Sports erworben haben. Sie wird aus Anlass des 100-jährigen Bestehens eines Vereins verliehen. Und die Spvgg hat schon ein paar Jahre mehr auf dem Buckel. Die Urkunde über die Verleihung der Plakette trägt die Unterschrift des Bundespräsidenten. Übergeben wurde die jetzt von Innenminister Roger Lewentz in Mainz. Zurecht! Die Spvgg hat sich über Jahrzehnte hinweg den Ruf eines grundsoliden und sportlich ambitionierten Verein, ergänzt um Abteilungen abseits des Fußballgeschäftes, erworben.

Es muss weiter um das Krankenhaus gebangt werden

Ist das Kirner Krankenhaus noch zu retten? Das wird wohl die brennendste regionale Frage der Zukunft sein. Die Antwort wissen ganz sicher die Eigentümer. Jeder Krankenhausträger – auch die Diakonie – orientiert seine betrieblichen Entscheidungen an der Erreichung der aufgestellten Unternehmensziele. Ein Träger, der ein Krankenhaus unterhält, will sich refinanzieren und eine angemessene Eigenkapitalrendite erwirtschaften. Das Kirner Krankenhaus bildet da keine Ausnahme. Daher sollte das geschlossen werden. Doch der Träger hat nicht mit dem Widerstand der gesamten Region gerechnet. Seit Bekanntwerden hat sich viel getan. Demonstrationen wurden organisiert und Gespräche geführt. So auch am 10. Dezember. Eingeladen wurde zu einem ersten Zukunftsgespräch im Rathaus der Stadt Kirn. Alle entscheidenden Personen saßen mit an einem Tisch. Und was kam beim Gipfel heraus? Nur Blablabla? Um es vorneweg zu nehmen, ein Durchbruch ist anders! mehr

Neues aus der SPD-Schaltzentrale: Die Würfel sind mutmaßlich gefallen pro Hans Helmut Döbell!

Ein filmreifes Szenario unter dem Titel „High Noon im Morgengrauen“ bahnt sich an.“ – So titelte der Blog im vergangenen Wochenrückblick.  Demnach sollten zum Duell um den wichtigen Ersten Beigeordneten-Posten, unter dem Dach der neuen Verbandsgemeinde Kirner Land, die beiden SPD-Schwergewichte Michael Schmidt und Hans Helmut Döbell gegeneinander antreten. Beide buhlen bekanntlich um die Nebenrolle dicht bei dem neuen Stern am Himmel, Thomas Jung. Bekanntlich kann aber es nur einen geben. Nur wer? Nun, die Würfel sind offensichtlich gefallen. Nicht im Morgengrauen und nicht Mann gegen Mann, wie es die Dramaturgie im Filmtitel vermuten lässt. Nein, in einer profanen Sitzung wurden nunmehr Fakten am runden Tisch geschaffen. Nicht der Stimmenkönig und gleichzeitig SPD-Vorsitzende aus Hennweiler, sondern der in der Öffentlichkeit höchst umstrittene Bürgermeister aus Hochstetten-Dhaun erhält den internen Zuschlag. Döbell setzte sich in den eigenen Reihen durch und wird demnach als Erster Beigeordneter vorgeschlagen werden, und dies, obwohl seine Wahlergebnisse sowohl bei der Bürgermeister- (60 Prozent), als auch VG-Wahl, alles andere als breite Akzeptanz in der Öffentlichkeit ausstrahlten. Im Gegenteil! Dahingehend setzte Schmidt ganz andere Duftmarken. Zählt alles nicht! Ob hinter verschlossenen Türen eine Kampfabstimmung herhalten musste und inwieweit es in den Verhandlungen zuvor harmonisch zugegangen ist, davon pfiffen die Spatzen bisher nichts von den Dächern. Völlig reibungslos dürfte es allerdings nicht über die Bühne gegangen sein.

Post vom Blog zum Abschied

Lieber Herr Kilian

Es ist ein geflügeltes Wort: selten wird so gelogen wie bei Beerdigungen und Verabschiedungen. Doch bei Ihnen darf es ruhig mal ehrlicher Lob sein – und das nicht zu knapp. Alles hat seine Zeit: Ihre Zeit als Bürgermeister ist Ende des Monats vorbei. Nicht weil Sie es müssen, sondern weil Sie es wollen. Für Sie beginnt jetzt eine neue Zeit. Viel Zustimmung erhielten Sie bei Ihrer damaligen Wahl und diesem Vertrauensvorschuss sind Sie voll gerecht geworden. Ohne Sie heilig sprechen zu wollen, waren Sie für Kirn ein Glücksgriff zur rechten Zeit. Sie haben über Stadt- und Parteigrenzen hinweg Kommunalpolitik mit Herzblut gelebt. Unter Ihrer Leitung wurde im Stadtrat konzentriert, sachlich und vertrauensvoll zusammengearbeitet, um gemeinsam das Beste für die Stadt zu erreichen. Sie haben stets auf die zukunftsfähige Entwicklung der Stadt mit Augenmaß geschaut und sind immer ein „Bürgermeister für alle“ gewesen. Dass es zuletzt im Stadtrat mehr hakte, als Ihnen lieb sein konnte – geschenkt. Dass die Fusion trotz Protest die Stadt schluckte – geschenkt. Dass das Parkdeck noch immer in den Köpfen von Befürwortern spukt – geschenkt. In ein zwei Jahren wird niemand mehr auch nur ein Wort über diese Themen verlieren. Schon gar nicht Sie, aus Ihrer Ruhestands-Hängematte heraus. Sie hinterlassen große Fußstapfen, die es jetzt zu füllen gilt. So ganz wird das sicherlich nicht gelingen, schon gar nicht auf Anhieb, wohl auch deshalb, weil sich die Rahmenbedingungen vom Vollprofi hin zum Amateurstatus zurückentwickeln. Typen mit Ihrer ausgleichenden Art, Ihren Fleiß und Ihr Fingerspitzengefühl, aber auch Ihre klaren Aussagen und Ihre Erfahrung, warten zudem nicht an jeder Ecke. Doch einen „dynamischen und kreativen Macher“, der sich überdies auch auf Diplomatie versteht, braucht Kirn jetzt mehr denn je.

Was erlaube Deutsche Bahn

Die unendliche Geschichte Bahnhof. Die Visitenkarte für das Dorf ist nicht wirklich eine werbewirksame. Nach Jahrzehnten des Stillstandes schien es fast schon so, als ob doch Bewegung in die Angelegenheit käme. Pustekuchen! Jetzt hat auch Hochstetten-Dhaun sein Projekt „Bahnhof 21“. Vorher wird hier nichts passieren. Man, man, man, was erlaube Deutsche Bahn oder wer auch immer für Sanierungsarbeiten entlang der Nahestrecke zuständig ist? Tristesse um die Bahnsteige herum ist nicht gerade eine attraktive Visitenkarte des Ortes, schon gar nicht für Durchreisende. Hier schaut man nicht gerne aus dem Fenster. Jetzt sollen sich die Nahe-Politiker der Sache annehmen. Frage: Was haben die in den letzten 20 Jahren gemacht? Bevor die Bahn nicht die Bahnsteige zeitgemäß herrichtet, kann auch die Ortsgemeinde das Umfeld nicht in eigener Regie gestalten. Dabei hat die schon seit längerem ihren Plan in der Tasche. Parkplätze inklusive einem neuen Zugang zum Bahnsteig soll es geben, was alleine rein optisch diesen Bereich aufwerten wird. Noch ist ja nicht raus, wer oder was sich in dem örtlichen Kleingewerbe verbirgt, welches sich neben dem Feuerwehrhaus ansiedeln möchte. Wird sich die Ansiedlung jetzt auch verzögern auf den Sankt Nimmerleinstag? Im Verbund mit der dann neuen Parkfläche könnte ein harmonisches Gesamtbild entstehen. Schade, dass die mit Abstand stärkste Fraktion seinerzeit nicht den Mut hatte, hier ein perspektivisches medizinisches Versorgungszentrum zu etablieren. Chance vertan für den großen Wurf etwas Eigenes auf die Beine zu stellen, gerade in der Niedrigzinsphase. Interessengesteuert entschied man sich ja bekanntlich für eine Mietversion, um den neuen Hausarzt an sich zu binden.

Straßenausbaubeiträge: Blick nach Simmertal

Blicken wir aus aktuellen Anlass mal wieder über den Berg zur größten Ortsgemeinde Simmertal: Dort informieren die Fachleute der Verbandsgemeindeverwaltung am 17. Dezember, um 18.30 Uhr über Straßenausbaubeiträge. Hört, hört! Offensichtlich will die Kommune ihren Bürgern das System der wiederkehrenden Beiträge schmackhaft machen. So zumindest lässt sich die Einladung interpretieren. Dem Eingangs-Bla-bla-bla von wegen Verpflichtung die Infrastruktur für nachfolgende Generationen erhalten zu müssen, folgt die Schelte gegen die einmaligen Beiträge, wodurch Betroffene über Gebühr belastet würden. Das stimmt. Pest oder Cholera? – die Simmertaler haben nunmehr wohl die Qual der Wahl. Anders formuliert, Frontalangriff oder wiederkehrende kleinere Einzel-Schübe? An den Infektionsherd, sozusagen den Bazillus, der resistent in Mainz sitzt, kommt man ja nicht ran. Dort will die SPD-Regierung unbedingt an Straßenausbaubeiträgen festhalten, und dies, obwohl die in anderen Bundesländern längst erfolgreich abgeschafft worden sind. Und das Verrückte daran, es funktioniert. Merke, Augen auf bei der Orts-Wahl! Wohl dem, der in Hochstetten-Dhaun für immer seine Zelte aufgeschlagen hat. Dort hat es zwar auch reichlich marode Straßen, aber die Ortsgemeinde fährt eine ganz eigene finanzielle Schiene. Die Ortsgemeinde stemmt die Kosten für Sanierungen nämlich aus den eigenen Rücklagen. So schaut’s aus! Das war so, das ist so und wird wohl auch immer so bleiben. Das hochheilige Versprechen hatte Ortsbürgermeister Hans Helmut Döbell beim Bürgertreff im Frühjahr noch erneuert (siehe Zitat Versprechen des Jahres in der Seitenleiste). Diesbezüglich sind die Bürger save und diesbezüglich herrscht in der zweitgrößten Ortsgemeinde mit seinen fünf Ortsteilen höchste Wohnqualität. Hier müssen die Mitarbeiter der Verbandsgemeinde nicht aufschlagen, um über Straßenausbaubeiträge zu referieren. Eine Verfahrensweise, die man gerne mitnimmt und die hoffentlich recht lange Bestand haben möge. Damit genießen die Bewohner fast schon ein landesweites Alleinstellungsmerkmal, was diese sicherlich auch werden zu schätzen wissen.

Dhauner Schloss wird wachgeküsst!

„Das Schloss wird wachgeküsst!“ – so titelte unlängst die Tageszeitung. Fürwahr, jede Ergänzung verspricht ein wenig mehr Pep – sei es bei der Zimmer-Vermietung oder auch in der „Gastronomie“. Letztere soll ja dann in abgespeckter Version im neu zu errichtenden Pavillon ihre Heimat finden. Entsprechende Zuschusszusagen sind schon save. Lange kann es also nicht mehr dauern, bis zum Baustart. Man darf jetzt schon gespannt sein, mit welchem Konzept die Betreiber an den Start gehen werden. Wer soll den unterhalten und wie stellt man sich Angebot und Öffnungszeiten vor? Merke, nicht an jedem Tag strömen die Gäste hinauf zum Schloss. Den betriebswirtschaftlich im Lot zu halten, dürfte schwierig werden, zumal jetzt auch der Wappensaal unterhalb der Mauern eine Wiederbelebung erfährt. Auch dort besteht in Kürze wieder die Möglichkeit zur Einkehr, vor allem an den Wochenenden. Und auch hier stehen Café und Kuchen im Angebot – zumindest über die Wintermonate. Erst gar keine Einkehrmöglichkeit und dann plötzlich zwei Alternativen – Respekt! Ob beide Vorhaben nebeneinander existieren können? Diesbezüglich darf man doch sehr gespannt sein. Keine Frage, Tagesgäste und Touristen werden über die Einkehrmöglichkeiten froh und dankbar sein. Derzeit bekommen die in Dhaun so gar nichts in diese Richtung geboten.

Das Wort zum Sonntag

Obwohl ich sonst jemand bin, den ständige Wiederholungen nerven, wird es mir dabei partout nicht langweilig. Immer noch und immer wieder werde ich Themen vertiefen, auch auf die Gefahr hin, dass ich dafür getadelt werde. Nehmen wir die Parkhaus-Frage. Die habe ich schon bis zum Erbrechen beackert. Eigentlich ist die Angelegenheit durch, aber sowas von. Doch erfordern neue, mitunter kaum merkliche Aspekte, ein ständiges Nachjustieren. Daher werde ich auch weiter in regelmäßigen Zeitabständen die Finger in die Wunden legen. Zugegeben, ständige Erinnerungen stoßen nicht bei jedem Leser auf ungeteilte Gegenliebe. Gähn! „Ja, nicht mit einverstanden bin ich mit diesen immerwährenden Wiederholungen“, sagte neulich eine Leserin, die sich ansonsten sehr gut informiert fühlt. Leute, da müsst Ihr dennoch durch. Es bleibt die Ausnahme. Versprochen! Ab und an schaue ich halt mal nach, inwieweit sich auf der einen oder anderen Ebenen etwas zum Positiven getan hat. Es klemmt noch immer an vielen Ecken und Enden und sanfter Druck entsteht auch durch einen erhöhten Nerv-Faktor. Ich will halt am Ball bleiben. Ich mahne und erinnere und Ich hake halt gebetsmühlenartig nach. Nicht immer, aber immer öfters.   

Satirischer Wochenrückblick 8. Dezember

Über VG-Beigeordnete, Bilanz Andreasmarkt, Harald-Flick-Ehrenpreis, Post von Landrätin Bettina Dickes, Sozialkundeunterricht mit Fritz Rudolf Körper, Aufruf an Krankenhausmitarbeiter

Ein filmreifes Szenario bahnt sich an. Titel: „High Noon im Morgengrauen“. Zum Duell treten an die beiden Hauptdarsteller Michael Schmidt und Hans Helmut Döbell. Beide SPD-Platzhirsche haben den Ersten Beigeordneten-Posten unter dem Dach der Verbandsgemeinde Kirner Land fest im Visier. Aber es kann nur einen geben. Wer wird es sein? Der Chef mit den meisten Stimmen oder der bisherige Stellvertreter mit der meisten Erfahrung. Es wird wohl auf einen Showdown hinauslaufen. Werden beide mit fairen Mitteln aufeinandertreffen? Diesbezüglich werden die persönlichen Sekundanten ein wachsames Auge haben müssen. Ist das spannend! Fehlt eigentlich nur die Wahl der Waffen, um die Dramaturgie abzuschließen. Was ist, wenn beide nicht heil aus der Sache herauskommen. Kommt dann ein „Unbekannter Dritter“ zum Zuge? Bisher taugen Filmidee und Drehbuch nur für einen fiktiven Science-Fiction-Streifen. Ob der sich im Falle eines Falles auch als reales Drama wird inszenieren lassen, werden die nächsten Tage und Wochen zeigen. Wie es auch kommen mag, Hochspannung ist garantiert. mehr

Harald-Flick-Ehrenpreis: Alles Müller, oder was?

Die wahren Helden des Alltages sind diejenigen, die mehr im Stillen Gutes tun, ohne besonders auffallen zu wollen geschweige denn, sich in den Vordergrund zu drängen. Ganz normale und einfache Menschen eben, die über Gebühr ehrenamtlich tätig sind, für Mitmenschen da sind, vorneweg gehen, helfen und anpacken. Getreu dem Motto Ehre wem Ehre gebührt, wurden Ellen und Michael Müller am gestrigen Freitagabend im Rahmen einer Feierstunde mit dem Harald-Flick-Ehrenpreis der Stadt Kirn für ihr Engagement zum Erhalt des Kirner Krankenhauses, stellvertretend für alle „Kämpfer“, ausgezeichnet. Das Ehepaar bildet die Speerspitze einer Bewegung, die sich quer durch alle Gesellschaftsschichten rekrutiert. mehr

Interview mit dem Nikolaus

„Ho, Ho, Ho“! Heute ist ein Festtag. Traditionell ist am 6. Dezember der Heilige Nikolaus unterwegs von Haus zu Haus. Doch der gute alte Mann mit dem Rauschebart hat es schwer in diesen schrägen Zeiten. Die Welt steht Kopf! Zu viele Verrückte haben auf unserem Planeten das Sagen! Es gibt Probleme noch und nöcher. Der Nikolaus hat aber nicht nur das globale große Ganze im Blick. Nein, er schlägt auch deutliche Töne an, und dies obwohl, seine Nordpol-Heimat wegen der Klimaerwärmung wegzuschmelzen droht. Kritisch verfolgt er die Geschehnisse im Kirner Land. Der Blog hat für Euch ein Interview mit dem Nikolaus geführt. Der ist ja eine regelrechte „Schwätz-Maschine“. Ohne Luft zu holen, plauderte der exklusiv aus dem Nähkästchen und bietet echte Expertentipps und Seitenhiebe. Im Ergebnis, ein nicht ganz ernst gemeintes Weihnachtsinterview mit viel Humor. mehr

Zeigt her Eure Weihnachtsbäume

Es sind zwar keine Prachtexemplare, aber Krücken sind es auch nicht. Die Weihnachtsbäume in Hochstetten, Hochstädten, Dhaun und Karlshof sind Durchschnitt, erfüllen aber ihren Zweck. Sie stehen an den üblichen Ecken und kündigen die Weihnacht an. Erste Reaktionen klingen nicht durchweg schmeichelhaft. Ob zurecht oder zu unrecht, möge jeder für sich selbst beantworten. Beschwerden können schriftlich an den Weihnachtsbaumbeauftragten im Gemeindebüro abgegeben werden. Zugegeben, Schönheits-Preise kann man mit ihnen sicherlich nicht gewinnen, aber es gab schon schiefere Exemplare und noch dazu mit mehr fehlenden Zweigen. Wenn in der Dunkelheit die Glühbirnen brennen, werden die kleinen Schwächen eh verdeckt. Meckern gilt nicht, zumal sich jeder Ortsteil noch über einen eigenen Weihnachtsbaum freuen kann. Die Älteren werden sich erinnern, es gab Zeiten, da wurde in deren Schatten sogar Weihnachtslieder angestimmt. Die Tradition des Musik- und Unterhaltungsvereins Hochstetten ist allerdings schon lange Geschichte. Lang, lang ist es her.   

Schilder-Schildbürgerstreich

Mit einem schwarzen, dicken Filzstift haben Unbekannte das Verkehrszeichen Verbot der Durchfahrt (Zeichen 250 StVO) an der Abfahrt Verbindungsweg hinauf zum Karlshof beschmiert. Wobei, es wurde ja nur ein dickes Fragezeichen aufgemalt. Was will uns der Täter damit sagen? Unwahrscheinlich, dass es sich hierbei um einen „Style“, also eine persönliches Markenzeichen, handelt. Allenfalls soll das Fragezeichen genau das tun, wofür es gedacht ist: FRAGEN! Was ist das eigentlich für ein Verkehrszeichen? Konkret kann man den Zweck nämlich nur erahnen. Der Grund: Es ist vollkommen ausgebleicht. Der charakteristische rote Außen-Ring ist nicht mehr zu erkennen. Und das gefühlt schon seit einer Ewigkeit. Stellt sich die Frage, inwieweit die StVO hier überhaupt noch greift? Erfüllt ein solches Verkehrszeichen noch seinen Zweck? Sicherlich nicht. Daran ändert auch das Fragezeichen nichts. Das nicht mehr zu erkennende Verkehrszeichen erfährt durch den unbekannten „Künstler“ wenigstens einen leicht humoristischen Touch. Dennoch, es bleibt eine Sachbeschädigung.

VG-Beigeordneten-Karussell

Man hört irgendwie so gar nichts von Koalitionsverhandlungen zwischen denen im Verbandsgemeinderat vertretenen Parteien. Logisch, dass im Hintergrund schon Gespräche zwischen den Führungskräften stattgefunden haben. Gibt es auch auf VG-Ebene eine Allianz gegen die SPD? Angesichts der Geschehnisse in Kirn, dürfte der Platzhirsch gewarnt sein. Jede Wette, die sind auf der Hut. Es ist davon auszugehen, dass schon intensiv im stillen Kämmerlein sondiert worden ist. Ausloten ist wichtig! Wer kann mit wem und wer ist für jeden tragbar als Beigeordneter. Denn darum geht es ja in erster Linie. Wer stellt die Beigeordneten eins bis drei? Unwahrscheinlich, dass es zu einem Tohuwabohu wie bei der Stadt kommen wird. Die Beigeordneten werden sich an den Stärken der Fraktionen orientieren. Diesbezüglich wagt sich der Blog mit seiner Vorhersagung ganz weit aus dem Fenster. Mehr noch: Der will mal ein wenig detaillierter spekulieren. Fischen in trüben Gewässern – das passt! Der nennt einige Kandidaten und Erfolgsaussichten. Wer steht in Konkurrenz zueinander? mehr

Eine Entwicklung von gut, über schlecht bis ganz schlecht!

Das Ausbleichen von Straßenschildern kommt schon mal vor. Oft lassen sich dann die Bedeutungen nur noch erahnen. Paradebeispiel ist das Zeichen „Verbot der Durchfahrt“ (Zeichen 250 StVO) am Eingang zum Wirtschaftsweg Richtung Karlshof. Vom einst leuchtend roten Rand ist nicht mal mehr die Silhouette zu erkennen. In der Regel ist nicht das Material, sondern der Standort und die jahrelange Sonneneinstrahlung Schuld daran. Erst schief und jetzt auch noch zunehmend blasser. Eine Runde Mitleid für ein in die Jahre gekommene Verkehrszeichen, das seit gefühlt einer Ewigkeit vergeblich auf einen Austausch wartet. Dabei steht im Gesetz, dass unleserliche und unkenntliche Schilder zwingend auszutauschen sind. Es steht allerdings zu befürchten, dass dieses „Bleich-Schild“ noch ein paar Jährchen in diesem Zustand wird durchhalten müssen. Stellt sich die Frage inwieweit die StVO hier überhaupt noch greift? Erfüllt ein solches Verkehrszeichen noch seinen Zweck? Zumindest Ortsfremde könnte bei einer Verkehrskontrolle gute Argumente vorbringen. Zuständig für die Beseitigung des Mangels ist von Haus aus die Ortspolizeibehörde unter dem Dach der Verbandsgemeinde sein. Warum die nicht längst gehandelt hat, weiß wer will. Vielleicht zu teuer? Vielleicht ist der Mangel bisher nicht in die Verwaltung vorgedrungen? Kaum zu glauben, weil vom kleinen Angestellten bis hin zu den „wichtigen“ Entscheidungsträgern regelmäßig an den beiden Verkehrszeichen vorbei. Finde den Fehler? Der Blog hatte diese Situation schon im Januar als guten Vorsatz für 2019 bezeichnet. Das Jahr ist rum, passiert ist nix. Wie wäre es mit 2020?  

Spezialbiertag

Prosit! Der Spezialbiertag kam an!!!

Alle Jahre wieder greifen die Bierexperten von der Kirner Privatbrauerei in die Trickkiste, um gerade in der Weihnachtszeit mit einem Spezialbier an sich schon üppige Angebotspalette zu ergänzen. Jüngstes Beispiel ist das Kirner Export ein kastanienrotes Gebräu, das mit seinem vollmundigen Geschmack sicherlich auch eingefleischte Pilstrinker wird überzeugen können. Nicht immer, aber immer öftes! Die offizielle Vorstellung am Andreasmarkt entwickelte sich zu einem Feiertag. Wie immer halt, wenn das sich das Tor zum Brauereihof für Besucher öffnet. Für musikalische Unterhaltung war gesorgt. Und wie war das Jahr 2019 aus Brauereisicht?  Wie man hört, war es ein gutes Jahr. Klaro, denn das gute Kirner hat eine riesige Fangemeinde. Die Brauerei war und ist am Markt gut aufgestellt und gewappnet für die Zukunft. Und neue Ideen werden gewiss schon in den Köpfen der Macher reifen. Die Biergenießer wird’s freuen, dürfen die sich auch zukünftig auf neue und alte Biervariationen der Kirner Privatbrauerei freuen. An exklusive Überraschungen aus dem Hause der Kirner Privatbrauerei haben sich die Biergenießer aus der Region mittlerweile schon gewöhnt. Möge die niemals nicht ausgehen. 

Wie richtig lag das Nuschel-Orakel

Im Januar interviewte der Blog ein Orakel. Das wagte ein Prognose für 2019. Wie schaut die Bilanz im Dezember aus? War es das vorhergesagte unspektakuläre „Weiter so“ auf allen erdenklichen Ebenen?  Was ist eingetroffen, was nicht? Fangen wir mal mit den Kommunalwahlen an. Das Orakel sagte einen Verbleib von Ortsbürgermeister Hans Helmut Döbell auf dem Chefsessel voraus. Stimmt! Genauso ist es gekommen. Mit 60 Prozent der Stimmen knapp zwar, aber der SPD-Kandidat durfte im Amt bleiben. Zugegeben, für einen Einzelkandidaten ist das Ergebnis niederschmetternd und weit weg von einem Vertrauensbeweis, aber wie formulierten es die meisten Wähler zähneknirschend im Vorfeld: „Bevor wir keinen haben, dann soll es halt der Amtsinhaber weitermachen.“ Was hat das Orakel noch so prophezeit?  „Nun, der neue Arzt wird sich weiter etablieren. Der Winter wird kurz, das Frühjahr nass und der Sommer herrlich warm.“ Stimmt erneut! In der Tat, im Frühjahr hat es öfters geregnet und der Sommer war einer der heißesten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Alles richtig. Und vom Arzt hört man auch so gar nichts mehr. Das Romantische Gartenfest schrieb, wie vom Orakel prognostiziert, seine Erfolgsgeschichte weiter fort. Boah, da soll mal einer sagen das hätte keine hellseherischen Fähigkeiten. Halt, bei der Spvgg lag es gründlich daneben. Die Rückrunde war durchwachsen, der Aufstieg in weiter Ferne. Richtig lag es bei der alten Schule. Das da oben so schnell keine Bagger rollen werden, dafür braucht es allerdings auch keine hellseherischen Fähigkeiten. Eine Bank auch für das kommende Jahr. Thomas Jung wurde zum Bürgermeister gewählt. Auch das wusste das Orakel definitiv schon im Januar. Hut ab vor so viel Treffsicherheit. Man darf jetzt schon gespannt sein, was das Orakel für 2020 so alles vorhersagt. Spannend wird die Wahlprognose für die VG-Beigeordnetenwahl im Januar sowie die Kirner Bürgermeister-Wahl im März. Und auch zum Parkhaus Kirn hat es eine Meinung. Dann her damit!

Das Wort zum Sonntag

Fast auf den Tag genau vor einem Jahr wurde die Idee zum Blog geboren. Mittlerweile hat sich www.hochstetten-dhaun.info zu einer richtigen Marke entwickelt. Von null auf Platz eins in den Google-Charts in weniger als 12 Monaten – das passt. Wenn ein Nachforschender Hochstetten-Dhaun in die Suchmaschine eintippt, dann ploppt der Blog ihm direkt ins Auge. Verrückt, mittlerweile erhalte ich sogar Anrufe von Menschen, die Fragen rund um die Ortsgemeinde stellen. Wo kann man das Schloss und die Bürgerhäuser mieten oder wer gibt Auskünfte über Bauplätze?, um nur einige Beispiele aufzuzählen. 482 Beiträge sowie 237 Seiten haben sich mittlerweile auf der etwas anderen Internetplattform angesammelt. Im Schnitt 400 Besucher täglich werte ich als Verpflichtung und Ansporn zugleich, in diesem Stil das Medium fortzusetzen. Mehr noch: Das gilt es noch auszubauen. Etwas unpolitischer vielleicht? Mehr über Land und Leute? Wie genau, werdet ihr dann im nächsten Jahr sehen. Heute, am Ersten Advent sage ich meinen Lesern ein Dankeschön für die Treue. Nicht alle Beiträge sind uneingeschränkt lesenswert oder treffen mitten ins Schwarze, aber das liegt in der Natur der Sache. Nicht jedes Meinungsbild trifft auf ungeteilte Gegenliebe. Vieles wird jedoch augenzwinkernd abgeladen. Von daher, nicht immer alles Geschriebene so bierernst nehmen.

Satirischer Wochenrückblick 1. Dezember

Peinlich, peinlicher, SPD! Bekanntlich ist das Gegenteil von „gut“, „gut gemeint“. Keine Partei führt das gerade so vor, wie die SPD. Eine Partei, die bundesweit im „Selbstzerstörungsmodus“ verharrt, lässt auch in Kirn kein Fettnäpfchen aus. Die Stadtrats-Mitglieder wollen einfach nicht begreifen, dass es in der Innenstadt kein Parkhaus braucht. Resistent gegen alle Argumente wollen die ihr Ding durchziehen. Und auch die FWG ist noch immer berauscht von dem Gedanken an ein solch unsinniges und dazu noch teures Bauwerk. Was haben die bloß alle nur geraucht? Ein Drogen-Schnelltest vor der nächsten Sitzung könnte Klarheit bringen. Was ist das für ein Zeugs, der allen die Sinne so dermaßen vernebelt und gleichzeitig den gesunden Menschenverstand ausknipst? Und das schon für so lange. Dem Dealer gehört der Prozess gemacht. Aber sowas von! Bleibt zu hoffen, dass der Vorrat an Stoff irgendwann aufgebraucht ist und Vernunft und Realitätssinn wieder Einzug in die berauschten Köpfe zurückkehren. Doch ein schnelles Ende des Trips scheint nicht in Sicht zu sein. Im Gegenteil: Der verlängert sich noch ins nächste Jahr. Hoffentlich werden CDU und FDP nicht auch noch angefixt. Wobei, so manche nachzulesende Äußerungen pro Parkhaus lassen sich nur berauscht ertragen. Etwa die von Norbert Stibitz. Der Frontmann der FWG will beides, Parkhaus und dezentrales Parksystem. Aus Überzeugung und weil es wirtschaftlich sei. Hmmm. Das muss er der Welt erklären. Macht er auch, in Kürze auf dem Blog. mehr

Die Kasse der Bürgerinitiative klingelt auf dem Andreasmarkt!

Entspanntes Bummeln, Glühwein- und Plätzchenduft, ein nicht alltägliches Warenangebot an den Ständen, Mollige Wintermode in den Geschäften und nicht zuletzt Musik und Lichterglanz, die Atmosphäre erzeugen – so wünschen sich die meisten Menschen landauf landab die Advents- und Weihnachtszeit. Und genau so ist es beim Andreasmarkt heute in der Kirner Innenstadt. Ein Stand erregt dabei besonders viel Aufmerksamkeit, nämlich der der Bürgerinitiative „Rettet das Kirner Krankenhaus“. Ellen und Michael Müller berichten von einer vielversprechenden Frühschicht. Schon in den frühen Morgenstunden fanden Plätzchen, Pflaster und gestrickte Strümpfe reißenden Absatz. mehr

Post vom Blog

Lieber Michael Wildberger, einstimmig wurdest Du nun zum Wehrleiter der Feuerwehr Kirner Land gewählt. Glückwunsch zu einem überwältigen Vertrauensvorschub. Zudem ist die Art und Weise, wie Ihr die neue Personalie im Zusammenspiel mit den politisch Verantwortlichen erarbeitete, von Respekt und Wertschätzung geprägt. Die Stimmung ist offenbar gut. Obacht, das war nicht immer so. Es ist kein Geheimnis, dass Stadt- und Landeinheiten nicht immer in großer Harmonie ihren Aufgaben nachkamen. Gut, dass diese Zeiten nunmehr endgültig der Vergangenheit angehören. Hut ab, die einzelnen Feuerwehren leben also schon die Fusion in guter Gemeinschaft, während andere Ebenen unter dem Dach der Verbandsgemeinde noch ein wenig fremdeln. Zumindest sagt das der Flurfunk. Lieber Michael, Du bist ein Feuerwehrmann durch und durch. Ein Mann vom Fach, der über großes Fachwissen verfügt und stets vorneweg marschiert – ein Typ im positiven Sinn eben. Deine bodenständige Art wird Dir sicherlich helfen, das Zusammenwachsen nicht nur zu moderieren, sondern auszubauen. Zusammen mit Deinen Stellvertretern wuppst Du das. Ganz sicher! Bei diesem Prozess wird Euch der kurze Weg zu Bürgermeister Thomas Jung helfen, dessen Ruf als ein verlässlicher Ansprechpartner, gerade wenn es umTeam-Angelegenheiten geht, nicht von ungefähr kommt.  

Hochstetten-Dhaun, deine Verkehrsschilder!!!

Eine Meldung im Mitteilungsblatt lässt aufhorchen: „Der Vorsitzende teilte mit, dass die Verkehrsteilnehmer die Richtung Schloss Dhaun fahren, über das Navigationsgerät durch die Straße „Bachwiese“ geleitet werden. Um dies zu umgehen, sollen Schilder mit der Beschriftung „Anlieger frei“ und/oder „Keine Durchfahrtsstraße“ auf beiden Seiten angebracht werden.“ Verreck, man kann also Verkehrsschilder doch noch neu erwerben. Der Blog ging bisher immer davon aus, dass dies nicht möglich sei. Anders konnte der sich die vielen verblassten und unleserlichen Verkehrszeichen an den verschiedensten Ecken- und Einfallstraßen nicht erklären. Wenn man denn schon den Bestellzettel gerade ausfüllt, warum dann bitteschön diesen nicht um ein paar Exemplare ergänzen. Einfach mal durch den Ort marschieren und eine Bestandsaufnahme erheben. Gut, dass lässt sich nicht hinter dem Schreibtisch heraus erledigen. Dafür müsste man schon ein paar Meter an der frischen Luft zurücklegen. Mit ein wenig gutem Willen, lässt sich die Tour prima erledigen. Und wenn es zu schwer fällt, lässt sich das sicher auch in Etappen erledigen. Alternativ sind die meisten Schwachstellen mit Bildern auf dem Blog, unter dem Menü „wo es klemmt“, zu sehen. Einfach mal nachschauen und aktiv werden.

Es tut sich was im Wappensaal

Auf, zu, auf, zu. Gastronomen hatte es schon immer schwer im Wappensaal in Dhaun. Damit ist jetzt endgültig Schluss. Marco Fritz aus Hochstetten hat das Gebäude samt Ferienzimmern und Wohnung gekauft. Der Musiker kennt sich aus in der Szene. Sein langfristiges Konzept sieht vor, die Gaststätte das ganze Jahr über insbesondere als Event-Location zu vermarkten. Firmentreffen, Tagungen, Familienfeiern, Musikveranstaltungen – kurzum das ganze Programm von Buchungsmöglichkeiten sind in Kürze zu Füßen des Schlosses möglich. Den Sommer über möchte er die Terrasse an Wochenenden in Straußwirtschaften-Manier öffnen. Kleine Speisekarte, mitunter Musik und vor allem viel Gemütlichkeit – das passt. Darüber hinaus will er Musikveranstaltungen, verteilt über das ganze Jahr hinweg, anbieten. Momentan werden die Fremdenzimmer für Gäste hergerichtet. Bedarf ist da, sagt einer, der ein fertiges Gesamtkonzept in der Tasche hat. Die Homepage wird in Kürze an den Start gehen. Bezüglich Wappensaal will Fritz in erster Linie als Vermieter auftreten. Caterer, die mit ihm zusammenarbeiten, hat er schon an sich gebunden. Über die Wintermonate hinweg schwebt ihm ein kleines Café im Bereich vor der Theke vor. Dafür wird der große Saal unterteilt. Fakt ist, es kommt Leben in die Bude. Gut für Dhaun und gut für die Region. Der Blog wird in Kürze über das Konzept und die Idee die dahintersteckt ausführlich berichten.

Ortsumfahrung Baustelle Teil zwei:

Schallschutzwände B 41 Ortsumfahrung Hochstetten

Die Autofahrer haben es sicher noch nicht vergessen. Nach der Fertigstellung der neuen B 41 bei Waldböckelheim wurde eine Fahrspur gleich wieder einkassiert, um im Anschluss die Lärmschutzwand zu installieren. Gestaltete sich das noch einigermaßen problemlos, weil für den Streckenanschnitt zwei Fahrspuren zur Verfügung standen und somit beständiger Verkehrsfluss garantiert war, droht für die spätere einspurige Ortsumgehung Hochstetten-Dhaun hingegen mehr Ungemach. Der Aufbau dort wird nämlich auch erst im Anschluss an die Straßeninbetriebnahme in einem dritten abschließenden Abschnitt umgesetzt. Keimt die Frage auf, ob der Lärmschutz nicht parallel zum Straßenbau vorangetrieben werden kann, um den Streckenabschnitt ohne Anschlussarbeiten vollständig fertig gemäß dem Motto „Band durchschneiden und Freie Fahrt für freie Autofahrer“ übergeben zu können. Erfahrungsgemäß werden die Arbeiten an den LS-Wänden sicher etliche Monate, wenn nicht mehr, in Anspruch nehmen, zu Beeinträchtigungen führen und den Autofahrer sicher auf eine harte Geduldsprobe stellen. Ist diese Vorgehensweise wirklich alternativlos? Scheinbar! Gemäß Planungskonzept werden zwar die erdbautechnischen Teile – etwa Wälle – und die Gründungen für die Wände mit dem Straßenbau parallel mitvorangetrieben, aber mehr auch nicht. Danach folgen die konstruktiven Elemente- also die eigentlichen Wände, die handwerklich auch eine ganz andere Leistung (größtenteils Werks- und Fertigteilproduktion) darstellen. Wie es in einer Pressemitteilung aus 2017 hieß sein man als Auftraggeber Bund gehalten, möglichst Fachlosvergaben anzustreben, und keine „Generalunternehmer“- vergabe vorzunehmen. Eine solche Vorgehensweise diene der Mittelstands- und Wettbewerbsförderung. Die Arbeiten werden zukünftig so getaktet werden, dass die Gesamtherstellungszeitspanne sich nicht verändert. Blöd nur, dass aufgrund der Notwendigkeit, permanent unter Verkehr die Baustelle abzuwickeln, es ohne „Beanspruchung“ der Geduld des Autofahrers nicht möglich sein wird, ein gutes Gesamtergebnis für Alle zu erzielen. Dass es auch anderes geht beweisen andere Bundesländer, etwa Bayern. Dort werden Lärm- oder Schallschutzwände parallel mit dem Straßenbau installiert und komplett freigegeben. Spätere Verkehrsbeeinträchtigungen Fehlanzeige.  

Ortsumfahrung-Baustelle Teil eins:

Langsam aber sicher nimmt die Ortsumfahrung konkrete Formen an. Nicht nur weil in den zurückliegenden Tagen und Wochen tonnenweiße Asphalt auf die bereits geschotterte Trasse aufgetragen worden ist, sondern weil auch das Brückenbauwerk am östlichen Ortseingang mehr und mehr an Konturen annimmt. Was gibt das ein Klotz, oder? Die Ausmaße des Spannwerks sind schon gewaltig. Bei weitem nicht schön geschweige denn harmonisch, aber es geht ja nicht in erster Linie um die Optik. Es geht darum den durchfließenden Verkehr aus der Ortschaft zu verbannen. Man darf gespannt sein, wie das Gesamtbauwerk das Bild der Ortschaft insgesamt verändern wird. Gut, dass sich das Auge schnell an Veränderungen gewöhnt – siehe Überflieger in Kirn. Auch an den Anblick musste man sich erst einmal gewöhnen. Heute wird die Brücke als optische Selbstverständlichkeit hingenommen. So gesehen, besteht noch Hoffnung.  

Wann wird Bilanz gezogen?

Wurden eigentlich schon die Bilanzen des Gartenfestes in Dhaun veröffentlicht? Nee, ne? Zumindest wurden keine Zahlen über die Tagespresse transportiert. Und auch im Mitteilungsblatt stand bisher keine Silbe. Nun, das Fest war im Mai. Jetzt steht Weihnachten vor der Tür. Summa summarum zogen mittlerweile sechs Monate ins Land. Sollte man da nicht davon ausgehen können, dass die wirtschaftliche Angelegenheit längst abgewickelt sein sollte? Oder etwa nicht? Nun, das Ergebnis ist ja insofern von Bedeutung, weil ja der Überschuss des Festes, so die Aussage der veranstalteten Verbandsgemeinde im Vorfeld, komplett in die Unterhaltung und Aufwertung des Schlosses gesteckt werden soll. Wo fließt also mein Eintritt hin? Eine Frage die Neugier weckt. Neugier auf die Summe, die jetzt investiert werden kann. Und die dürfte wieder üppig ausfallen, und dies, obwohl der Festauftakt samstags komplett ins Wasser fiel. Dafür pilgerten sonntags umso mehr Besucher hinauf in den Schlossgarten. Unter dem Strich kamen Händler und Besucher auf ihre Kosten. Die Kassen dürften geklingelt haben. Gut für alle und gut für das Schloss. Dort gibt es eine menge zu tun. Zwar will „Gut Ding Weile haben“, aber langsam sollte doch die Geldübergabe stattfinden. Gerne auch mit dem üblichen Brimborium. Oder verfällt man seitens der Verwaltung wieder in den alten Modus der Geheimniskrämerei und will alles unter der Decke halten? Den Blog würde es nicht wundern. Ab Januar sind diese Zeiten gottlob vorbei. Dann übernimmt Thomas Jung das Ruder. 

Ideal für Bahnfahrer

Martin Kilian hat einen regelrechten Coup gelandet! Der Vertrag mit der Bahn über die Gewinnung von Stellflächen für Fahrzeuge auf dem Gelände des alten Güterbahnhofes ist sein Abschiedsgeschenk an die Stadt Kirn. Und was für eins, verspricht das doch Unterstellmöglichkeiten von mindestens 44 Fahrzeugen ohne wesentliche Baumaßnahmen in einem ersten Schritt. Dauerparker, die regelmäßig mit der Bahn in Richtung Rhein-Main-Gebiet pendeln oder in der Nähe arbeiten, dürfen sich jedenfalls auf eine Variante der Güte „Bombe“ freuen. In einem zweiten Schritt wurden 40 bis 60 weitere Parkplätze vereinbart. „Parkplatz-Sucher, was willst Du mehr“, möchte man angesichts dieser frohen Kunde regelrecht hinausschreien. Das komplette Paket beinhaltet rund 100 Parkplätze am Stadteingang, wovon schließlich alle profitieren, die in diesem Bereich etwas zu erledigen haben. Optimierungen bei der bisherigen Parkplatzsituation versprechen kurze Wege zur Sparkasse, August-Bebel-Platz, Venter oder Emporium. Fazit: Der zu erwartende Vollzug dürfte dem nach wie vor Streben von SPD und FWG nach einem Parkhaus mehr denn je ad absurdem führen. Doch diesbezüglich ist Hopfen und Malz eh verloren. Selbst wenn plötzlich tausend lukrative Innenstadt-Parkplätze vom Himmel fallen würden, es würde an der Einstellung beider Fraktionen nichts ändern. Die wollen das Ding. Koste es was es wolle! Verstehe wer will!  

Finde den Fehler!

Mit den Stimmen von SPD und FWG wurde das dezentrale Parksystem abgelehnt. Der Herzenswunsch nach einem Parkhaus spukt eben noch immer in den Köpfen der kleinen Gruppe von Befürwortern herum. Zwecklos, diese quälend lästigen Dämonen vertreiben zu wollen. Kilian hat sich daran versucht, doch er ist als Geisterbeschwörer kläglich gescheitert. Er findet einfach keinen Zugang mehr zu den Personen, die ihn einst in den Bürgermeister-Stuhl hievten. Im Gegenteil: Die werfen ihm in der Parkhaus-Aufklärung jetzt sogar vor mit Unwahrheiten zu argumentieren und gezinkten Karten zu spielen. Bei so viel Verbohrtheit würde auch die Holzhammermethode keinen Erfolg versprechen. So etwas nennt man dann im Ergebnis wohl beratungsresistent. Spannende Monate liegen nunmehr vor uns, in der sich vor allem die beiden Fraktionen viele kritische Fragen aus der Bürgerschaft werden anhören müssen. Die haben nämlich so gar kein Verständnis für die Haltung ihrer Volksvertreter und tun dies auch mehr und mehr offen kund. Halten wir mal fest: SPD und FWG wollen kein dezentrales System, geben aber das Okay für die Umwandlung der Wohnmobilplätze sowie die Einzeichnung von weiteren Parkplätzen im Teichweg Richtung Überflieger. Dazu hat die Stadt ja schon den Parkplatz-Vertrag mit der Brauerei abgeschlossen. Zusammengenommen wird das dezentrale Parksystem durch die Hintertür doch schon umgesetzt, oder etwa nicht? Zugegeben, die Plätze an den Walk-Fässern fehlen noch, aber wer braucht die noch angesichts des hinzugekommenen Bahngeländes. Liebe SPD, liebe FWG, Ihr wollt kein dezentrales Parksystem, stimmt aber dann doch einzelnen Bausteinen aus dem lottogewinnähnlichen Konzept zu. Wie passt das denn bitteschön zusammen? Konzeptionslos, planlos, kopflos, hilflos – so manövriert sich vor allem die SPD ins politische Abseits. Wer hat den Schneid, ihrer mittlerweile mehr als peinlichen Außen-Darstellung ein schnelles Ende zu bereiten. Gesucht wird ein Heilsbringer, der das gesichtswahrend vermag.

Internetauftritt der Verbandsgemeinde mit Luft nach oben

Der eigene Internetauftritt ist mehr als nur eine digitale Visitenkarte. Als Faustregel gilt, „Nur ein zeitgenössischer Internetauftritt ist auch ein erfolgreicher Internetauftritt“. Wenn man schon in eine Webseite investiert, dann sollte man auch dafür Sorge tragen, dass diese immer den aktuellen Erfordernissen angepasst ist. Dazu gehört vor allem das Einpflegen aktueller Inhalte sowie das zwingend gebotene Anpassen und Weiterentwickeln insgesamt. Wer das nicht macht, der läuft Gefahr, dass der Internetauftritt zum Desaster wird und die Seite auf Dauer niemand mehr besucht. Wer will schon eine Seite stöbern, die den Besuchern neue Informationen oder Termine vorenthält oder nur zeitlich verzögert bietet. Wie hält es die Verbandsgemeinde Kirn-Land mit ihrem Online-Portal? Kurzum, da geht noch mehr. mehr

Die Weihnachtsbäckerei der Bürgerinitiative

Die ersten Heinzelmännchen sind mit ihrer Arbeit fertig geworden! Die Bürgerinitiative „Rettet das Kirner Krankenhaus“ bietet Plätzchenspezialitäten auf dem Andreasmarkt an, genauer formuliert in einem Holzhäuschen entlang des „Pfades der guten Taten“ in der Kirchstraße. Daneben stehen kleine Boxen mit verschiedenen Pflasterstreifen zum Verkauf – Preis ein Euro! 17 Mitstreiterinnen der Bürgerinitiative haben rund 30 Kilogramm Plätzchen gebacken. Nicht nur für Süßmäuler ein absolutes Muss. Alle Plätzchen werden gespendet, informiert Michael Müller. Wer im Winter immer über kalte Füße klagt, dem kann hier ebenso geholfen werden. Zwei Kisten selbst gestrickte Socken wollen an den Mann beziehungsweise die Frau gebracht werden. Also worauf noch warten liebe Besucher, die Mitglieder haben einiges zu bieten. Kommt und kauft! Der Reinerlös geht an den Förderverein des Kirner Krankenhauses, zweckgebunden an die nächsten Aktionen der BI. Je nach Ergebnis des Gesprächs am 10. Dezember mit dem Staatssekretär und der Führung der kreuznacher diakonie, wird am 23. Dezember die nächste Demo stattfinden. Hierzu müssen logistische Maßnahmen ergriffen werden, die Geld kosten. Darum der Einsatz am Andreasmarkt. Der Blog geht jede Wette ein, dass am Ende des Andreasmarktes „Ausverkauft“ gemeldet wird. Wehe, wenn nicht!

Andreasmarkt 2019

Entspanntes Bummeln, Glühwein- und Plätzchenduft, ein nicht alltägliches Warenangebot an den Ständen, Mollige Wintermode in den Geschäften und nicht zuletzt Musik und Lichterglanz, die Atmosphäre erzeugen – so wünschen sich die meisten Menschen landauf landab die Advents- und Weihnachtszeit. Und genau so wird es auch beim traditionellen Andreasmarkt in der Kirner Innenstadt am kommenden Samstag eintreffen. Inwieweit die Kassen bei den Standbetreibern vorweihnachtlich klingeln werden, bleibt abzuwarten. Möge das Wetter gnädig sein. Eine Rolle wird spielen, inwieweit die Besucher des Spezialbiertages – der zeitgleich von der Brauerei veranstaltet wird – auch den Weg in die Innenstadt finden werden. Bei dem Angebot an Gerstensaft, dürfte so mancher abwinken. „Bekannte treffen, schauen, informieren, amüsieren“, so war das Motto früher und so ist das Motto des Andreasmarktes noch heute. Das Angebot wird bunt gemischt sein. Von Krawatten, Handschuhen, Hüten, Stoffen, Schuhen, Schals, Strümpfen über warme Pullover, Jacken und Unterwäsche sowohl für Kinder und Erwachsene bis hin zu Kerzen, Hustenbonbons, Küchenzubehör, Dekorationen oder sonstigem Praktischen reicht das immense Angebot. Farbtupfer beim Andreasmarkt sind seit je her die Stände von Schulen, Verbänden und Vereinen. Auch in diesem Jahr werden sie mit Kaffee, Glühwein, Kuchen, Waffeln, selbst gebackenen Plätzchen und anderen verführerischen süßen Köstlichkeiten vertreten sein. Handarbeiten, Dekorationen, Handwerksarbeiten sowie Weihnachtsschmuck gibt es obendrauf. Apropos Verpflegung. Diesbezüglich mangelt es an nichts, da gibt es all das, was das Herz begehrt. Die Gastronomie präsentiert sich mit besonders verlockenden Angeboten von ihrer besten Seite. Im Herzen des Andreasmarktes bilden die festlich dekorierten Holzhäuschen auf dem Wilhelm-Dröscher-Platz ein kleines, aber besinnliches weihnachtliches Viereck, das mit seinen Ausläufern sogar bis hin zum Rathaus reicht. Der Blog freut sich schon auf das ganze Paket und wird danach seine Eindrücke auf die Plattform heben.

Wo warst Du – faules Ei?

„Ach Du faules Ei!“- Als seinerzeit bei der Beigeordneten-Wahl ein faules Ei Peter Wilhelm Dröscher die Gefolgschaft verweigerte, war der Sturm der Entrüstung groß. Wer hatte es am Wahlabend gewagt nicht mit den SPD-Wölfen zu heulen? Nun, die „Nein-Stimme“ aus den eigenen Reihen war zwar nicht ausschlaggebend für Sieg oder Niederlage, aber dennoch hätte man doch sicherlich gerne gewusst, wer der Abweichler oder die Abweichlerin war. Bisher wurde das faule Ei nicht enttarnt. Zumindest ist in diese Richtung nichts an die Öffentlichkeit vorgedrungen. Blöd, dass das damals mutige faule Ei just in der Parkhaus-Angelegenheit den Partei-Kurs mittrug. Seine Stimme hätte den Ausschlag für das dezentrale Parkplatzsystem bilden können. Nein, dieses Mal war Geschlossenheit Trumpf bei der Abstimmung. Nur schade! Vermutlich lag es daran, dass nicht geheim abgestimmt worden ist. Sonst hätte sich das faule Ei womöglich aus der Deckung gewagt und sich wieder verweigert, was der Sache ungemein gedient hätte. Liebes faule Ei, es ist nicht schlimm gegen seine eigenen Gefolgsleute zu stimmen, auch offen. Schließlich ist jedes Stadtratsmitglied nur sich selbst und seinen Wählern verantwortlich. Gegen seine eigene Partei zu stimmen kann der im Extremfall auch helfen, nämlich dann, wenn sie sich wie hier in der Parkhaus-Angelegenheit auf dem Holzweg befindet.  

SPD und FWG wollen es nicht begreifen!

Gegen so viel Starrsinn ist kein Kraut gewachsen! Ohne Worte!!!!!! Mit einer Stimme Mehrheit von SPD und FWG hat der Stadtrat sich gegen das dezentrale Parkraumsystem ausgesprochen. Ist nunmehr der Weg für ein Parkhaus frei? Nicht ganz! Formuliert wurde eine Vertagung ins nächste Jahr. Man, man, man, wie komplett unfähig muss man sein, die Vorteile einer Lösung ohne Parkhaus partout nicht erkennen zu wollen. Der teure Komplex wäre das unsinnigste Projekt seit dem biblischen Turmbau zu Babel, zumal, wenn in den Kassen Ebbe herrscht. Alle wissen es. Nur eine kleine Minderheit will es einfach nicht begreifen.

So eine große Therapie-Couch gibt es landauf landab nicht, um allen handhebenden Befürworten aus den Reihen von SPD und FWG darauf Platz bieten zu können. Kilian hat in der Tat alles versucht, um SPD und FWG auf den rechten Weg zu bringen, aber er ist gescheitert. Nicht an seiner in sich schlüssigen Argumentationskette, vielmehr an der Dickköpfigkeit, ja fast schon Torheit zweier Fraktionen, krampfhaft an einem mehr als überflüssigen Parkhaus-Projekt, trotz erdrückender Faktenlage, noch immer festhalten zu wollen. Das scheidende Stadtoberhaupt wird in seinem Wunsch nach vorzeitiger Pension im Nachhinein noch bestätigt. Diesen Stadtrat muss er sich nicht mehr geben.

PEINLICH, welches Bild vor allem die SPD in dieser Provinz-Posse offenbart. Eine Partei, die einst hohes Ansehen genoss, verliert zunehmend ihren Realitätssinn sowie das Gespür für richtiges Handeln. Wo sind nur die älteren Strategen, die ihren Genossen den Kopf waschen? Die bräuchten jetzt interne Führung und eine mahnende Stimme. Ehrlich, diese Situation lässt sich nur mit Satire ertragen. Asterix und Obelix würden sagen: Tock, tock, die spinnen die Römer – in abgewandelter Form: Die spinnen die Fraktionsmitglieder von SPD und FWG: Was für ein Zirkus Maximus, der im Auftrag jetzt sogar wieder nach Speyer weiterziehen muss. Die Rechnungshof-Sachbearbeiter werden sich angesichts der Kirner Clowns die Bäuche halten vor Lachen, um sie danach wieder mit leeren Händen nach Hause zu schicken. 


Tag der Entscheidung

„JA, NEIN, VIELLEICHT“ – Wie wird sich der Stadtrat in wenigen Stunden entscheiden? Kommt das Parkhaus oder kommt es nicht? Das Thema wurde in den letzten Wochen durchgekaut ohne Ende. Höchste Zeit, dass die Würfel fallen. Schwarz oder Weiß oder Vertagen? Bleiben die Parteien bei ihren bisherigen Meinungen, dann muss eine Kampfabstimmung Klarheit schaffen. Der Blog wagt mal eine Prognose: Man wird das Projekt begraben. Warum? Nun, die Argumente dagegen sind einfach zu stichhaltig. Die Befürworter werden ihre schon sicher geglaubte Mehrheit nicht halten können. Nicht wenn es nach Fakten und gesunden Menschenverstand geht. Am späten Abend werden wir es wissen. 

Das endgültige Aus für Veranstaltungen in der Halle Berger Weg!

Liebe zukünftige Abiturienten-Jahrgänge, ihr müsst jetzt tapfer sein. Abi-Bälle werden in der eigenen Turnhalle niemals mehr stattfinden können. Der Kostenaufwand für die Sanierung steht mittlerweile in keinem Verhältnis mehr zum Nutzen. Mit neuen Notausgängen ist es nunmehr nicht mehr getan, informieren Landrätin Bettina Dickes (CDU) und VG-Bürgermeister Thomas Jung. Gemäß neuen Vorschriften müssen umfangreiche Maßnahmen hinsichtlich Belüftung und Toiletten auf den Weg gebracht werden. Rund 500.000 Euro Investitionskosten, so erste Schätzungen, bedeuten das dauerhafte Aus für Veranstaltungen gleich welcher Art. Die Halle und andere schulische Angelegenheiten werden auch Gegenstand von Gesprächen beim gemeinsamen Ortstermin der freundschaftlich verbundenen Politgrößen am 27. November im Gymnasium sein. mehr

Scherbenhaufen

Kommentare sind wichtig und richtig! In einem Kommentar teilt der Verfasser seine persönliche, wertende Meinung mit. Jeder Autor verfolgt einen anderen Ansatz. Beispiel: CDU, FWG und FDP bekommen im Zeitungs-Kommentar unter der Woche ein vernichtendes Zwischenzeugnis ausgestellt. Autsch, das tat weh! Von einem Scherbenhaufen ist sogar die Rede. Starker Tobak. Fehlte nur der Satz, dass seit der Ausbootung der SPD im Stadtrat nur noch Chaos und Anarchie herrsche. Übrigens, Anlass für den Anschiss in XXL ist das Schwebel-Aus. Der werfe ein grelles Licht auf den Scherbenhaufen. Welcher Scherbenhaufen? Oh man, wenn es mehr nicht ist, als ein Rücktritt aus nachvollziehbaren Gründen, dann geschenkt! Deshalb gleich eine Krise vom Zaun brechen? Neee! Wird halt ein neuer Zweiter Beigeordneter gewählt und gut ist! Egal wie, der Rundumschlag dürfte jedenfalls Balsam für die Seele der zuletzt doch arg gebeutelten Sozialdemokraten gewesen sein. Die bauchpinselnde Fürsprache dürfte runtergegangen sein wie Öl. Tipp: Ausschneiden und Einrahmen! Man darf gespannt ob der heftige Rüffel bei den Adressaten zu Reaktionen führen wird. Werden die jetzt auch schmollen? Lassen die sich die Breitseite gefallen? Halten die Scherbenhaufen-Verursacher dagegen? Fortsetzung folgt.

Das Wort zum Sonntag

Parkhaus vor dem Aus

Das Beste kommt zum Schluss! In der Print-Wochenendausgabe hat Bürgermeister Martin Kilian die formvollendete Verwaltungsvorlage eines Parkhaus-Alternativkonzeptes präsentiert, die selbst hartgesottenen Befürwortern bitter aufstoßen dürfte: „Ich habe Euch ein Angebot gemacht, das Ihr nicht ablehnen könnt!“ Nun ist Kilian mitnichten der „Pate“ von Kirn, dafür aber ein bauernschlauer Stratege. Bauernschlau deshalb, weil der Fuchs gewieft und gerissen zum richtigen Zeitpunkt final aktiv wird. 171 Parkplätze ohne ein Parkhaus bauen zu müssen sind fix, daneben 40 zusätzliche Abstellmöglichkeiten am Güterbahnhof plus 30 Plätze auf dem Gelände Wäscherei Schäfer wahrscheinlich – ergeben rund 260 Parkplätze in der Summe. Der Stich ins SPD-Herz sitzt. Kein Parkhaus würde bedeuten weniger Ausgaben. Die Folge: Niedrige Investitionskosten geben berechtigten Anlass zur Hoffnung, dass die Parkgebühren niedrig bleiben oder für den Anfang gleich ganz wegfallen. HURRA! Das dürfte Handel und Kunden gleichermaßen freuen. Die mitgelieferte Grafik zeigt eine Übersicht, die selbsterklärend ist und keinerlei Fragen offen lässt. Mit Verlaub, wer angesichts diesem Alternativkonzeptes noch immer an einem Parkhaus festhält, der sollte sich auf seinen Gesundheitszustand hin untersuchen lassen. Liebe SPD, Liebe FWG, seid bitte so gut und begreift es endlich! Ein Parkhaus in Kirn macht unter den gegebenen Umständen überhaupt keinen Sinn. Hört auf den noch Stadtchef- ein letztes Mal noch. Es ist kein Zeichen von Schwäche, wenn Ihr in Konsequenz der erdrückenden Faktenlage Eure Pläne nicht mehr weiter verfolgt. Im Gegenteil! So gesehen, nicht erst vertagen, sondern gleich begraben. Reimt sich sogar. Deckel drauf und gut ist. Es geht gut ohne. Gebt Euch endlich den entscheidenden Ruck. Kirn und die nachfolgende Generation wird es Euch danken. 

Wochenrückblick 16. November

Über Aufgabe von Schwebel, Ortstermin ohne Bürgermeister Kilian, Zeitungshumor…

Wahr ist, dass Dr. Peter Schwebel seinen Posten als Zweiter Beigeordneter der Stadt Kirn aus Zeitgründen hinschmeißt. Beigeordneter und Arztpraxis lassen sich nicht konfliktfrei unter einen Hut bringen, heißt es in seiner Begründung. So what, muss der Stadtrat eben einen neuen Vertreter für den Vertreter wählen. Wahr ist aber auch, dass einem erfahrenen FDP-Politiker ein solcher Lapsus nicht hätte unterlaufen dürfen. Kaum vorstellbar, dass er so naiv war zu glauben, dass man Zweiter Beigeordneter vor, während und nach Sprechstunden und Hausbesuchen so ganz nebenher miterledigen kann. Bilanzierend hat er sich selbst und seiner Fraktion keinen Gefallen mit seinem Streben nach mehr politischer Verantwortung getan. Gibt aber Schlimmeres. Geht eine Tür zu, geht eine andere auf. Vielleicht für einen SPD-Bewerber? Vielleicht die Gelegenheit aus der Schmollecke wieder herauszufinden. Die üblichen Verdächtigen scharren bestimmt schon mit den Hufen. mehr

Hans Kammerlander in Kirn: Gute Stube randvoll, Kiesel-Parkplatz halbleer!

Als der Extrembergsteiger Kammerlander am Donnerstagabend im Gesellschaftshaus von seinen vielen Abenteuern berichtete, klebten hunderte von Gästen an seinen Lippen. Die gute Stube war bis auf den letzten Platz gefüllt. Brechend voll sozusagen. Von den Parkplätzen drumherum konnte man das weiß Gott nicht behaupten. Überall waren noch Abstellmöglichkeiten zu entdecken. Auf der Kiesel gab es sogar mehr frei Lücken, als Fahrzeuge. Komisch, argumentiert die SPD denn nicht immer, dass gerade für gut besuchte Veranstaltungen im Gesellschaftshaus ein zentrales Parkhaus unverzichtbar wäre? Beruht die Annahme auf harten Fakten? Diesbezüglich scheinen Zweifel angebracht. Nun, die Wahrheit liegt bekanntlich auf dem Platz, konkret auf dem Parkplatz. Wenn das Gesellschaftshaus aus allen Nähten platzt und in einem vertretbaren engen Radius Drumherum jede Menge unbelegte Parkplätze zur Verfügung stehen, dann stimmt die SPD-Behauptung, wonach es Platzbedarf gerade bei Veranstaltungen gäbe, einfach nicht. Tipp: Einfach mal eigene Beobachtungen anstellen. Die nächste Vorstellung kommt bestimmt. Präsentiert am 22. November nicht Ramon Chormann sein Programm an gleicher Stelle?

Kirn hat kein Parkhaus, Kirn braucht kein Parkhaus!!!

Herr, übe mich in der Geduld und lass ein bisschen Hirn regnen – hatte der Blog unlängst über einen Parkhaus-Beitrag getitelt! Nun, hat es der liebe Gott nicht gerade schütten lassen, aber immerhin hat einsetzender Nieselregen etwas bewirkt. Die Botschaft aus der jüngsten SPD-Ortsbesichtigung lautet sinngemäß: Die Partei sieht noch offene Fragen und will nun doch nicht um jeden Preis so ein Ding von jetzt auf gleich aus dem Boden stampfen. Hört, hört, sind die Genossen endlich aus der Phase des Nicht-Wahrhaben-Wollens herausgekommen! Steter Tropfen höhlt den Stein. Gerade noch so auf den letzten Drücker kehrt so etwas wie Vernunft und Einsicht zurück. Wer hätte das gedacht? Was so ein paar Tropfen von oben doch so alles bewirken können. mehr

Nachgehakt: Straßenschilder

Der Zeitaufwand wäre gering, ebenso die Kosten für die Farbe. Man müsste es nur mal angehen. Das Hinweisschild Alte Straße/Hellbergblick rostet seit Jahren munter vor sich hin. Ein Einzelfall? Wohl kaum. Unansehnlich ist der Rohrrahmen mittlerweile geworden. Dieses Paradebeispiel passt punktgenau in das Menü „Wo es klemmt“. Der Blog hatte bereits im Frühjahr auf viele solcher Beispiele hingewiesen. Und was ist bisher passiert, um die Mängel zu beheben. Mit einem Wort: „NICHTS“. Okay, nicht ganz, ein Straßenschild an der Turnhalle wurde erneuert. Der große Rest ist nach wie vor einer doch eher reicheren Ortsgemeinde mehr als unwürdig. Nun, Anfang 2019 nimmt der Blog den Istzustand erneut unter die Lupe. Ob bis dahin für mehr Ersatz gesorgt ist? Schauen wir mal! mehr

Mehr an Interesse geht nicht bei einem etwas anderen Turntag!

Wenn alle an einem Strang ziehen, kann unter dem Strich nur etwas Gutes dabei herauskommen. Ein Beispiel für gelebte Vereins-Gemeinschaft war der Kinder-Turn-Sonntag am Sonntag, 10. November in der Turnhalle. Zwischen 11 und 16 Uhr waren alle Kinder zum freien Spiel im vielseitigen Parcours eingeladen. An verschiedenen Gerätelandschaften konnten sich Kinder ALLER Altersstufen unter Aufsicht erfahrener Übungsleiter frei bewegen – das kam an. Und wie! Es herrschte ein reges Kommen und Gehen. Am Ende des Tages tobten sich über 80 Kinder nach Herzenslust aus. Die Abteilungen Eltern-Kind-Turnen, Kinderturnen und Abenteuer- und Erlebnissport versprachen an diesem besonderen Tag einen Einblick in das Vereinsangebot anzubieten und sie haben Wort gehalten. Bewegen an verschiedenen Geräten nach Lust und Laune – die Übungsleiter hatten sich einiges an sportlichen und akrobatischen Herausforderungen einfallen lassen! Das attestierten auch Eltern, Großeltern, Verwandte und Freunde, die ihren Schützlingen von der Imbiss-Ecke aus zuschauten. mehr

Harald-Flick-Ehrenpreis für Ellen und Michael Müller!

„Alles Müller, oder was“? – der bekannte Werbe-Slogan lässt sich eins zu eins auf Ellen und Michael Müller übertragen. Ohne das Engagement und die Dynamik der beiden, wäre es niemals zu dieser schlagkräftigen Bürgerinitiative gekommen. Im Gegenteil: Die Politik hätte die Schließung des Krankenhauses mucksmäuschenstill hingenommen und auf eine Alternative gehofft. Beide sind die Gewinner des Jahres. „Der nächste Harald-Flick-Ehrenpreis ist Euch sicher“, titelte der Blog am 24. August. Und genauso wird es nun auch sein. Die Jury hat sich für das Duo als diesjährige Preisträger entschieden. Glückwunsch zu diesem wichtigen und richtigen Signal. mehr

Pro und Contra Parkhaus mit Excel-Tabelle ermitteln!

Für und Wider oder vom Pro und Kontra, warum nicht einmal eine Excel-Tabelle erstellen? Zwei Spalten genügen: Links die Argumente für ein Parkhaus, rechts die dagegen. Heute ist Ortstermin mit Joe Weingarten (SPD). Der Stadtverband hat zu der öffentlichen Bestandsaufnahme mit dem Bundestagsabgeordneten um 17 Uhr auf dem Schotterparkplatz eingeladen. Blöd, in der Dunkelheit kommt dieser Ortstermin nicht völlig zur Entfaltung! Egal, es tut sich wenigstens was. Wörtlich heißt es: „Die Kirner SPD kämpft weiterhin für den Neubau eines Parkhauses in der Mauergasse. Dazu gehört auch, dass man sich sachlich mit den Vor- und Nachteilen, den daraus entstehenden Kosten und den vorhandenen Rahmenbedingungen auseinandersetzt. Trotzdem lassen wir uns nicht entmutigen und versuchen, in Gesprächen mit den verantwortlichen Stellen eine Lösung zu finden.“ Daraus lässt sich ein stückweit Kompromiss- und Gesprächsbereitschaft herauslesen. Zuletzt gab man sich arg entschlossen, das Projekt um jeden Preis umsetzen zu wollen – koste es, was es wolle! Man darf gespannt sein, zu welchem Ergebnis die Fraktion nach dem Treffen mit einem externen Vermittler kommt. Einer, der sich unvoreingenommen dem Thema annähern kann. Nochmals liebe SPD, denkt bitte an die Tabelle. Ein einfaches, aber probates Mittel für eine Entscheidungsfindung sowohl bei öffentlichen, als auch privaten Vorhaben. Wichtig ist, die Argumente für ein Parkhaus endlich mal zu benennen. Bisher kam da wenig bis nichts. Linke Spalte dafür, rechte dagegen – und dann auswerten. Ist gar nicht so schwer. Ihr schafft das!

Narrhallamarsch! Möge die Büttenrede beginnen…

Die Jecken im Kirner Land stehen in den Startlöchern. Heute, am 11.11., um 11 Uhr 11 beginnt die neue fünfte Jahreszeit. Daher bastelt der Blog an einer Art Büttenrede-Fortsetzungsgeschichte, gespickt mit Themen aus dem Kirner Land. Immer mal wieder wird die ergänzt. Bis Aschermittwoch. Bekanntlich ist dann ja alles wieder vorbei!


Kirner Ländle steht für Mischmasch, dass iss ja fatal,
doch bevor ich mich uffreg, ist es mir lieber egal.
Drüber berichte, dass mach ich zu meiner Devise,
mit spitzer Feder, derb, dreist und immer präzise.
Drum passt jetzt gut auf, was Zeite, was Zeite,
mir Landeier sind net immer zu beneide.
Was ist hier wichtig, was ein Thema von Dauer,
ihr könnt euch beruhige, ich lieg auf der Lauer.
Der Narrenspiegel, ich kann euch berichte,
der beginnt 2019 mit der Bürgermeister-Geschichte.


De Kilian hört uff, der will net mehr regiere,
zieht es vor, bequem in die Hängematt zu rotiere.
Die Pension is so üppig, die Kohle wird fließen,
da läßt sich der Ruhestand in vollen Zügen genießen.
Gesucht wird ein Erbe, ein unerschrockener Held,
der ehrenamtlich übernimmt, auch ohne viel Geld.
Die Fußabdrück sin groß, jetzt wird in de Parteie getrickst,
hey, große Füß hot vor allem de FDP-Kämpfer Emsix.
Im März wird gewählt, bis dohin is alles offe,
so dürfe auch die andere Kandidate noch hoffe.

Prophezeiung genauso eingetreten

Was hat sich der BVB-Freund in mir letzte Woche noch diebisch gefreut, als das runde Leder immer wieder ins Netz von Bundes-Neuer einschlug. Gleichzeitig mahnte und erinnerte ich. Erfahrungsgemäß kommen die Bayern nämlich nach jeder deftigen Klatsche gestärkt zurück. Warum muss ich immer nur recht behalten? Die lahmen Kicker aus dem Pott haben sich eine deftige Packung abgeholt. 4:0 Tore, was für ein Debakel für die ambitionierten Borussen. Und damit waren die noch gut bedient. Unverständlich, wie man sich so vorführen lassen kann. Favre und seine schlappe Truppe haben mir das ganze Wochenende versaut, zumindest in sportlicher Hinsicht. Wer so spielt, sollte nicht einmal an Titel denken, geschweige denn Ambitionen aussprechen.

Satirischer Wochenrückblick 9. November

Über Parkplatzwächter Joe Weingarten, Büttenrede, Ruhestand von Bürgermeister Kilian, Bürgermeister gesucht, Gymnasium-Halle…

„Da simmer dabei! Dat is prima! Viva Kirnia! „Joe Weingarten kommt am 11.11. nach Kirn. Tusch und Narrhallamarsch für den SPD-Bundestagsabgeordneten! Wolle mer’n eroilosse? Aber sicher doch!!! Vielleicht stehen die Gardemädcher von de Rappelköpp ja auch Spalier, wenn der Querdenker seine Einschätzung zu Park-Situation beisteuert. Kirn kann jedenfalls aufatmen, denn wenn den Genossen jemand mit klaren Worten ins Gewissen reden kann, dann doch der in den eigenen Reihen so ungeliebte Berliner Vertreter. Schafft er das Wunder von Kirn? Die notorisch klamme Kommune hat nun einmal keine Kohle für Luftschlösser. Im Gegenteil: Die ist bis über beide Ohren verschuldet und hat niemals die realistische Chance aus der Misere je wieder herauszukommen. Herr Weingarten, Sie sind am Zug! mehr

Wappen aufgepinselt

Angelverein 1974 e.V. Hochstetten-Dhaun

Immer, wenn an einer neuen Außenfassade künstlerisch das Wappen eines Vereins aufgepinselt wird, dann steht das Ende einer Baumaßnahme unmittelbar bevor. „Zumindest von Außen betrachtet schaut es schon sehr fertig aus“, berichtet der Künstler, der seine Angelroute kurzerhand gegen einen feinen Pinsel ausgetauschte. Noch fehlt die prägende Forelle in der Mitte des Kreises, allerdings wird auch die bald fertig gezeichnet sein. Schließlich soll ja jeder auf den ersten Blick mitbekommen, dass der Angelverein dort unten am Naheufer sein zu Hause hat. Unweit des Fließgewässers, so wie sich das gehört. Im Innern selbst stehen wohl noch einige Arbeiten an. Vor allem der Estrich muss noch eingebaut werden. Nur Geduld, gut Ding will halt Weile haben. Etwa 30 Quadratmeter mehr Platz verspricht der Anbau – das passt. Die Baumaßnahme wird in Eigenleistung vorangetrieben.    

Willkommen Ruhestand: Bürgermeister Martin Kilian sagt Ende des Jahres Adieu!

Paukenschlag in der Kirner Stadtpolitik: Bürgermeister Martin Kilian sagt Ende des Jahres leise Servus. Er zieht es vor, das neue Jahr als Pensionär einzuläuten. Glückwunsch zu diesem weisen Entschluss! Schlag Mitternacht am 1. Januar 2020 wird seine Ruhestandsurkunde wirksam. Nach den Wahlen ist also vor den Wahlen! Die Kirner werden wohl oder übel im Frühjahr wieder aufgerufen werden, sich ihren neuen Stadtchef zu wählen. Sein Rückzug von der Stadtspitze kommt nicht völlig unerwartet. Diesbezüglich halten sich schon seit längerem intensive Gerüchte in der Stadt. mehr

Schulsport „Ja“, Abiball „Nein“ – die unendliche Geschichte Gymnasium-Halle

Die Gymnasium-Turnhalle am Berger Weg war über Jahrzehnte hinweg legendär für ihre Veranstaltungen: Showtanzwettstreite, Chorauftritte oder der Festkommers der TuS Kirn zu ihrem 150-jährigen Bestehen – alle nutzten die Turnhalle. Aber auch für das benachbarte Gymnasium hat die Halle nicht nur sportliche Bedeutung. So wurden dort seit Jahren Abi-Bälle veranstaltet oder andere Partys organisiert. Seit 2012 ist allerdings Schluss mit Lustig! Sowohl für die Feier nach der Schullaufbahn, als auch für Konzerte und sonstige Veranstaltungen bleiben die Türen zu. Der Grund: Brandschutz und fehlende Notausgänge. Der Kreis hatte seinerzeit die notwendigen baulichen Maßnahmen auf 45.000 Euro veranschlagt. Der damalige Landrat Franz Josef Diel (CDU) hatte bereits seine Zustimmung für die Investitionen signalisiert, allerdings mit der Auflage verknüpft, dass sich die Stadt Kirn und die Verbandsgemeinde Kirn-Land an den Kosten beteiligen. Klingt in sich logisch und vernünftig, verfehlte aber 2012 dennoch ihr Ziel. mehr

Projekt Bahnhofsumfeld

Vandalismus auf Bahnhöfen gehört heutzutage zum Erscheinungsbild.

Man muss jetzt ja kein Prophet sein, um vorausahnen zu können, dass auch in diesem Jahr das Projekt Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes nicht mehr an den Start gehen wird. Seit Jahren schon bemüht sich die Ortsgemeinde um eine zügige Umsetzung. Nun, jetzt mahlen die Mühlen der Deutschen Bahn besonders langsam, sodass die Verhandlungen mit den Bahnoberen für Kommunalpolitiker stets mit einer Sisyphusarbeit einhergehen. Die Bretter der Bahn sind bekanntlich besonders dick und erfordern spezielle Bohrer. Bahnprojekt und Hochwasserschutz sind die beiden Maßnahmen, die schon seit Jahren angekündigt sind – aber das war es dann auch schon. Vielleicht tut sich ja im nächsten Jahr mal was. Das Bahnhofsumfeld hätte es seit Jahrzehnten schon bitter notwendig. Tristesse um die Bahnsteige herum ist nicht gerade eine attraktive Visitenkarte des Ortes, schon gar nicht für Durchreisende. Hier schaut man nicht gerne aus dem Fenster. Komisch, in den letzten Monaten, genauer gesagt seit den Wahlen, hat man so gar nichts mehr gehört, inwieweit die Bahn diesbezüglich in die Puschen kommt. Kein gutes Zeichen für eine zeitnahe Umsetzung, wenn man das mal so nennen darf. Derweil werden die Bahnliegenschaften sowie Kartenautomaten immer wieder von Vandalismus heimgesucht. So auch das Wartehäuschen am Bahnsteig Richtung Mainz. Dort hält nur noch Klebeband eine beschädigte Scheibe zusammen.

FCK-Graffiti

Graffiti und Farbschmierereien beschränken sich nicht nur auf größere Städte und Ballungsgebiete. Nein, immer wieder tauchen auch im Kirner Land neue Schriftzüge auf. Ärgerlich für die Betroffenen, die ungewollt mit mehr oder weniger schönen Bildchen konfrontiert werden. Immer aktuell sind Namen von Fußballvereinen. Auch von denen, die sportlich so gar keine Rolle mehr spielen. Beispiel 1.FCK. Die Liebe zu dem mittlerweile nur noch peinlichen Traditionsverein muss bei einigen Ultras wohl noch immer sehr ausgeprägt sein. Auch in Hochstetten-Dhaun scheint es hartgesottene Fans zu geben, die obendrein noch flink und geschickt mit der Spraydose umgehen können. Nur so lässt sich der Schriftzug an der Fassade des ehemaligen Spar-Lagers in Richtung Bahnhof erklären. Für den Eigentümer ist das ärgerlich, vor allem, wenn er Geld in die Hand nehmen muss, um die Schmierereien zu beseitigen. Und das wird er wohl tun müssen. Es sei denn, der ist FCK-Fan und kann sich mit dem sogenannten „Tag“ – umgangssprachlich für Schriftzüge im Graffiti-Jargon – anfreunden.

Asphalt aufgetragen auf der Ortsumfahrung

Das läuft ja wie geschnitten Brot! Innerhalb nur weniger Stunden wurden am heutigen Montag einige tausend Quadratmeter Asphalt eingebaut, genauer gesagt zwischen dem ersten Brücken-Widerlager am ehemaligen Spar-Gebäude bis zur späteren Abfahrt „Mitte“ in Höhe der Sportplatzbrücke. Der Rest bis zur Brücke Richtung Kirn scheint angesichts des Tempos nur noch ein Kinderspiel zu sein. Auf den ersten Blick sieht die Fahrbahn schon recht fertig aus. Noch ein paar Markierungsstreifen und schon könnten die ersten Fahrzeuge drüberfahren. Pustekuchen! Schließlich handelt es sich nur um eine erste sogenannte Tragschicht. Bindeschicht und Tragschicht werden erst später aufgebracht. Dennoch, die Aufbringung des Asphalts ist eine weiterer Mosaikstein auf dem Weg hin zur Fertigstellung der kompletten Ortsumfahrung Hochstetten. Nicht zu verwechseln mit einer Ortsumgehung, wie die Zeitung fälschlicher Weise immer wieder titelt. Laut behördlicher Definition muss eine Umgehungsstraße mindestens 300 Meter an der Häusergrenze vorbeiführen. Das ist in Hochstetten nicht der Fall. Leider! Die lediglich als Kompromiss geltende Ortsumfahrung verläuft unmittelbar hinter den Häusern entlang.  

Das Wort zum Sonntag

Boah, was für ein Fußballnachmittag gestern. Erbarmen – zu spät die Hesse komme! Da hat die Eintracht doch glatt die Bayern mit 5:1 Toren aus dem Stadion gefegt. Keine Frage, auch in der Höhe geht der Sieg völlig in Ordnung. Eine Schmach für die ansonsten so erfolgsverwöhnten Bayern-Anhänger. Das Netz hat sofort reagiert. Schadenfreude ist doch was geiles, insbesondere wenn es gegen die Lederhosenträger aus dem selbsternannten Königreich Bayern geht. „Mia san mia“ erlebt gerade ein Fiasko. Und alle, die so gar nichts mit dem wohl arrogantesten Verein der Liga gemein haben, kosten gerade das Hochgefühl des Triumpfes in vollen Zügen aus. Auch den BVB-Freund in mir hat es diebisch gefreut, als das runde Leder immer wieder ins Netz von Bundes-Neuer einschlug. Blöd nur, dass die Bayern nach jeder deftigen Klatsche gestärkt zurückkommen. Aber sowas von! Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Unangenehm für den nächsten Gegner wird nunmehr die Reise nach München werden. Mist, das werden ja meine BVB-Kicker sein. Und wie dieses Gastspiel in der letzten Saison endete, darüber hüllen wir mal den Deckmantel des Schweigens.

Wochenrückblick 3. November

Über unendliche Geschichte Parkhaus, Monster-Wall, Krankenhaus-Kampf, Spielplatz-Schmierereien, Rutschhang & Hochwasserschutz…

Still ruht der See! Das sagt man, wenn sich in einer Sache nichts tut. Nun, auch in der Parkhaus-Angelegenheit herrscht gerade das Schweigen im Walde. Zumindest offiziell werden keine neuen Statements oder Wasserstandsmeldungen laut. Es wird jedoch gemunkelt, dass innerparteilich über Sinn und Unsinn weiterhin heftig diskutiert wird. Haben sich die Fronten von Befürwortern und Gegnern weiter verhärtet oder besteht eine Chance auf Annäherung? Siegen am Ende Vernunft und Einsicht? Die Hoffnung stirbt bekanntlich ja zuletzt. Kirn kann sich so ein Ding nicht leisten. Muss es auch nicht, weil die aufgezeigten Alternativen zum gleichen Erfolg führen. BASTA! mehr

Leserbrief

Der Leserbrief ist eine schriftliche Meinungsäußerung, die gerade im Kirner Land kaum genutzt wird. Schade, denn jeder belebende Beitrag bereichert die Diskussion! Ich hatte Zeit und Lust den Parkhaus-Artikel vom 26. Oktober noch am Erscheinungstag zu kommentieren. Die Redaktion kann sich offenbar nicht dazu durchringen, diesen ins Blatt zu heben. Zumindest bisher nicht. Von daher stelle ich den mal auf den Blog:  

Mathematik ist so einfach

Warum billige Parkflächen schaffen, wenn es auch teurer und exklusiver geht? Für ein Parkhaus mit 168 Plätzen wollen SPD und FWG 1,1 Millionen Euro Eigenanteil investieren. Die schlechte Nachricht, die Stadt hat die Kohle nicht auf der hohen Kante hat. Im Gegenteil: Die drücken schon 23 Millionen Euro Verbindlichkeiten. Die gute Nachricht, es gibt eine Alternative für ein teures Parkhaus. Für ein Bruchteil der Baukosten lassen sich ebenso 168 Plätze mit Hilfe eines dezentralen Parksystems gewinnen. Gleicher Effekt, nur zum Schnäppchenpreis und ohne Folgekosten geschweige denn zu erwartende heftige Gebührenanpassung. Nur logisch, dass sich die Einkaufs-Kunden bei der Umsetzung des Parkhaus-Projektes von dem liebgewonnenen billigen Tickets verabschieden müssten. Wie überhaupt dieser Aspekt bei der Diskussion viel zu wenig in den Fokus gerückt wird. Eigentlich müssten sich die Stadtväter angesichts des Spareffekts jubelnd auf die Schenkel klopfen, tun sie aber nicht. Zumindest nicht die Fraktionsmitglieder von SPD und FWG. Trotz mehr als akzeptabler Alternativ-Lösung, wollen die das Parkhaus um jeden Preis durchboxen. Warum? Warum für das exakt gleiche Ziel mehr investieren, als notwendig? Bürgermeister Martin Kilian hat die städtischen Finanzen im Blick und wirbt vehement und leidenschaftlich für die günstige Variante. Das macht er ja nicht ohne Grund? Gut, auch er plädierte einst für das Parkhaus, hat sich aber aus rein finanziellen Erwägungen heraus umentschieden. Verrückt, für seine Vernunftentscheidung pro dezentrales Parksystem wird er jetzt sogar von ganz fanatischen Parkhaus-Anhängern als Wendehals gebrandmarkt. Den Titel hat sich der Stadtchef nicht verdient. Im Gegenteil: Ihm gebührt Respekt und Anerkennung für seine Gabe und seinen Mut, sich neuen Voraussetzungen anpassen zu können. Er hat die Hintertür gefunden, die SPD und FWG partout nicht finden wollen. Sicherlich wäre auch er stolz auf ein Parkhaus in seiner Stadt, nur hat er eben begriffen, dass Kirn sich angesichts eines erdrückenden Schuldenstandes, in Verbindung mit wegbrechenden Gewerbesteuer-Einnahmen, ein solches Bauwerk einfach nicht leisten kann und darf, zumal, wenn eine günstigere Lösung startbereit auf dem Silbertablett serviert werden kann. Haushalts-Mathematik kann so einfach sein. Ein stückweit wird es nun an ihm hängen bleiben SPD und FWG diese an sich simple Gleichung beizubringen. Erweisen die sich als gelehrige Schülerinnen und Schüler, dann sollte ihm das bis zum Entscheidungstag 21. November auch gelingen. Falls nicht, ist Hopfen und Malz eh verloren, um es mal in der Kirner „Bier-Sprache“ auszudrücken.“

Spielplatz-Vandalismus

Nur ein paar Monate hat es gedauert, bis die ersten Vandalismus-Auswirkungen auf dem neuen Abenteuer-Spielplatz zu beklagen sind. Die Doofen sterben halt nicht aus. Leider hat es jetzt die Hütte getroffen. Zwar nur ein paar Farbschmierereien, aber wehret den Anfängen. Wer macht so was und warum? Nur, was kann man gegen derlei Auswüchse tun? Nun, gegen Dummheit ist nun einmal kein Kraut gewachsen. Appelle an die Vernunft bringen bei einem bestimmten Klientel so gar nichts. Hoffentlich wird der neue Tummelplatz mit seinen vielen Holzelementen nicht zu einem Hotspot für Halbwüchsige ohne Hirn. Solche, die immer meinen, ihre persönliche Visitenkarte in Form von Beschädigungen oder eben aufgeschmierten und eingebrannten Symbolen hinterlassen zu müssen. Wäre schade. Die Schülerkiesel lässt grüßen. Hat Kirn einen weiteren „Brennpunkt“? Vielleicht eine Light-Version! Egal wie, die Verantwortlichen kommen gar nicht umhin ein Auge auf Auswüchse zu jeder Tages- und Nachtzeit zu werfen. Schade zwar, aber es gehört heutzutage nun einmal zur traurigen Realität, dass Jugendliche und Vandalismus, noch dazu mit allen seinen negativen Begleiterscheinungen, ständige Kontrollen mit allen Konsequenzen erfordern. Nur, wer soll die sicherstellen?

Kinder-Turn-Sonntag

Der Turnverein Hochstetten lädt am 10. November, von 11 bis 16 Uhr alle Kinder zum Kinder-Turn-Sonntag in die Turnhalle Hochstetten ein. An verschiedenen Gerätelandschaften können sich Kinder ALLER Altersstufen unter Aufsicht erfahrener Übungsleiter frei bewegen. Die Abteilungen Eltern-Kind-Turnen, Kinderturnen und Abenteuer- und Erlebnissport wollen an einem entspannten Tag einen Einblick in das Vereinsangebot bieten. Wann ihr kommt und wie lange ihr bleiben wollt bleibt euch überlassen – ihr bewegt euch an den verschiedenen Geräten nach Lust und Laune – die Übungsleiter unterstützen euch! Eltern, Großeltern, Verwandte und Freunde sind ebenso herzlich dazu eingeladen. Ganz besonders würde sich der Verein über Nicht-Vereinsmitglieder freuen, die die angebotenen Bewegungsmöglichkeiten nutzen und so zum Kindersport fänden. Für Verpflegung zu geringen Preisen ist bestens gesorgt.

Notarztversorgung – nachgehakt!!!

Lange nichts mehr von der Notarztversorgung gehört. Der Mangel war der Aufreger der Jahreswende, den der Blog über Wochen und Monate für die Zeitung, zunächst aufdeckte und in der Folge begleitete. Bis dahin wusste niemand von einer zum Teil dramatischen notärztlichen Unterversorgung im Kirner Land Rückblick: Die mangelnde Notarztversorgung am Standort Diakonie-Krankenhaus in Kirn brachte eine ganze Region in Aufruhr. Durch zum Teil gravierende Ausfallzeiten war man über Monate hinweg weit entfernt von einer gesetzlich vorgeschriebenen hundertprozentigen Versorgung. Im Monat Dezember 2018 etwa blieben von 62 Diensten 25 unbesetzt. Über mehr als ein Drittel des Monats konnte aus Kirn also kein Notarzt ausrücken, weil am gelisteten Standort einfach keiner vorgehalten wurde. mehr

Lächeln, auch wenn es wehtut

Wie lange muss Oliver Kohl noch die Autofahrer lächelnd grüßen?

Der arme Herr Kohl. Vor einer Woche erlebte der SPD-Kandidat ein fast schon historisches Wahldebakel für die SPD und noch immer lächelt er tapfer von Laternen herab. So, als ob es den 20. Oktober nicht gegeben hätte. Und auch seine Banner flattern weiterhin an stark frequentierten Plätzen im Wind. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man meinen, die Bürgermeister-Wahlen stünden erst bevor. Ist die Partei angesichts des Ergebnisses noch immer so dermaßen in Schockstarre behaftet, dass die Mitglieder nicht in der Lage sind, den guten Herrn Kohl für spätere Wahlen einzulagern? Hallo, ist doch für den unterlegenen auch nicht schön, wenn er mit jedem Kilometer zurückgelegter Wegstrecke erneut an sein persönliches Waterloo erinnert wird. Kommt mal in die Pötte! Hört man den Menschen in der Region zu, so war sein größtes Manko sein Parteibuch. „Der Kandidat hätte viel besser abgeschnitten, wenn er als Einzelkandidat angetreten wäre“, mehren sich die Stimmen aus dem Volk auch Tage danach noch. Tja, heutzutage für die SPD an den Start zu gehen ist eher Makel, als Schub. Geschnallt hat das im Übrigen auch Mainz Oberbürgermeister Michael Ebling. Auf seinen Wahlplakaten taucht das SPD-Logo erst gar nicht auf, weder im typischen rot, noch in einem unscheinbaren grau.

Satirischer Wochenrückblick 27. Oktober

Über Parkhaus-Mathematik, Trainer TJ und seine Verwaltungsmannschaft, Rebell Jo Weingarten, Ellen Müller for Bürgermeister.

Mathematik ist doch so einfach: Wenn Kirn 23 Millionen Euro Miese vor sich herschiebt, dann sollte jeder Cent zweimal umgedreht werden. Jetzt braucht es in der Innenstadt zusätzlichen Parkraum. Ein Parkhaus zu bauen kostet die Stadt 1, 1 Millionen Euro, ein dezentrales Parksystem 300.000 Euro. Beide Varianten offenbaren 168 Parkplätze. Patt also. Frage: Wenn ich den gleichen Effekt 800.000 Euro billiger haben kann, warum dann mehr ausgeben als notwendig? Die Kohle ließe sich entweder anderswo sinnvoller investieren oder einfach nur einsparen. Noch Fragen? Zugegeben, sparen ist doof. Was würde geschehen, wenn die Stadtväter auf das Parkhaus verzichten, um ihren Haushalt nicht noch tiefer in die roten Zahlen rutschen zu lassen? Da gibt es zum einen den psychologische Moment. Sparen ist eine unscheinbare Angelegenheit – ein schönes Parkhaus – wie SPD und FWG eines fordern – dagegen eine sehr sichtbare. Geht es den Befürwortern am Ende gar nicht mehr um die Sache, vielmehr um gekränkte Eitelkeiten und Prestige? Bleibt zu hoffen, dass beide Fraktionen den Weg zurück in die zwingend gebotene Spur wirtschaftlicher Verantwortung, gegenüber künftigen Generationen, zurückfinden. Bürgermeister Martin Kilian wird bei diesem Prozess helfen.  mehr

Das Wort zum Sonntag zum Thema Sparen

Was passiert eigentlich, wenn Städte und Gemeinden immer weiter in die roten Zahlen rutschen? Gar nichts. Selbst in Städten mit so grotesken Defiziten wie Pirmasens geht das Leben irgendwie weiter. Städte gehen eben nicht pleite! Warum soll Kirn also an seiner Infrastruktur sparen, wenn anderswo größere Kommunen frohgemut noch weiter in die Miesen gehen? Was würde geschehen, wenn die Kommunen auf Investitionen verzichten, um ihren Haushalt zu konsolidieren? Da gibt es zum einen den psychologische Moment. Sparen ist eine unscheinbare Angelegenheit – ein schönes Parkhaus – wie SPD und FWG eines fordern – dagegen eine sehr sichtbare. Nächste Frage: Wer zahlt die Zeche? Die kommenden Generationen! Sollten die gewählten politischen Vertreter nicht mehr Verantwortung gegenüber denen an den Tag legen, zumal es eine wesentlich günstigere Alternative mit dem gleichen Ziel gibt? Nun, es gibt ja stets verlockende Zuschüsse, lautet das immer gleiche Argument von Ausgaben-Befürwortern. Blöd, dass Städte und Gemeinden immer wieder mit Zweckzuweisungen geradezu verführt werden. Keine Investition, das hieße auch – keine Zweckzuweisungen mehr. Damit befindet man sich sogar in einer Zwickmühle, investieren zu müssen, obwohl sie besser beraten wären zu sparen. Schlechtes Gewissen, Fehlanzeige. „Wenn wir es nicht bekommen, dann geht das Geld woanders hin!“ Wenn nix mehr geht, das Totschlagargument zieht immer, auch für die Parkhaus-Befürworter.

Parkhaus: Alle Zahlen und Fakten

Oh Herr, lass Einsicht walten! Diese Stoßgebet kam dem Blog zwangsläufig über die Lippen, als der zum X-ten Male die Zahlen für die zwei Varianten des Parkkonzeptes der Stadt Kirn studierte. Der rechnet mal laut vor zum mitschreiben: Variante eins ist ein Parkhaus mit 168 Plätzen (Vorgabe Rechnungshof) kostet in der Summe 2,4 Millionen Euro. Der Eigenanteil der Stadt wären rund 1,1 Millionen Euro. Anstelle des Schotterparkplatzes entstünde ein zweigeschossiges Gebäude. Umgerechnet auf den einzelnen Parkplatz kostet dieser dann die Stadt 5600 Euro.

Variante zwei beinhaltet ein dezentrales Parksystem und bietet ebenso 168 Parkplätze, nur eben verteilt auf das gesamte Stadtgebiet. 95 Kurzzeit-Parkplätze auf einer dann neu angelegten Parkdeck-Fläche (die jetzt 50 Dauerparker kämen weg). Dazu kämen 15 zusätzliche Parkplätze Teichweg, 12 Parkplätze (Wohnmobilplätze) auf der Kiesel, 12 an den Weinfässern und 34 an der Brauerei. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 540.000 Euro. Zuschüsse von 300.000 Euro sind für diese Maßnahme fix. Bleibt ein Eigenanteil für die Stadt von 240.000 Euro. In der Summe sind das 800.000 Euro Ersparnis bei gleicher Wirkung. Fürwahr kein Pappenstiel. Anders dargestellt sind pro Parkplatz bei Variante eins 5900 Euro fällig, bei Variante zwei nur 1400 Euro. Und das bei gleichem Effekt. 4500 Euro Einsparpotenzial ist eine Menge Holz für eine klamme Stadt. mehr

Parkhaus: Ja, Nein, Vielleicht

Kommt es oder kommt es nicht? Das letzte Wort ist in der Parkhaus-Angelegenheit noch nicht gesprochen. Ja oder Nein, innerhalb des Haupt- und Finanzausschusses und des Ausschusses für Stadtplanung, Bauwesen und Umweltschutz, steht es nach einen zweistündigen Diskussion unentschieden. Die Entscheidung wird final in der nächsten Stadtratssitzung am 21. November getroffen werden müssen. Keine Frage, rein baulich und vom Nutzen her gesehen gibt sowohl Argumente dafür, als auch dagegen. Aber in finazieller Hinsicht kann es keine zwei Meinungen mehr geben. Nicht, nach dem alle Argumente der Kosten-Nutzen-Rechnung druckfrisch auf dem Tisch liegen. Fakt ist, das Parkhaus mit den vom Rechnungshof erlaubten 168 Plätzen wird 2,4 Millionen Euro kosten. Trotz aller Zuschüsse müsste die Stadt ein Eigenanteil von 1,1 Millionen Euro stemmen. Für SPD und Freie Wähler sind die Zahlen kein Problem. Sie votieren vehement für ein Parkhaus-Neubau, sehen nur in dieser zentralen Anlaufstelle die Stadtentwicklung und das Parkleitsystem gesichert. FDP und CDU sind mit der ebenso gleichen Entschiedenheit dagegen. Genauso wie Bürgermeister Martin Kilian favorisieren sie die Alternative dezentrales Parksystem mit 95 Kurzzeit-Plätzen auf dem jetzt noch unbefestigten Gelände ehemaliges Parkdeck Mauergasse sowie zusätzlichen gewonnenen Flächen – etwa Brauereigelände, Kiesel, Teichweg – im Innenstadtkern. Rein von den Stellflächen her betrachtet wäre der Effekt absolut deckungsgleich. mehr

Kirn ist überall

Was ist nur mit den Kirnern los? Ihnen muss man eine gewisse Gleichgültigkeit attestieren? Ausnahmen bestätigen zwar die Regel, aber der Mehrheit ist es völlig schnuppe was um sie herum passiert. Jüngstes Beispiel ist die Wahlbeteiligung, wo es darum ging, wichtige Sitze für die Kirner Kandidaten im neu formierten Gemeinderat Kirner Land zu ergattern. Gezogen hat der Wahl-Aufruf nicht. War er etwa zu leise? Erschreckende 62,2 Prozent Nichtwähler sind ein Beleg dafür, dass es den meisten irgendwo vorbeigeht, wie und von wem sie zukünftig regiert werden wollen. Und die Gleichgültigkeits-Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Beispiel Fusion: Als es darum ging für die Eigenständigkeit der Stadt gemeinschaftlich die Ärmel hochzukrempeln, waren nur immer die gleichen Gesichter bei Veranstaltungen und Aktionen präsent. Ein harter Kern kämpfte, dem großen Rest war es egal. „Warum demonstrieren, für mich ändert sich ja eh nix,“ so die Meinung derer, die grundsätzlich so gar kein Interesse haben an dem was um sie geschieht. Jetzt steht das Krankenhaus auf der Kippe. Wer meint, die Kirner kommen gerade beim wichtigen Thema Gesundheitsversorgung geschlossen aus den Puschen, der irrt auch hier. Harter Kern Ja, große Masse, die sich aktiv beteiligt, Nein. Sehr beachtliche 400 Teilnehmer bei der ersten Demonstration waren gewiss ein Ausrufezeichen. 150 bei der Y-Wanderung durch die Innenstadt sind, gemessen an der Einwohnerzahl von Stadt und Umland, dann doch eher mager – zumal an einem Sonntag. Kirn ist überall.  Leider! Dieses Phänomen offen gelebter Gleichgültigkeit, Naivität und sogar Dummheit scheint unumkehrbar und dem heutigen Zeitgeist geschuldet zu sein. Gesellschaftlich nimmt man ja schon seit längerer Zeit eine zunehmende Individualisierung persönlicher Lebensgestaltung wahr. Die Vereine können ein Lied davon singen. Jeder ist sich nur selbst der Nächste. Da bleibt kein Raum, um sich gesellschaftlichen Themen aktiv zu widmen. Eine Entwicklung, die ängstigt.

Woran hat’s gelegen: Ursachenforschung bei der SPD

Wo führt der Weg der SPD hin?

„Ratschläge sind auch Schläge“ – so lautet das Sprichwort. Besonders die ungebetenen braucht kein Mensch. Sie werden oft als Grenzverletzung, als ein Eindringen in die Privatsphäre empfunden. Grundsätzlich gilt, auch wenn sie noch so gut gemeint sind, scheint in ihnen immer auch ein leiser Vorwurf, ein Tadel mitzuschwingen. Was die arg gebeutelte SPD jetzt als letztes benötigt sind eben diese guten Ratschläge, schon gar nicht welche vom Blog. Wie immer, hält der so gar nichts von gebotener Zurückhaltung und legt mal ganz zart die Finger in die offene Wunde. Das Wichtigste vorneweg: Eine ganze Reihe von schweren Versäumnissen und Nachlässigkeiten gipfelte in einem fast schon historischen Bürgermeister-Wahl-Debakel. Und weil es sich schon weit vor der Kandidatenkür um ganze Fehlerketten handelte, sind die Auswirkungen hinterher umso ernüchternder. mehr

Ja oder nein? Kommt das Parkhaus oder nicht?

„Oh! Ich drehe schon seit Stunden hier so meine Runden, es trommeln die Motoren, es dröhnt in meinen Ohren, ich finde keinen Parkplatz, ich komm‘ zu spät zu dir, mein Schatz…“ – Herbert Grönemeyer hat auf seine Art die Parkplatznot in einem seiner Hits beschrieben. Als Vorlage dazu diente sicherlich nicht die Einkaufsstadt mit Herz, Kirn. Allerdings herrscht im Innenkern auch ein Parkplatzproblem. Das sagen zumindest die Befürworter eines Parkhaus-Neubaus. Die Gegner hingegen halten nur wenig von einem weiteren städtebaulichen Mammutprojekt. Weniger die Sinn-Frage, vielmehr die Finanzierung bereitet denen Bauchschmerzen. Zurecht? Die Argumente liegen allesamt auf dem Tisch. Wie wird sich der Haupt- und Finanzausschuss am morgigen Donnerstag entscheiden? Die Sitzung ist öffentlich und verspricht hohen politischen Unterhaltungswert. Vermutlich wird sich eine Mehrheit unter den Mitgliedern pro Parkhaus-Neubau formieren. Gewisse Tendenzen lassen erkennen, dass die Ampel auf grün gestellt werden wird. Davon geht auch der Blog aus. Es sei denn, die zu erwartende Diskussion nimmt am Abend eine unerwartende Wendung. Ausgang ergebnisoffen? Der Blog meint, der Drops ist gelutscht. Der vorhersagt ein knappes Ergebnis. Es wird gebaut werden! Wetten?

Fehlkauf Wahl-O-Mat

Für eine fundierte Wahl-Prognose hatte der Blog einen speziellen Wahl-O-Mat geschaltet. Es handelte sich hierbei um einen nigelnagelneuen Prototyp, der gemäß Beschreibung, Wahlergebnisse präzise genau Vorhersagen treffen kann. Verreck, was für eine innovative Erfindung Made in Germany. Nun, ganz so störungsfrei lief die Maschine dann doch nicht. Richtig lag die lediglich bei der Bürgermeister-Prognose. Wie vorhergesagt, hat Jung die Wahl im ersten Durchgang gewuppt. Die im Vorfeld ausgespuckte VG-Liste ist gegenüber der tatsächlichen Sitzverteilung allerdings nicht frei von Abweichungen. Für die SPD wurden zehn Sitze prognostiziert, tatsächlich erringen konnte die jedoch zwölf. Der Spruch „knapp daneben ist auch vorbei“ trifft auf CDU und FDP zu. Die bekamen jeweils einen Sitz weniger als prognostiziert. Völlig daneben liegt der Kasten bei FWG und Grüne. Letztere kommen nur auf zwei Sitze, notiert waren aber vier. Warum sich der Wahl-O-Mat letztlich als Rohrkrepierer erwiesen hat, ist dem Top-Abschneiden der FWG geschuldet. Die Maschine traute der Gemeinschaft nur fünf Sitze zu, bekommen hat die aber acht. Unter dem Strich ist die Fehlerquote dann doch zu hoch. Der Wahl-O-Mat wird eingeschickt. Der muss nachjustiert werden. Unbedingt! Ist ja noch Garantie drauf.

Bilanz ziehen macht hin und wieder Sinn

Die Wahlergebnisse liegen ja nun gebündelt auf dem Tisch. Was fällt auf? Absoluter Gewinner ist Thomas „Lucky-TJ“ Jung. Der Mann der nicht nur schneller schießt, sondern auch schneller wählt als sein Schatten, wird im Januar zum unangefochtenen „König“ des Kirner Landes gekrönt werden. Ob der seinen Durchmarsch schon realisiert hat? Tipp: Ab und an mal Zwicken kann beim Verarbeiten helfen. Sein Ergebnis ist ein Vertrauensvorschub im XXXXL-Format. Bitter für die SPD, ihr Kandidat war dem Kirner-Land nicht zu vermitteln. Der ist nicht an seinen Fähigkeiten, vielmehr an seinem politischen Erbe gescheitert. Die hiesigen Sozialdemokraten wucherten in den letzten Wochen stets mit den immer gleichen Argumenten vorhandener Netzwerke und Fachkompetenzen, merkten aber nicht, dass sich die Wähler mehr und mehr abwendeten. Und das ist die bittere Erkenntnis, aus der die alte Tante SPD jetzt schleunigst ihre Lehren ziehen sollte. Die immer gleiche leier zieht halt nicht mehr. Ein akutes Image-Problem wird sich auch intern nicht mehr wegdiskutieren lassen, und dies, obwohl man (noch) stärkste Fraktion geworden ist. Alleine dieser Aspekt eines eher untypischen Wahlverhaltens ist schwer einzuordnen. Schade, Kohl wird nicht unbeschadet aus der Schlappe hervorgehen. Fraglich, ob er politisch überhaupt wieder auf die Füße kommt? Was für eine fatale Verschwendung! Ohne die Last einer Partei auf dem Rücken und daher völlig unverbraucht präsentierte sich der neue „Pop-Star“ am Politiker-Himmel schon während seiner Amtszeit als Ortschef in Oberhausen. Wenn es ihm gelingt, seine Erfolge auf die gesamte VG zu transportieren, dann kann es was werden mit dem Slogan „Frischer Schwung, Thomas Jung“. Unvorstellbar sein politischer Werdegang. Der Newcomer stieg erst vor wenigen Jahren so richtig in die Politik ein. Von da an ging es nur noch steil nach oben. Jung ist noch jung. Wenn das so weiter geht mit dem Erklimmen der Karriereleiter, dann stürmt der als nächstes sogar das Kreishaus. Nichts scheint unmöglich.

Freie Wähle Gewinner im VG-Rat. Geht die SPD bei den Beigeordneten wieder leer aus?

Die Auszählung hat bis nach Mitternacht gedauert und brachte keine wesentlichen Überraschungen. Wahr ist, die SPD stellt mit 12 Sitzen die stärkste Fraktion im neue VG-Rat. Wahr ist aber auch, die Fraktion hat die absolute Mehrheit verloren. Von daher dürften die Sozialdemokraten diese Tatsache mit einem lachenden und zugleich weinenden Auge quittieren. Der freie Fall von einst 53,3 (2014) auf jetzt 38,3 Prozentpunkte, taugt wahrlich nicht zu völlig ausgelassenen Freudentänzchen. Die CDU kann von einem solchen Ergebnis nur träumen. Die Christdemokraten erzielen „nur“ 19,7 Prozent. Demzufolge dürften sechs Sitze im neuen VG-Rat in den eigenen Reihen eher als eine herbe Enttäuschung empfunden werden. Richtig, richtig gut schneiden die Freien Wähler ab. Die gehen als zweitstärkste politische Kraft durch das Ziel. 23,7 Prozent und acht Sitze sind aller Ehren wert. Minimal hinter den eigenen Erwartungen zurück bleiben die Liberalen. Die FDP kommt auf 10,9 Prozent, was immerhin noch vier Sitzen entspricht. Der Wähler meinte es so gar nicht gut mit den Grünen. Die können von der Boom-Phase des Bundes nicht wirklich profitieren. Nur 7,3 Prozent und nur zwei Sitze sprechen da eine deutliche Sprache. Fazit: Die Konstellation im VG-Rat lässt viel Raum für Bündnisse und Mehrheiten. Und auch die Besetzung der Beigeordneten-Posten verspricht Spannung pur. Klar, die SPD ist tonangebend. Aber die Partei hatte es schon unlängst im Stadtrat vermasselt, als sie eine sich andeutende Wechselstimmung unterschätzte. Hat man die richtigen Lehren aus dem Desaster gezogen? In den kommenden Wochen dürften die Drähte jedenfalls massiv glühen. Nicht ausgeschlossen ist auch auf VG-Ebene eine Dreier-Koalition von CDU, FWG und FDP. Dann ginge die SPD bei der Besetzung der Beigeordneten-Posten erneut leer aus. Hält das Kirner Modell auch in der VG Einzug? Der neue Bürgermeister Thomas Jung könnte mit einem Ersten Beigeordneten aus der FWG sowie in der Folge CDU und FDP sicherlich sehr gut leben. Dann würde er nicht stets den Hauch der unterlegenen SPD im Genick spüren.  Egal wie es kommt, es wird spannend werden in den nächsten Monaten. mehr



Was war ausschlaggebend für den Wahlerfolg von „TJ“

Eine erste Analyse

Die Würfel sind gefallen. Aber sowas von! Thomas Jung schafft den angekündigten Volltreffer und wird Bürgermeister der neuen VG Kirner Land. WOW! Was überrascht, ist die Deutlichkeit. 1399 Stimmen Vorsprung gegen seinen ärgsten Konkurrenten Oliver Kohl (SPD), wenn das mal kein Vertrauensvorschub in XXXXL-Größe ist. Der Wähler wollte einen unbedarften Bürgermeister – keinen mit Stallgeruch und schon gar keinen mit Parteibuch. So gesehen, hatte Oliver Kohl zu keiner Zeit auch nicht den Hauch einer Chance. Kohl, er ist die tragischste Figur an diesem Wahlabend. Er hat sich für seine Partei geopfert, als Martin Kilian nicht wollte und er ist bei diesem Himmelfahrtskommando baden gegangen. Der Werkleiter konnte sich zu keiner Zeit so richtig von den regionalen Altlasten freischwimmen. Hinzu kommt der desolate Zustand der Bundes-SPD. In erster Linie wurde nicht Kohl, sondern die SPD abgestraft. Die erlebt gerade ein Drama. Zumindest was den Bürgermeister-Posten angeht, hat die Partei ihr Gespür für Strömungen im Volk verloren. Das Kirner Land wollte keinen Sozialdemokraten mehr an der Spitze des Rathauses. Basta! Mit ausschlaggebend für den Wahlerfolg des Oberhausener Bürgermeisters, sind dessen unbestrittene Sympathiewerte. Der Vereinsmeier genießt bei Jung und Alt einen „Every-bodys-Darling-Status“. Dagegen ist eben schwer anzukommen. Sogar in Hennweiler rangiert er mit knappen Abstand vor dem Lokalmatadoren Kohl. Insgesamt 27 von 30 Wahlbezirken fielen an Jung. Die Statistik ist niederschmetternd. Die SPD wird jetzt ihre Wunden lecken. Tröstlich dürfte dabei die Tatsache sein, dass die SPD trotz zweistelligen Verlusten nach wie vor die stärkste Fraktion im neuen VG-Rat stellen wird. Für Kohl beginnt die Woche an seinem angestammten Arbeitsplatz. Wie immer halt. Jung wird ihm helfen, über sein persönliches Waterloo hinwegzukommen. Eher ungewollt brachte sein SPD-Parteikollege Markus Stein einen weiteren Grund des Scheiterns auf den Punkt: Wörtlich schrieb der: „So etwas tut weh, egal wie abgeklärt wir Politiker erscheinen. Aber eines steht fest: Oliver ist und bleibt für mich ein absoluter Verwaltungsexperte, der das Geschäft von Anbeginn seiner beruflichen Laufbahn kennt.“ Und eben einen reinen Verwaltungsexperten wollten die Menschen im Kirner Land eben nicht auf dem Chefsessel wissen. Die wollen einen unbedarften quirligen Macher, einer der mitreißt und vorangeht! Auf eine an Jung gerichtete Frage beim ersten Wal-Podium, welche Schlagzeile er nach 100 Tagen über sich lesen möchte, antwortete der: „Mit Thomas Jung kam der frische Schwung!“ An den Worten wird er sich messen lassen müssen.   

57, 9 Prozent!!! Thomas Jung rockt das Kirner Land

Paukenschlag bei der Bürgermeister-Wahl!!! Thomas Jung (57,9 Prozent) heißt der erste Bürgermeister der neu formierten Verbandsgemeinde Kirner-Land. Der parteilose Polizeibeamte setzte sich im ersten Wahlgang gegen seinen ärgsten Mitbewerber Oliver Kohl (SPD) durch. DerParteikandidat kam auf lediglich 37,9 Prozent. Für Andreas Römer (4,9 Prozent) zählte alleine der olympische Gedanke. Der Wähler wollte den Wechsel. Das ist zunächst mal eine bittere Erkenntnis für den VG-Werkleiter aus Hennweiler und seine Erfolg verwöhnte SPD. Dem Wahlverlierer darf bescheinigt werden, dass er sich in den letzten Wochen alles unternommen hat, um den Chefposten für seine Partei zu verteidigen. Aus und vorbei mit dem „weiter so“! Jetzt hält der frische Schwung mit Thomas Jung Einzug. Setzen wir darauf, dass der endlos anhalten möge. Ein offener Kurs auf Augenhöhe mit allen und jedem – das könnte passen! Rathäuser sind eben keine Erbhöfe, liebe SPD! Nein, keine Analyse auf die Schnelle. Die kommt später. Break, jetzt ist die Stunde des Siegers. Den gilt es hochleben zu lassen. Machen sicherlich auch viele, egal ob mit ihm zusammen in seinem Wahllokal in Oberhausen oder zu Hause. Prösterchen! Das Thomas Jung Zeitalter hält nunmehr Einzug ins Kirner Land. Möge es ein erfolgreiches sein. Das Regieren wird keine leichte Aufgabe für ihn werden, aber wer dem Stress eines SEK-Beamten über Jahre hinweg gewachsen ist, der muss sich vor dem Amt und den damit verbundenen Aufgaben nicht fürchten. Nochmals HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!     mehr

Das Wort zum Sonntag

Heute geht es um die Wurst, sowohl an den Verpflegungsständen rund um Simmertal, als auch in den Wahllokalen von Kirn und Umgebung. Während das Regenwetter den Organisatoren der Wurstwanderung so gar nicht in die Karten spielt, dürfte sich der prognostizierte Dauerregen positiv auf die Wahlbeteiligung auswirken. Wenigstens kurz mal aus dem Haus gehen, um sein Kreuzchen zu machen, dazu sollte sich jeder aufraffen können. Der Ausgang wird mit Spannung erwartet. Wird es Thomas Jung schaffen die Dominanz der SPD zu durchbrechen? Oliver Kohl wird gewiss etwas dagegen haben. Ihm werden ebenso gute Chancen eingeräumt in die Fußstapfen seiner SPD-Vorgänger treten zu können. Wer hat am Ende die Nasenspitze vorne? Wird es knapp, wird es eher deutlich, gibt es eine Stichwahl, weil der Dritte im Bunde, Andreas Römer, den Favoriten zu viele Prozentpunkte wegschnappt? Wie schneidet der Außenseiter insgesamt ab? Schafft er zehn Prozent? Fragen über Fragen. Nur Geduld, am Abend werden wir wissen, wer das Kirner Land in die Zukunft führt. Hoffentlich in eine rosige!  

Qual der Wahl

„Morgen Kinder wird’s was geben, morgen werden wir uns freuen…“ – Nein, mit Weihnachten hat die Ankündigung so gar nichts gemein. Ausnahmsweise! Gemeint ist der „Super-Wahltag“. Kaum ein anderes Thema war in den letzten Wochen präsenter, über kein Thema wurde im Netz mehr diskutiert. „Neuer Schwung“ mit Thomas Jung oder „Weiter so“ mit Oliver Kohl? Die Wähler haben die Qual der Wahl. Prognose: Jung ist schon Bürgermeister im Kleinen und Jung wird Bürgermeister im Großen, egal ob im ersten oder zweiten Wahlgang! Seine natürliche Frische und seine Beliebtheit werden letztlich den Ausschlag geben. Keine Chancen werden Andreas Römer eingeräumt. Einzige Frage ist die nach seinen Prozenten. Wird es für ihn ein Achtungserfolg werden? Insgesamt betrachtet ist eine Prognose extrem schwierig, auch hinsichtlich der Zusammensetzung des ersten Verbandsgemeinderates nach der Fusion. Wer kann seine Anhänger am ehesten mobilisieren? Auf diese Frage wird es schließlich ankommen. Der Blog bleibt jedenfalls bei seiner vor Wochen gestellten Prognose: Stärkste Kraft wird die SPD (10 Sitze), gefolgt von der CDU (8 Sitze). Jeweils 5 Sitze erringen FDP und die FWG. Die Grünen gelten als so etwas wie eine Wundertüte. Mutmaßlich reicht es für 4 Sitze, wobei es auch 5 oder 6 werden können.

Der Blog wird jedenfalls so lange gespannt auf der Couch ausharren bis die ersten Ergebnisse eintrudeln. Danach wird bewertet.  

Wochenrückblick 18. Oktober

Ja, da hatte der Blog unter der Woche einen Frontalangriff auf Landrätin Bettina Dickes gestartet. Zugegeben, der war in Wortwahl und Ansprache nahe der trennenden Gürtellinie abgesetzt, aber die sofortige Reaktion der regionalen „First-Lady“ brachte dafür umso mehr Klarheit. Die wirkte auf die letzten Zweifler wie eine Beruhigungspille im XXL-Format. 1000-prozentige Gewissheit darüber, dass unsere Landrätin exemplarisch hinter dem Kirner Krankenhaus steht, wohl auch dann noch, wenn im Falle eines nicht auszuschließenden Rückzuges von Diakonie-Seite, der Kreis als Träger einspringen müsste. Deutliche und bekennende Worte aus Bad Kreuznach, die von der Bürgerinitiative jetzt in Stein gemeißelt werden können. Da haben sich die wenigen provozierenden Zeilen hart an der Grenze des Vertretbaren doch gelohnt, oder nicht? Ihr nochmals dieses Statement zu entlocken, dafür übernimmt der Blog doch gerne die Funktion des Unruhestifters. Alles genauso initiiert und intern vorhergesagt. Top, besser hätte es nicht laufen können. Okay, der Anschiss aus Hochstetten-Dhaun war nicht zwingend notwendig, aber geschadet haben die markigen Worte auch nicht. Nicht ihr und nicht der Bewegung. Sicher ist sicher. Dennoch ein DICKES Sorry an Bettina DICKES. Den Angriff hatte sie so nicht verdient. mehr

Mit Erfahrung und Kompetenz?

„Mit Erfahrung und Kompetenz beide Verwaltungen zusammenführen!“ – Große Worte, mit denen Bürgermeister-Kandidat Oliver Kohl auf Stimmenfang geht. Wie reimte doch schon Wilhelm Busch so treffend: „Bescheidenheit ist eine Zier, doch besser lebt man ohne ihr.“ Basiert die kraftstrotzende Selbsteinschätzung von Kohl auf seinem Wunschdenken oder hat der Knabe wirklich etwas auf dem Kasten? Ist er einer, der sein Handwerk versteht? „Mit 25 Jahren Berufserfahrung in der Kommunalverwaltung – seit sieben Jahren Werkleiter der kommunalen Betriebe bei der Verbandsgemeinde Kirn-Land und insgesamt seit 17 Jahren in Führungsverantwortung – können Sie sich darauf verlassen, dass ich das Amt des Bürgermeisters von Beginn an sachkundig und zuverlässig ausüben werde.“ Boah, was für große Worte. Gut, dass die Decken der Verwaltung aus solidem Beton gegossen sind. Der SPD-Kandidat wäre längst durch sie hindurchgeschossen und zwar vom Keller bis hinauf zum Dachgeschoss. Zurecht? Ja? Nein? Vielleicht? Möge sich jeder sein eigenen Bild machen. Nun, über Erfolge seiner täglichen Arbeit liest man jedenfalls nichts in den Hochglanz-Werbeblättchen. Komisch, wenn schon klotzen, dann doch richtig! Hochwasserschutz ist ja eines seiner Kern-Themen, dem er sich im Falle seines Wahlsieges auf VG-Ebene intensiver widmen möchte. Warum erst jetzt? Beschlüsse aus mehreren Gemeinden, etwa Bärenbach, lagen schon länger auf seinem Tisch. Kohl hätte reichlich Zeit und Gelegenheit gehabt sich denen zu widmen, doch passiert ist bis heute nichts. Jedenfalls nichts, was man in Mutter Natur sieht. Nicht gerade eine Sternstunde seines Wirkens ist das Neubaugebiet in Hochstädten, wo er trotz Experten-Rat den Kanal in die falsche Richtung plante. Fast noch schlimmer ist die Tatsache, dass der Ortsgemeinderat seinen Vorschlag seinerzeit durchwinkte. Schilda lässt grüßen! Die Folge: Zwei Bauplätze werden wohl für immer und ewig unverkäuflich bleiben. Kleiner Lapsus, der aber für ihn persönlich folgenlos blieb. Und Hochstetten-Dhaun ist überall. Wie schreibt doch Kohl über sich: „Ich verfüge über den fachlichen Hintergrund, den ein VG-Bürgermeister mitbringen muss.“ An gesundem Selbstbewusstsein scheint es dem Kandidaten jedenfalls nicht zu mangeln. Merke, fachlich beflissen müssen vor allem Zuarbeiter und Bürokraten sein. Ein Bürgermeister braucht andere Qualitäten. Empfohlen sei deshalb Thomas Jung, denn der hat nicht nur den fachlichen Hintergrund, sondern auch den frischen Schwung.

Reden wir mal über Geld

Wahlkampf kostet Geld. Gilt das für alle?

Was kostet Wahlkampf? Gute Frage, oder nicht? Der ist in vollem Gang und nicht nur zeit-, sondern auch kostenintensiv. Die Finanzierung müssen die Kandidaten selbst tragen, Unterstützung gibt es weder vom Staat noch von der Kommune. Zumindest bei den beiden freien Kandidaten ist das so. Fakt ist, die müssen Plakate und Flyer und was sonst noch so dazugehört aus eigener Tasche blechen. Inwieweit die SPD Oliver Kohl finanziell unter die Arme greift, darüber ist nichts bekannt. Über das Thema herrscht nach außen hin stets Stillschweigen. Es ist aber davon auszugehen, dass der Wunschkandidat der Sozialdemokraten seine private Schatulle nicht öffnen wird müssen. Könnte man dann von einem Wettbewerbsvorteil sprechen? Sollte es zutreffen, dass Kohl keine finanzielle Last zu tragen hat, dann werden das viele Menschen sicherlich bejahen. Zurecht? Jedenfalls wird bei der SPD in punkto Werbemaschinerie nicht gekleckert, sondern geklotzt. Flyer, Zettel, Broschüren vom Feinsten und dazu noch Plakate und Werbebanner – da sind schnell einige Tausender verbraten. Da können die beiden anderen Bewerber nur neidisch zum Parteisoldaten blicken. Römer beschränkt sich nur auf Flyer. Jung wollte das auch, hat aber für den Schlussspurt auch Plakate von sich anfertigen lassen. Die hängt er himself auf. Kohl hat es da einfacher. Ihm werden solche Aufgaben parteiintern abgenommen. Und wie sieht es beim Thema Zeit aus? Jede Menge Urlaubstage oder unbezahlte Freistellungen opfert etwa Jung, schlichtweg weil er in den Wochen vor der Wahl vor Ort präsent sein will. Wenn das mal kein Beleg für Wille und Einsatzbereitschaft ist. Und wie schaut es bei Kohl aus? Hat er auch Urlaub genommen oder setzt er auf Wahlkampf nach Feierabend? Heißes Eisen ist die Mutmaßung von Römer, der Kohl sogar Wahlkampf während der Arbeitszeit unterstellt. Denkbar ist heutzutage alles, aber ist es auch so? Papperlapapp, es wird schon alles mit rechten Dingen zugehen. Alles andere wäre ja auch im höchsten Maße unfair. Egal wie, Wahlkampf ist zeit- und kostenintensiv. Nicht zu vergessen Stress und Belastung. Für einen Bewerber werden sich die Bemühungen allerdings auszahlen. Egal wer als Sieger das Wahllokal verläßt, der satte Gehaltssprung wird ihm die Wochen voller Mühen und Entbehrungen versüßen.

Post vom Blog: Liebe Frau Dickes…

Politiker Versprechen viel und halten wenig! Die Eigenschaft ist landläufig bekannt. Unsere Volksvertreter hängen aber auch ihre Fähnchen gerne nach dem Wind. Je nach Interessenlage und Gesprächspartner, reden sie dem gegenüber gerne und oft nach dem Mund. Landrätin Bettina Dickes hat im Zuge der Demonstration gegenüber dem Öffentlichen Anzeiger das böse Wort „medizinisches Versorgungszentrum“ in den Mund genommen, und dies obwohl die Alternative für das Kirner Land so gar keine Option ist. Finde den Fehler? Den Aufkleber „Rettet das Kirner Krankenhaus“ auf dem Herzen tragen, aber medizinisches Versorgungszentrum herausposaunen – wie passt das denn bitteschön zusammen? mehr

Gesucht: Bekanntheitsgrad

„Neulich beim Bäcker“ – immer, wenn FDP-Chef Christian Lindner das Ohr ganz nah ans Volk hält, ist er in Freizeitkluft beim Bäcker. Beim Brötchen-Kauf erfährt Lindner also alles, was die Menschen so umtreibt. Auch der Blog sucht gerne und oft die verschiedenen Bäcker-Filialen im Kirner Land auf. Und in der Tat, die Backtheken sind Umschlagplätze für Nachrichten gleich welcher Art. Gerade am Wochenende hat es sich zugetragen, dass die kommenden Bürgermeister-Wahlen breit diskutiert wurden. Thekenübergreifend, wohlgemerkt!  Während die Damen Kuchen eintüteten, ließen sie wissen, dass sie mit keinem der drei Kandidaten etwas anfangen könnten. Zustimmung kam von den Kunden davor. „Die sagen mir alle drei so gar nix“ – so der Tenor von allen. „Die SPD will ich ja um keinen Preis wählen, aber der Kohl gefällt mir schon“, brecht eine vor, die augenzwinkernd zugibt, mehr nach dem guten Aussehen zu urteilen. Soso, der Schwiegermutter-Typ kann also alleine durch seinen Plakat-Antlitz bei einem gewissen Klientel von „Creme-Törtchen“ punkten. Thomas Jung hat in dieser Runde dafür die Sympathien auf den ersten Blick. „Der kommt auf den Bildern so locker und natürlich rüber“, sind sich wieder alle Damen einig. Warum nicht mal einen ganz anderen Typen wählen? Übrigens, Andreas Römer spielte so gar keine Rolle in den Gesprächen. Der Blog hielt sich bedeckt und hörte nur interessiert zu. Beim Bezahlen war das Thema Bürgermeister-Kandidaten durch. Unentschieden mit leichten Vorteilen für Jung, so oder so ähnlich ging die Herzblatt-Runde an der Bäckertheke aus Sicht des Beobachters aus.     

Herbstimpressionen

Der Herbst ist ein Maler, der die Natur in eine leuchtende Farbenpracht taucht. Überall in Wald und Feld setzt er seine warmen bunten Töne in Szene. Die Sonne steht tiefer, das Licht fällt schräg aufs Land und bringt die schönsten Herbstfarben zum Leuchten. Manchmal ist der Herbst grau und neblig und an anderen Tagen ist er bunter als irgendeine andere Zeit im Jahr. Den wohl vorerst letzten Sonnentag hat der Blog für eine ausgiebige Radtour genutzt. Mit dabei im Rucksack die Kamera, um den Herbst mit allen seinen Facetten punktuell einfangen zu können. mehr

Steigt das Wahl-Fieber?

Wie tickt eigentlich Wahlkampf? Flyer statt Facebook, Bürgertreff statt Instagram, Kulis und Feuerzeuge statt Klicks: Die Parteien im Kirner Land setzen in der heißen Phase des Wahlkampfes vor allem auf den engen Kontakt an gut besuchten Hot-Spots. Vor allem der Marktplatz von Kirn war am vergangenen Samstag bunt zusammengewürfelt – grün, rot, schwarz und orange. Gelb? Die Liberalen zogen es vor sich vor dem Edeka zu postieren. Irgendwie passend, weil im Edeka-Logo ja auch gelb hervorsticht. Jeder der nicht auf drei auf den Bäumen saß wurde angesprochen. Ins Gespräch kommen, Zuhören und auf die Sorgen der Bürger eingehen: Auf der Straße ist das Prinzip für alle Parteien stets gleich. Nach der Devise kleine Geschenke erhalten die Freundschaft, werden auch diese on top angeboten. Und wie kommt die überfallartige Bürgernähe so an? Haben die Menschen überhaupt Bock auf ein solches Schauspiel, welches sich meist unter Pavillons in den Farben der Parteien abspielt? Naturgemäß dürften die Meinungen diesbezüglich weit auseinandertriften. Je nach Interessenlage, sind die Menschen begeistert oder einfach nur genervt. Was auffällt, in der Stadt scheint eine gewisse Wahl-Müdigkeit vorzuherrschen. Von wegen Wahl-Fieber, viele Menschen haben wenig bis gar keine Vorstellungen vom neuen Verbandsgemeinde-Rat. Die Gefahr besteht, dass die Wahlbeteiligung daher eher niedrig ausfallen wird. Hinzukommt, dass die Stadt keinen eigenen Kandidaten für den Bürgermeister stellt. Der Schuss kann nach hinten losgehen und die Vertreter aus dem Mittelzentrum Stimmen und letztlich Plätze kosten. Ohne Zugpferd ist es immer schwer. Die Wahlbeteiligung nächste Woche wird die Befürchtung stützen oder in die Tonne kloppen. Man wird sehen. Einen Samstag haben die Parteien noch, um auf der Straße auf sich aufmerksam zu machen. Zwischendurch läuft die Kampagne im Netz weiter. Wie gut das es das Internet gibt.

Rettet das Kirner Krankenhaus

Einen besseren Anlass für eine Kundgebung als der besucherstarke Kunsthandwerker- und Bauernmarkt konnte die Bürgerinitiative „Rettet das Kirner Krankenhaus“ nicht wählen.  Dort demonstrieren, wo von Haus aus viele Menschen unterwegs sind – das kommt an und prägt sich ein bei de Leit. Das Kirner Land steht zusammen beim Feiern und es steht auch zusammen bei Gefahr und in der Not. Und Not wäre geboten, wenn das Krankenhaus mittelfristig von der infrastrukturellen Gesundheits-Landkarte verschwinden würde. Und wenn auch Politik und Träger zuletzt versichert haben, dass am Standort nicht gerüttelt werde, bleiben Zweifel. Die Krankenkassen mucken nämlich gegen einen Weiterbetrieb. Die sähe es lieber, wenn in Kirn die Lichter ausgingen. mehr

Das Wort zum Sonntag

Der goldene Herbst gilt mit seinen milden Temperaturen für viele als die schönste Jahreszeit des Jahres. Denn das nicht mehr ganz so heiße Wetter eignet sich hervorragend für jede Art von Outdoor-Erlebnissen. Ob Aktivprogramm bei der Wurstwanderung nächste Woche oder kulturelle Veranstaltung, wie heute beim Kunsthandwerker und Bauernmarkt: Wenn sich das Kirner Land in ein Meer aus warmen Rot-, Braun- und Goldtönen verwandelt und noch dazu die Sonne am Himmel lacht, dann heißt es raus in Mutter Natur. Mal abschalten vom Alltag bei einem Spaziergang oder Bummel, mal die Lunge so richtig durchpusten oder einfach mal die Seele baumeln lassen beim Genießen der letzten Sonnenstrahlen auf der Terrasse, im Garten, der Kneipe oder wo auch immer – das passt. Dass sollten auch alle diejenigen tun, die am Wahltag exakt in einer Woche in eher düsteren Wahllokalen oder später bei der Auszählung gefordert sind. Da bekommen sie garantiert keine Sonne ab. Wer weiß, vielleicht müssen die ja zwei Wochen später für eine Stichwahl wieder Gewehr bei Fuß stehen. Daher ist es doppelt wichtig, den heutigen Sonnentag nochmals ausgiebig zu genießen. Also worauf noch warten.

Satirischer Wochenrückblick 12. Oktober

„Boah ist das krass, ey!“ Für eine fundierte Wahl-Prognose hat der Blog einen speziellen Wahl-O-Maten schalten können. Es handelt sich hierbei um einen nigelnagelneuen Prototyp, der gemäß Beschreibung, Wahlergebnisse präzise genau vorhersagen kann. Verreck, was für eine innovative Erfindung Made in Germany. Beispiel gefällig? Bei der Eingabe 20. Oktober sowie den Eckdaten Bürgermeister und Kirner Land, spuckt der Kasten folgende Daten aus: Der Sieger Thomas Jung kann 51,8 Prozent auf sich verbuchen. Auf Oliver Kohl fallen 44,3 Prozent. Andreas Römer bekommt den Rest. Jung wird also als erster Bürgermeister des gesamten Kirner Landes in die Geschichte eingehen. Toll, diese Maschine rattert so präzise wie ein Uhrwerk. Glückwunsch nach Oberhausen. „Wir sind Bürgermeister“ – Banner werden schon bald die Ausfallstraßen des Dorfes überspannen. Menschen von Hennweiler, ihr müsst mutig drunter durch fahren und auch sonst in der Niederlage tapfer sein. Nehmt’s gelassen, ihr wart schon so oft „Bürgermeister“. M´r muss och jönne könne. mehr

Monster-Wall ist zumutbar und rechtmäßig

Was tut sich in Sachen Monster-Wall? Zwar dringen von Behördenseite noch keine neuen Informationen nach Außen, aber inoffiziell sind die Würfel wohl gefallen. Die Betroffenen haben demnach wohl gelost. Aber sowas von! Durchgesickert ist die Rechtmäßigkeit der massiven Aufschüttung. Es sei gegen keine Vorgaben verstoßen worden. Im Gegenteil: Der Wall hätte sogar noch höher ausfallen können. Finde den Fehler? Müssen die leidgeprüften „Hangfuß-Bewohner“ jetzt auch noch dankbar dafür sein, dass der Hang nur in XXL-Format hinter ihren Häusern in die Höhe schnellte? Gemäß Vorschrift hätte es augenscheinlich ja auch einer der Größenordnung XXXXL sein können. Geht’s noch? Provokativ gefragt, haben Behörden denn überhaupt keine Skrupel, wenn es um das Wohl von Investoren geht? mehr

Was unterging beim Wahl-Podium

Andreas Römer ist ein Mann der klaren Kante. Gleich zu Beginn der Vorstellungsrunde attackierte er seine beiden Mitbewerber, vermutlich auch deshalb, um mehr Schärfe in die Debatte bringen. Seine Redezeit reichte allerdings nicht aus, um seine vorfurmilierten Rundumschläge vollständig mitteilen zu können. Als er unter lautem Protest-Raunen der SPD-Anhänger Kohl auf seine direkte Art abgefrühstückt hatte, wollte er sich Jung zur Brust nehmen. Allerdings würgte ihn der Zeitnehmer ab. Daraufhin herrschte kurze Schockstarre im Saal und im Podium, aber dann ging es ohne weiteren Kommentar im Programm weiter. Kohl versäumte es, die gegen ihn ausgesprochenen Vorwürfe auch in der Folge zu entkräften. So blieben sie im Raum stehen. Der Vollständigkeit halber und auf Wunsch bildet der Blog das komplette Statement von Römer im Wortlaut ab:

„Da ist als erster Oliver Kohl, der laut Zeitungsbericht Bürgermeister für die SPD werden will. Ich bin dankbar für diesen Hinweis, da dies auf seinen Flyern und Plakaten für die Bürgermeisterwahl nur schwer ersichtlich ist. Das SPD-Logo, das ansonsten eine weiße Schrift auf rotem Grund zeigt, zeigt sich hier mit weißer Schrift auf hellgrauem Hintergrund. Ist also nur auf den zweiten Blick erkennbar. Das könnte natürlich auch ein Hinweis auf den schwindenden Einfluss der SPD als Volkspartei sein. Oder sollten hier die Wählerinnen/er getäuscht werden, indem eine Parteilosigkeit und Unabhängigkeit als Bürgermeisterkandidat suggeriert wird. Transparenz und Ehrlichkeit sieht anders aus. Nun zur Verteilung der Flyer. Deren Verteilung erfolgte zum Teil während der normalen Arbeitszeit.  Wie wurde das von Seiten der Verbandsgemeindeverwaltung gehalten. Wurde diese Zeit als Arbeitszeit angerechnet, oder wurden Überstunden abgerechnet, so wie es sein soll. Je nach Antwort auf diese Frage könnte sich ein Hinweis auf bestehenden Klüngel zwischen Verbandsgemeindeverwaltung und SPD ergeben oder auch widerlegt werden. Wahlkampf ist Privatsache keine Arbeitszeit.

Thomas Jung wirbt mit neuem Schwung und mit seiner Parteilosigkeit und Unabhängigkeit. Dass mit der Parteilosigkeit trifft zu aber bei der Unabhängigkeit habe ich so meine Zweifel, denn er wird offen und offiziell von der CDU unterstützt. Und die CDU wird über kurz oder lang auf ihre Unterstützung hinweisen und Gegenleistungen verlangen, und dass war`s dann mit der Unabhängigkeit. Und das mit neuem Schwung ist mit der CDU auch so eine Sache, denn die letzte Frischzellenkur liegt schon einige Zeit zurück.“

Aber sie als Wählerinnen/er wollen neuen Schwung, frischen Wind in der Verbandsgemeinde.  Ein Kandidat der parteilos, unabhängig, bürgernah und –freundlich ist. Dazu sach- und lösungsorientiert. Das wollen sie doch, oder? Dann haben sie am Sonntag, 20. Oktober 2019 nur eine Wahl. Mich zu wählen. Andreas Römer

Wahl-Podium: Fair aber nicht hart

Das Podium in Heimweiler

Klappe – Heimweiler die Zweite! Das öffentliche Schaulaufen der Bürgermeister-Kandidaten hatte nicht unbedingt mehr Schmackes zu bieten, als die Auftaktveranstaltung im Kirner Gesellschaftshaus zwei Wochen zuvor. Oliver Kohl (SPD) sowie die freien Kandidaten Thomas Jung und Andreas Römer stellten sich sowohl den Fragen der FDP-Moderatoren Thomas Bursian und Tina Kubik, als auch denen aus dem Publikum. Vor rund 250 Interessenten entwickelte sich über die Dauer von knapp über zwei Stunden nur vereinzelt ein echter Stresstest für die Bewerber. Römer blies gleich zu Beginn zur Attacke. Seine Seitenhiebe (Thema des Wochenrückblickes) gegen Kohl verpufften jedoch unter dem Raunen der zahlreichen SPD-Anhänger. Zähne wurden danach nicht mehr gezeigt. Von keinem! Im Gegenteil: Der Schalter wurde fortan auf Kuschelkurs umgelegt. „Fair aber nicht hart“ – so oder so ähnlich lässt sich der Talk am ehesten beschreiben. mehr

Podium die Zweite

Der Countdown läuft. Am 20. Oktober sind Kommunalwahlen. Die Bürger wählen nicht nur den neuen Verbandsgemeinderat Kirner Land, sondern auch ihren Verbandsbürgermeister. Ein historisches Ereignis, bedingt durch die Fusion mit der Stadt Kirn. Viele haben ihre Kreuzchen schon bei der Briefwahl gesetzt. Für die Unentschlossenen veranstaltet die Liberalen heute, um 19 Uhr, eine Podiumsdiskussion mit den drei Kandidaten Oliver Kohl (SPD), Thomas Jung und Andreas Römer im Bürgerhaus in Heimweiler. Für alle interessierten Menschen ist es die letzte Gelegenheit, den Bewerbern so richtig auf den Zahn fühlen zu können. Werden sich die Kandidaten dieses Mal mehr beharken oder wird sich das Podium wieder zu einer reinen Kuschelrunde entwickeln? Offenes Visier oder vornehme Zurückhaltung? Weckt die Leidenschaft und dann Feuer frei, Möglichkeiten der Abgrenzung gibt es zu Hauf. Es gilt Unterschiede aufzuzeigen und sich abzugrenzen. Schließlich geht es darum den Wähler zu überzeugen. Wer hat am meisten aus der ersten Veranstaltung gelernt und wer kann am ehesten überzeugen? Zum Ablauf: Der Vorstellungsrunde schließt sich ein Dialog mit den beiden Moderatoren Thomas Bursian und Tina Kubik an. Um sich darauf vorbereiten zu können, gingen den Kandidaten vorab wieder sechs Fragen schriftlich zu. Zwischendurch dürfen die Gäste sich einklinken. „Feuer frei“ heißt es am Ende für die offene Diskussion. Danach ist Schluss. Mit welchem Gefühlen werden die Besucher anschließend nach Hause gehen? Der Blog wird versuchen diese irgendwie einzufangen, um sie dann in seine persönliche Beurteilung einzupflegen.

Bitte recht freundlich!

Wo die Bürgermeisterkandidaten auf Menschen treffen, werden die Smartphone gezückt. Thomas Jung und Oliver Kohl (SPD) geben sich auf der Zielgerade so offen wie nie. So wird das Private Teil einer öffentlichen Inszenierung. Modern, volksnah, authentisch – das sind unsere Erwartungen an die Politiker von heute. Und das Selfie bietet ihnen die Möglichkeit diese Erwartungen zu befriedigen. Alles was auf drei nicht auf den Bäumen ist, wird vor die Linse gezerrt. Heute hier, morgen dort – Wahlkampf wird so zu einer harten Bewährungsprobe sowohl für die Politiker, als auch die Menschen. Es geht nicht darum, sich mit diesen Fotos an einen bestimmten Moment zu erinnern, vielmehr dienen die der Kommunikation. Motto: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“, werden diese auf Facebook und Co. eingesetzt. Gemäß seinem Slogan „Frischer Schwung mit Thomas Jung“ kommt der lässige Cowboy natürlich und locker rüber, während sich „Super-Oli“ doch eher durch den momentanen Selfie- und Foto-Marathon zu quälen scheint. Das verraten zumindest die Gesichtsausdrücke auf den Schnappschüssen. Auffällig, Jung schart immer mehr Menschen um sich herum, als sein SPD-Kontrahent. Ist das eventuell ein Indiz für höhere Sympathiewerte? Vorsicht, voreilige Schlüsse auf den Wahlausgang lassen sich aus dieser Tatsache sicher nicht erzielen. Andreas Römer hält sich diesbezüglich gleich ganz bedeckt. Das kommt wahrscheinlich auch daher, dass der Außenseiter bei weitem nicht über den Bekanntheitsgrad seiner beiden Konkurrenten verfügt. Andi-beinhart verzichtet gemäß seinen Gewohnheiten auf eine ständige Präsenz hier und dort und fährt mit seinem Feuerstuhl weiter auf der Underdog-Schiene durch das Kirner Land. Fazit: In spätestens drei Wochen ist Schluss mit den bunten Bildchen. Dann wird die Flut von jetzt auf gleich abebben und andere Themen die Social-Media-Plattformen bestimmen. Gut so! Kaum vorstellbar, dass der neue Bürgermeister Thomas Jung seine Freundin und Landrätin Bettina Dickes zum Vorbild nehmen wird und ständig bunte Bildchen von seinen Tageserlebnissen online stellt. Ab und an okay, aber bitte nicht täglich! Verschon uns! Bitte!

Historische Bilder

Der Blick zurück in die Geschichte des Dorfes macht deutlich, dass die Kommune sich über Jahrzehnte hinweg gewandelt hat. Unter dem Menü Historische Bilder werden zukünftig alte Aufnahmen aus den Ortsteilen zu sehen sein. Die Sammlung wird nach und nach ergänzt werden. Die ersten Bilder stammen aus dem Archiv von Hans-Günther Bottländer aus Kirn. Und jetzt noch ein Aufruf: Wer historische Bilder digitalisiert hat und die gerne für eine Veröffentlichung zur Verfügung stellen möchte, darf sich unter der bekannten Mail-Anschrift gerne melden. mehr

Absage aus Berlin

Erst Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, jetzt Gesundheitsminister Jens Spahn. Die Bürgerinitiative pro Krankenhaus Kirn verbreitet scheinbar Angst und Schrecken in Berlin. Schon der zweite Termin in einem Zeitraum von nur zwei Monaten ist geplatzt. Während der eine seine Besuchstour kurzerhand an Kirn und der Simona vorbei organisierte, begründet der andere seine Absage mit einem kurzfristig anberaumten Sitzungstermin. Finde den Fehler? Abgesagt ist also die mit Spannung erwartete Diakonie-Veranstaltung im Bad Kreuznacher Luthersaal, zu der auch vier Vertreter der Bürgerinitiative eingeladen waren. Autorisiert waren Müller und Co. schon. Und sie hatten schon einige Fragen auf ihrem Zettel stehen, die sie freundlicherweise jetzt aber schriftlich einreichen dürfen. Hmm, was für eine Enttäuschung. Ist der Termin am Ende nur vorgeschoben? Gerade Minister Spahn ist doch kein Hasenfuß, vielmehr ein gestandenes Mannsbild, der den Gang zu den entschlossenen Hunsrückern nicht fürchten müsste. Die haben gemeinhin ein sanftes Gemüt, was aber schnell umschlagen kann, wenn es nicht nach ihren Köpfen geht. Wusste der Chef des Gesundheitsministeriums etwa um die – nennen wir es mal – Stimmungsschwankungen, die vor allem bei schlechten Nachrichten auftreten? Ist seine Absage eine Vorsichtsmaßnahme, um der Bewegung aus dem Weg zu gehen? Denkbar wäre das schon!

Wahlwerbung der Parteien

Seit Tagen lächeln sie uns von Plakaten und Flyern an. Nun stehen sie leibhaftig an stark frequentierten Plätzen und suchen den Smalltalk mit Passanten. Darf ich Sie kurz ansprechen? Unter normalen Umständen gewiss ein übergriffiges Verhalten, doch die dürfen das. Denn sie sind die Bürgermeister-Kandidaten oder die für den Verbandsgemeinderat. Außerdem haben sie Aufmerksamkeiten dabei. Kleine Geschenke, die gerne genommen werden. Kurzum, in diesen Wochen beginnt die heiße Phase des Straßenwahlkampfs im Kirner Land. Jetzt trauen sich sogar diejenigen auf die Straße, die sich sonst lieber in Büros verschanzen. Bis auf die Grünen war am Samstag alle Parteien in der Innenstadt auf Stimmenfang unterwegs. Bürgernähe ist richtig und wichtig in diesen Zeiten. Macht ja auch irgendwie Sinn, ist doch die kommende Wahl die erste nach der Fusion und demzufolge eine Art Wundertüte. Wie wird sich der neue Verbandsgemeinderat zusammensetzen? Wird der erste gemeinsame Bürgermeister ein freier Kandidat sein oder setzt sich am Ende wieder der SPD-Kandidat durch? Ausgang völlig offen! Jedenfalls luden alle Parteien zeitnah bunte Bildchen von ihren Wahl-Ständen auf Facebook hoch, um ihrem Werben nach Stimmen auch auf diese Weise Nachdruck zu verleihen. „Seht her, wir sind da für Euch“, lautet die Message. Was auffällt – gefühlt wird die Zusammensetzung des ersten Verbandsgemeinderates bei einer Vielzahl von Menschen nur als Randerscheinung wahrgenommen. Manche, so hört man, haben die erst gar nicht auf dem Schirm. Deren Konzentration liegt wohl voll und ganz auf den Bürgermeisterkandidaten. Wie die sich beim zweiten Wahl-Podium am 9. Oktober in Heimweiler präsentieren werden, darauf wird der Blog ein waches Auge haben.  

Das Wort zum Sonntag

Sich selbst feiern – darf man das überhaupt? Warum nicht? Der Blog hat diese Woche seinen 400. Beitrag auf die Plattform gehoben. Darin nicht enthalten sind rund 200 Seiten unter den verschiedenen Menüs. Schon irgendwie eine reife Leistung, wenn man bedenkt, dass www.hochstetten-dhaun.info erst seit Jahresanfang am Start ist. Noch lange kein Grund deswegen die Sektkorken knallen zu lassen. Weshalb? Nun, nicht jedes Geschreibsel verdient das Prädikat Spitzenklasse und nicht jede Spitze trifft auch mitten ins Schwarze. Der Blog ist selbstkritisch genug, den Istzustand richtig einschätzen zu können. Merke, Selbstkritik ist eine wichtige Eigenschaft, die es uns ermöglicht, unser eigenes Handeln zu reflektieren und – ganz allgemein formuliert – einzuordnen. Und eine Selbstreflektion findet tagtäglich statt. Alles in allem bin ich jedoch mit mir im Reinen. Klaro, die eine oder andere Botschaft kommt nicht immer verständlich rüber oder wird gerne gelesen. Frei nach Loriot: „Das ist mein erster Blog, ich übe noch“! Dennoch, die beständig steigende Zahl von Klicks sind Beleg dafür, dass die etwas andere Art Plattform im Kirner Land angekommen ist. Darauf werden auch weiterhin Kommentare, Analysen, Spekulationen und individuelle Wertungen zu mehr oder weniger brisanten lokalen Themen angeboten werden. Nicht mehr und nicht weniger. Meist werden danach Diskussionen angestoßen und in Gang gesetzt. Mitunter laufen die zwar aus dem Ruder, aber so ist das nun einmal, wenn zu viele Emotionen beim Drücken der Tastatur mitschwingen. So what? Gerade von gestandenen Politikern darf man mehr Souveränität und Gelassenheit erwarten. Vergnüglich geschrieben sind die Texte allemal – vielleicht ist es dieser Umstand, der vereinzelte Gegner am meisten provoziert. Wie heißt es doch im Volksmund: Getroffene Hunde bellen. Und wer sich angegriffen fühlt, verteidigt sich; wenn sich jemand ungewöhnlich heftig gegen kritische Beiträge zur Wehr setzt, dann war der oft berechtigt und traf mitten ins Schwarze.

Zeit wieder auf die Straße zu gehen

Still ruht der See! Das sagt man, wenn sich in einer Sache gerade so gar nichts tut. Still ruht auch das Krankenhaus! Tut sich da etwa nichts? Zumindest nicht in der Öffentlichkeit. Seit das Gesundheitsministerium den Fortbestand garantiert hat, ist eine fast schon beängstigende Ruhe um das Thema eingekehrt. Ist das die Ruhe vor dem Sturm? Die Bürgerinitiative hat jedenfalls ihre sensiblen Antennen nicht eingefahren. Im Gegenteil: Am 13. Oktober startet die einen Y-Marsch von der Innenstadt hinauf zum Krankenhaus, um nochmals einen Impuls zu setzen. Nur nicht nachlassen im Protest, lautet die Devise von Müller und Co. Die Plakate sind schon online. Auf denen sind kluge Fragen formuliert, die beantwortet werden wollen. Fakt ist, der Krankenhausalltag wird weiterhin geschwächt, sei es durch Verlegung von Operationen oder Material nach Bad Kreuznach. Mit dieser Philosophie wird das nix mit einer Stärkung des Standortes. Über die Geldvernichtungs-Maschine Parkplatz und Schranken-Lösung ist bereits alles gesagt worden. Welche Taktik verfolgt die Diakonie? Wie reagieren die Krankenkassen? Wie kann die Politik alle Beteiligten so unter einen Hut bringen, damit Kirn auf Jahre hin sein Krankenhaus am Rande der Stadt behalten kann. Es muss was geschehen und zwar bald. Den Ankündigungen müssen Taten folgen. Jetzt! Das Kirner Land ist wachsam und baut weiterhin Druck auf. Gut so! mehr

Wochenrückblick 5. Oktober

Mal wieder Ferien! Diese Woche ging so gar nichts ab im Kirner-Land. Im Westen nichts Neues! Die Politik hat Pause. Lediglich das Parkhaus erhitzt die Gemüter, weil sich ehemalige Hinterbänkler zu Wort melden. Da wird es wahrlich schwer einen Rückblick zusammenzubasteln. Und wenn man denkt es geht so gar nichts mehr, dann kommt doch von irgendwo ein Lichtlein her. Lichtlein in Form eines zugespielten Mitschnittes aus der SPD-WhatsApp-Gruppe Kirner Land: Es ist Montag, 30. September, 16.04 Uhr. Die Mitglieder sind alarmiert! Die Smartphone summen, trällern oder piepen nur so sturm. Und wenn die Sozis unter sich sind, dann geht es richtig zur Sache: „Hallo, steht in der ersten Textblase. „Mist, der Politik-Clown aus Hochstetten hat uns wieder bloßgestellt“. „Um was geht’s“? „Der faselt von einem Bürgerentscheid im Zusammenhang mit dem Parkdeck“. „Der stichelt, weiß wohl um unsere momentane Mehrheit“. „Ach so“! „Ja, blöd, jetzt wo wir die Freien Wähler auf unsere Seite gezogen haben“! „Nie hat man wirklich Ruhe vor dem Typen“. „Stimmt, der Teufel soll ihn holen, den Möchtegern-Satiriker“ mehr

Grünschnitt-Haufen ist weg!

Der Spielplatz in Hochstetten hat auf der negativen Endlosschleife des Blogs seinen festen Platz. Oft genug hat der den seit Jahren vorherrschenden Unterhaltungsstau als absolut unterirdisch bezeichnet. Und der wird nicht müde werden, weiterhin die Finger in die klaffende Wunde zu legen. Schade, dass Familien mit Kindern nicht ebenso öffentlich aufbegehren. Keine Frage, der Allgemein-Zustand ist nach wie vor unterirdisch und beschämend zugleich, und dies, obwohl der Grünschnitt-Haufen am Eingang mittlerweile entsorgt worden ist. Immerhin! Gefühlt hatte der ja schon den Charakter eines beabsichtigten Dauer-Komposthaufens eingenommen. Dadurch ist die Fläche zwar keinen Deut attraktiver geworden, aber immerhin hat die Ortsgemeinde es mittlerweile wenigstens geschafft, den Dreck im Eingangsbereich zu entsorgen. Soll man die jetzt für die Aktion loben? Nein, Lob zu vergeben wäre des Guten dann doch zu viel. Das wird es erst wieder geben, wenn der Spielplatz in einen kinderfreundlichen Hotspot umgewandelt worden ist. Der ist nach wie vor trist, verwahrlost und bei weitem nicht spielsicher. Der optische Zustand ist irgendwie zwischen heruntergekommen, ungepflegt, schmuddelig und verwahrlost anzusiedeln. Und mit dieser Beschreibung hat der Blog bei weitem nicht übertrieben. Nur eine Grunderneuerung kann hier wieder so etwas wie kindgerechten Charme verbreiten. Doch die zeichnet sich nach wie vor nicht ab.

Neubaugebiet ein Hotspot für Verkehrssünder?

Landauf, landab beschäftigt das allgemeine Verkehrsverhalten und die Auswirkungen immer wieder die politischen Gremien. Ein Reizthema, das in den meisten Fällen jedoch hausgemacht ist. Auch bei der letzten Ortsgemeinderatssitzung wurde von Ortsvorsteher Karl-Friedrich Schmidt Beschwerde geführt. Ihm kam zu Ohren, dass gerade auf der Flurstraße Richtung Martinstein oftmals zu schnell gefahren werde. Darüber hinaus käme es nicht selten zu Konfliktsituationen an den abzweigenden Einmündungen, weil viele die Durchgangsstraße, wegen ihrer Bedeutung, als vorfahrtsberechtigt erachten. Ein Irrglaube, den man mit entsprechenden Markierungen auf der Straße bildlich ausräumen könnte. Das Argument des Ortsvorstehers wurde von Bürgermeister und Beigeordneten nur bedingt geteilt. Die argumentierten, dass sich meist die Anwohner verkehrswidrig verhalten würden. Und die wüssten ja schließlich alle um die Situation entlang ihrer Heimatstraße und den Einmündungen. Wer hat nun recht? Nun die Wahrheit liegt wie immer in der Mitte. Bei gegenseitiger Rücksichtnahme sollte es gerade in dem kleinen Ortsteil Hochstädten, speziell im Neubaugebiet, zu keinerlei Gefahrensituationen kommen. Eigentlich! Hier gilt auch die STVO. Auf der anderen Seite dürfte es aber mit keinem großen Aufwand verbunden sein, Markierungen zu einer besseren Verdeutlichung auf die Fahrbahn zu pinseln. In Simmertal ist das seit je her gängige Praxis. Man darf gespannt sein, ob die Ortsgemeinde sich ebenso zu einer solchen Verfahrensweise durchringen kann.    

Kandidat Andreas Römer ist „Andi-Beinhart“

„Isch kandidiere“! Nein, mit Horst Schlemmer hat Andreas Römer so gar nichts gemein. Als letzter Kandidat kam er zwar wie Kai aus der Kiste gesprungen, aber das war es dann auch mit den Gemeinsamkeiten. Ein Nachteil? Sicherlich nicht seine Bewerbung gefühlt auf den letzten Drücker, schwerer wiegt da schon sein mangelnder Bekanntheitsgrad. Römer ist im Kirner Land nicht so angezeigt wie der sprichwörtliche bunte Hund. Und da er kein Parteibuch besitzt und sich nicht frei nach dem „Peter-Prinzip“ über Jahre hinweg hochgedient hat, fehlt ihm auch diesbezüglich jede Unterstützung. „Andi-Beinhart“ ist völlig auf sich alleine gestellt. Seine Beweggründe klingen dennoch logisch: „Der Verbandsgemeinde standen in den letzten Jahren immer Bürgermeister der SPD vor. Im Laufe der Jahre wurde immer mehr vom parteipolitischen Klüngel gesprochen. Es ist Zeit für einen Gezeitenwechsel“. Inwieweit er den hervorrufen wird, scheint so unwahrscheinlich wie von Weltraummüll getroffen zu werden. Dennoch, ein Versuch ist es allemal wert. Dass er sich auf der politischen Bühne zu behaupten versteht, hat er beim Wahl-Podium unter Beweis gestellt. Da war er zumindest auf Augenhöhe. Mit Beweisen kennt sich der von Haus aus Kriminalbeamte ja auch bestens aus. Weg von der parteiorientierten hin zu einer bürger, lösungs-und sachorientierten Politik, so lautet sein Credo, mit dem er auf Stimmenfang geht. Überdies möchte er die Politik in der neuen Verbandsgemeinde aktiv mitgestalten, unter aktiver Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Seine ersten politischen Sporen verdiente sich Römer in den 1990er-Jahren in Becherbach sowie im Verbandsgemeinderat Kirn-Land. Stallgeruch kann er also vorweisen. Thematisch setzt der 57-jährige auf die gleichen Eckpunkte wie seine beiden Konkurrenten. Dazu gehört eine gute personelle und sachgerechte Ausstattung der Kindergärten, Grundschulen und Feuerwehren. Auch werde er sich im Falle seiner Wahl für die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge einsetzen, um die Bürgerinnen und Bürger der neuen Verbandsgemeinde zu entlasten. Langfristiger Erhalt des Kirner Krankenhauses, Sicherung der Haus-und notärztlichen Versorgung, Tourismus, Umwelt, Infrastruktur sind weitere große Herausforderungen, sagt einer, der beim nächsten Wahl-Podium in Heimweiler mehr Gas geben möchte. Klingt ganz nach Attacke. Seine Flyer kommen in Kürze in die Haushalte.

Wahlen: Die CDU

„Acht plus X ist unser Wunsch.“ Die Christdemokraten formulieren ihre Ziele für die Kommunalwahl am 20. Oktober recht optimistisch. Dabei ist die Konkurrenz groß und die Partei von Haus aus nicht unbedingt der unangefochtene Platzhirsch im Kirner Land. Im Gegenteil: Vor gar nicht allzu langer Zeit formulierte man sogar noch öffentlich ein Wahrnehmungsproblem, welches man jedoch erfolgreich zu den Akten legen konnte. Spätestens mit der „Revolte“ im Kirner Stadtrat, gewann die Partei an Profil, Schärfe und Entschlossenheit hinzu. Keine Frage, die einstmals unter Wert aufgetretene graue Stadt-Maus hat sich gemausert. Und wie! Nicht unbedingt Schritt halten mit dem Tempo können derzeit die Land-Mäuse aus der Verbandsgemeinde. Dort stand man immer schon im Schatten der Sozialdemokraten. Bekommen auch die jetzt einen Schub? Gespannt sein darf man, wie sich der neu formierte Gemeindeverband bei den Wahlen schlagen wird. „Die Liste ist beeindruckend“, verkündete Claus Tressel bei der Vorstellung. Fürwahr, die Mischung hat Potenzial. Der rührige Vorsitzende sieht sich zurecht gut gewappnet für den Wahltag. Er selbst geht vorneweg. Schade, dass er es nicht geschafft hat in den Kreistag einzuziehen. Ein Vertreter aus Kirn im schwarzen Kreuznacher Block, hätte der Region sicherlich gut getan. Im Westen ist die CDU traditionsgemäß ein bissel schwach auf der Brust. Das spiegelt sich auch in einer fehlenden Kandidatur für den Bürgermeister-Stuhl wieder. Stattdessen unterstützen Tressel und Co Thomas Jung aus Oberhausen. Für Insider ist diese Nachricht keine Überraschung.Ob der davon profitieren kann, wird man am Wahltag wissen. Inhaltlich grenzt man sich von den anderen Parteien kaum ab. Die Schwerpunkte sind bei allen die gleichen, angefangen bei der medizinischen Versorgung, über Tourismus bis hin zu Stadtentwicklung, Wirtschaft, Arbeitsplätze. Tipp: Beim Wähler ließe sich mit dem Reizthema Straßenausbaubeiträge punkten. Unverständlicherweise liegt dieses Feld brach. Fazit: Die CDU wird ihre acht Sitze bekommen, auch deshalb, weil die SPD in der Wählergunst einen massiven Vertrauenseinbruch zu verzeichnen hat. Von dem Abwärtstrend werden alle andere Parteien profitieren. Acht Sitze sind realistisch. Mehr nicht.     

Parkhaus: Fragt doch mal die Bürger!

Autsch, das tut weh! Die zwischenzeitliche Abkehr vom Parkhaus-Projekt muss für die beiden SPD-Veteranen Peter Christmann und Walter Bredehöft ein Stich mitten ins Herz gewesen sein. Scheinbar tief betroffen von der neuesten Entwicklung, werben sie fast schon flehentlich darum, das Parkhaus nicht sterben zu lassen. Warum? Warum gerade jetzt und warum unabhängig voneinander in einem Zeitabstand von gerade mal einer Stunde? Zufall? Wohl kaum, eher eine abgesprochene Aktion. Doch welchen Hintergedanken verfolgen die Altpolitiker? Der Blog will mal spekulieren: Haben sich die Mehrheiten wieder verschoben? Hat die SPD mitunter Oberwasser bekommen? Haben es die Sozialdemokraten am Ende abermals geschafft, die eine oder andere Stimme aus der Opposition für sich zu gewinnen? Gewisse Zweifler gab es ja schon immer in deren Reihen. mehr

Vorbild Simmertal

Erneut lohnt sich ein Blick auf die Nachbargemeinde Simmertal. Dort hat die neue Ortsbürgermeisterin Christina Christina Bleisinger nach nur wenigen Wochen Amtszeit ihren medialen Fußabdruck hinterlassen. Die neue Homepage trägt ganz klare ihre Handschrift. Die setzte sie schon erfolgreich auf ihrer Wahlkampf-Homepage ein. Die Visitenkarte des Ortes jetzt neu zu designen, hat sie offensichtlich zur Chefsache erklärt. Ganz gefüllt sind die einzelnen Menüs in der Leiste zwar noch nicht, aber die Oberbegriffe versprechen einiges an Vielfalt. Merke, die Website des Dorfes ist ein digitales Schaufenster, ein virtueller Haupteingang, ähnlich dem eines Ortsschildes. Keine Frage, die Online-Repräsentanz unter dem Flachsberg passt. Übersichtlich, informativ und ansprechend – viel mehr geht nicht. Und die wird sicherlich noch besser werden. Wichtig, beim ersten Kontakt sollte sich der Besucher weder langweilen, noch überfordert fühlen oder gar ratlos zurückbleiben. Neugier wecken ist der Schlüssel zum Erfolg. Bleisinger lässt es sich nicht nehmen, die Reinklicker auf der Startseite mit Bildchen und Text persönlich zu empfangen. Augenscheinlich ein für sie typisches Stilmittel, das sie auch für die Homepage von Bürgermeister-Kandidat Oliver Kohl (SPD) und die des neuen SPD Gemeindeverbandes Kirner-Land verwendet. Wäre ein solches Format nicht auch etwas für Hochstetten-Dhaun? Bekanntlich verzichtet der zweitgrößte Ort unter dem Dach der Verbandsgemeinde auf eine eigene Internetpräsenz. Augenscheinlich ist die auch zukünftig nicht vorgesehen. Daher liebe Frau Bürgermeisterin, Sie dürfen den Blog www.hochstetten-dhaun-info gerne auf www. Gemeinde-simmertal.de – sozusage als Alternative zu einer offiziellen Version – verlinken. Noch ist das entsprechende Menü auf Ihrer Dorfseite ja noch völlig leer. Zweifel? Der Blog kann Sie beruhigen, Unwahrheiten lassen sich auf dieser etwas anderen Plattform nicht finden. Von daher, wie wäre es nun mit einem Hinweis?

Das Wort zum Sonntag

Groß war das Interesse an den Bürgermeister-Kandidaten bei der ersten von zwei Elefantenrunden. Die Gastgeber schätzten 600 Besucher, die sich auf der Suche nach ihrer Wahlentscheidung von den Programmen der jeweiligen Kandidaten überzeugen wollten. Hat sich irgendjemand mal die Mühe gemacht, die Schar von Interessenten genauer aufzuschlüsseln? Auffällig, es nahm ausschließlich die ältere Generation auf den Stühlen vor dem Podium Platz. Das will nicht heißen, dass der Nachwuchs Platz gewährend höflich in der Ecke stand. Nein, der war einfach nicht da. Hat der kein Bock auf Politik? Wie politisch ist unsere Jugend? Wenden die sich sogar ab? Nein, das politische Interesse von Jugendlichen in Deutschland ist gemäß neusten Studien sogar wieder deutlich gestiegen. Offenbar lassen Greta und Fridays for Future grüßen. Gut, im Gesellschaftshaus war die Generation (noch) nicht vertreten, um auf ihre Interessen aufmerksam zu machen. Doch den Spielplatz gibt es, denn auch auf kommunaler Ebene ist Klimaschutz ein riesiges Thema. Vielleicht strömen Jugendliche und junge Erwachsene ja am 9. Oktober nach Heimweiler, um sich diesbezüglich zu informieren und Gehör zu verschaffen. Hey, offenbart den Kandidaten, dass es Euch und Eure Bewegung gibt und was ihr vom neuen Bürgermeister erwartet.  

Satirischer Wochenrückblick

Über Wahl-Arena Gesellschaftshaus, Eier, wir brauchen Eier, Wertstoffhof, Parkdeck, abgehängter Westen, Monster-Wall, Wir sind Weinkönigin…

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu – der „satirische“ Wochenrückblick auf dem Blog Hochstetten-Dhaun.Info. Nicht alle finden Gefallen an dem etwas anderen Geschreibsel, inklusiven überspitzten Seitenhieben. Merke, alles nur Satire, wenn auch nicht immer auf den Punkt gebracht. Am ersten Wochenende nach dem „Wahl-Podium“ dreht sich natürlich vieles um die Erkenntnisse aus dem ersten Showdown der Kandidaten. Die meisten Besucher hatten sich mehr versprochen von dem ersten Aufeinandertreffen. Wie schrieb doch so schön der Gastgeber in seinem Blättle: „Konfrontation und Brisanz waren nicht erwünscht!“ Häh? Wenn man den Kerlen eine verbale Kastration verpasst, worin liegt denn bitteschön der tiefere Sinn in einem solchen Stelldichein? Jammerschade, das volle Haus hätte zu einer echten Wahl-Arena ausufern können. So blieb es nur bei einem harmlosen Kaffeekränzchen mit absolut keinen neuen News. mehr

Nachlese zum ersten Wahl-Podium

Die Podiumsdiskussion mit den Bürgermeister-Kandidaten war bei weitem nicht das erhoffte ganz große Kino. Eher ein langatmiger Streifen. Anstatt den begehrten Oscar, vergibt der Blog nur die Goldene Himbeere. Schade! Dabei wäre viel mehr an Spannung und Action drin gewesen. Gewiss nicht alle, aber der eine oder andere Besucher dürfte sich mehr vom ersten direkten Aufeinandertreffen der Kandidaten erhofft haben. Die Hauptdarsteller haben irgendwie nicht gezündet. Sie wirkten insgesamt gehemmt. Es wurde so gar nicht richtig gerungen um die besten Argumente, geschweige denn mal ein Statement rausposaunt. Es plätscherte so dahin. Neuer Input = Fehlanzeige! Hallo, es ging im Gesellschaftshaus um den Job des Bürgermeisters für das Kirner Land. Da hätte es etwas mehr Leidenschaft und eine Spur mehr Dramaturgie sein dürfen. Der Dialog verlief alles in allem unspektakulär, sicherlich auch deshalb, weil die Protagonisten sich gegenseitig nur mit Samthandschuhen anpackten. Wie kleine Wattebällchen flogen die vorbereiteten Antworten auf die sechs bekannten Fragen durch die Luft. Merke, im Wahlkampf sind harte Bandagen erlaubt, ja sogar gewünscht. Beim nächsten Termin bitte mehr Ecken und Kanten zeigen und ruhig mal die Ellbogen ausfahren. Die eine oder andere sachliche Blutgrätsche darf es ruhig auch mal sein. Es gilt Positionen klarer zu definieren und sich abzugrenzen. Insgesamt war es eine zähe Kiste, was sicherlich auch am Moderator lag. Die Kandidaten können nicht brennen, wenn der das Feuer unter ihren Allerwertesten nicht ordentlich schürt. Film und Regie waren daher weder Fisch noch Fleisch. Ein echter Stresstest geht anders. Hoffen wir mal auf die Fortsetzung in Heimweiler. Um die langweilige Diskussionsstruktur aufzubrechen, braucht es neue Konzepte. Unbedingt! Hoffentlich verfolgen die Liberale einen anderen Ansatz. Sonst wird das wieder nix mit einem spannenden Podium. Mehr zu dem Thema im Wochenrückblick.

Parkhaus so überflüssig wie ein Kropf

„Oh! Ich drehe schon seit Stunden hier so meine Runden, es trommeln die Motoren, es dröhnt in meinen Ohren, ich finde keinen Parkplatz, ich komm‘ zu spät zu dir, mein Schatz…“ – Herbert Grönemeyer hat auf seine Art die Parkplatznot in einem seiner Hits beschrieben. Als Vorlage dazu diente sicherlich nicht die Einkaufsstadt mit Herz. Weiß Gott nicht! Im Mittelzentrum gibt es nämlich keinen wirklichen Mangel an Stellflächen, wird es auch nie einen geben – auch nicht gefühlt! Jeder, der das anders sieht, war noch nicht in vergleichbaren Kommunen mit echten Parkplatz-Problemen unterwegs. Gottlob gibt es den Rechnungshof, der dem Bauwillen ein vorläufiges Ende setzte. Zurecht, angesichts ohnehin knapper Kassen. Hand aufs Herz, ist im „Mittelzentrum“ die Parkplatznot wirklich dermaßen ausgeprägt, was ein solch teures städtebauliches Mammutprojekt, inklusive regelmäßig wiederkehrenden Unterhaltungskosten, rechtfertigen könnte? mehr

Bleibt der Erdwall oder muss er weg?

Der monströse Erdwall XXL erhitzt nach wie vor die Gemüter. Der hat sich mittlerweile sogar zu einem regelrechten Magneten für Schaulustige gemausert. So berichten es zumindest die Betroffenen. Wie kann so etwas genehmigt werden? War das in diesem Ausmaß so vorhersehbar? Hatte die Stadt eine solche Dimension mit allen einhergehenden Konsequenzen in dieser Form überhaupt auf dem Schirm? Kein Wunder also, dass sich der Haupt- und Bauausschuss bei seiner jüngsten Sitzung mit dem heiklen Thema auseinandersetzen musste. Müssen deshalb, weil der Druck auf dem Kessel in den öffentlichen Medien – mutmaßlich auch nach der Bekanntmachung durch den Blog Hochstetten-Dhaun-Info – und den entsprechenden Kommentaren danach, ziemlich groß geworden ist. Scheinbare Einigkeit im Gremium herrschte darüber, dass man das so nicht beschlossen habe und auch in dieser Form nicht wollte. Prima, dann ist ja alles im Lot. Der Wall wird wieder abgetragen und das Gelände auf Ursprungs-Niveau zurückgebaut. Ende gut alles gut! Halt, so einfach wird das dann wohl doch nicht werden. Dass eine entsprechende Depesche an den Verursacher, via Kurier, heute noch das Rathaus verlässt, daran darf getrost gezweifelt werden. Warum? Nun, erst müsse man sich das mal ganz genau anschauen, heißt es nämlich weiter im Zeitungsbericht. mehr

Kein klassisches SPD-Wahlplakat

Kein klassiches SPD-Plakat!!!

Loriot hat es auf den Punkt gebracht: „Der beste Platz für Politiker ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen.“ Landauf, landab sind SPD-Wahlplakate mit dem typischen Logo mit weißer Schrift auf roten Grund gekennzeichnet. Meist gut sichtbar, damit es dem Betrachter von weitem schon ins Auge sticht. Botschaft: „Seht her, hier grüßt ein SPD-Kandidat von der der Straßenlaterne!“ Oliver Kohl hingegen verzichtet auf das charakteristische Logo. Lediglich ein kleiner unscheinbarer Hinweis auf seine Partei findet sich oben rechts. Nicht in einem leuchtenden rot, sondern in mausgrau gehalten! Selbst auf den zweiten Blick, ist die Parteizugehörigkeit kaum zu erkennen. Finde den Fehler? Schämt sich Kohl für seine Partei? Verzichtet er bewusst auf das typische Logo, weil er sich ohne mehr Zustimmung, gerade von neutralen Wählern, verspricht? Hat er eventuell erkannt, dass Kandidaten ohne Parteibuch in der Wählergunst mittlerweile sogar Vorteile genießen? Kohl tritt nun einmal für seine SPD an, die selbstverständlich seinen Wahlkampf finanziert. Im Gegensatz zu den beiden freien Kandidaten, muss er keinen Cent aus eigener Tasche bezahlen und kann daher in Stadt und Umland richtig protzen mit seinem Antlitz. Tut er ja auch. Da wäre es doch angemessen und eine nette Geste, seinem Sponsor wenigstens mit dem richtigen Partei-Logo, neben dem lächelnden Kandidaten, zu danken. Vielleicht ist aber das neutral gehaltene Design der Wahlplakate ohne Widerspiegelung der Partei nur purer Zufall, ohne irgendwelche Hintergedanken. Dann wäre ja alles gut und der Blog käme zum Ergebnis: „Hauptsache mal drüber geschwätzt (geschrieben)“  

Betreutes Wohnen

Die Grundschule hinter Wildwuchs.

Thema bei der Podiumsdiskussion war auch der demografische Wandel sowie Landflucht in Verbindung mit betreutem Wohnen im Alter. Die Frage an die Kandidaten lautete: „Welche Modelle für generationsübergreifende moderne Wohnformen – bis hin zu betreutem Wohnen – sind in der Verbandsgemeinde Kirner Land darstellbar? Gar nicht so einfach, die passenden Antworten darauf zu finden. Oliver Kohl (SPD) erinnerte in diesem Zusammenhang an das Projekt alte Grundschule in Hochstetten-Dhaun, dass ja schon seit Jahren vor sich hin schlummert. Dieses müsst man mal angehen, so seine sinngemäße Aussage. Guter Gedanke Herr Kohl, aber leider nicht zu Ende gedacht. Wie schon so oft. Der neue VG-Bürgermeister wird nur wenig Einfluss auf den privaten Investor haben können. Er kann nur Appelle aussenden. Und weil der auf andere Projekte seinen Fokus lenkt, bleibt die alte Schule und der Wildwuchs Drumherum bis auf weiteres in einem Dornröschen-Schloss ähnlichen Zustand erhalten. Und wie es in einem Märchen eben so ist, kann der Tiefschlaf-Zustand noch ziemlich lange andauern.  

Zehnte Wurstwanderung

Blick über den Berg nach Simmertal. Am Sonntag, 20. Oktober, ist es wieder so weit: Dann heißt es bei der zehnten Wurstwanderung Wanderlust pur erleben. Die Bürger aus Simmertal und Umgebung sind erneut eingeladen, die Wanderschuhe zu schnüren. Wandern liegt voll im Trend und so erhofft man sich aus den Reihen der organisierenden Freien Wählergemeinschaft einen regelrechten Menschenauflauf entlang der der etwa 10 Kilometer langen Strecke rund um Simmertal bis hinauf nach Horbach sowie hinunter ins Kellenbachtal. Und das Beste daran: Startgeld wird nicht erhoben. Wie immer, werden punktuell Neuerungen in Streckenführung und Ablauf vorgenommen. Der Rundkurs kann in beiden Richtungen gegangen werden. Der Einstieg ist flexibel. An insgesamt sechs Jause-Stationen können zwischen 11 und 17 Uhr regionale Wurstspezialitäten sowie warme und kalte Getränke genossen werden. Hausmacher und Wurstsuppe stehen bei der Simmertaler Wurstwanderung ebenso auf der Speisekarte wie Weiß- oder Grillwürstchen, Wildwurst, Wurstspieße und vieles mehr. Kurzum, es ist alles erhältlich, was müden Beinen Kraft und Schwung verleiht. Das Anlaufen aller Stationen berechtigt zur Teilnahme an einer Verlosung. Abschluss ist am Landhaus Felsengarten. Dort werden auch die Gewinner gezogen.

Gute und weniger gute Nachrichten für das Kirner Krankenhaus

Gute und schlechte Nachrichten für das Kirner Krankenhaus. Das rheinland-pfälzische Kabinett hat am 24. September eine Landesverordnung gebilligt, wonach kleinere Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz von Sicherungszuschlägen profitieren können. Kirn ist einer von acht Standorten, der ab 2020 von den Finanzspritzen profitiert. „Die bundesrechtlichen Kriterien berücksichtigen die regionalen Besonderheiten eines Landes wie Rheinland-Pfalz nicht im erforderlichen Umfang“, sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) dem SWR zur Begründung dieser Verordnung. Der jeweilige Zuschlag soll individuell vereinbart werden“, heißt es aus dem Gesundheitsministerium. In Rheinland-Pfalz soll die Obergrenze für die Einwohnerdichte dem gebilligten Entwurf zufolge auf 200 angehoben werden. Die Verordnung soll laut Gesundheitsministerium zum 1. Januar 2020 in Kraft treten. Der auf Landeskriterien basierende Zuschlag soll individuell zwischen Krankenhaus und Krankenkassen vereinbart werden. Will heißen, die finanziellen Weichen für den Erhalt des Kirner Krankenhause sind gestellt, die von Mainz ausgesprochene Bestandsgarantie save. Gute Nachrichten. Wenn da nur nicht die „bösen“ Krankenkassen wären. Die haben sofort ihr Veto eingelegt. Irgendwie verständlich, müssen sie doch die Kosten tragen. In einer gemeinsamen Erklärung warnten die AOK Rheinland-Pfalz und der Ersatzkassenverband vdek am Dienstag vor „ineffektiven Einzelmaßnahmen“. Stattdessen fordern sie unter anderem eine stärkere Spezialisierung der Kliniken und eine aktivere Öffentlichkeitsarbeit des Landes, um der Bevölkerung Ängste vor der Schließung einzelner Krankenhäuser zu nehmen. Soso. Boykott und Schließung durch die Hintertür? Kirner Land sei wachsam. Der Drops ist noch lange nicht gelutscht. Trotz guter Nachrichten im Wochentakt, bleibt immer ein Rest Ungewissheit.

Es war nicht der große Wurf

Podiumsdiskussion mit den Bürgermeister-Kandidaten

Am 20. Oktober wird ein neuer VG- Bürgermeister gewählt. Um die Bewerber besser kennen zu lernen, lud der Öffentliche Anzeiger zu einer Podiumsdiskussion mit den drei Kandidaten Oliver Kohl, Thomas Jung und Andreas Römer ein. Das Interesse war groß: Mehr als 400 Besucher sahen sich den Schlagabtausch im Gesellschaftshaus an. Das Wichtigste vorneweg: Der Blog kürt Thomas Jung zum Gewinner des Abends! Sein Slogan „frischen Schwung mit Thomas Jung“ bleibt auch nach 2,5 Stunden Politik-Talk glaubhaft und stichhaltig, auch wenn er beim ersten Aufeinandertreffen mit seinen Konkurrenten nicht restlos überzeugen konnte. Das war auch nicht zu erwarten. Insgesamt fehlte bei allen drei Kandidaten noch Herz, Gefühl und Willen, es unbedingt wuppen zu wollen. Diesbezüglich ist noch gewaltig Luft nach oben. So richtig gebrannt hat (noch) keiner. Und brennen muss man, wenn man das Kirner Land nach vorne bringen möchte. mehr

CDU unterstützt Thomas Jung („Lucky TJ“)

Der Cowboy hat gut lachen; erfährt er doch jetzt auch die Unterstützung der CDU.

Nein, der Blog hat keine hellseherischen Fähigkeiten, vielmehr ein Gespür für Entwicklungen. Dass die CDU die Kandidatur von Thomas Jung fördert, war so sicher wie das berühmte Amen in der Kirche. War nur eine Frage der Zeit, wann die Christdemokraten mit der Botschaft um die Ecke kommen. Im Wochenrückblick hat der Blog noch im Nebel gestochert, aber jetzt ist es Fakt. Subjektiv analysiert macht die Entscheidung ja auch Sinn. Zum einen fördert man den Wahlgewinner und zieht sich den zumindest gefühlt auf seine Seite und zum anderen sind CDU und SPD wie Hund und Katz – erstrecht nach dem Ausboten bei der Beigeordneten-Wahl im Kirner Stadtrat. Nicht zu vergessen, dass Tressel und Dickes gut mit „Lucky TJ“ können. Kurze Wege, kurzer Draht – beides nicht zu unterschätzende Vorteile für den kommenden VG-Bürgermeister, der in diesem Jahr mal nicht aus dem Weiher in Hennweiler herausgeangelt wird. Da lehnt sich der Blog mit seiner Prognose mal ganz weit aus dem Fenster. Oberhausen hat auch einen Tümpel. Und der dicke Fisch dort entspringt einem reinen Gewässer ohne Partei-Klüngel. Will heißen, der ist nicht durchzogen mit Altlasten und den üblichen miefenden Schadstoffen. „Lecker und frisch auf den Tisch des Wahlvolkes serviert“ – so oder so ähnlich steht es auf der Wahl-Speisekarte. Die Menschen müssen nur noch ihr Kreuzchen beim dicken und schmackhaften Fisch aus Oberhausen setzen. Er wird ihnen die nächsten acht Jahre schmecken. Ganz sicher! Guten Appetit!

Kandidaten stehen erstmals Rede und Antwort

Am 20. Oktober wird ein neuer Bürgermeister für die Verbandsgemeinde Kirner Land gewählt. Um die Bewerber besser kennen zu lernen, veranstaltet die Kirner Zeitung heute, um 19 Uhr, eine Podiumsdiskussion mit den drei Kandidaten Oliver Kohl (SPD), Thomas Jung und Andreas Römer im Gesellschaftshaus. Der Andrang wird riesig werden. Der Blog erwartet sogar eine Stühle-Knappheit. Reines Bauchgefühl! Für alle interessierten Menschen ist es die erste von zwei Gelegenheiten, den Bewerbern so richtig auf den Zahn zu fühlen. Aber sowas von! Erfahrungsgemäß wird einer üblichen Vorstellungsrunde ein Dialog mit dem Moderator folgen. Um sich darauf vorbereiten zu können, gingen den Kandidaten vorab sechs Fragen schriftlich zu. Danach wird es sicherlich heißen „Feuer frei“ für die offene Diskussion mit den Anwesenden. Dann heißt es Ausquetschen, aber bitte sowas von! Mit welchem Gefühl werden die Besucher anschließend nach Hause gehen? Der Blog wird versuchen dieses irgendwie einzufangen, um es dann in seine persönliche Beurteilung mit einfließen zu lassen.

Wahlen: „Die Grünen“

Grüngrüngrün sind alle meine Kleider; grüngrüngrün ist alles was ich hab…“ – das Kinderlied passt irgendwie ins politische Main-Stream. Der momentane Hype um die Partei wird sich gewiss auch auf die Basis im Kirner-Land niederschlagen. Nachdem die einst bunte Truppe hier bereits totgeglaubt war, haben junge Menschen mit der Reanimation ihr neuen Lebenswillen eingehaucht. Ob die Wiederbelebung nachhaltig Wirkung zeigt, bleibt abzuwarten. Der einstige Patient lebt jedenfalls. Wie und wie lange, hängt von vielen Faktoren ab. Egal wie, die neue Formation wird sich auf die Gunst ihres Wähler-Klientel verlassen können und einen guten Start an der Wahlurne hinlegen. Dahingehend ist sich der Blog sicher. Keiner kennt sie, keiner kann sie einschätzen, keiner weiß etwas über ihr Leistungsvermögen – aber dennoch werden sie Minimum vier Sitze im neuen VG-Gemeinderat abgreifen. Sind eben verrückte Zeiten gerade. Nein, einen Personenwahlkampf wolle man nicht führen. Wie auch, die Newcomer sind im Kirner Land doch völlig unbekannt. Man stehe für Inhalte und wolle die VG Kirner Land für Mensch und Natur attraktiver gestalten, heißt es weiter in der Ankündigung.  Wie das geschehen soll, darüber schweigen sich die Listenführer (noch) aus. Ein 17-jähriger Schüler ist die Triebfeder. Respekt, denn oftmals fehlt es den jungen Leuten an politischen Engagement. Die etablierten Parteien wissen ein Lied davon zu singen. Auffällig SPD-Kandidat Oliver Kohl war zu Gast auf der Planungsversammlung. Buhlte er da schon um Unterstützung? Man weiß ja nie, wie sich die Mehrheiten verteilen. Eventuell reicht ja nach der Wahl ein Bündnis mit SPD und den Grünen für eine Mehrheit im VG-Rat. Man darf jedenfalls gespannt sein, wie die jungen Leute sich schlagen werden. Ein Farbtupfer sind sie allemal. Wenn sie am Ratstisch sitzen, ist das nur förderlich das politische Klima. und den Dialog. Wie bereits erwähnt, vier Sitze auf Anhieb sind nicht zu hoch gegriffen – eher einer mehr als einer weniger. Vorteil, als Berater hat man mit Rainer Helfenstein einen erfahrenen Recken auf einem der vorderen Listenplatz platzieren können. Der kennt sich bestens im Kirner Land aus und weiß wie das politisch so tickt.

Ein Leserbrief der offenbar nicht gedruckt wird!

Der Blog dient ab und an auch als Plattform für externe Berichte. Der lässt gerne andere zu Wort kommen, zumal, wenn die einen interessanten Beitrag leisten können. Bürgermeister-Kandidat Andreas Römer wunderte sich diese Woche über eine augenscheinliche Benachteiligung seiner Person bei der Vorstellung der Bürgermeister-Kandidaten in der Kirner Zeitung. Seine Reaktion, in Form eines Leserbriefes, wurde von der Redaktion bisher nicht abgebildet. Für ihn unverständlich diese Verfahrensweise. Hat die Zeitung ein Problem damit? Seiner Bitte, diesen eins zu eins zu veröffentlichen, kommt der Blog gerne nach:

Leserbrief bezüglich der Wahl zum Bürgermeister der neuen Verbandsgemeinde Kirner-Land. Bericht über Kandidaten Kohl am 18.09.2019 und Hinweis auf der Titelseite:

Faire Berichterstattung! Ja oder nein?

In der heutigen Ausgabe ist im Kirner Lokalteil ein Bericht über den Bürgermeisterkandidaten Oliver Kohl zu lesen. Aber bereits auf der Titelseite prangt ein Hinweis und der Rubrik Lokales: „Kohl will für die SPD an die Spitze“.  Nach einer kurzen Nachricht steht da, „Mehr im Lokalteil, Seite 16.“ Am Montag jedenfalls, fehlte dieser Hinweis auf der Titelseite, als ein Bericht über meine Person und Kandidatur erschien. Hat da mal wieder der SPD-Vetternwirtschaft nachgeholfen? Die Überschrift in der Rubrik Lokales auf der Titelseite lässt dieses vermuten. Ansonsten müsste die Überschrift heißen: SPD-Kandidat Kohl will für die Bürgerinnen und Bürger an die Spitze. Ein kleiner aber feiner Unterschied. Und noch ein Hinweis, eine Zeitung sollte bei solchen Themen neutral berichten. Wenn ein Hinweis auf der Titelseite erscheint, sollte dies bei allen Kandidaten der Fall sein. Es geht um Gleichbehandlung und Chancengleichheit.Die Meinung darüber mögen sich die Wählerinnen und Wähler selber bilden.

Andreas Römer, Hochstetten-Dhaun, parteiloser Bürgermeisterkandidat

Das Wort zum Sonntag

Fakten schaffen, bevor es andere tun. „Pöstchengeschacher im großen Stil auf den letzten Drücker vor der Wahl zum neuen VG-Bürgermeister“ – so hätte die Schlagzeile heuer im Öffentlichen auch lauten können. Warum hat man die Wahl nicht abgewartet? Warum die plötzliche Eile? Schließlich war von vornherein klar, dass bei der Zusammenlegung beider Verwaltungen kein Mitarbeiter gehen muss und alle ihre Gehaltsstufe behalten.  So wird der neue Chef mal eben personell gleich vor vollendete Tatsachen gestellt. Reife Leistung! Warum hat man nicht gewartet, um ihm die Möglichkeit zu bieten, seine Handschrift sowie seine Vorstellungen einzubringen. Eventuell hätte der ja einen anderen Zuschnitt mit anderen Köpfen favorisiert. War das vielleicht nicht gewollt? Steckt da die pure Absicht dahinter? Zeitdruck lässt der Blog als Argument jedenfalls nicht gelten. So wird nur der Eindruck vermittelt, dass die alten Strukturen um jeden Preis erhalten werden sollen. Gemäß vorliegender Liste gibt es nur Gewinner. Und wenn, wie bei den Stadtwerken, zwei Chefs unterzubringen sind, dann schafft man halt eine gleichberechtigte Doppelspitze. Oder man hebt einfach ein neues Ressort aus der Taufe, welches ja wiederum einen Chef oder eine Chefin benötigt. Bravo und Respekt vor derart viel Weitsicht und Diplomatie! Glückwunsch, so gelingt also eine effektive Verschlankung der Verwaltung nach einer Fusion. Apropos Doppelspitze, man darf gespannt sein, ob die auch gebildet wird, wenn Kohl die Wahl gewinnt. Wird dann auch eine installiert? Wohl kaum! Keine Frage, das ganze Paket wurde am Wählervotum vorbei geschnürt. Bleibt ein Geschmäckle XXL. Vielleicht wurde es auch deshalb vor den Wahlen festgezurrt, um interne Informationsquellen nicht versiegen zu lassen. Man weiß ja nur zu gut, wie so einige Protagonisten ticken.   

Wochenrückblick 21. September

Über Wahlkampf während der Arbeitszeit, Baumschnitt mit Kohl, Kandidaten-Vorstellung in  der Presse, Straßenausbaubeiträge, Podiums-Diskussion am Montag, den Kirner Monster-Wall

Frage der Woche: Wie glückt Wahlkampf während der Arbeitszeit? Werden Bürgermeister-Kandidaten von den jeweiligen Arbeitgebern Zeit für Werbung in eigener Sache geschenkt oder Abwesenheiten stillschweigend geduldet? Interessante Betrachtungsweisen, oder nicht? Nehmen wir mal Oliver Kohl genauer unter die Lupe, weil der ja gerade so rührig unterwegs ist. Der VG-Angestellte ist derzeit omnipräsent, egal zu welchen Tages- und Nachtzeiten. Muss der SPD-Kandidat ausstechen, wenn er sich kurz mal eben bei öffentlichkeitswirksamen Anlässen zeigt, etwa, wie zuletzt beim Treff in Kirn-Sulzbach oder bei der Fahrt nach Mainz ins Gesundheitsministerium? Rein beruflich, hatte er da ja so gar nichts verloren. Strenggenommen, konnte seine Teilnahme in beiden konkreten Fällen ja nur von privater Natur gewesen sein? Nahm der Kandidat sich extra Urlaub oder baute er Überstunden ab? Wenn Kohl für sich auf Werbetour geht, klingelt er dann beruflich oder privat, um die Menschen in seinem Sinne zu „verkohlen“, ähm vorzustellen? Kleines, nicht ernst zu nehmendes Wortspiel aus der untersten „Satire-Gag-Schublade“, aber irgendwie doch drollig. Wäre das Thema Wahlkampf und womöglicher Zeitvorteil nicht eine etwas andere Frage an die Kandidaten bei der ersten Podiumsdiskussion am Montag, 23. September. Wie handhaben es die Polizisten? Neugier geweckt? mehr

Neues Straßenschild

Hochstetten-Dhaun, deine Verkehrszeichen und Straßenschilder. Da liegt noch immer einiges im Argen: Verblasste Verkehrszeichen, rostige Straßenschilder, schiefe und verdreckte Varianten – alleine der Ortsteil an der Bundesstraße bietet alles, was nicht sein darf. Gemäß höchstrichterlichen Gerichtsurteilen müssen Verkehrszeichen immer so angebracht und erkennbar sein, dass Verkehrsteilnehmer ihre Anordnung ohne weitere Überlegungen eindeutig erfassen können. Abseits einer rechtlichen Bewertung gelten Straßen- und Hinweisschilder auch immer als eine Visitenkarte des Dorfes. Und auch wenn der Istzustand noch gewaltig Luft nach oben offenbart, gibt es vereinzelte Lichtblicke. Das Straßenschild „Kirchpfad“ wurde jetzt ersetzt. In Blickweite des Gemeindebüros rostete das Standrohr munter vor sich hin. Sehr lange. Viel zu lange.

„The Wall“

Des einen Freud, des anderen Leid!

„Die Mauer muss weg, die Mauer muss weg“ – der geschichtsträchtige Protestschrei dürfte allen noch in den Ohren klingen. Die Bewohner der Bürgermeister-Tschepke-Straße haben diesen Protest-Slogan neuerdings auch auf den Lippen. Zugegeben, hinter ihren Häusern hat sich keine Mauer aufgebaut, vielmehr ein meterhoher Erdwall. Das Ergebnis ist jedoch dasselbe. Die Menschen hier leben jetzt gefühlt hinter einem monströsen verdunkelnden Deich. Nur Schafe könnten hier niemals nicht weiden, vielmehr nur kletternde Bergziegen. „Der Steilhang ist ein gewaltiger Eingriff in Landschaftsbild und Topografie, der in dieser Dimension niemals hätte genehmigt werden dürfen,“ informieren die restlos verärgerten Betroffenen. Fürwahr, der Hang wirkt beängstigend. Er schränkt Optik und Lebensqualität ein. Nicht zu vergessen, ein von den Eigentümern befürchteter Wertverlust ihrer Häuser bei einem Wiederverkauf, der mit jedem Meter höher hinauf spürbarer einhergeht. Wer will schon hinter einer gefühlten Wand leben? Man muss sich ja nur die Bilder anschauen, um feststellen zu können, dass die Anwohner nicht übertreiben. Und das ist längt nicht ihre einzige Sorge. Bei Starkregen steht zu befürchten, dass der Grund in Richtung ihrer Häuser gespült wird. Dass dies nicht aus der Luft gegriffen ist, beweisen entsprechende Fotos von einem zurückliegenden Unwetter und den Wasseransammlungen danach. Die Ursache für den etwa 300 Meter langen Wall ist die Aufschüttung des Neubaugebietes Kyrburgblick zu einem mehr oder weniger Plateau. Dafür wurde die Topografie verändert, was man ganz deutlich am Übergang zum ersten Haus der Paul-Ehrlich-Straße ableiten kann. Das steht sehr viel tiefer. Der früher flacher, natürlicher und harmonischer verlaufende Hang wurde sozusagen in bebaubarer Breite auf Straßenniveau angehoben, und dies, entgegen des ursprünglichen Geländeverlaufs. Gut für kommende Bauinteressenten, schlecht für die alteingesessenen Hausbesitzer darunter. Die logische Folge, ein meterhoher Wall am Ende der Grundstücke, der minimal abgeböscht nahezu senkrecht hinter der Häuserzeile Bürgermeister-Tschepke-Straße endet. Die Betroffenen sind stinksauer. Sie wollen die Maßnahme nunmehr auf Rechtmäßigkeit überprüfen lassen. Würde nach gesundem Menschenverstand geurteilt, hätten die gute Chancen mit ihrem Protest erfolgreich zu sein. Der Blog bleibt auf alle Fälle am Ball. mehr 

Spielplatz mehr denn je ein Schandfleck

Zeit für drastische Worte! Schlimmer geht’s nimmer – der Spruch aus dem Volksmund untermauert eine nicht mehr steigerungsfähige Negativität. Beispiel: Tiefer kann man als Ortsgemeinde nicht sinken, wenn man einen Spielplatz derart verkommen lässt. Sehenden Auges und das schon seit zwei Jahrzehnten. Und das Schlimmste daran, man lässt eine weitere Benutzung sogar noch zu. Finde den Fehler? Will heißen, die Fläche ist für jedes Kind frei zugänglich, und dies, obwohl auf einzelnen Spielgeräten mittlerweile sogar Gefahrenherde lauern. Scharfkantig sind die freiliegenden Winkel-Eisen seitlich an der Rutsche und splitterhaft die Holzlatten darüber. Aber nicht nur dort. Auch entlang der Einfriedung sind nicht mehr alle Latten am Zaun. Kurzum, Zustand und Anblick sind nur noch armselig, fast schon skandalös. Mehr noch: Der Grünschnitthaufen am Eingang wartet seit Monaten schon auf seine Entsorgung und Unterhaltungsstau entdeckt man auch im Grünstreifen und auf der gesamten unkrautdurchzogenen Fläche. Keine Frage, Hochstetten-Dhaun darf sich „rühmen“, für der verkommenensten Spielplatz weit und breit verantwortlich zu sein. Hochstetten-Dhaun vorn! Hut ab! Mehrfach hatte der Blog dieses Desaster in der mutmaßlich wohlhabendsten Ortsgemeinde unter dem Dach der VG schon angeprangert. Passiert ist nichts!!! Im Gegenteil: Der Verfall ist weiter fortgeschritten und die Pflege lässt mehr denn je zu wünschen übrig. Das Unkraut steht hoch, die Hecken sind verwildert, der Sand ein El-Dorado für Bakterien – „Buddeln ohne Reue“ ist hier schon lange nicht mehr möglich. Gilt für Spielplätze nicht auch die TÜV-Pflicht? Wenn ja, war ein Prüfer wohl lange nicht mehr hier beruflich aktiv. Was ist zu tun? Die logische Konsequenz kann nur bedeuten, den Spielplatz dicht zu machen. Die Ortsgemeinde sollte die gleichen Absperrbaken, die jetzt links und rechts vor der morschen Brücke am Rentnerplatz stehen, auch vor den Eingängen des Spielplatzes aufstellen. Zum Wohl und zum Schutz der Kinder, scheint diese Maßnahme unumgänglich zu sein. Sorry, für diese über Jahre hinweg geduldete Verwahrlosung sollten sich alle ehemaligen und aktuellen Ortsgemeinderatsmitglieder in die Ecke stellen und schämen. Stundenlang! Schöne Vorstellung. Wird aber nicht passieren. Stattdessen werden die sich mit dem Vorhaben einer beabsichtigten Neuanlegung zu rechtfertigen versuchen. Die Platte liegt aber schon seit 2003 auf. Wann wird das endlich soweit sein? Soll bis dahin alles so bleiben wie es momentan ist? Ohne Worte! Der Blog wird auch zukünftig ein Auge auf die Spielfläche werfen und gegebenenfalls weiter drastische Worte finden und auf seine Art Druck ausüben. Übertreibt der mal wieder? Wohl kaum! Nehmt Euch die Zeit und urteilt selbst! Er kann aber auch loben, spätestens dann, wenn hier endlich mal Abhilfe geschaffen wird. mehr

Wieder mal verändert eine Baustelle ihr Gesicht

Ja, das sieht man deutlich – zum x-ten Mal. Doch nicht nur die Baustelle verändert ihr Gesicht, sondern auch das ganze Dorf. Tagtäglich verändert die Groß-Baustelle Ortsumfahrung das äußere Erscheinungsbild. Nicht unbedingt heben die Baufirmen den Ort auf Modell-Niveau, eher ist das Gegenteil der Fall. Dem Einwand wird wohl kaum einer widersprechen können. Man braucht sich ja nur mal umzuschauen, um feststellen zu können, dass Brückenbauwerke und Straßenführungen mit jedem Meter mehr sich rein optisch nicht gerade zu Hinguckern entwickeln. Ganz zu schweigen davon, dass sich die Trasse so gar nicht harmonisch in das Landschaftsbild einfügen lässt. Wenn die Maßnahme jedoch hilft, der angestrebten Verkehrsentlastung zum Erfolg zu verhelfen, dann nimmt auch der Blog billigend und zähneknirschend in Kauf, dass der Ort Schönheitspreise bis zum St. Nimmerleinstag niemals nicht in Empfang nehmen wird können. Der Drops ist jedenfalls gelutscht. Drauf geschissen, wenn unter dem Strich wirklich alle Bewohner profitieren. Die Betonung in diesem Satz liegt auf „alle“! Diesbezüglich sind jedoch Zweifel angebracht. Dem Blog wird jetzt schon angst und bange, wenn in Kürze Bahn und Straße tagelang mit monströsen Brückenteilen überspannt werden. Eine blattfüllende Berichterstattung, unterlegt mit unendlich vielen Bildern, ist den Lesern dann wahrscheinlich so sicher wie das berühmte Amen in der Kirche. Und das Schlimmste daran, sie können nichts dagegen tun. Hoffentlich irrt der Blog und die Redaktion berichtet zur Abwechslung mal dem Ereignis angemessen mit Bild und Unterzeile. Reicht vollkommen!    

Geländer gibt Sicherheit

„Dieser Weg wird kein leichter sein…“ – so titelte der Blog noch vor Monaten. Das morsche Treppengeländer aus Holz, rechts und links der steilen Treppe „Am Wäldchen“ hinunter in die Straße „Im Weilborn“, war aber auch alles andere als eine Geh-Hilfe, geschweige denn Absicherung. Der gefährliche Zustand juckte über Monate und Jahre niemanden. Jetzt hat die Ortsgemeinde doch tatsächlich reagiert. Sicherlich nicht deshalb, weil der Blog den Zustand mehrfach anprangerte. Eine verzinkte Eisen-Konstruktion ersetzt nunmehr die alte Variante. Geht doch, ist man da fast schon geneigt zu loben. Lange genug hat es ja gedauert. Man stelle sich vor, jemand wäre die Treppe heruntergefallen. Dann wäre das Geschrei groß gewesen. So what, Ist ja alles nochmal gut gegangen. Von daher, Strich drunter. Jetzt nur nicht nachlassen. Baustellen und kosmetische Mängel in den Ortsteilen, die mit wenig Aufwand und geringen Kosten beseitigt werden könnten, gibt es noch reichlich. Hopp dann! mehr

„Andi-Beinhart“ – Letzte Comic Figur gefunden

Michael Müller hat’s erfunden.

Es hat wieder gemüllert in der Kirner Comic-Stube. Und wie! „Andi-Beinhart“ – die Comic-Figur für den parteilosen Bewerber um den Posten als VG-Bürgermeister, Andreas Römer, ist gefunden. Der muss es jetzt nur noch kesseln lassen. Volles Rooäää – auf seinem Motorrad und im Wahlkampf wird der Andi in den nächsten Wochen so richtig Vollgas geben, um auf sich und sein Programm aufmerksam zu machen. Und wie! Zwar genießt seine Figur keinen Super-Helden-Status, aber das muss in dieser zeitlich begrenzten Comic-Reihe bis zum Wahltag am 20. Oktober ja kein Nachteil sein. Es liegt einzig allein an ihm, inwieweit er seinen Konkurrenten Feuer unter dem Hintern machen kann. Ob das wirklich gelingt, bleibt abzuwarten. Und auch wenn „Andi- Beinhart“ nur Außenseiterchancen auf den Chefposten der Verbandsgemeinde eingeräumt werden, abschreiben sollte man ihn keinesfalls. Auf VG-Ebene gab es schon einmal eine faustdicke Überraschung. 2004 verpasste der parteiloser Seiteneinsteiger Harald Beuscher Amtsinhaber Günter Schwenk eine kräftige Watschn. Ein Hieb aus dem nichts, der den Platzhirschen sowohl in den Ruhestand schickte, als auch bei seinen Parteikollegen lange nachwirkte. „Andi-Beinhart“ hat niemand so wirklich auf dem Zettel und genau darin liegt seine Chance. mehr

Wahlkampf-Check der Super-Helden

Zeit, sich mal den Wahlprogrammen von „Thomas Jung („Lucky TJ“) und Oliver Kohl („Super-Oli“) anzunähern. Ihre wichtigsten Eckpunkte haben die beiden aussichtsreichsten Anwärter auf den Chefsessel der Verbandsgemeinde Kirner Land schon über unterschiedliche Kanäle unter das Volk gestreut. Das Wichtigste vorneweg: Differenzen sind absolut keine zu erkennen, auch nicht auf den zweiten Blick. Nicht einmal marginale Unterschiede lassen sich aus ihren jeweiligen gelisteten Aussagen von Homepage und Flyer herausarbeiten. Gut, die vokabulare Verpackung ist typbedingt anders, aber das war es dann auch schon. Blöd für die Wähler, weil alle Inhalte nahezu identisch sind. Da fällt es schwer, sein Pendel in der Wahlkabine ausschlagen zu lassen und sein Kreuzchen nur anhand des Wahlprogramms zu setzen. Grundsätzlich gilt ja, dass Wahlprogramme in der Öffentlichkeit meist kritisch beäugt werden, von wegen leeren Versprechungen oder Luftschlössern. Von alledem findet sich jedoch nichts. Bescheidenheit in den Zielsetzungen passt eigentlich so gar nicht zu einem Super-Helden-Image. mehr

Freiwilligentag beim Turnverein

Am vergangenen Samstag richteten die Stadt Kirn und die Verbandsgemeinde Kirn-Land erstmals einen gemeinsamen „Kommunalen Freiwilligentag“ aus. Offiziell heißt es dazu: „Bei dem Freiwilligentag wird die gesamte Region in Bewegung versetzt, um zahlreiche Herzenswünsche von Vereinen, Kindergärten, Schulen und anderen Organisationen zu erfüllen. Freiwillige Helferinnen und Helfer packen an diesem Tag gemeinsam an und unterstützen eine Vielzahl von Projekten. Ein Freiwilligentag bietet Interessierten die Chance, sich einmalig, kurzzeitig und freiwillig, ohne weitere Verpflichtung, für einen guten Zweck ehrenamtlich zu engagieren. Das Hauptanliegen des Tages ist, interessierte Bürger an das Ehrenamt heranzuführen.“ An sich eine lobens- und unterstützenswerte Initiative von der Politik. Auch für Hochstetten-Dhaun? Jawoll! Der Turnverein war gleich mit zwei Projekten am Start. Zum einen wurde die verwitterte Holz-Grillhütte auf dem Turnplatz ein komplett neuer Anstrich verpasst und zum anderen der Wildwuchs am Eingangsbereich gerodet. Und das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. „Peter der Baumeister“ hatte im Vorfeld nicht zu viel versprochen: Die Hütte sieht nach dem Facelifting wieder so aus, als sei sie gerade erst zusammengezimmert worden und auch der Eingangsbereich ist nach der Rodung wieder lichtdurchflutet. Der Platz muss jetzt nur noch eingeebnet, aufgeschüttet und neu bepflanzt werden. Gut ein Dutzend Helfer bewirkten an diesem besonderen Tag wahre Wunder. Und als ob das nicht genug gewesen wäre, packten die fleißigen Handwerker das Beachvolleyball-Feld sowie den Pool winterfest ein. Wenn die Kerle nun einmal da sind, dann erledigt man das halt gerade mit, gell? Bravo Turnverein. Ihr habt es echt drauf. Aber sowas von! mehr

Das Wort zum Sonntag

Rentner, ihr müsst jetzt ganz stark sein! Die Holz-Brücke auf eurem „Freizeit-Platz“ ist morsch und baufällig. Und weil einzelne Bretter schon fehlen oder zersplittert in alle Richtungen zeigen, ist der Übergang über das Bächlein gefahrlos nicht mehr möglich. Daher hat die Ortsgemeinde die Reißleine gezogen und auf beiden Seiten Sperrungen aufgebaut. Jahrelang hat das Bauwerk gehalten und treue Dienste geleistet, aber trotz aller Pflege, ist irgendwann halt Schicht im Schacht. Merke, Holz hat eben eine begrenzte Haltwertbarkeit – siehe Sportplatz-Brücke. Bleibt die Frage, ob es überhaupt soweit hätte kommen müssen? Hätte man durch frühzeitige punktuelle Sanierungsmaßnahmen dem witterungsbedingten Verfall nicht effektiv entgegenwirken können? Etwa durch den frühzeitigen Austausch morscher Bretter und Balken, Müßig die Frage, weil die harte Wahrheit liegt wie immer auf dem Platz oder wie hier auf der Brücke. Inwieweit die wieder hergerichtet werden wird, bleibt abzuwarten. Schließlich hat die Ortsgemeinde eine komplette Erneuerung des Rentnerplatzes inklusive Spielplatzes nebenan ins Visier genommen. Nur wann wird das sein?   

Deal zwischen Diakonie und Landkreis

Geschickt eingefädelt! Kreis und Diakonie saßen diese Woche zusammen, um das weitere Vorgehen Krankenhaus Kirn zu besprechen. Zur Erinnerung, das Land hat ja bereits eine Bestandsgarantie ausgesprochen. Nun, zöge sich die Diakonie komplett zurück, dann fiele die Trägerschaft an den Landkreis. Kein Wunder, dass da im Kreishaus die Alarmglocken schrillten und die das Gespräch suchten. Natürlich war man durchaus offen für Zugeständnisse an den Kreuznacher Nachbarn. Offiziell heißt es dazu in der Zeitung: Die Diakonie hat begonnen, sich finanziell frei zu strampeln. So will die Stiftung ihre beiden Schulen für Kinder mit Behinderungen, die Bethesda- und die Bodelschwinghschule, in die Kostenträgerschaft des Landkreises überführen. Das heißt: Der Landkreis soll die Kosten für Instandhaltung und Abschreibung übernehmen.“ Anders formuliert, der Kreis sponsert zukünftig die Diakonie durch die Hintertür, um die in der Krankenhaus-Angelegenheit bei Laune zu halten. Finanzielle Zugeständnisse, halt wohlwollend verpackt und auf dem Silbertablett serviert. Die finanziellen Beruhigungspillen ermuntern die Diakonie zu einem vorläufigen „Weiter so“ in Kirn – sogar mit Option zum Upgrade. Tja, so funktionieren die Mechanismen in Hinterzimmern. Ein Deal, der zwar (noch) nicht ausreicht, um Kirn in medizinisch goldene Zeiten zu führen, der aber Landrätin den Hals aus der sich bereits zuziehenden Schlinge ziehen lässt. Das nächste Veto kommt todsicher. Die Krankenkassen werden nämlich keine Ruhe geben. Irgendwie verständlich, weil die ja auch alles zahlen müssen. Von daher, es bleibt spannend und weiter unstabil in Kirn. Ein harter Winter steht der BI bevor. Nicht zu vergessen Frühjahr, Sommer, Herbst…

Hundekot-Ärgernis

Geht’s noch!!! Hundehaufen an Hundehaufen reihen sich rund um das Sportgelände der Spvgg Hochstetten. Ein entsprechender Appell, ja fast schon Hilferuf, wurde jetzt aus dem Sportlerheim an alle in Frage kommenden Herrchen und Frauchen gesendet. In Fußballer-Sprache ausgedrückt, kommt die freundlich formulierte Bitte einer gelben Karte auf dem grünen Rasen gleich. Rot wäre ein strengerer Ton in Verbindung mit Anzeigen und Bußgeldern. Nur, wer will Schiedsrichter sein und sich mit den immer gleichen Unbelehrbaren anlegen? Zunächst müsste man denen natürlich auf die Schliche kommen? Aber wie? Auf die Lauer legen und dokumentieren? Ansprechen? Verscheuchen? Da ist guter Rat teuer. Also versuchen es die Sportfreunde mit einem Weckruf an die Vernunft. Gottchen, sind die naiv! Hundehalter und Vernunft schließen sich in Tretminen-Angelegenheiten nahezu aus. Gut und günstig passt ja auch nicht zusammen. Ebenso Service und Kunde. Genauso gut könnte man einem Ochsen ins Horn petzten. Die Wirkung ist immer gleich null. Fazit: Es wird wohl bei den ekelerregenden Anblicken mit allen Konsequenzen einer Beseitigung bleiben. Eine Lösung für das Problem gibt es nämlich nicht. Die wird auch anderswo nicht gefunden. LEIDER!

Whisky bei jedem Wetter ein Genuss

Whisky-Fans trotzen bekanntlich jedem Wetter. Ein typisch britischer Mix herrschte beim fünften Genießertag auf dem Dhauner Schloss. „Trotz eher bescheidenen äußeren Bedingungen, durften wir uns über durchgängig gute Kritiken freuen,“ äußerte sich Andreas Hailer zufrieden mit dem Ablauf. Viele Gäste wünschten sich sogleich eine Fortsetzung im nächsten Jahr. Das Team habe wieder einmal eine Höchstleistung vollbracht, um die über 150 zahlenden Gäste zufriedenzustellen. Ausdrücklich von seinem Lob ausgespart wurde die Mannschaft des Landhauses St. Johannisberg, die ohne Rücksprache frühzeitig ihren Essensstand abbaute. Ein kurzfristig organisierter Lieferdienst musste einspringen, um die entstandene Lücke zu schließen. Das plötzliche Verschwinden stieß sowohl bei Gästen, als auch den Gastgebern auf Unverständnis. „Unsere Notlösung wurde allerdings begeistert aufgenommen“, nimmt es Hailer im Nachhinein eher sportlich. Der Gastgeber, seines Zeichens „Keeper of the Quaich“ (eine Auszeichnung die nur für besondere Verdienste um das „Wasser des Lebens“ auf Blair Castle in Schottland im Rahmen einer ehrwürdigen Zeremonie verliehen wird) und langjähriger Whiskyliebhaber bot Whisk(e)ys aus verschiedenen Herkunftsländern an (v. a. schottische Single Malts), darunter auch diverse Raritäten aus bereits geschlossene Brennereien und limitierte Abfüllungen. Zu diesem kleinen Jubiläum gab es die 5. Edition aus der „Schinderhannes“- Reihe. Ein Whisky von der Insel Orkney, der in einem Pomèrol-Rotweinfass aus Bordeaux exklusiv für den Genießertag nachgereift wurde.

„Peter der Baumeister!“ Vorher und Nachher

Wenn Peter der Baumeister und sein Team mit großer Entschlossenheit ein Bauprojekt verwirklichen, kann unter dem Strich nur etwas Gutes dabei rauskommen. Auf Vordermann gebracht, aber nicht größer als früher – das gilt nunmehr für das Turnerheim nach der energetischen Sanierung. Komplett neu ist die äußere Hülle. Ein Schmuckkästchen für den Sport und die Mitglieder des Turnvereins. Optisch ein Hingucker, besticht das obere Stockwerk jetzt vor allem durch seine Dämmung. Vorbei dürften die Zeiten sein, als man hier noch konsequent auf die Heizungsleistung, vor allem in den Wintermonaten und Übergangszeiten, angewiesen war. Inwieweit sich die Maßnahme gravierend auf den Energieverbrauch auswirken wird, bleibt abzuwarten. Vorsitzender Peter Jung rechnet jedenfalls mit erheblich niedrigeren Unterhaltungskosten. Gut gemacht Turnverein, auch wenn das Sanierungsprojekt einiges an Moneten gekostet haben dürfte. Doch was nützt ein dickes Konto, wenn man in das eigene Heim investieren kann und muss. Eine Investition in die Zukunft, zumal die Optik jetzt frisch und einladend wirkt und somit dem Zeitgeist eines quirligen Vereins entspricht. Bravo Turnverein, für diese Aufwertung dürft ihr Euch selbst eine Urkunde ausstellen sowie eine Medaille um den Hals hängen. Die nackten Zahlen: Gerüstaufbau, Dämmung und Anstrich wurde vom Malergeschäft Nisius erbracht. Die Rollläden von der Firma Bertram erneuert. Rund 35 Prozent zu den Gesamtausgaben schoss der Sportbund Rheinland über das Innenministerium zu. Klingt zwar nach einen abgedroschenen Werbespruch einer Bausparkasse, aber kluge Füchse wissen halt wo man Geld herbekommt und welche Quellen man dafür anzapfen muss. Und kluge Füchse hat es im Turnverein. mehr

Holperstrecke

Da hilft dann nur noch beten! Der Kreistag beschloss nunmehr eine Billiglösung zur Beseitigung des rutschenden Hanges zwischen Hochstetten-Dhaun und Kirn in Höhe der Mülldeponie. Entgegen Expertenmeinung verzichtet man zunächst auf sichere Maßnahmen, weil man die Kosten in zweistelliger Millionenhöhe scheut. Ursache der Rutschung sind über Jahre hinweg aufgeschüttete Erd- und Aushubmassen, die in auf dem Gipfelplateau über dem Hang eingelagert wurden. Diese drohen, sich selbständig zu machen und das Tal inklusive Straße zu verschütten. Ein Szenario wie in einem Katastrophen-Film. Das Drehbuch haben die Verantwortlichen allerdings selbst geschrieben – der Gefahrenherd ist hausgemacht. Nun hoffen die Entscheider mit kleinem Geld die Kuh wieder vom Eis zu bekommen. Wetten, das wird so nix. Blog-Prognose: Die Kosten werden explodieren, weil der Hang mit ein wenig Erdverschiebung nicht aufzuhalten sein wird. Im Gegenteil: Der Hang wird weiter in Bewegung bleiben und die Straße darunter sich weiter wellen. Egal wie, den Besuchern des Skywalks wird über kurz oder lang beim Blick nach rechts Richtung Steinbruch eine „Attraktion“ mehr geboten, nämlich dann, wenn die Arbeiten beginnen. Lange kann es ja nicht mehr dauern bis die Maßnahme endlich startet.  

Sulzbacher Treff – ein Erfolgsmodell?

Mit der Initiative „Ich bin dabei!“ will Ministerpräsidentin Malu Dreyer das bürgerschaftliche Engagement weiter stärken und dabei aktiv auf Bürgerinnen und Bürger zugehen. Ein Erfolgsmodell? Nimmt man die Häufung und Intensität der Berichterstattung in den Medien sowie die Lobeshymnen aus der politischen Kaste zum Maßstab, dann auf alle Fälle. Das politisch initiierte Programm wird von den hiesigen Politikern aber auch gepuscht ohne Ende. Dem Blog ist das schon mehr als nur eine Spur zu viel. Vor allem wird der „Sulzbacher Treff“ gerne und oft als Paradebeispiel ins Schaufenster gestellt. Die sind aber auch sowas von agil. „Schaut her, so ist es richtig, so kann es gehen“, lauten die Botschaften aus der Endlosschleife, die immer wieder über die lokale Presse transportiert werden. Dabei ist der quirlige Ortsteil seit je her bekannt für Gemeinschaft und Einfallsreichtum auf gesellschaftlicher Ebene. Die wären auch ohne politische Unterstützung in der Lage gewesen, ein etwas anderes Miteinander abseits von Vereinsangeboten auf die Beine zu stellen. Kurzum, die brauchen keine Legitimation vom Land und schon gar nicht irgendeine Form von Anschubhilfe. Nun ist die Initiative ja ein Ur-Mainzer Baby. Die „Landeregierung-Eltern“ brauchen solche kleinen Kirn-Sulzbacher Erfolgsgeschichten, alleine schon wegen Außendarstellung und Bestätigung. Großes Bohai letzte Woche bei der 100 Veranstaltung des Treffs im Bürgerhaus mit buntem Programm. Natürlich mit von der Partie waren alle kommunalen Größen, inklusive dem VG-Bürgermeisterkandidaten Oliver Kohl (SPD). Der Gute weiß derzeit ohnehin nicht wie ihm geschieht, wird er in den letzten Tagen und Wochen doch von einer Festlichkeit zur anderen geschleift und somit in den Schaukasten gestellt. Im Kampf um Wählerstimmen schrecken Kandidaten halt vor nichts zurück. Auffällig, die Spezies lässt sich plötzlich auch überall dort blicken, wo sie ohne Nominierung niemals nicht hingegangen wäre – siehe Kirn-Sulzbach. Zuletzt wurde er sogar auf dem Feuerwehrfest in seiner Heimatgemeinde Hennweiler gesehen. Wie man hört, haben sich die Kameraden verwundert die Augen gerieben. Stimmenfang bei jedem sich bietenden Anlass – warum nicht. Ein paar fallen ja immer ab.

Freien Wähler streben acht Sitze an

Das Wichtigste vorneweg: Die Freien-Wähler werden aller Wahrscheinlichkeit keine Wahlempfehlung für den neuen VG-Bürgermeister abgeben. „Das ist mit unseren Prinzipien frei denken, frei wählen, frei handeln nicht vereinbar“, informiert Heike Beenen. Ihrer Einschätzungnach wird die Kernaufgabe des neuen Verbandsbürgermeisters darin bestehen, die beiden Verwaltungen effektiv und ruhig zusammenzuführen. „Dazu ist für mich das Wichtigste soziale Kompetenz. Und die sehe ich aktuell bei Thomas Jung“, gibt Beenen ihren persönlichen Favoriten preis. Die Freien-Wähler sind der kommunalpolitischen Landschaft längst etabliert. Sowohl in den Dörfern, als auch in der Stadt Kirn können sie sich mittlerweile auf ihre Stammwähler verlassen. Die neu zusammengestellte Liste, ist ein ausgewogener Mix aus beiden Einheiten. Vorneweg die Alpha-Tiere Thomas Lorenz und Norbert Stibitz. Überraschungen gibt es iauf der Liste keine, auch nicht in der Reihenfolge der weiteren Kandidaten. Inwieweit man die anvisierten acht Sitze im VG-Rat auch wirklich wird besetzen können, bleibt abzuwarten. Der Blog ist da eher skeptisch. Der tippt auf fünf Sitze, was das Kräfteverhältnis in der Parteienlandschaft in etwa widerspiegelt. Vieles wird darauf ankommen, inwieweit die Freien Wähler eigene Positionen besetzen werden. Die gibt es zu Genüge, etwa beim vielfach diskutierten Thema Straßenausbaubeiträge. Auch in anderen Bereichen gilt es das eigene Profil nachhaltig zu schärfen. Ratsam wäre auch das Feld kleinerer kommunaler Begehrlichkeiten zu beackern, beispielsweise Grünschnittplätze. Jedenfalls stehen die Mitglieder für mehr Bürgerbeteiligung, was absolut dem Zeitgeist entspricht. Mitspracherecht der Bürger bei gewissen Entscheidungen – das kommt an. Wirtschaftsförderung, Tourismus, Transferleistungen, Gesundheitsversorgung – es gibt viel zu tun. „Packen wir es an“, hofft Beenen auf ein gutes Ergebnis. Nach der Wahl, geht es dann darum Mehrheiten zu bilden: „Ich kann mir auch in dem dann neuen VG Rat gut eine Zusammenarbeit vorstellen, wie sie jetzt in der Stadt Kirn läuft.“ Also ein Bündnis aus CDU, FDP und Freien Wählern? Das würde dann ja bedeuten, dass die SPD wieder nur die Zuschauerrolle bliebe. Alles scheint möglich. Schauen wir mal!  

Bundespräsident hat kein Bock auf Kirn

Kommt er oder kommt er nicht? Diese Frage geisterte schon ein paar Tage durch das Kirner Land. Jetzt ist es also raus. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier macht einen großen Bogen um Kirn. Anstatt den Mief von harter Arbeit in den Simona-Fertigungshallen, will der lieber reine Luft in Mutter Natur schnuppern. Ihn zieht es in den Naturpark Hochwald. Finde den Fehler? Was hat den Mann nur dazu veranlasst, diesen Termin so kurzfristig zu canceln? Über die Gründe herrscht (noch) Stillschweigen. Es wird also nix mit der angekündigten Stippvisite bei der Firma Simona. Schade! Die dürften sich grün und blau ärgern, weil doch sicherlich schon intensive Vorbereitungen getroffen worden sind. Ebenso groß dürfte der Ärger bei den Sicherheitsbehörden sein. Polizei und Ordnungsamt können nämlich ihre bereits fertigen Einsatzpläne einmotten. Die zu schmieden, kostete viel Zeit. Alles für die Katz! Doch, wenn man sich auf etwas verlassen kann, dann ist es die Tatsache, dass man sich eben nicht auf ein Politiker-Wort verlassen kann. Die Absage lässt Raum für Spekulationen. Macht der Blog jetzt mal ersatzweise: Nun, die Simona hat Kurzarbeit ausgerufen. Möglicherweise möchte der oberste Mann im Staat nicht gerade in einer Zeit auf dem Firmengelände aufschlagen, wenn die Belegschaft knurrt und es in der Produktion nicht gerade brummt und summt? Passt die Lage nicht in das Heile-Welt-Show-Programm der 150-köpfigen Delegation? Erklärung zwei, er fürchtet Proteste der BI-Krankenhaus. Die könnte ja die mediale Aufmerksamkeit nutzen, um lautstark große Transparente mit der Aufschrift „Rettet das Kirner Krankenhaus“ öffentlichkeitswirksam in die Höhe halten. Vielleicht hat Steinmeier keinen Bock auf irgendeine Art von Protest im Hintergrund. Kaum vorstellbar, aber irgendwas muss doch die Ursache für sein Fernbleiben sein? Vielleicht sickert ja noch eine Begründung durch. Fakt ist, für Kirn und die Simona ist die Absage jedenfalls ein herber Schlag ins Gesicht. Lieber Herr Bundespräsident: „So etwas tut man nicht“.   

Das Wort zum Sonntag

Der Blog muss an sich und seiner Ausdrucksweise arbeiten. Unbedingt! Der Grund: Trotz mehrmaligen Schmökerns verstehen einzelne Leser, vornehmlich aus der SPD-Ecke, Inhalte und Botschaften nicht im Geringsten. Zugegeben, es sind nur rund eine Handvoll, die immer wieder auf dem Schlauch stehen, aber der Blog erhebt ja den Anspruch bei seinem Geschreibsel jeden mitnehmen zu wollen und sei er gedanklich auch noch so einfach strukturiert. Von daher wird der sich zukünftig anstrengen Spitzen – analog dem kindgerechten Format „Die Sendung mit der Maus“ – noch verständlicher zu verpacken. Man kennt ja dieses Phänomen von den Witzen und den Pointen. Es gibt immer mindestens einen am Tisch, der die nicht oder nicht gleich kapiert. So oder so ähnlich verhält es sich auch bei den Inhalten des Satirischen Wochenrückblickes. Moment, kann es vielleicht sein, dass ein paar kritische Stammleser die versteckten Botschaften einfach nur zu persönlich nehmen und ihnen dann auch noch der Schneid fehlt souverän damit umzugehen? „Getroffene Hunde“ eben, die im ersten Frust dann unüberlegte peinliche Verteidigungs-Posts rausbellen, denen wiederum alle anderen im Bilde befindlichen, nicht mehr folgen können? In diesem Kuddelmuddel fühlt sich dann am Ende keiner mehr verstanden. Psychologen diagnostizieren solche aus Wut entstehenden Verhaltensweisen und Äußerungen in der Regel als kindliche Trotzreaktion. Die typischen Reflexe schlechthin, sind oftmals pauschale Vorwürfe einer Verbreitung von Unwahrheiten, ohne jedoch eine einzige konkret benennen zu wollen. Deswegen gehen die Ablenkungsversuche dann auch meist in die Hose. Raus mit der Sprache! Butter bei die Fische! Welche Unwahrheiten verbreitet der Blog? Wohlwissend, dass sich keine werden finden lassen, bleibt der gelassen und meint: „Jeder halt so gut er kann.“

Wochenrückblick 6. September

Über Peinliche SPD-Wahl-Tour, Reise nach Mainz ins Gesundheitsministerium, Tristes im Kirner Land, eine Blog-Wahlprognose Verbandsgemeinde, AFD Verzicht…

Juhu, das Kirner Schwimmbad bleibt. In Abstimmung mit dem SPD-Gemeindeverband hat Bürgermeister-Kandidat Oliver Kohl die Garantie vollmundig ausgesprochen. Häh? Was läuft da? Steht das denn auf der Kippe? Gibt es diesbezüglich Hinweise? Haben wir irgendwas verpasst? Die Mitteilung im Wortlaut: „Im Hinblick auf den Erhalt des Schwimmbades gab es von Bürgermeisterkandidat Oliver Kohl und dem SPD-Gemeindeverband ein klares Signal: Das Kirner Freibad ist eine für die Bevölkerung jeden Alters wichtige und notwendige Freizeit- und Sporteinrichtung, die erhalten bleiben muss.“ Gott sei Dank, das kühle Nass für heiße Tage ist weiterhin gesichert. Puh, nochmals Schwein gehabt. Jetzt mal ernsthaft, was sagt es uns, wenn Bleibe-Garantien ausgesprochen werden, die es absolut nicht braucht? Richtig, der Wahlkampf hat an Fahrt aufgenommen. Zum Fremdschämen zwar dieses Schwimmbad-Bekenntnis, aber in den nächsten Wochen gilt es eben zu klappern – wenn auch wie hier, völlig daneben. Geht es nicht eine Spur inhaltsvoller und bedarfsgerechter in den Aussagen? „Liebe SPD, lieber Oliver Kohl – die Botschaft ist völlig sinnfrei. Hier noch schnell weitere überflüssige Beispiele von Informationen, die auch unbedingt von Euch unters Volk gestreut werden wollen. Nur zu: „Die Sportanlage auf dem Loh ist für Fußballer wichtig, die erhalten bleiben muss!“ Oder wie wäre dieser: „Die Kirner Tafel ist eine wichtige Anlaufstelle für Menschen mit wenig Einkommen, die erhalten bleiben muss!“ Zum Schluss noch einer aus der untersten Schublade: „Der Hahnenbach ist ein kleines romantisches Flüsschen, der weiter durch Kirn fließen muss!“ mehr